SCHLAGLICHT

Bayerische-Vorstand Scheriau: „Wichtig und entscheidend ist für uns, dass es bei Neobrokern ein Problem gibt“

Michael Scheriau übernimmt zum 1. September das Finanzressort bei der Versicherungsgruppe die Bayerische. Im exklusiven Antritts-Interview mit VWheute spricht er über die künftige Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie, mögliche Risiken durch Private-Debt-Titel und einen vermeintlichen KI-Hype, den bevorstehenden Kampf gegen Neobroker, über die Bedeutung laufender Beiträge als „Brot-und-Butter-Geschäft“ des Unternehmens – und über die Frage, ob die Bayerische womöglich eine Fusion anstrebt.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Montagskolumne mit Fabian von Löbbecke: „Mit Auszahlplänen wird die Altersvorsorge zum Roulette-Spiel“

Die Reform zur Förderung der privaten Altersversorgung war schon lange überfällig, kommentiert HDI-Leben-Vorstand Fabian von Löbbecke in der Montagskolumne bei VWheute. Die bisherige Riester-Welt hat ihr Momentum längst verloren. Die Zahl der Neuabschlüsse stagnierte, viele Anbieter zogen sich aus dem Neugeschäft zurück und rund 20 Prozent der Bestandsverträge wurden mittlerweile beitragsfreigestellt. Kurz: Der Ruf der alten Riester-Rente ist am Markt verbrannt.

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Waldbrand-Katastrophe in Frankreich belastet Versicherer mit knapp 500 Mio. Euro

Die Waldbrände in den südfranzösischen Départements Gironde, Landes und Var ziehen auch finanziell eine Spur der Verwüstung nach sich. Der Verband France Assureurs beziffert die versicherten Schäden nach einer ersten Bilanz auf Grundlage der bis Mitte August gemeldeten Zahlen auf knapp 500 Millionen Euro. Insgesamt wurden der Assekuranz etwa 25.000 Einzelschäden im Zusammenhang mit den Flammen gemeldet, die die Regionen seit dem 21. Juli in Atem hielten.

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Axa-Chef Buberl zur Lage in Frankreich: „Wir haben uns zu lange darauf verlassen, dass der Staat die Dinge für uns regelt“

In der Debatte über die öffentlichen Finanzen und die Zukunft des Sozialstaates in Frankreich fordert der deutsche Axa-Chef Thomas Buberl bei einem Treffen französischer Unternehmer in Paris, ein stärkeres Bewusstsein für individuelle Verantwortung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Im Gesundheitssektor spricht sich der Manager gegen eine einkommensabhängige Erstattung von Kosten aus.

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Talanx beruft neuen Finanzvorstand für HDI International

Die Talanx-Einheit HDI International bekommt in drei Monaten einen neuen Finanzvorstand. Zum 1. Dezember übernimmt Martin Weldi die CFO-Funktion von Oliver Schmid, der sich nach 22-jähriger Firmenzugehörigkeit in den Ruhestand verabschiedet. HDI International organisiert für die Talanx das weltweite Geschäft mit Privat- und Firmenversicherungen.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Südvers-Analyse: Industrieversicherungsmarkt wird weicher – nicht aber die Anforderungen

Der Versicherungsmakler Südvers bescheinigt Industrieunternehmen wieder bessere Bedingungen bei wichtigen Versicherungssparten, wie Sach, Haftpflicht, Cyber und D&O. Nach Jahren steigender Prämien und knapper Versicherungskapazitäten wandle sich der Markt für Industrieversicherungen zugunsten der Kunden, so die Erkenntnis des „Südvers Marktmonitor 2026/27“, in den VWheute vorab hineinschauen durfte. Doch die Entspannung kann trügerisch sein, da sie nach Ansicht der Fachleute nicht alle Kunden gleichermaßen trifft.

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Kann Emerging Markets Debt unter Solvency II attraktiv sein?

Private Markets, Schwellenländer und Private Debt: Diese Kombination mag zunächst nach erhöhtem Risiko klingen. Doch für Versicherer kann ein passend konstruiertes Portfolio aus Emerging Markets Private Debt durchaus attraktiv sein, gerade auch mit Blick auf die Eigenkapitalanforderung.
Das mag zunächst überraschen, aber wird nach Reflexion der konkreten Eigenschaften klarer.
Was zählt, sind Kreditqualität und -laufzeit der zugrunde liegenden Forderungen,
nicht das Etikett der Anlageklasse, schreiben die Experten Francesco Fantini und Adam Boumbarek im Gastbeitrag für VWheute.

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Betriebsmodell statt Use-Case-Zählerei: Wie Versicherer mit Agentic AI die Transformation meistern

Während Tech-Anbieter von den Fähigkeiten autonomer KI-Agenten schwärmen, hinkt die deutsche Assekuranz merklich hinterher. Eine aktuelle Studie der Managementberatung Wavestone und des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen (HSG) zeigt, dass es nicht an der Technologie mangelt, sondern Betriebsmodelle und Go-to-Market-Strategien noch nicht reif für die Integration sind. Deshalb ist klar: Die Gewinner von Agentic AI werden nicht jene Häuser sein, die die meisten Anwendungsfälle ansammeln, sondern jene, die ihre Betriebsmodelle als Erste neu ausrichten. Ein Gastbeitrag von Eugen Ensinger.

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VIG baut Halbjahresgewinn aus

Die Vienna Insurance Group (VIG) hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2026 gegenüber der Vorjahresperiode kräftig nach oben geschraubt. Das Ergebnis vor Steuern legte um 20,7 Prozent auf 641,5 Mio. Euro zu – damit verdoppelte der österreichische Versicherer seinen Gewinnzuwachs, der im ersten Halbjahr 2025 immerhin bei 10,5 Prozent gelegen hatte. In dem Zahlenwerk ist die Nürnberger nur in Ansätzen berücksichtigt, die Mitte Mai vollzogene Transaktion wird erst im Konzernabschluss für 2026 vollständig sichtbar.

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300 Mio. Dollar von Lebensversicherern für LeBron James

Als LeBron James im Sommer 2018 einen Vertrag über 154 Mio. US-Dollar bei den Los Angeles Lakers unterzeichnete, beherrschte das die Schlagzeilen. Was die Öffentlichkeit nicht wusste: Es war bei weitem nicht sein größter Finanzdeal in diesem Jahr. Denn zwei US-Lebensversicherer gewährten dem Superstar Kredite in dreistelliger Millionenhöhe. Arrangiert wurde das Geschäft von Guggenheim Partners – deren Chef Mark Walter heute im Visier der Behörden steht.

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POLITIK & REGULIERUNG

Sturzflut in Nepal: AM Best rechnet mit überschaubaren Versicherungsschäden

Die jüngsten Überschwemmungen in Nepal verursachen nach einer Einschätzung der Ratingagentur AM Best im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nur begrenzte Schäden für den Versicherungsmarkt des Landes. Nepals Versicherungsdurchdringung gehört zu den niedrigsten in Asien. Vor allem betroffen sind Anlagen zur Wasserkrafterzeugung, Bauleistungs- und technische Versicherungen für laufende Infrastrukturprojekte sowie Gewerbeimmobilien entlang der Haupttransportrouten, heißt es.

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R+V baut Unterstützung für Lokalmatador SV Wehen Wiesbaden aus

Das R+V-Logo war bislang nur auf dem rechten Trikotärmel der Profikicker des SV Wehen Wiesbaden präsent – nun aber ist der lokal ansässige genossenschaftliche Versicherer zum Exklusiv-Partner des Fußball-Drittligisten aufgestiegen. Die R+V erhöht damit ihre Sichtbarkeit im heimischen Stadion und engagiert sich außerdem stärker in der Nachwuchsarbeit des Vereins – der ausgerechnet im Jubiläumsjahr mit einem schlechten Saisonstart zu kämpfen hat.

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Ascore: Private Krankenversicherung verzeichnet Rückgang bei Sicherheitswerten

Das Hamburger Analysehaus Ascore hat die Ergebnisse ihres Unternehmensscorings der privaten Krankenversicherung für das Jahr 2026 vorgelegt. Von insgesamt 32 bewerteten Versicherern erhielten vier Anbieter die höchste Bewertungsklasse. Dazu zählen die Signal Iduna, R+V, Universa und die LVM. Während sich die Erfolgsparameter und Bestandszahlen im Geschäftsjahr 2025 positiv entwickelten, verzeichneten die finanziellen Sicherheitskennzahlen einen rückläufigen Trend.


Haftpflichtschutz für Hebammen: Konzern Versicherungskammer verlängert Konsortialvertrag

Der Konzern Versicherungskammer führt das Versicherungskonsortium für den gesetzlichen Haftpflichtversicherungsschutz der rund 16.000 freiberuflichen Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes weiter. Der DHV nahm ein entsprechendes Verlängerungsangebot nach Verhandlungen an. Die neue Vertragslaufzeit beträgt viereinhalb Jahre und endet am 31. Dezember 2031. Zuvor lag die Laufzeit bei drei Jahren. Dem Konsortium gehören neben der Versicherungskammer die Allianz Deutschland, HDI Deutschland sowie die R+V Allgemeine an.


Schutz vor Extremhitze: NRW holt sich Hilfe von Zurich Deutschland

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet künftig mit der Zurich Deutschland zusammen, um Handlungsoptionen im Umgang mit Klimafolgen und extremer Hitze zu entwickeln. Wie beide Partner auf einer Pressekonferenz in Berlin bekanntgaben, handelt es sich um die erste Kooperation dieser Art zwischen einem deutschen Landesministerium und einem Versicherungsunternehmen. Zurich setzt entsprechende Projekte bereits mit den Kommunalverwaltungen in Madrid und London um.

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KÖPFE & POSITIONEN

Sollers-Experte Martin Seibold: „Bei der Auswahl des Technologiepartners gibt es kein Patentrezept“

Technologie ist zu einem der zentralen Treiber des Versicherungsgeschäfts geworden.
Dabei liegt der Hauptfokus auf dem Massenkundengeschäft. In der Industrieversicherung haben sich die Unternehmen beim Thema Digitalisierung bislang eher zurückgehalten. Doch das ändert sich. Ein Gastbeitrag von Martin Seibold, Partner und Head of DACH bei Sollers Consulting.

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Risikoexperten-Gremium RMA erweitert Vorstand und Beirat

Bei der Risk Management & Rating Association (RMA) gibt es Bewegung im Vorstand und im Beirat. Die Risikoexperten, die unter anderem mit dem Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) kooperieren, haben Kristian Giesen und Volker Reichert neu in den Vorstand des Vereins gewählt. Außerdem ziehen Johannes Göllner, Stefan Hunziker und Klaus Bockslaff in den Beirat ein.

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Personalbewegung bei Gallagher Re

Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re nimmt mehrere Veränderungen auf Führungsebene vor. Pierre Guntzberger übernimmt den Posten des Managing Directors, Western Europe, Facultative. Roshan Perera wurde zum Managing Director sowie Head of APAC und Richard Jones zum Chairman, APAC, berufen.

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Allianz Commercial wirbt Emma Woolley von AIG-Tochter ab

Der Industrieversicherer Allianz Commercial betraut die frühere AIG-Managerin Emma Woolley mit der Führung seines globalen Spezialversicherungsgeschäfts und des britischen Marktes. Sie wird die neu geschaffene Position President Global Specialty und UK spätestens im Februar 2027 antreten. Derzeit ist die Britin noch bei der Londoner AIG-Spezialtochter Talbot gebunden, zu der sie im März 2025 von der Muttergesellschaft wechselte.

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