SCHLAGLICHT

Swiss Re rechnet mit Milliardenprämien dank Investitionsboom

Die globale Wirtschaft steuert auf einen Investitionssuperzyklus zu. Billionen von Dollar fließen derzeit in den Aufbau von Rechenzentren, die Modernisierung von Energiesystemen und den Ausbau strategischer Infrastruktur. Das Swiss Re Institute rechnet vor, dass allein KI-Rechenzentren und die Infrastruktur für erneuerbare Energien zwischen 2026 und 2030 rund 200 Mrd. US-Dollar an kumulierten Industrieversicherungsprämien generieren könnten. „KI benötigt Rechenzentren, Stromnetze sowie zunehmend komplexe Infrastruktur – und all das muss versichert werden“, sagt Swiss-Re-Manager Gianfranco Lot.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Zwei-Milliarden-Dollar-Geschäft: EQT löst Warburg Pincus als Mehrheitseigner von McGill ab

Die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT hat sich mit Warburg Pincus auf die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am britischen Versicherungsmakler McGill and Partners geeinigt. Im Rahmen der Transaktion wird das Unternehmen mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Warburg Pincus hat den Start von McGill im Jahr 2019 finanziert und steigt jetzt vollständig aus.

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Mehr Machtfülle für Laurent Rousseau bei Marsh Re

Der US-Großmakler Marsh hat Laurent Rousseau befördert. Der bisherige Europa- und IMEA-Chef der Rückversicherungsmaklertochter Guy Carpenter, die kürzlich in Marsh Re umbenannt wurde, ist zum Head of International aufgestiegen. Damit ist der einstige Scor-Chef nicht mehr nur für die Märkte in Europa sowie Indien, Naher Osten und Afrika (IMEA) zuständig, sondern ab sofort auch für die Regionen Asien, Pazifik, Lateinamerika und Karibik.  

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Iran-Krieg: Lloyd’s rechnet mit 1,4 Milliarden Pfund Schaden

Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat seine Halbjahreszahlen vorgelegt und erstmals die finanziellen Folgen der Eskalation im Nahen Osten beziffert. Die durch den Iran-Krieg verursachten Schäden liegen demnach bei rund 1,4 Milliarden Pfund. Während die Prämieneinnahmen leicht stiegen, spürt Lloyd´s bei den Kapitalanlagen Gegenwind.

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GDV-Verbandschef Asmussen: „Das Programm der AfD stellt unser Europa infrage“

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 schaltet sich der GDV in die politische Debatte ein. In den sozialen Medien richtet Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen einen Appell an die Politik und erneuert seine Kritik an den Grundsatzpositionen der Alternative für Deutschland.

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Klaus Przybyla übergibt Führung von MSIG Europe an Tom Oostra

Fast 14 Jahre lang stand Klaus Przybyla an der Spitze des Industrieversicherers MSIG Europe. Nun beabsichtigt er, „sich aus dem operativen Geschäft der MSIG zurückzuziehen“, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Brüssel mitteilte. Przybylas Nachfolge ist bereits geregelt: Tom Oostra, seit gut einem Jahr Chef der Tochtergesellschaft MSIG Specialty Marine NV (MSM), übernimmt.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Moody’s warnt Versicherer vor wachsender MGA-Abhängigkeit

Enden die Versicherer irgendwann einmal als reine Kapitalbereitsteller für hochspezialisierte Vermittler? So weit geht ein Bericht der Ratingagentur Moody’s nicht, aber die Experten erheben vorsorglich den mahnenden Zeigefinger. Demnach droht den Versicherern ein zunehmender Kontrollverlust, wenn sie Managing General Agents (MGAs) bereitwillig Margen und Kundenbindung überlassen.

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Globale Rückversicherung: Fitch rechnet 2027 mit Rückgang der gebuchten Nettoprämien

Die Hochsaison in der Rückversicherungsszene nimmt Fahrt auf und so auch die Analysen zum Markt. In ihrem neuesten Bericht blickt die Ratingagentur Fitch auf das Jahr 2027 und prognostiziert für die Branche einen sich verschlechternden Zustand. Weil das Angebot an Kapazität das Nachfragewachstum der Erstversicherer übersteigt, verschiebt sich das Kräfteverhältnis auf dem Markt zugunsten der Zessionäre. Die gebuchten Nettoprämien werden sinken, heißt es.  

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Warum KI im Versicherungsvertrieb noch nicht durchstartet

Über kaum ein Thema wird in der Öffentlichkeit und in Unternehmen derzeit so intensiv diskutiert wie über Künstliche Intelligenz (KI). Ihr Einsatz verändert Geschäftsmodelle, Abläufe und Kundenbeziehungen. Das gilt auch in der Versicherungswirtschaft. Doch im Versicherungsvertrieb bleibt das Potenzial der Technologie bislang weitgehend ungenutzt. Woran liegt das? Prof. Dr. Oliver Schellenberger und Sebastian Pitzler forschen nach.

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„Produktlandschaft, da blickt keiner mehr durch“: Branchenkritiker Kleinlein nimmt BVK-Präsident Heinz in die Pflicht

Vier Monate vor dem Start der Riester-Reform wachsen die Nervosität und der Frust unter deutschen Versicherungsvermittlern. Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), sieht seinen Berufsstand regelrecht in die Zange genommen von Verbraucherschutz und Versicherern. Bei einem Streitgespräch mit Ex-BdV-Chef Axel Kleinlein ärgerte sich Heinz über Verbraucherschützer, die der irrigen Meinung seien: „Beratung und Dokumentation verursachen Kosten und schmälern die Rendite.“ Der BVK-Präsident teilte zudem erneut gegen den Versichererverband GDV aus, weil dieser die Beratungspflicht für überholt hält – dort sieht man die Sachlage erwartungsgemäß anders.

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Bafin zieht um

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin verlegt ihren Frankfurter Sitz im Herbst 2028 in das Stadtzentrum. Die Behörde zieht vom bisherigen Standort im Frankfurter Norden in den erneuerten RAW. Der Bürocampus und frühere Sitz der Deutschen Bahn befindet sich in der Stephensohnstraße 1 und liegt zwischen Gallus, Bahnhofsviertel, Messe und Europaviertel. Auf den Bonner Standort wird der Umzug keine Auswirkungen haben, berichtet die Bafin auf VWheute-Nachfrage.

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POLITIK & REGULIERUNG

Hagelsturm in der Schweiz kommt Versicherer teuer zu stehen

Ein schweres Hagelunwetter in der Schweiz hat zu großen Schäden geführt. Allein die Allianz Suisse registrierte bislang mehr als 11.000 Schadenmeldungen an Fahrzeugen. „Die Zahl steigt weiterhin an“, teilte der Versicherer mit. Dort setzt man nun auf spezielle „Hagel-Drive-Ins“, um die Schadenregulierung zu beschleunigen. Hart traf es auch den Schweizer Anbieter Mobiliar. Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re rechnet für die Unwetterserie, die neben der Schweiz auch Deutschland, Frankreich und Italien traf, mit versicherten Schäden von bis zu 2,5 Mrd. Euro.

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Willis: Industrieversicherer locken mit Kapazitäten, doch nachlässige Kunden werden abgestraft

Die Industrieversicherer haben nach Einschätzung des Maklers Willis „wieder Wachstumsappetit“ zurückerlangt, wollen aber genauer wissen, welche Risiken sie einkaufen. Unternehmen, die den Underwritern nicht die relevanten Informationen liefern, dürften es deshalb trotz reichlich vorhandener Kapazität schwer haben, so die Überzeugung der Marktbeobachter. Das gilt vor allem in der Kfz-Versicherung. Vergleichsweise entspannt geht es in der Cyber- und D&O-Sparte zu.

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Qualitätsverlust und steigende Prämien für Fahranfänger?

Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Fahrlehrergesetzes soll die Fahrschulausbildung entbürokratisiert, modernisiert und zukunftsfähig gestaltet werden. Dies ist das Ziel des intendierten Gesetzesentwurfs. Unter anderem sind dafür rechtliche Änderungen im Fahrlehrergesetz erforderlich. Im Fokus der Betrachtung steht der Führerschein Klasse B für Pkw. Rainer Grim, Produktentwickler Kraftfahrt bei der R+V, analysiert.

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Gallagher Re: Rückversicherer verdienen prächtig – doch wohin mit dem ganzen Kapital?

Die Rückversicherer haben im ersten Halbjahr 2026 erneut hohe Gewinne eingefahren. Einem Bericht des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge erwirtschafteten die großen Player eine Eigenkapitalrendite von 19,9 Prozent und damit den zweithöchsten Halbjahreswert der vergangenen zehn Jahre. Allerdings äußern sich die Fachleute besorgt über „das bereits erhebliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in vielen Rückversicherungsmärkten“. Die Herausforderung für die Branche verlagere sich „zunehmend von der Kapitalbeschaffung hin zur Kapitalverwendung“.

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Jörg Asmussen: „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“

Die Schäden durch Naturgefahren haben sich in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt. Nach Angaben des GDV beliefen sich die versicherten Schäden im ersten Halbjahr auf insgesamt 950 Millionen Euro. Damit lag das Schadensaufkommen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hauptgrund für die günstige Bilanz war das Ausbleiben schwerer Winterstürme.

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KÖPFE & POSITIONEN

Maik Braun wechselt von der Allianz zu Canada Life

Zum 1. Oktober übernimmt Maik Braun die Position des Director Sales bei Canada Life Assurance Europe. Der 51-Jährige berichtet an den Chief Distribution Officer Frederick Krummet. Braun bringt langjährige Erfahrung in der Versicherungsbranche mit. Zuvor arbeitete er für die Allianz.


Geschäftsführerwechsel bei Insurgo: Leippold geht, Kugelmann kommt

Insurgo-Gründer Yannick Leippold verlässt den auf Makler spezialisierten Servicedienstleister zu Ende September. Seinen Platz in der Geschäftsführung übernimmt der frühere iS2- und Ottonova-Manager Felix Kugelmann. Was ihn an der neuen Aufgabe bei dem Berliner Unternehmen reizt, hat er VWheute gesagt.

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