SCHLAGLICHT

Kommentar: „Versicherer sollten KI nicht zur Drohkulisse aufbauen“

Die Zahlen des Arbeitgeberverbandes AGV wirken wie ein Beruhigungsmittel für die Statistik: 215.600 Angestellte im Jahr 2025, ein Zuwachs von 3.400 Kräften im Vergleich zum Vorjahr. Höher war der Wert das letzte Mal vor mittlerweile 16 Jahren mit 216.400 Angestellten. Ist also alles fein in einer Branche, die derzeit getrieben wird von den Potenzialen und Versprechen der Künstlichen Intelligenz und deren Marktführer wie Allianz oder Ergo Stellenstreichungen planen? Oder bereitet sich die Assekuranz gerade darauf vor, in Zukunft statt mit 215.000 Mitarbeitern mit 180.000 oder weniger auszukommen? Ein Kommentar von Michael Stanczyk, Chefredakteur Versicherungswirtschaft und Versicherungswirtschaft-heute.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Hendricks will mit neuer Spezial-Abteilung in Bankensektor vordringen

Der Spezialmakler Hendricks hat eine eigene Abteilung gegründet, die auf die Risiken für Finanzdienstleister zugeschnitten ist. Die Einheit, die am 15. April den Betrieb aufnimmt, wird von zwei erfahrenen Bankspezialisten geleitet: Regina Brune und Harald Kayser geben ihre jeweiligen Posten beim selben Tochterunternehmen des Bundesverbandes öffentlicher Banken auf, um zur Düsseldorfer Howden-Tochter zu wechseln.

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Alina vom Bruck: „Natürlich können wir unseren Kunden einen Verzicht auf Beratung anbieten, aber …“

Nach über zwei Jahrzehnten hat der Staat die Förderung der privaten Altersvorsorge reformiert. Alina vom Bruck, Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherung AG, zieht im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger eine gemischte Bilanz der frischen Regelungen. Während sie die Vereinfachung der Förderstruktur begrüßt, sieht sie in Sachen Beratungsqualität und der Absicherung im hohen Alter Defizite.

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Trump wirft State Farm und anderen Versicherern „grauenhaftes“ Verhalten vor

Die Wut der Brandopfer vom Januar 2025 hat ein neues Ventil gefunden. Wer nach der Zerstörung seines Heims durch die Flammen im bürokratischen Dickicht der Versicherer hängenblieb, bekommt nun Schützenhilfe aus dem Weißen Haus. Präsident Donald Trump schaltet sich jetzt persönlich in die Debatte ein und erhöht den Druck auf die US-Assekuranz. Besonders Branchenprimus State Farm gerät massiv unter Beschuss.

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Allianz hält an Anthropic-Partnerschaft fest

Das amerikanische KI-Startup Anthropic hat versehentlich Teile des Quellcodes seines KI-Modells Claude veröffentlicht. Die Ursache des Fehlers sei menschliches Versagen und keine Sicherheitslücke, heißt es. Sensible Kundendaten seien von der Veröffentlichung nicht betroffen gewesen. Es ist nicht die einzige Baustelle der Firma. Die Allianz, die im Januar eine Partnerschaft mit Anthropic eingegangen ist, bereiten die aktuellen Entwicklungen offenbar aber keine Sorgen.  

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Kombinierter Gewinn von Allianz, Axa, Generali und Zurich erreicht 32 Mrd. Euro, aber der Ausblick trübt sich ein

Die vier größten europäischen Erstversicherer Allianz, Axa, Generali und Zurich haben das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordergebnissen abgeschlossen. Trotz der sprudelnden Gewinne und einer starken Kapitalbasis signalisiert die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht eine vorsichtige Einschätzung für die kommenden Monate. Geopolitische Spannungen und ein Abschwung bei den Wachstumstreibern könnten die bisherige Dynamik bremsen.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Blau Direkt steigt bei regionalem Makleraufkäufer ein

Der Lübecker Maklerpool und Technologiedienstleister Blau Direkt ist beim Maklerverbund Finanz-Zirkel eingestiegen. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Bückeburg verwaltet die Bestände von rund 140 Maklern. Blau Direkt beteiligt sich an Finanz-Zirkel, um sein Standbein im Geschäftsfeld Ruhestandsplanung für Makler in der Region zu stärken.

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Deutsche rüsten beim Versicherungsschutz massiv auf

Vollkaskomentalität oder notwendige Vorsorge? Eine Auswertung des Branchenverbands GDV zeigt: Die Haushalte in Deutschland sichern sich heute breiter gegen Risiken ab als noch vor fünf Jahren. Während die private Haftpflicht fast zum Standard wird, verliert ein einstiger Klassiker der Altersvorsorge immer mehr an Boden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt in Deutschland eine Frage des Geldbeutels.

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Allianz-Tochter Solvd kauft Hagelschadenspezialisten

Die Solvd-Gruppe übernimmt die auf Hagelereignisse spezialisierten Schadendienstleister PDR-Team GmbH und Careoss Group aus dem baden-württembergischen Mutlangen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Genehmigung und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Zusammen mit Allianz Partners und Allianz Direct ist Solvd ein wichtiger Bestandteil der Connected-Platforms-Strategie des Versicherungskonzerns, steht als Dienstleister aber auch externen Kunden zur Verfügung.

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Tinder verklagt Marsh wegen verpasster Frist

Stabwechsel im Gerichtssaal: Nachdem die Tinder-Mutter Match Group im Deckungsstreit gegen den Versicherer Beazley unterlag, rückt nun der eigene Makler ins Fadenkreuz. Marsh wird vorgeworfen, eine Schadensmeldung erst nach Ablauf der Frist eingereicht zu haben – eine entscheidende E-Mail blieb über das Wochenende liegen und kostete Millionen.

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Milliardenrisiko Ukraine-Jets: Kriegsversicherer dürfen Berufung einlegen

Im milliardenschweren Rechtsstreit um in Russland beschlagnahmte Flugzeuge haben mehrere große Kriegsversicherer einen Erfolg verbuchen können. Einem Medienbericht zufolge wird ihnen gestattet, gegen das Urteil des Londoner High Court von Juni 2025 Berufung einzulegen. Im Feuer stehen etwas mehr als eine Milliarde US-Dollar, die die Leasinggesellschaft AerCap von ihren Versicherern einfordert.

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POLITIK & REGULIERUNG

Verdopplung der Rückversicherungskapazität: Sechs weitere US-Versicherer stützen Golf-Schifffahrt

Im Angesicht der Spannungen am Persischen Golf bündeln US-Versicherungsgiganten ihre Kräfte. Die staatliche Entwicklungsbank International Development Finance Corp. (DFC) und Chubb geben bekannt, dass sechs weitere US-Versicherer, darunter AIG, Berkshire Hathaway und Travelers, zusätzliche Kapazitäten in Höhe von 20 Mrd. Dollar für die spezielle Transport-Rückversicherungslösung (Marine Reinsurance Facility) bereitstellen werden, um Reedereien gegen Kriegsgefahren, Ladungsverluste und Haftpflichtansprüche in der Region abzusichern.

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Warum Versicherer KI als Work-Design-Frage verstehen sollten

Stellen Sie sich vor, eine Underwriterin bekommt morgens nicht mehr „Fälle“, sondern eine Route von einem KI-Tool. Die künstliche Intelligenz priorisiert Anträge, markiert Unklarheiten, schlägt Rückfragen vor und zeigt einen Score zur Schadenswahrscheinlichkeit. In der Schadenbearbeitung passiert Ähnliches: Meldungen werden vorsortiert, Standardfälle laufen einfach durch und sehr komplexe Fälle werden hochgeleitet. Das wirkt erst einmal wie reine Effizienz – bis zu dem Moment, in dem Teams merken, dass sie nun über Entscheidungen sprechen müssen, die niemand mehr allein verantworten kann. Weil ein Modell beteiligt war, Datenquellen zusammenfließen sowie diverse Scores und Regeln ineinandergreifen. Und weil die neue Taktung die alte Arbeitslogik sprengt. Wie damit umzugehen ist, zeigt der VWheute-Beitrag von Jens Nachtwei zur organisationspsychologischen Perspektive auf KI bei Versicherern.

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„Die anfängliche Aufnahme könnte sich potenziell verlangsamen“: Moody’s schließt holprigen Start bei Standardprodukt nicht aus

Am 27. März 2026 hat der Deutsche Bundestag mit der Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetzes eine Zäsur in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge eingeleitet. Das bisherige, oft als unrentabel kritisierte Riester-System wird durch ein Rahmenwerk ersetzt, dessen Zentrum das Standarddepot abbildet. Für die deutschen Lebensversicherer bedeute das eine Abkehr von traditionellen Produkten, die aufgrund hoher Kapitalanforderungen zunehmend unter Druck geraten waren, berichtet Moody’s in einer aktuellen Analyse. Ein verhaltener Start würde die Ratingagentur aber nicht wundern.


Straße von Hormus: Howden Re schätzt Kasko-Kriegsschäden auf 1,75 Mrd. Dollar und sorgt sich um das „Single Occurence“-Szenario

Während Hunderte Schiffe im Persischen Golf festsitzen, steigen die Kosten für die Versicherer massiv an. Ein neuer Bericht von Howden Re beziffert die bisherigen Kasko-Kriegsschäden (Hull War) auf 1,75 Mrd. Dollar – und warnt vor gewaltigen Folgerisiken für die Ladung. Ein großes Problem für die Branche dürfte die Einstufung des wochenlangen Krieges als „Single Occurrence“ werden. Wenn das der Fall sein sollte, greifen die Rückversicherungsverträge (Excess of Loss) massiv.

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„Unverschämt“ günstige Kriegsversicherung für Emirates

Die Fluggesellschaft Emirates zahlt für ihre Kriegsdeckung weitaus geringere Beträge als ihre internationale Konkurrenz. Das berichtet die Financial Times. Seit dem Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran entrichtet die Linie demzufolge eine zusätzliche Prämie von lediglich etwa 100.000 US-Dollar pro Woche. Branchenexperten bezeichnen die Summe angesichts der massiven Bedrohungslage im Luftraum des Nahen Ostens als „unverschämt“ niedrig.


KÖPFE & POSITIONEN

Matouschek wechselt zu Oliver Wyman

Der Strategieberater Oliver Wyman gewinnt mit Gero Matouschek einen profilierten Versicherungsmann. Der Manager kommt von der Pricewaterhouse-Coopers-Tochter Strategy&, wo er die letzten knapp zehn Jahre als Partner und Geschäftsführer tätig war. Bei Oliver Wyman ist Matouschek seit April Teil des Insurance & Asset Management und Performance Transformation Teams. Mindestens ein Kollege von Strategy& kommt mit.

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Stabwechsel bei Generali Asset Management: Russell Büsst folgt auf Bruno Servant

Nach fast zwei Jahrzehnten im Dienst der Generali gibt Bruno Servant Ende April das Zepter aus der Hand. Seit 2021 leitete er die Investment-Sparte des italienischen Versicherungsgiganten. Sein Nachfolger steht nun fest: Russell Büsst übernimmt den CEO-Posten bei Generali Asset Management. Im Zuge des Führungswechsels baut der Konzern zudem seine Strukturen um und schafft eine neue Schlüsselposition für Filippo Casagrande.

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Eiopa-Vorsitzende Hielkema: „Europa kann sich nicht allein auf umlagefinanzierte staatliche Renten verlassen“

Vor drei Jahrzehnten finanzierten noch fünf Erwerbstätige einen Rentner. Heute sind es drei. In weniger als 25 Jahren wird das Verhältnis bei zwei zu eins liegen. Petra Hielkema, die als Chefin der Eiopa über die Stabilität der europäischen Versicherer und Pensionskassen wacht, wies in einer Rede vor dem European Financial Services Round Table (EFR) in Brüssel darauf hin, dass traditionelle Rentensysteme an einem strukturellen Wendepunkt stehen. „Viele Mitgliedstaaten verlassen sich stark auf umlagefinanzierte Systeme, bei denen die Arbeitnehmer von heute die Renten von heute finanzieren, ohne Investitionsrenditen zu erwirtschaften.“

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Gen Re befördert Nancy Roos

Der Rückversicherer Gen Re beruft seine langjährige Managerin Nancy Roos in den Vorstand der deutschen Konzerngesellschaft General Reinsurance AG. Derweil zieht es Mike O’Dea nach seiner rund 27 Jahre währenden Karriere bei der Berkshire Hathaway-Tochter in den Ruhestand.

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