SCHLAGLICHT

Viridium „wieder voll wachstumsfähig“: Wie geht es beim Run-off-Spezialisten weiter?

Die Besitzverhältnisse beim Run-off-Spezialisten Viridium sind seit gut einem Jahr geklärt. „Mit unserer neuen Eigentümerstruktur sind wir wieder voll wachstumsfähig“, betont Viridium-Managerin Sara Yussefi gegenüber VWheute. Bestandsübernahmen gab es seither allerdings keine. Zuletzt richtete sich der Blick des Managements auf französische Bestände. Wann aber wird es Bewegung im Heimatmarkt geben? Die Redaktion hakte nach.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Allianz unterstützt Robotaxi-Anbieter Waymo bei Europa-Plänen

Autonomes Fahren werde es „in der Fläche“ auch in Deutschland geben, aber wohl erst in gut zehn Jahren, prophezeite Huk-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann am Dienstag in Hamburg. Einen Tag später schafft Hauptrivale Allianz Fakten und verkündet eine europaweite Kooperation mit dem Robotaxi-Anbieter Waymo. Das US-Unternehmen hatte kürzlich erklärt, bis Ende 2027 in München mit dem fahrerlosen Betrieb für die Öffentlichkeit zu starten. Die Allianz will nicht nur die hiesige Waymo-Flotte versichern, sondern auch bei der Schadenregulierung und bei Sicherheitsfragen mitmischen.  

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KI-Offensive und 30.000 Neueinstellungen: Das sind Buberls Wachstumspläne für die Axa bis 2029

Nach zehn Jahren der Umstrukturierung, Deinvestitionen und Bilanzbereinigung bläst der französische Versicherungskonzern Axa zur Offensive. Unter dem Titel „Growing Forward“ präsentierte Vorstandschef Thomas Buberl in Paris den neuen Dreijahresplan für die Jahre 2027 bis 2029. Das Unternehmen will die Marke von 100 Millionen Kunden durchbrechen und das bereinigte Ergebnis auf über zehn Milliarden Euro schrauben. Ähnlich wie die Allianz setzt die Axa stark auf den skalierbaren Einsatz künstlicher Intelligenz. Buberl rechnet mit einer Wertschöpfung in der Größenordnung von 500 bis 700 Millionen Euro pro Jahr.

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Schadenfall Benko: R+V mit Millionenklage konfrontiert

Der Wiesbadener Versicherer R+V sieht sich im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Immobilienreichs von René Benko mit millionenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und das Fachmedium Versicherungsmonitor. Der Wiener Insolvenzverwalter Georg Freimüller verlangt im Rahmen der Abwicklung der Signa Prime Capital Invest GmbH von der R+V Lebensversicherung die Rückzahlung von 98 Millionen Euro zuzüglich Zinsen.


Pavel Berkovitch verlässt LKH

Pavel Berkovitch wechselt vom Lüneburger Gegenseitigkeitsversicherer Landeskrankenhilfe zur Concordia. Bei den Hannoveranern übernimmt der 44-jährige Manager im Vorstand die Aufgaben von Johannes Grale, der auf eigenen Wunsch in den Ruhestand geht. Berkovitch gilt als talentierter Manager. Bei der LKH ist er als Ressortchef „Digitalisierung und Querschnitt“ unter anderem für die IT-Transformation zuständig.  

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Direktversicherer Inshared: Nicht kurzfristig über den niedrigsten Preis wachsen

Der deutsche Kfz-Versicherungsmarkt scheint hoffnungslos übersättigt – das hindert den niederländischen Direktversicherer Inshared aber nicht daran, gegen große Häuser wie Huk24 oder Allianz Direct anzutreten. Welche Rolle Deutschland spielt, um zum technologisch führenden Direktversicherer in Europa aufzusteigen, so das ambitionierte Ziel, erklärt Goran Mladenovic im VWheute-Interview. Darin sagt der Claims Manager Germany, was es bedeutet, wenn jeder sechste Inshared-Kunde im vergangenen Jahr einen Autoschaden hatte, warum der günstige Wetterverlauf dem Unternehmen nur bedingt geholfen hat, wie er die Rolle großer Vergleicher wie Check24 einschätzt – und warum Inshared nicht nur auf Kfz-Policen setzen will.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Berkshire Hathaway Specialty Insurance: „If your sole goal is market share, it almost always comes at the expense of profitability“

BHSI-CEO Peter Eastwood and Country Manager Germany Andreas Krause reflect on 13 years of global growth and a decade of expansion in the German market. A conversation about cyber accumulation risks, the conscious decision to forgo reinsurance, Warren Buffett‘s succession, and why AI will under no circumstances lead to job cuts at BHSI.

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EU-Kommission plant Allianz für Klimaversicherung

In ihrer Rede zur Lage der Union kündigt Ursula von der Leyen einen neuen Rahmen für die Klimaresilienz an. Nach einem Sommer extremer Wetterereignisse mit Waldbränden sowie ausgetrockneten Flussbetten von Rhein und Donau sieht die EU-Kommissionspräsidentin den alten Kontinent an einem Wende- und Schicksalspunkt. „Dieser Sommer darf sich nicht wiederholen“, warnte von der Leyen. Die EU werde an ihren Klimazielen festhalten, müsse aber bei der Krisenvorsorge und Anpassung zulegen. Versicherern kommt eine Schlüsselrolle zu.

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Schadenflaute bei Versicherern: „Es ist wichtig, diese Zeit jetzt gut zu nutzen“

Ein gutes Schadenjahr hat den Schaden- und Unfallversicherern eine unverhoffte Atempause verschafft – doch nicht alle Unternehmen nutzten das Zeitfenster, um überfällige Investitionen nachzuholen, meint Branchenkenner Andreas Heidl. „Wir sitzen im Maschinenraum von vielen Versicherern und merken, wie unterschiedlich sie sich verhalten“, sagte der P&C-Vorstand beim Softwareanbieter MSG bei einer Diskussion mit den Chefs von Ergo Deutschland, Hanse Merkur und Huk-Coburg.

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Wie die Post-Merger-Integration bei Maklern gelingt

Der Markt für Versicherungsmakler in Deutschland befindet sich in einem historischen Umbruch. Die über Jahrzehnte gewachsene fragmentierte Landschaft regionaler, inhabergeführter Häuser wandelt sich in hoher Geschwindigkeit zu einem Markt, der von einigen kapitalstarken Gruppen dominiert wird. Warum es zu kurz greift, diese Entwicklung kritisch als bloße Akkumulation von Marktanteilen zu betrachten, beleuchten Jonas Kappe und Dr. Sven Erichsen im Gastbeitrag für VWheute.

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POLITIK & REGULIERUNG

Swiss Re Institute: Hurrikan in Florida könnte Versicherer über 300 Mrd. US-Dollar kosten

Im September vor genau hundert Jahren traf der legendenumwobene „Great Miami Hurricane“ die Küste Südfloridas und hinterließ in der damals noch jungen, rasch wachsenden Stadt ein Bild der Verwüstung. Ein Jahrhundert später macht eine aktuelle Risikoanalyse des Swiss Re Institute das Ausmaß der gewachsenen Verwundbarkeit deutlich. Ein Hurrikan der Kategorie 5, der heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte versicherte Schäden von 300 Mrd. US-Dollar oder mehr verursachen.

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Bilanzjahr 2025 zeigt für die PKV ein gemischtes, aber robustes Bild

Die private Krankenversicherung blickt auf ein gemischtes Bilanzjahr 2025 zurück. Die verdienten Bruttobeiträge der Branche stiegen laut Map-Report von Franke und Bornberg um 8,4 Prozent auf 54,63 Milliarden Euro an und die Zahl der Vollversicherten wuchs das dritte Jahr in Folge auf über 8,78 Millionen Personen. Trotz sinkender Kostenquoten und steigender Erträge aus Kapitalanlagen bleibt der Leistungsdruck durch medizinische Inflation hoch. Zudem belasten das Zinsumfeld und schmelzende Reserven die Bilanzen vieler Anbieter, was zu großen Qualitätsunterschieden im Markt führt.

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Die neue Produkthaftung lässt den Markt noch kalt

Nach fast vier Jahrzehnten erfährt das Produkthaftungsrecht eine radikale Zäsur: Mit der Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie rücken Software, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme erstmals direkt in den Fokus der verschuldensunabhängigen Haftung. Wie Industrie und Assekuranz auf diesen Wandel reagieren, beleuchteten auf dem GVNW-Symposium unter anderem Dr. Arun Kapoor (Noerr), Nils Hellberg (GDV), Verena Heimig (MSIG Europe) und Birgit Nold (WTW).

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GVNW-Elefantenrunde über personellen Aderlass: „Wenn ganze Teams wechseln, bereitet das große Probleme“

Befindet sich die Industrieversicherung mitten in einer beispiellosen Umwälzung, steht das M&A-Karussell vor dem Stillstand und dient die Konsolidierung wirklich dem Kundeninteresse? Auf der GVNW-Elefantenrunde lieferten Anja Funk, Michael Furtschegger, Kai Kuklinski, Petra Riga-Müller, Ralph Rockel und Holger Kraus die Antworten dazu. Unabhängig von der M&A-Welle treibt die Manager jedoch ein weiteres Thema um: die zunehmende Rotation ganzer Fachteams, die das Tagesgeschäft spürbar belastet.

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BGH: Kaskoversicherte müssen Werkstattrisiko auf sich nehmen

Welche Seite muss in der Kfz-Kaskoversicherung das sogenannte Werkstattrisiko tragen – der Versicherer oder der Versicherungsnehmer? Letzterer, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem höchstrichterlichen Urteil. Damit muss die Kundin, die gegen die Huk24 geklagt hatte, knapp 390 Euro, die der Versicherer als überhöht erachtet hatte, aus eigener Tasche zahlen. Der Mutterkonzern Huk-Coburg begrüßt das Urteil.

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KÖPFE & POSITIONEN

Howden Deutschland: Jens-Peter Oblau folgt auf Axel Meyer

Jens-Peter Oblau rückt zum Jahreswechsel in den Vorstand des Versicherungsmaklers Howden Deutschland. Der 57-Jährige übernimmt das Mandat von Axel Meyer, der zum 30. September aufhört. Meyer bleibt dem Unternehmen ein weiteres Jahr in beratender Funktion verbunden, heißt es in einer Mitteilung.


Resche und Thofern steigen zu Executive Chairmen DACH bei Aon auf

Harald Resche und Mark-Dominik Thofern sind seit dem 1. September als Executive Chairmen in der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Aon tätig. Beide Funktionen sind in der Aon Holding Deutschland GmbH angesiedelt. In ihren neuen Rollen sollen Resche und Thofern in Zusammenarbeit mit den jeweiligen CEOs der drei DACH-Länder die Gewinnung und Betreuung von Großkunden, das Relationship Management auf C-Level-Ebene, die Talententwicklung und das Wachstum vorantreiben.


Personalrochade im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG

Im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG bahnt sich ein Doppelwechsel an: Zum 1. Oktober ziehen die langjährigen DEVK-Manager Oliver Wagner und Christoph Kürz in das Gremium ein. Dort übernehmen sie schrittweise bis Jahresende die jeweiligen Mandate von Michael Zons und Lutz Lammert. Kapitalanlage-Vorstand Joachim Gallus verbleibt dagegen in der dreiköpfigen Führungsspitze der DEVK-Tochter.

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Lassie-Chefin Båverud Olsson: „Aktuell ist es die richtige Strategie, weiter in unsere Expansion zu investieren, anstatt kurzfristig auf Profitabilität zu optimieren“

Tierversicherungen boomen – zu den rund 50 Anbietern, die hierzulande um die besten Plätze an den Futtertrögen ringen, zählt das schwedische Start-up Lassie. Mitgründerin und Chefin Hedda Båverud Olsson spricht im VWheute-Interview darüber, was das deutsche und französische Geschäft vom Heimatmarkt unterscheidet, ob sie die hochgesteckten Ziele der Konkurrenz beeindrucken, inwieweit die Tarife in der Branche auskömmlich kalkuliert sind – und ob Lassie bereits Geld verdient.

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