“Unangemessen”: Opfer lehnen 650-Mio.-Dollar-Entschädigung im Boy Scout of America-Missbrauchsprozess ab

Alles auf Anfang. Jahrzehntelang kam es bei den Boy Scouts of America (BSA) zu sexuellem Missbrauch. Die finanziell und moralisch schwer angeschlagene Vereinigung hatte sich mit dem Versicherer The Hartford Financial Services Group Inc. (Hartford) auf die Zahlung von 650 Mio. US-Dollar geeinigt, um die Beilegung von jahrzehntealten Prozessen zu gewährleisten. Diese Vereinbarung steht nun vor dem Widerruf.

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Versicherer alarmiert: Paderborner Krankenhaus muss wegen Behandlungsfehler 1,2 Mio. Euro zahlen

Elf Jahre Prozess haben ein Ende gefunden. Das Paderborner St. Vincenz-Krankenhaus muss der Familie eines Mädchens wegen “grober Behandlungsfehler” 1,2 Mio. Euro Schadenersatz zahlen. Über den Fehler hinaus rügten die Richter das Vorgehen des Hauses während des Prozesses. Die steigenden Zahlungen in solchen Fällen ist eine Entwicklung mit Auswirkungen auf die Versicherer.

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Umkehr des Gewollten: Digitalisierung verteuert Kfz-Reparaturen

Die Digitalisierung bei den Versicherern und Dienstleistern für die Schadensteuerung führt nach den Worten von Peter Börner zu mehr Aufwand für die Kfz-Werkstätten. Der Präsident des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik e. V. (ZKF) sprach sich auf dem 14. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement“ gegen die „Alleingänge“ der Assekuranz aus und mehr Dialog aus. „Die Digitalisierung muss zu den Management-EDV-Systeme der Werkstätten passen“, so Börner.

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Gerücht nicht totzukriegen: GDV muss Versicherer erneut gegen Vorwurf der Leistungsverweigerung verteidigen

Genexperiment, Vergiftung oder globale Verschwörung als Ziel; Bill Gates, George Soros oder Angela Merkel als Täter. Die Impfgegner sind wenig sachlich, dafür aber laut. Wiederholt findet sich auch die Versicherungsbranche in der Bubbel von falschem Halbwissen und Pseudoargumenten wieder. Die Versicherer würden Coronaleistungen verweigern, lautet der Vorwurf, dem sich der GDV (erneut) entgegenstellt.

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Schicksal oder Behandlungsfehler: Erdnussbrezel kostet Model die Gesundheit

Eine fatale Geschichte um eine Brezel. Nachdem das Gebäck vor Jahren bereits den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush dem Erstickungstod nahebrachte, hat es nun das US-amerikanische Model Chantel Giacalone die Gesundheit gekostet. Neben dem Opfer nehmen ein überfordertes Sanitäter-Team, eine Freundin sowie der Vater des Opfers tragende Rollen in der Tragödie ein. Letztlich wurden rund 30 Mio. Dollar Schadenersatz bezahlt.

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Ist der Schiffsstau-Schaden im Suezkanal doch “überschaubar”?

Der Suez-Kanal ist teilweise wieder freigelegt. Zuvor war der Megafrachter Evergiven auf Grund gelaufen und hatte die Wasserstraße eine Woche lang blockiert. Wer für die Schäden aufkommen muss, wird jetzt geklärt werden. Ein Analyst berichtet, dass die Schäden für die Versicherungswirtschaft “überschaubar” sein würden. Seine Erklärung weckt allerdings Zweifel, ob die beteiligten Versicherer das auch so sehen.

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Schiffsstau im Suezkanal: Versicherern und Wirtschaft droht schwerer Schaden

Stau im Kanal. Das Containerschiff “Evergiven” der Reederei “Evergreen” ist auf Grund gelaufen und blockiert eine Route, durch die etwa zehn Prozent des Welthandels laufen. Das Schiff ist wohl wegen eines technischen Defektes auf Grund gelaufen. Noch ist der Versicherungsschaden unbekannt, für die Versicherer der “Evergiven” und möglicherweise des Kanals dürfte es teuer werden. Eine Analyse.

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Twentyfour-Geschäftsführer Trier: “Wir sind gut aufgestellt und beschäftigen uns mit weiteren Investitionen”

Anders gleich besser? Michael Trier setzt bei der Schadenaußenregulierung seines Unternehmens Twentyfour nicht ausschließlich auf Digitalisierung, will in zwei Jahren der größte Anbieter sein und ist (derzeit) kein Freund von Plattformen. Bereits mehr als genug Stoff für ein langes Gespräch, doch es blieb noch Zeit, über den Investor Thomas Fenstermacher und die Schadenskills der Versicherer zu sprechen.

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Eiopa greift in BSV-Thematik ein

Die Versicherungsbranche macht in der Casa Betriebsschließungsversicherung (BSV) nicht die beste Figur. Das sieht auch Eiopa so und klopft den Versicherern nun auf die Finger. Insgesamt ist die Behörde unzufrieden mit dem Vorgehen, der Klarheit der Bedingungen und der Zahlungsunwilligkeit; doch es werden auch Lösungen in den Raum gestellt.

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Bis zu 60 Mrd. Dollar versicherte Schäden durch Corona: Berenberg passt Brancheneinschätzung an

Besser als erwartet, dennoch hart: Die Erst- und Rückversicherer können wegen Corona-Schäden zwischen 40 und 60 Mrd. Dollar erwarten. Die Einschätzung der Privatbank Berenberg ist eine Verbesserung gegenüber der ersten Beurteilung. Im letzten Jahr wurde mit einer Spanne zwischen 50 und 70 Mio. Dollar gerechnet. Die Versicherungsbörse Lloyds geht von einer dreistelligen Summe aus.

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Schadenexperte Matthew Whittall: “Komplette Dunkelverarbeitung und Drohnenbilder sind derzeit Fiktion”

Die Innovation Group steuert Kfz-Schäden für etwa ein Drittel des Marktes und steht somit in der Mitte des hochkochenden Disputs zwischen Werkstätten und Versicherern. Zum heutigen Start des neuen Prozessmanagement-Tools, das Handling der Schadenbearbeitung über eine Online-Plattform erlaubt, sprach VWheute mit Deutschland-CEO Matthew Whittall. Der Fachmann erklärt, warum hundertprozentige Dunkelverarbeitung weiter Zukunftsmusik ist, es wegen Corona dauerhaft weniger Unfälle geben wird und warum Kosten nicht alles sind. Er weiß auch, warum die viel gelobte Bild- und Scantechnologie kein Allheilmittel ist.

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Olympia-Aus wäre das größte Schadenereignis der Geschichte

Bei den olympischen Spielen geht es um Superlative. Gold, Weltrekorde und Drama sind die Essenz des Spektakels. Wenn die Spiele stattfinden, kämpfen die Athleten um Bestleistungen, fallen Sie aus, drohen den Versicherern Rekorderstattungen. Weitere Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft hängen ebenso in der Schwebe. Droht nach dem Rekordverlustjahr 2020 eine Steigerung bei den Veranstaltungsausfällen in diesem Jahr. Die Branche zittert.

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“Versicherer lassen Werkstätten ausbluten”: ZKF-Präsident Börner legt im Kfz-Streit nach

Ohne Corona würde diese Woche der Kongress 14. BF21-Kongress “Aktives Schadenmanagement” stattfinden. Sprechen würde unter anderem Peter Börner, Präsident des Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZVK). Sein Beitrag wurde mit Spannung erwartet, sind doch die Kfz-Versicherer dem Vorwurf ausgesetzt, die Werkstätten auszupressen. Im Gespräch hält er den Vorwurf aufrecht und erklärt, warum der prognostizierte Unfallrückgang eine Mär ist.

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Kfz-Versicherung: Was läuft schief im Geschäft mit den Werkstätten?

Schwere und zahlreiche Vorwürfe gegen die Autoversicherer. Die Werkstattbindung der Huk-Coburg sei für die angeschlossenen Werkstätten ein “mieses Geschäft”, bescheinigt eine große Zeitung. Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) kritisiert “zerstörerische Stundensätze” und “Ausnutzung”, nicht nur der HUK, sondern auch durch andere Versicherer wie VHV und Allianz. Die Unternehmen wehren sich, fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

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Münchhausen reloaded: Sechsstelliger Schaden wegen Schwindel und Betrug

Die Flunkergeschichten des Baron Münchhausens sind vertraut. Weniger Menschen kennen das gleichnamige Syndrom, eine psychische Störung, bei der die Betroffenen durch heimlich herbeigeführte Selbstschädigungen oder pure Erfindung ein Krankheitsbild vortäuschen. Der Betroffene will so Zuwendung und ärztliche Betreuung provozieren, in einem aufwendigen und kuriosen Fall führte es zu sechsstelligem Versicherungsbetrug.

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Kundenmanagement bei Ergo: Warum nicht jeder Schaden vollständig digitalisierbar ist

Es ist unbestritten: Wenn uns Corona und die Folgen der Pandemie eine Sache gelehrt haben, dann dass die Digitalisierung unser Leben, unsere ganze Welt in der Zukunft noch stärker bestimmen wird. Für Unternehmen wie Ergo, zahlt sich dieser – nicht immer einfache – Wandel jetzt aus. Ein gutes Beispiel dafür sei der Umgang mit der Schadenbearbeitung. Eine Ergo-Bereichsleiterin berichtet.

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Kommentar zur Coronakrise: “Versicherer sollten bei der Schadenerstattung ähnlich kreativ sein wie bei ihren Hilfsangeboten”

Ja, die Versicherer haben Corona verstanden. Wie Pilze sprießen die Hilfsangebote der Unternehmen aus dem Boden, Webseiten werden aufgebaut und Hotlines eingerichtet. Auf der anderen Seite häufen sich die Klagen der Unternehmenskunden wegen (vermeintlicher) Drückebergerei. Die “Versicherer zahlen nicht” lautet der Vorwurf, der in jeder Zeitung gelesen werden kann, immer untermalt mit der Geschichte eines wütenden und verzweifelten Unternehmers. Haben die Versicherer Corona wirklich verstanden? Ein Kommentar.

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Claimsforce-Chef Mahlow: “Transformation der Schadenbereiche kann nur über eine signifikante Technologisierung und Digitalisierung erfolgen”

Kooperationen sind etwas Schönes, ebenso wie aussagekräftige Pressemitteilungen. Als der Anbieter für volldigitale Schadenbearbeitung MSG Nexinsure eine Zusammenarbeit mit dem Insurtech Claimsforce “360°-Digitalisierung der Schadenprozesse” ankündigte, blieb nebulös, was genau damit gemeint war. Zeit für ein Gespräch mit Nils Mahlow, Gründer und CEO von Claimsforce, unterstützt von Jens Stäcker, Vorstand bei MSG.

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MSK: “‘Sabine’ wird mit rund 600 Mio. Euro Schadensumme ein mittelstarkes Ereignis für Versicherer”

Windig war’s – der Orkan “Sabine” zog über Deutschland und hinterließ starke Schäden. Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) schätzt den Schaden auf 600 Mio. Euro. Zu einer ähnlichen Schätzung kommt auch das Beratungsunternehmen Aon Hewitt. Dennoch sind die Schäden nicht mit denen zu vergleichen, die Orkan “Kyrill” verursachte.

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