SCHLAGLICHT

Scalable macht das Altersdepot kostenlos – und der Chef empfiehlt Sparern, für einen Crash zu beten

Große Medienoffensive in der größten Zeitung hierzulande: Scalable verkündet seine Altersvorsorge-Pläne mit konkreten Konditionen. "Wir machen das Standarddepot gebührenfrei", erklärt Firmenchef Erik Podzuweit gegenüber Bild und bietet Riester-Sparern einen Wechselservice an. Allerdings wird bei anderen Neobrokern kostentechnisch Ähnliches erwartet. Versicherer können da kaum mithalten, weil sie das Depot in ein ganz anderes Gewand packen. Gleichzeitig sorgt Podzuweit mit einer zweifelhaften These für Wirbel.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Fitch über Rückversicherer: Hohe Renditen – doch Preisrückgänge bereiten Sorgen

Nachdem die vier großen Rückversicherungsplayer Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Scor ihre Halbjahreszahlen vorgelegt haben, zieht die Ratingagentur Fitch ebenfalls Bilanz: Wenige Großschäden und starke Kapitalanlagen bringen den Konzernen Rekordrenditen. Im Schaden- und Unfallbereich zeigen sich jedoch spürbare Umsatzrückgänge – und aufeinanderfolgende Preissenkungsrunden bei den Erneuerungen dürften die Ergebnisse der kommenden Quartale belasten.

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Kfz-Versicherer verdienen wieder Geld – aber bleibt das auch so?

Die strapaziöse Rosskur hat sich für die deutschen Kfz-Versicherer ausgezahlt, doch es bleibt die Sorge, dass die Markterholung nicht von Dauer sein könnte. Dieses gemischte Bild offenbart der Blick in zwei jeweils unabhängig voneinander veröffentlichte Marktanalysen. Zwar sei die Branche in die Gewinnzone zurückgekehrt, wie die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) mitteilt. Doch die Schadeninflation ist nicht spurlos verschwunden – die jüngste Preisstabilität stehe daher „auf wackeligen Beinen“, wie das Vergleichsportal Verivox schreibt.

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Munich Re übernimmt US-Cyberassekuradeur At-Bay

Die Munich Re ist mit dem US-Cyber-Insurtech At-Bay bereits seit gut zehn Jahren eng verbündet – nun gehen die Münchner einen Schritt weiter: Zu einem Unternehmenswert von rund 575 Mio. Dollar kauft der weltgrößte Rückversicherer den 2017 gegründeten Spezialisten. Als Assekuradeur schützt At-Bay kleine und mittlere Unternehmen vor Cyberangriffen und ist damit ähnlich aufgestellt wie der Allianz-Partner Coalition.

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Expansion in den USA: Willis Re übernimmt US-Geschäft der BMS Group

2024 entschied sich WTW, zusammen mit dem Investor Bain Capital die Marke Willis Re wiederzubeleben. Um im Wettbewerb der Rückversicherungsmakler mitzuhalten, fehlte jedoch die nötige Präsenz in den USA. Dieser Schritt erfolgt nun mit der Übernahme der US-Sparte der BMS Group. Nachdem in den Medien vor Wochen bereits über fortgeschrittene Verhandlungen spekuliert wurde, folgt jetzt die offizielle Bestätigung.

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Munich Re und Lloyd’s führen globale Rückversicherungs-Rankings 2025 an

Basierend auf den aktuellen Jahresendzahlen für 2025 hat die Munich Re ihren Titel als weltgrößter Rückversicherer unter dem Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zurückerobert. Gleichzeitig verdrängte der Spezialversicherungsmarkt Lloyd’s of London die US-Holding Berkshire Hathaway vom ersten Platz der Nicht-IFRS-17-Gesellschaften. Das geht aus dem jüngsten Branchenranking der Ratingagentur AM Best hervor.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Ranking: Allianz vertrauenswürdigster Versicherer

Die Versicherungsbranche genießt hierzulande nicht den besten Ruf. Welchen Anbietern es trotzdem gelungen ist, ein hohes Kundenvertrauen aufzubauen, hat das Marktforschungsunternehmen Servicevalue in Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut ermittelt. Unter den Versicherern schlägt sich Marktführer Allianz am besten, bei den Direktversicherern liegt die Huk24 vorn. Spezialversicherer, Versicherungsmakler sowie Finanz- und Anlageberater wurden ebenfalls untersucht.  

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Franke und Bornberg sieht Fortschritte bei Wohngebäudepolicen – aber auch viel Luft nach oben

Verbessert ja, aber keineswegs überragend – dieses durchwachsene Bild geben die Tarifwerke der deutschen Wohngebäudeversicherer ab. Das findet zumindest die Ratingagentur Franke und Bornberg nach Auswertung von 373 Tarifen, die sich auf 84 Anbieter verteilen. Nur jeder fünfte Tarif schaffte die Bestnote – zwar verbesserte sich dieser Anteil von 14,3 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 20,4 Prozent. Doch damit es künftig mehr Tarife in die Spitzengruppe schaffen, müssten diese erst um eine „gefährliche Scheinsicherheit“ bereinigt werden, wie die Experten schreiben.

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Yougov-Qualitäts-Ranking: Allianz überholt Huk-Coburg jetzt auch im Direktversicherungsvergleich

Die Allianz kann erneut Nadelstiche setzen gegen ihren Erzrivalen Huk-Coburg. Anlass dazu gibt das aktuelle Qualitätsranking des SZ-Instituts in Kooperation mit den Marktforschern von Yougov. Nachdem die Münchner die Coburger im Vorjahr vom Spitzenplatz in der Kategorie Versicherer verdrängt hatten, gelingt der Führungswechsel nun auch beim Vergleich der Direktversicherungseinheiten Allianz Direct und Huk24.

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Zehn Jahre nach dem Brexit: Die neue Realität für britische und europäische Versicherer

Entgegen manchen Befürchtungen hat der Brexit den Ärmelkanal nicht in eine unüberwindbare Barriere oder eine zollpflichtige Wegelagerei verwandelt. Für die Versicherungswirtschaft ist die Passage zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien zwar deutlich beschwerlicher geworden, aber sie bleibt in beide Richtungen offen. Eine Bilanz des Brexits nach zehn Jahren.

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Mark Walters Versicherer streicht umstrittene Kredite um 6,5 Mrd. Dollar

Der US-Milliardär und Sport-Magnat Mark Walter zieht nach Ermittlungen der Justizbehörden Konsequenzen: Eine unter seiner Kontrolle stehende Versicherungsgesellschaft wird Kredite an seine eigenen Unternehmen in Höhe von bis zu 6,5 Mrd. US-Dollar abbauen. Die massiven Umschichtungen sind eine Reaktion auf Untersuchungen des US-Justizministeriums (DOJ) bezüglich nicht deklarierter konzerninterner Geschäfte.

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POLITIK & REGULIERUNG

Stärkere PKV-Mitfinanzierung der Pflege: Reuther weist Klingbeil-Forderung zurück

Der PKV-Verband hat sich gegen Äußerungen von SPD-Chef Lars Klingbeil positioniert, wonach Privatversicherte stärker an der Finanzierung der Pflege beteiligt werden sollen. „Eine solche Sonderabgabe wäre verfassungswidrig“, entgegnete Verbandsdirektor Florian Reuther in einer Stellungnahme. Die Branchenvertreter haben kürzlich eigene Vorschläge für eine „nachhaltige Pflegereform“ präsentiert.

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Allianz zahlt Millionen für abgebrannte Staatsoperette

Mehr als ein Jahr ist es her, dass ein verheerender Großbrand die ehemalige Staatsoperette im Stadtteil Leuben in Schutt und Asche legte. Nun steht fest, wie viel Geld die Landeshauptstadt aus der Versicherungspolice der Allianz erhält. Die Summe ist zweistellig im Millionenbereich – doch an den Geldregen ist eine konkrete Bedingung geknüpft.


GDV befürchtet höhere Transportschäden durch Rhein-Niedrigwasser

Der Rhein gibt derzeit ein trauriges Bild ab: Niemals seit Beginn der Aufzeichnungen führte Deutschlands größter und wichtigster Fluss so wenig Wasser wie jetzt. Inzwischen befürchtet auch die Versicherungswirtschaft, den Rekord-Niedrigstand in Form erhöhter Schäden zu spüren zu bekommen. Weil Schiffe nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladung fahren, kommt es zu Verlagerungen des Güterverkehrs, etwa auf die Schiene – und das begünstigt Transportschäden, argumentiert der Branchenverband GDV, dem allerdings noch keine Zahlen vorliegen, wie VWheute in Berlin erfragte.

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Zwischen Drängeln und Handy-Nutzung: So steht es um das deutsche Verkehrsklima

Die Hölle sind immer die anderen – im Straßenverkehr ist diese höchst subjektive Wahrnehmung weit verbreitet, wie eine aktuelle Bürgerbefragung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bestätigt. Demnach beurteilen Verkehrsteilnehmer ihr eigenes Verhalten deutlich milder als das der anderen. Besserung scheint nicht in Sicht: „Das Klima auf deutschen Straßen wird immer rauer und aggressiver“, schreiben die Fachleute. Auch ein mögliches Tempolimit auf Autobahnen polarisiert die Gesellschaft. Sorge bereitet UDV-Leiterin Kirstin Zeidler zudem, dass viele Menschen selbst am Steuer nicht vom Smartphone lassen können – dabei gäbe es Lösungen.

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Überraschende Wende im Fall Brian Thompson: Mangione bekennt sich doch schuldig

Seit mehr als anderthalb Jahren hält der gewaltsame Tod von Brian Thompson die US-Öffentlichkeit in Atem. Nun nimmt der Fall um den 28-jährigen Luigi Mangione eine überraschende Wende: Nachdem er bislang beharrlich auf nicht schuldig plädiert hatte, legte der Angeklagte vor einem New Yorker Bundesgericht ein vollumfängliches Schuldeingeständnis ab. Das hat direkte Konsequenzen für die Justiz: Mangione entgeht somit der Todesstrafe und erschwert das weitere Vorgehen im parallelen Strafverfahren auf Bundesstaatsebene erheblich.

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KÖPFE & POSITIONEN

„In der Theorie trifft Kapitalbedarf auf Kapitalangebot. Aber so einfach ist es in der Praxis eben nicht“

Deutschlands Infrastruktur schreit nach Investitionen, und institutionelle Anleger stehen mit Milliardenkapital bereit. Dennoch kommen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Der Grund: Es fehlt an standardisierten, „bankable“ Assets und funktionierender Risikoteilung. Welcher Ausweg bleibt und wie Kapitalverwaltungsgesellschaften als Brückenbauer fungieren können, analysiert Christian Moersch, Vorstand bei der zur Signal-Iduna-Gruppe gehörenden Hansainvest Lux.

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BVK: Chatbot-Empfehlungen kein Ersatz für Vermittler-Beratung

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) verwahrt sich dagegen, dass Verbraucher „auf Grundlage von KI-Antworten weitreichende Versicherungsentscheidungen treffen“. Hierfür seien Versicherungsvermittler zuständig, betont der Verband in einer Mitteilung. Künstliche Intelligenz (KI) dürfe nur eine begleitende Rolle spielen, etwa beim Zusammentragen von Informationen.

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Stuttgarter-Chef Bader über das Altersvorsorgedepot: „Gebt es auf, als Staat Produktanbieter sein zu wollen!“

Zur anstehenden Altersvorsorgereform hat Juri Galkin einen neuen Podcast ins Leben gerufen. Für die Auftaktepisode des Formats „Altersvorsorgedepot Vergleich“ holte er sich Dr. Guido Bader, den Vorstandsvorsitzenden der Stuttgarter Versicherungsgruppe, an das Mikrofon. Dieser spart nicht mit Kritik an staatlichen Detailentscheidungen.

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