SCHLAGLICHT

Frankfurter Leben greift nach Athora Deutschland

Auf dem ohnehin überschaubaren deutschen Run-off-Markt deutet sich eine Großtransaktion an. Vor einigen Wochen ist durchgesickert, dass die zur chinesischen Fosun-Gruppe gehörende Frankfurter Leben für die deutsche Sparte der Athora Holding ein Kaufangebot unterbreitete. Nach einem aktuellen Bloomberg-Bericht steht der Deal bereits kurz vor dem Abschluss.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Allianz kauft portugiesischen Versicherer Caravela

Allianz Portugal und ihr Finanzchef Carsten Reimund bestätigen die Übernahme des portugiesischen Schaden- und Unfallversicherers Caravela. Die Allianz sichert sich 100 Prozent der Anteile. Anfang Juni kamen erste Berichte über das Interesse an einem Deal auf. Aktuell wartet die Einheit nur noch auf die üblichen regulatorischen Genehmigungen der portugiesischen Versicherungsaufsicht ASF sowie der Wettbewerbsbehörde.

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Dax-Konzerne sparen Milliarden bei Pensionsrückstellungen

Das Zinsumfeld sorgt bei den 40 deutschen Börsenkonzernen für enorme finanzielle Entlastungen. Wie aus einer aktuellen Analyse von Aon hervorgeht, schrumpften die gesamten Pensionsverpflichtungen der Dax-Konzerne im Geschäftsjahr 2025 um rund 29 Milliarden Euro auf etwa 296 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von rund 325 Milliarden Euro. Begünstigt durch die Stabilität an den Kapitalmärkten stieg der Deckungsgrad der abgesicherten Pensionspläne von 81 auf 87 Prozent.

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Oliver Wyman holt ehemaligen AGI-Manager ins Führungsteam

Nicolas Schmidt steigt als Partner in den Bereichen Mergers & Acquisitions sowie Insurance & Asset Management bei der Strategieberatung Oliver Wyman ein. Der Experte bringt rund 20 Jahre Berufserfahrung mit, 17 Jahre davon verbrachte er bei Allianz Global Investors. Bei Oliver Wyman soll Schmidt seine Kunden bei strategischen Transaktionen, komplexen Transformationen und globalen Expansionsvorhaben beraten.

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Kai Kuklinski: „Digitale Überwachungssysteme in Rechenzentren schaffen selbst Angriffsflächen für Cyberbedrohungen“

Rechenzentren sind das physische Rückgrat der Digitalisierung – und ein unterschätztes Kumulrisiko für Unternehmen. Axa-XL-Manager Kai Kuklinski erklärt, warum digitale Souveränität angesichts geopolitischer Zugriffe wie dem US-Cloud-Act über das Überleben entscheidet. Neben der massiven Standortkonzentration in der Region Frankfurt/Rhein-Main und stummen Umweltrisiken bei Naturgefahren fordert der extreme KI-Strombedarf völlig neue Schutzkonzepte. Wie Risikomanager mit der Strategie „Predict – Prevent – Protect“ Ausfälle, Energieengpässe und verdeckte Abhängigkeiten in der Wertschöpfungskette rechtzeitig in den Griff bekommen.

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Axa lehnt Rolle als weißer Ritter ab: Keine Generali-Anteile zur Rettung von MPS

Sinkende Preise im Großkunden- und Rückversicherungsgeschäft fängt Axa mit eiserner Kostendisziplin und KI-Initiativen ab. Statt unprofitablem Wachstum setzt der Pariser Konzern auf Ertragskraft im Privatkundensektor. Neben den soliden Halbjahreszahlen stand CEO Thomas Buberl bei den Journalisten vor allem Rede und Antwort zum auslaufenden MPS-Vertrag und den Spekulationen um eine Generali-Beteiligung.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Wichtigster Treiber für Produktivität: KI-Tools schlagen Gehalterhöhungen

Um die Produktivität trotz trüber Konjunktur zu steigern, investieren Arbeitgeber bevorzugt in KI-Tools, anstatt Geld für pauschale Lohnerhöhungen auszugeben. Das geht aus dem aktuellen Q-3-Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower Group hervor. Dieser Trend trifft auch die Finanz- und Versicherungsbranche, wo sich der Netto-Beschäftigungsausblick verschlechtert hat, obwohl 75 Prozent der Unternehmen weiterhin über Fachkräftemangel klagen.

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Selbst ein 100-Mrd.-Dollar-Schock bricht den Markt nicht: Rückversicherer bleiben unter Preisdruck

Die Zeiten der Rekordgewinne und Preiserhöhungen im Rückversicherungssektor neigen sich dem Ende zu. Der Markt befindet sich in einer Phase der Abkühlung. Aus einem Bericht der Berenberg Bank zur Hurrikansaison 2026 geht hervor, dass das Kapital der Branche derzeit so üppig bemessen ist, dass selbst eine historische Naturkatastrophe die Preisentwicklung kaum noch drehen könnte.

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Was deutsche Krankenversicherer aus internationalen Beispielen lernen können

Während in Deutschland über Beitragsanpassungen und Leistungskürzungen gestritten wird, gehen internationale Krankenversicherer wie Allianz, AXA oder Humana einen Schritt weiter: Sie werden vom reinen Kostenträger zum aktiven Gestalter der medizinischen Versorgung. Eine VWheute exklusiv vorliegende und von Dr. Andreas Klar und Joachim Engelhard zusammengefasste BCG-Analyse von 15 internationalen Vorreitern zeigt, wie durch die Verzahnung von Versicherung und Versorgung Schadenquoten gesenkt, Produkte differenziert und neue Erlöse geschaffen werden – und was deutsche Krankenversicherer (GKV und PKV) daraus lernen können.

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Schlechter als Politiker: Versicherungsvertreter stecken im Image-Tief fest

Wer in Deutschland nach den angesehensten Berufen sucht, landet verlässlich bei der Feuerwehr, Pflegekräften oder Ärzten. Am anderen Ende der Skala zeigt sich seit Jahren ein gewohnt düsteres Bild für eine ganze Branche: Versicherungsvertreter bilden im jährlichen Berufe-Ranking das Schlusslicht der Gesellschaft – und schneiden selbst schlechter ab als die oft kritisierten Politiker.


Bafin überwacht KI-Systeme: Im Extremfall drohen Versicherern bei Mängeln Bußgelder bis zu 35 Millionen Euro

Die Bafin übernimmt die Marktüberwachung für künstliche Intelligenz in deutschen Finanzunternehmen. Bei Verstößen gegen die europäische KI-Verordnung drohen Banken und Versicherern empfindliche Strafen. Im Extremfall kann die Aufsichtsbehörde Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen.

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POLITIK & REGULIERUNG

Kumamoto-Erdbeben: Verisk beziffert versicherte Schäden auf bis zu 2,1 Mrd. US-Dollar

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am 28. Juli die japanische Region Kumamoto auf der Insel Kyushu erschüttert und schwere Schäden hinterlassen. Nach einer ersten fundierten Schadensschätzung des US-Risikomodellierers Verisk belaufen sich die versicherten Sachschäden auf 1,4 bis 2,1 Milliarden Dollar. Die Prognose umfasst direkte Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden, Industrieanlagen sowie genossenschaftlich versicherten Immobilien durch Bodenerschütterungen und Bodenverflüssigung. Letztere sind ein geologisches Phänomen, bei dem sich fester Boden vorübergehend wie eine schwere Flüssigkeit verhält.

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DIA: „Die vorgesehene Beauftragung der Deutschen Bundesbank als Auffanglösung ohne offenes Auswahlverfahren überrascht“

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge äußert in einer Stellungnahme an das Bundesfinanzministerium schwere Bedenken zum Referentenentwurf der Frühstartrente. Mit Unverständnis reagiert das DIA etwa auf die geplante Beauftragung der Deutschen Bundesbank als Standardanbieter ohne vorheriges transparentes Wettbewerbsverfahren.

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Munich-Re-Klimatologe Tobias Grimm warnt vor „Super-El Niño“

112 Mrd. Dollar Gesamtschaden – und die größte Gefahr droht erst noch: Im ersten Halbjahr 2026 haben Naturkatastrophen weltweit schwere Schäden angerichtet, von denen laut Munich Re lediglich 44 Mrd. US-Dollar versichert waren. Den Hauptanteil machten US-Unwetter aus. Doch für die zweite Jahreshälfte erwartet Chef-Klimaforscher Tobias Grimm durch das Phänomen „Super-El Niño“ eine weitere Zuspitzung der Lage.

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Waldbrände in Frankreich: Versicherer schnüren historisches Hilfspaket

Großbrände bedrohen die französische Industrie: Nach Evakuierungen und Produktionsstopps bei Luftfahrt- und Rüstungsriesen droht der Region der wirtschaftliche Kollaps. Angesichts von massivem Arbeitsausfall und existenzbedrohenden Schäden steht nun die Assekuranz im Rampenlicht. Der Branchenverband France Assureurs hat Sofortmaßnahmen eingeleitet.

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Nach Rekord-Rallye: Jared Kushners Investmentfirma zieht Gewinne bei israelischem Versicherer Phoenix

Nach einer spektakulären Kursvervielfachung versilbert Jared Kushner einen Teil seines Engagements in Israel: Seine in Miami ansässige Investmentgesellschaft Affinity Partners trennt sich von knapp einem Viertel ihrer Beteiligung am Finanz- und Versicherungskonzern Phoenix Financial.

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KÖPFE & POSITIONEN

Pat Gallagher über Maklerpreise: „Die Zeiten mit Multiplikatoren vom 15- bis 17-fachen EBITDA sind vorbei“

Der US-Versicherungsmakler Arthur J. Gallagher & Co. wuchs im zweiten Quartal um 24 Prozent. In dieser Zeit schloss der Konzern sieben strategische „Tuck-in“-Übernahmen ab. Während CFO Douglas K. Howell eine Investitionskapazität von rund 10 Milliarden US-Dollar für die kommenden zwei Jahre ankündigte und die konkreten Kauf-Multiplikatoren offenlegte, betonte CEO Pat Gallagher auf der Analystenkonferenz, dass die Zeiten extremer Markt-Bewertungen vorbei seien.

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CEO Lutz Richter verlässt Makleraufkäufer Summitas

Ende 2022 übernahm Lutz Richter (52) bei Summitas das Ruder, als die Gruppe gerade einmal zwei Makler zählte. 16 Zukäufe später kündigt der CEO seinen Rückzug an: Ende 2026 legt er das operative Geschäft nieder. Wer ihm auf dem Chefsessel nachfolgt – oder ob das bestehende Geschäftsführer-Trio (Jovan Zafirov, Ravindra Nath und Wolfgang Hägler) übernimmt –, ließ Richter im Gespräch mit VWheute offen. Das sei Sache der Eigentümer. Gleichwohl nennt er Details, warum die Personalentscheidung jetzt fällt und zieht Bilanz zum Umsatzwachstum.

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Gestundete Einstandszahlungen bei Agenturübernahmen: Steuerliche Risiken beim späteren Ausscheiden

Bei der Übernahme einer Versicherungsagentur oder eines Vertreterbestands wird häufig ein wirtschaftlicher Wert übertragen: ein vorhandener Kundenbestand, eine eingeführte Agentur, laufende Vertragsbeziehungen, regionale Bekanntheit oder eine bestehende Vertriebsstruktur. Für diesen Vorteil kann ein Übernahmepreis, eine Einstandszahlung oder ein Agenturwert vereinbart werden. In der Praxis erscheint eine solche Vereinbarung besonders attraktiv, wenn der Betrag nicht sofort zu zahlen ist. Stattdessen wird die Einstandszahlung gestundet. Am Ende des Vertretervertrags soll sie mit einem möglichen Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB verrechnet werden. Ein Gastbeitrag von Thomas Schneider und Dr. Christian Sielaff.

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