SCHLAGLICHT

Deutschlands beste Arbeitgeber 2026: Allianz verteidigt Spitzenplatz – Ergo und LVM holen auf

Wo arbeiten die Deutschen am liebsten? Mehr als 772.000 Bürger haben das Image von knapp 4.000 Unternehmen bewertet. Die Versicherer dominieren die Spitze des Dienstleistungssektors, zeigt die Großstudie von ServiceValue und der Zeitung Welt. An der Spitze verteidigte die Allianz ihren Gesamtsieg aus dem Vorjahr. Auch andere Branchengrößen wie die Debeka, Ergo, ADAC Versicherungen und die LVM schafften den Sprung in die Spitzengruppe des Gesamtrankings.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Nach Global-Intermezzo: Clayton heuert bei LBU-Tochter Kaiser & Schmedding an

Am Markt hieß es einst, der ehemalige Marsh- und Deas-Manager solle für Aon ein Büro in Bielefeld aufbauen. Dazu kam es zwar nicht, doch nach einem kurzen Intermezzo beim Bielefelder Makler Rosenthal (Global Group), wo er die Geschäftsführung schnell wieder abgab, bleibt Nicholas Clayton der Region treu: Gemeinsam mit Markus Balsmeyer übernimmt er die Leitung der neuen Niederlassung des Industriemaklers Kaiser & Schmedding – einer Tochter Leading Brokers United (LBU), den Maklerarm der GGW.

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Chubb-Chef warnt vor „hungrigem und naivem Kapital“ auf den Versicherungsmärkten

33,7 Prozent Plus im Underwriting und ein verdoppeltes Kapitalanlageergebnis: Chubb trotzt dem härter werdenden Wettbewerbsumfeld in den USA und London. CEO Evan Greenberg nutzte die Vorlage der Neunmonatszahlen für deutliche Worte in Richtung des Marktes: Er warnte vor einer Welle von undiszipliniertem Risikokapital, die derzeit die Prämienpreise unter Druck setzt.

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Die nächste Stufe der Automatisierung: Warum KI-Agenten eigene IT-Kernsysteme brauchen

Underwriting in zwei Tagen statt zwei Wochen und bis zu 90 Prozent automatisierte Schadenabwicklung: Eine neue Analyse der Boston Consulting Group (BCG) zeigt, wie stark KI-Agenten die Versicherungsbranche umwälzen. Doch das bloße Aufsetzen von KI-Tools auf veraltete Legacy-Systeme reicht langfristig nicht aus. Die Unternehmensberater plädieren für den „Unified Agentic Core“ – ein Modell, bei dem Kernsystem und KI-Agenten zu einer einzigen, KI-nativen Plattform verschmelzen.

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Allianz-Vorstand Röhler warnt vor den Gefahren moderner Touchscreen-Cockpits: „Ein Auto ist kein Smartphone“

Moderne Fahrzeuge sind sicherer und intelligenter als je zuvor, doch die zunehmende Dominanz von Touchscreens im Innenraum hat eine neue, gefährliche Fehlerquelle auf den Straßen geschaffen. Auf dem 14. Allianz Motor Day warnten Klaus-Peter Röhler, Frank Sommerfeld und Lucie Bakker eindringlich vor den Gefahren digitaler Cockpits. Zwei Sekunden Unaufmerksamkeit bei Tempo 100 entsprechen einer Strecke von 55,6 Metern, die ein Autofahrer im völlig blinden Zustand zurücklegt. Sie fordern Automobilhersteller, Gesetzgeber und Autofahrer zum Umdenken auf und betonen, dass reine Touch-Bedienkonzepte aktiv mit der Straße um die Aufmerksamkeit der Fahrenden konkurrieren.

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Prudential verkauft Lateinamerika-Geschäft für 4 Mrd. Dollar an CNP Assurances

Prudential Financial veräußerte zuletzt seine Einheiten in Indonesien, Südafrika und Kenia. Nun trennt sich der US-Finanzkonzern auch von seinen Tochtergesellschaften in Brasilien und Mexiko. Die französische Versicherungsgruppe CNP Assurances legt als Käufer eine hohe Barsumme auf den Tisch.

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MÄRKTE & VERTRIEB

MoIn-Gründer Philipp Kanschik: Vermittler sollten in KI mehr sehen als nur einen Effizienzhebel

„Wie viel Zeit sparen Versicherungsvermittler mithilfe von künstlicher Intelligenz?“, fragt  Philipp Kanschik, Gründer und CFO der MoIn Group, im Gastbeitrag für VWheute. Diese Effizienzfrage dominiert seiner Meinung nach meist die Diskussion um die Technologie. Dabei ist KI nicht nur ein Effizienzhebel, sondern der zentrale Werttreiber für die Zukunftsfähigkeit von Maklerhäusern. Denn sie löst das strukturelle Grundproblem der Branche.

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Globale Katastrophenschäden sinken auf niedrigsten Neunmonatswert seit 2019

Die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 auf 92 Mrd. US-Dollar gesunken. Dies ist der niedrigste Gesamtwert für diesen Zeitraum seit 2019. Wie aus dem aktuellen „Natural Catastrophe and Climate Report“ des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re hervorgeht, lagen die versicherten Schäden damit um 29 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 128 Mrd. US-Dollar.

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Bridgehaven-Europachefin Fiona Marry: „Deutschland hat gewaltigen Nachholbedarf bei MGAs“

Während Assekuradeure (MGAs) im UK und den USA längst feste Marktgrößen sind, führt das Segment in Deutschland mit nur einem Prozent Prämienanteil noch ein Nischendasein. Das soll sich ändern: Mit frischer Bafin-Zulassung drängt der irische Spezialversicherer Bridgehaven auf den deutschen Markt. Im Exklusiv-Interview mit VWheute erklärt Europachefin Fiona Marry, warum sie in den EU-Märkten enormes Wachstumspotenzial sieht und wie Bridgehaven mit seinem „Hybrid Fronting“-Modell die Lücke zwischen Nischen-Zeichnern und Rückversicherern schließen will.


Frankreich-Krawalle: Morningstar DBRS beziffert versicherte Schäden auf unter eine bis 1,2 Milliarden Euro

Die schweren Unruhen in Frankreich verursachen bei Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen zwar schwere Sachschäden, für die führenden Versicherer des Landes bleiben die Risiken beherrschbar. Nach Berechnungen von Morningstar DBRS dürften sich die versicherten Gesamtschäden durch die Krawallwelle auf unter 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro belaufen. Vorausgesetzt, die Lage bleibt stabil und es kommt zu keiner erneuten Eskalation der Gewalt.


POLITIK & REGULIERUNG

PHP-Sicherheitslücke: Versicherungsschutz bei freiwilligem Shutdown unklar

Nach der Veröffentlichung kritischer PHP-Sicherheitslücken haben Banken, Bahnen und Behörden weltweit ihre IT-Systeme vorsorglich vom Netz getrennt. Versicherungsmakler schlagen nun Alarm: Wenn Unternehmen ihre Server freiwillig herunterfahren, um Hacks zuvorzukommen, greift die Versicherungspolice oft nicht automatisch.

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Wie Libertys Strategie „Invest in Europe 2030″ das Wachstum im deutschen Spezialversicherungsmarkt vorantreibt
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Deutschland gehört zu den größten und stabilsten Versicherungsmärkten Europas – und zugleich zu den anspruchsvollsten. Der Mittelstand treibt die Energiewende voran, Großunternehmen bauen ihre KI-Infrastruktur aus, und Lieferketten werden komplexer und exponierter. Um in diesem Markt zu bestehen, braucht es mehr als Kapazität: Es braucht Expertise, die mit dem Wandel der Risiken selbst Schritt hält. Genau hier setzt Liberty Specialty Markets an.


Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wird konkreter

Die Bundesregierung arbeitet an der Reform der Gebäudeversicherung. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger zuerst berichtete, planen Justizministerin Stefanie Hubig und Finanzminister Lars Klingbeil in einem Eckpunktepapier, den Schutz vor Elementarschäden künftig zum Standard für Hausbesitzer zu machen. Neu abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen sollen Schäden durch Überschwemmungen, Erdbeben oder Lawinen künftig automatisch abdecken, bestehende Verträge sollen schrittweise angepasst werden. Die Umweltorganisation kritisiert das Eckpunktepapier, weil es kein ganzheitliches Gesamtkonzept im Umgang mit steigenden Klimaschäden aufzeige.


Tarifvertrag zur Transformation: AGV und Gewerkschaften einigen sich nur auf Teilschritte

In der dritten Verhandlungsrunde über die Änderung der manteltarifvertraglichen Regelungen für die Versicherer haben sich der AGV sowie die Gewerkschaften Verdi und DBV in Würzburg auf ein punktuelles Tarifpaket verständigt. Grundlage der Gespräche bildete eine Verhandlungsverpflichtung, die im Rahmen der Gehaltstarifrunde vom 4. Juli 2025 vereinbart worden war. Ein umfassendes Gesamtpaket, das einen neu konzipierten „Tarifvertrag zur Transformation“ umfassen sollte, kam vorerst nicht zustande. Die erzielte Verständigung über vier Einzelpunkte steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Verbands- und Gewerkschaftsgremien.


Debatte um PKV-Abschaffung: „Der Privatpatient wird hofiert, aber oft Opfer seiner Versicherung“

In seiner aktuellen Ausgabe untersucht "Der Spiegel" das Nebeneinander von GKV und PKV und kommt zu dem Schluss: "Das System ist für beide schädlich: Die GKV setzt den Anreiz, zu wenig zu tun, die PKV lockt, zu viel zu tun." Während Politiker Grundsatzdebatten scheuen und reflexhaft alte Parolen wiederholen, fordern Experten und Krankenkassen-Chefs längst radikalere Ansätze: Die ersatzlose Abschaffung beider Alt-Systeme zugunsten einer echten, staatsfernen Einheitsversicherung, die das Beste aus beiden Welten vereint.

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KÖPFE & POSITIONEN

Jutta Holzmann verlässt die Universa  

Zum 1. Februar 2026 beerbte Jutta Holzmann bei der Universa den langjährigen Vertriebsvorstand Werner Gremmelmaier. Er trat zum 31. Januar 2026 in den Ruhestand tritt. Nach wenigen Monaten im Amt nimmt die 47-jährige Managerin wieder ihren Hut, wie das Medium Asscompact zuerst berichtete.


Munich Re reduziert Vorstand

Clarisse Kopff scheidet zum 31. Oktober aus dem Vorstand der Munich Re aus. Die 53-jährige Managerin verlässt das Unternehmen nach vier Jahren im gegenseitigen Einvernehmen. Regulär ausgelaufen wäre ihr Mandat erst im Jahr 2030. Ihren Verantwortungsbereich Europa und Lateinamerika übernimmt Thomas Blunck (61) zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.  


CDU-Finanzexperte Brodesser steht vor Einzug in den Ideal-Aufsichtsrat

Die Ideal Lebensversicherung steht vor einer namhaften Berufung in ihrem Kontrollgremium. Wie die Berliner mitteilen, soll der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Brodesser in den Aufsichtsrat rücken. Die Entscheidung darüber trifft die Mitgliedervertreterversammlung im November. Im Aufsichtsrat würde Brodesser die Nachfolge von Werner Salber übernehmen, der das Gremium verlässt.