SCHLAGLICHT

HDI fusioniert zwei Firmentöchter

Die Finanzaufsicht Bafin gibt der Verschmelzung der Schwesterunternehmen NEH Neue Hildener und Lifestyle Protection grünes Licht. Beide Firmen arbeiten unter dem Dach von HDI Bancassurance. Die entsprechende Verfügung erging am 19. August gemäß § 14 Versicherungsaufsichtsgesetz. Bei der Transaktion ist die Neue Hildener die übertragende Gesellschaft, Lifestyle Protection das übernehmende Haus.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Greift die Allianz bei Telefónicas Versicherungstochter zu?

Der Telekommunikationskonzern Telefónica erwägt den Verkauf seiner Versicherungstochter Telefónica Seguros y Reaseguros. Die Veräußerung soll den Spaniern einen Zielerlös von rund 100 Millionen Euro in die Kassen spülen, schreibt das Portal Eleconomista.es. Die Versicherungseinheit zähle zu den nichtstrategischen Vermögenswerten des Konzerns.

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Blau Direkt steigt bei Bierl-Brüdern ein

Die Makler Tobias und Stefan Bierl haben sich mit ihrem Spezialwissen rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) einen Namen gemacht – nun verkaufen die Brüder einen Teil der von ihnen gegründeten Finanzberatung Bierl an Blau Direkt. Der Einstieg des Maklerpools und Technologiedienstleisters erfolgt über dessen Tochtergesellschaft Tjara. Ganz überraschend kommt der Schritt nicht – die Lübecker und der bayerische Spezialmakler arbeiten schon seit geraumer Zeit eng zusammen.

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R+V dominiert Konzernergebnis der DZ Bank Gruppe

Die Wiesbadener R+V steigert ihr Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr 2026 kräftig auf 1,18 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Wert auf 875 Millionen Euro. Rechnerisch spült der Versicherungsarm dem Mutterhaus DZ Bank fast die Hälfte des Gewinns in die Kassen. Für 2026 erhöht das Management um CEO Cornelius Riese die Prognose für das Vorsteuerergebnis von rund drei Mrd. Euro auf zwischen 3,5 und 4,0 Milliarden Euro nach oben.

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Tokio Marine prüft Milliarden-Übernahme

Der japanische Versicherungskonzern Tokio Marine bereitet unter CEO Masahiro Koike eine Großakquisition vor. Laut Bericht der Financial Times werden mehrere Übernahmeziele geprüft, darunter Suncorp in Australien und Intact Financial in Kanada. Die größten Chancen werden einem Suncorp-Deal eingeräumt. Sicher ist der Abschluss aber noch nicht.

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Bund der Versicherten rät Verbrauchern von Lebensversicherung ab

Der Bund der Versicherten geht gegen den früheren Goldstandard Lebensversicherung einmal mehr in die Offensive. Für die BdV-Vorständin Bianca Boss steht fest, dass eine kapitalbildende Lebensversicherung für die Altersvorsorge ungeeignet sei. Sie habe drei entscheidende Nachteile für den Kunden. Besser seien ETF-Sparpläne.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Betriebsmodell statt Use-Case-Zählerei: Wie Versicherer mit Agentic AI die Transformation meistern

Während Tech-Anbieter von den Fähigkeiten autonomer KI-Agenten schwärmen, hinkt die deutsche Assekuranz merklich hinterher. Eine aktuelle Studie der Managementberatung Wavestone und des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen (HSG) zeigt, dass es nicht an der Technologie mangelt, sondern Betriebsmodelle und Go-to-Market-Strategien noch nicht reif für die Integration sind. Deshalb ist klar: Die Gewinner von Agentic AI werden nicht jene Häuser sein, die die meisten Anwendungsfälle ansammeln, sondern jene, die ihre Betriebsmodelle als Erste neu ausrichten. Ein Gastbeitrag von Eugen Ensinger.

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VIG baut Halbjahresgewinn aus

Die Vienna Insurance Group (VIG) hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2026 gegenüber der Vorjahresperiode kräftig nach oben geschraubt. Das Ergebnis vor Steuern legte um 20,7 Prozent auf 641,5 Mio. Euro zu – damit verdoppelte der österreichische Versicherer seinen Gewinnzuwachs, der im ersten Halbjahr 2025 immerhin bei 10,5 Prozent gelegen hatte. In dem Zahlenwerk ist die Nürnberger nur in Ansätzen berücksichtigt, die Mitte Mai vollzogene Transaktion wird erst im Konzernabschluss für 2026 vollständig sichtbar.

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300 Mio. Dollar von Lebensversicherern für LeBron James

Als LeBron James im Sommer 2018 einen Vertrag über 154 Mio. US-Dollar bei den Los Angeles Lakers unterzeichnete, beherrschte das die Schlagzeilen. Was die Öffentlichkeit nicht wusste: Es war bei weitem nicht sein größter Finanzdeal in diesem Jahr. Denn zwei US-Lebensversicherer gewährten dem Superstar Kredite in dreistelliger Millionenhöhe. Arrangiert wurde das Geschäft von Guggenheim Partners – deren Chef Mark Walter heute im Visier der Behörden steht.

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Große Fitch-Analyse zur Rückversicherung: Markt weicht schneller auf, Konditionen geben nach

Die Rückversicherungsbranche lieferte zur Jahresmitte glänzende Kennzahlen. Die 18 von der Ratingagentur Fitch beobachteten Konzerne steigerten ihre versicherungstechnischen Gewinne kräftig. Die Combined Ratio verbesserte sich in der Sachrückversicherung auf 86,1 Prozent. Weil Großschäden durch Naturkatastrophen in den ersten sechs Monaten außergewöhnlich niedrig ausfielen, drängt ein historischer Überschuss an Eigenkapital in den Markt. Das beschleunigt den Preisverfall, lockert Vertragsbedingungen und fordert die Disziplin der Zeichner heraus.

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GDV fordert verbindliche Sicherheitsregeln bei Micro-Cars

Die Beliebtheit von Micro-Cars oder Moped-Autos auf deutschen Straßen wächst rasant. Nach aktuellen Statistiken der deutschen Kfz-Versicherer waren Ende 2025 rund 46.000 dieser Leichtfahrzeuge haftpflichtversichert. Das entspricht einem Plus von knapp 80 Prozent im Vergleich zu Ende 2022 mit damals noch etwa 26.000 Einheiten. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche einen Zuwachs von rund 8.000 Fahrzeugen. Der GDV fordert nun einen stärkeren Fokus auf die Sicherheit der Insassen.

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POLITIK & REGULIERUNG

Haftpflichtschutz für Hebammen: Konzern Versicherungskammer verlängert Konsortialvertrag

Der Konzern Versicherungskammer führt das Versicherungskonsortium für den gesetzlichen Haftpflichtversicherungsschutz der rund 16.000 freiberuflichen Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes weiter. Der DHV nahm ein entsprechendes Verlängerungsangebot nach Verhandlungen an. Die neue Vertragslaufzeit beträgt viereinhalb Jahre und endet am 31. Dezember 2031. Zuvor lag die Laufzeit bei drei Jahren. Dem Konsortium gehören neben der Versicherungskammer die Allianz Deutschland, HDI Deutschland sowie die R+V Allgemeine an.


Schutz vor Extremhitze: NRW holt sich Hilfe von Zurich Deutschland

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet künftig mit der Zurich Deutschland zusammen, um Handlungsoptionen im Umgang mit Klimafolgen und extremer Hitze zu entwickeln. Wie beide Partner auf einer Pressekonferenz in Berlin bekanntgaben, handelt es sich um die erste Kooperation dieser Art zwischen einem deutschen Landesministerium und einem Versicherungsunternehmen. Zurich setzt entsprechende Projekte bereits mit den Kommunalverwaltungen in Madrid und London um.

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Kfz-Schäden: Unfallzahlen sinken, Reparaturen werden teurer

Der Leasing- und Fuhrparkmanagement-Dienstleister Ayvens zieht eine gemischte Bilanz aus dem Schadenjahr 2025 im Kfz-Bereich. Während die Schadenhäufigkeit insgesamt rückläufig ist, steigt der finanzielle Aufwand pro Einzelschaden an. Der Anbieter wickelte im vergangenen Jahr rund 53.000 kaskorelevante Fahrzeugschäden ab.

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Gespräche mit Londoner Maklern: Saudi-Arabien plant staatliche Kriegsversicherung für Schiffe

Weil der Iran-Konflikt kein Ende nimmt und Angriffe der Houthi-Rebellen zunehmen, zieht Saudi-Arabien Konsequenzen: Das Königreich verhandelt über eine staatlich abgesicherte Schiffsversicherung, um den bedrohten Seehandel zu schützen. Dass solche Konzepte kein Selbstläufer sind, belegt ein US-Programm unter Donald Trump mit Chubb und AIG, das in der Praxis völlig wirkungslos blieb.

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Vermittlerverband AfW hofft bei PEPP-Reform auf „überfällige Korrektur“

Das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt PEPP hat die Erwartungen nicht erfüllt – es sei „nahezu vollständig gefloppt“, meint gar der Vermittlerverband AfW. Das Europäische Parlament schlägt nun zahlreiche Änderungen vor, um die 2019 eingeführte Reform doch noch ins Laufen zu bringen. Beim AfW lobt man vor allem die „überfällige Korrektur des Kommissionsvorschlags bei Beratung und Vergütung“.

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KÖPFE & POSITIONEN

Personalbewegung bei Gallagher Re

Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re nimmt mehrere Veränderungen auf Führungsebene vor. Pierre Guntzberger übernimmt den Posten des Managing Directors, Western Europe, Facultative. Roshan Perera wurde zum Managing Director sowie Head of APAC und Richard Jones zum Chairman, APAC, berufen.

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Allianz Commercial wirbt Emma Woolley von AIG-Tochter ab

Der Industrieversicherer Allianz Commercial betraut die frühere AIG-Managerin Emma Woolley mit der Führung seines globalen Spezialversicherungsgeschäfts und des britischen Marktes. Sie wird die neu geschaffene Position President Global Specialty und UK spätestens im Februar 2027 antreten. Derzeit ist die Britin noch bei der Londoner AIG-Spezialtochter Talbot gebunden, zu der sie im März 2025 von der Muttergesellschaft wechselte.

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Prinz Harrys Rückkehr nach UK wird zum Deckungsfiasko

Prinz Harry ist zurück auf britischem Boden und dominiert die Titelseiten. Weniger glanzvoll sieht es jedoch in seinen Finanzen aus: Eine frische Gerichtsentscheidung fordert Sofortzahlungen in Millionenhöhe für den Prozess gegen die Daily-Mail-Mutter. Die vereinbarte Versicherung deckt den gigantischen Betrag bei weitem nicht ab.

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„In der Theorie trifft Kapitalbedarf auf Kapitalangebot. Aber so einfach ist es in der Praxis eben nicht“

Deutschlands Infrastruktur schreit nach Investitionen, und institutionelle Anleger stehen mit Milliardenkapital bereit. Dennoch kommen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Der Grund: Es fehlt an standardisierten, „bankable“ Assets und funktionierender Risikoteilung. Welcher Ausweg bleibt und wie Kapitalverwaltungsgesellschaften als Brückenbauer fungieren können, analysiert Christian Moersch, Vorstand bei der zur Signal-Iduna-Gruppe gehörenden Hansainvest Lux.

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