SCHLAGLICHT

Exklusive Einblicke: Wer steckt hinter dem Frankfurter Makleraufkäufer ProVersichert?

Der Frankfurter Makler ProVersichert schickt sich an, seine Expansion zu beschleunigen. Das 2021 gegründete Unternehmen hat allein in diesem und im vergangenen Jahr mehr als 20 Makler übernommen. Künftig sollen jedes Jahr 15 bis 25 weitere Zukäufe hinzukommen. „Mit unseren Akquisitionen sind wir Teil der Konsolidierung im Maklermarkt“, sagt CEO und Mitgründer Ulrich Beck. „In erster Linie sehen wir uns jedoch als Partner für abgebende Makler“, betont er. Was das konkret bedeutet, welche Unternehmen ins Raster der Hessen passen und wie der britische Investor TriSpan LLP den Wachstumskurs unterstützt, erläutern Beck und Geschäftspartner Michael Rentmeister exklusiv bei VWheute.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Bei Finlex steigen die Cyber-Schadenfälle um 17 Prozent, bei D&O dominiert die Insolvenzwelle

Insolvenzwelle, NIS-2-Bußgelder und KI-Haftung: Der aktuelle Finlex-Report zeigt, warum die Zeiten historisch günstiger D&O- und Cyber-Policen enden. Der Spezialmakler gibt dabei auch konkrete Einblicke in das eigene Schadengeschehen: So weist ein Viertel aller von Finlex begleiteten D&O-Fälle einen direkten Insolvenzbezug auf, während ein weiteres Viertel auf die Abwehr von Strafverfahren gegen Manager entfällt. Zugleich beobachtet der Makler bei der künstlichen Intelligenz, dass erst eine Minderheit der Versicherer durch deren Einsatz einen messbaren finanziellen Ertrag erzielt.

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Helvetia-Baloise-CEO Fabian Rupprecht: „Für uns ist es im Vergleich mit Asiaten oder Amerikanern schwieriger zu verstehen, dass Geschwindigkeit ebenfalls ein entscheidender Faktor ist“

Bei der Fusion der Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise verfährt Konzernchef Fabian Rupprecht nach der Devise „Speed over perfection“, wie er in einem Interview sagt. Bei der Integration gehe es darum, „nach 70:30-Lösungen zu suchen“, betont der Versicherungsmanager. Was er damit meint und wie die „kompromisslosen Schnitte“ des Managers konkret aussehen, zeigt ein Bericht der Neuen Zürcher Zeitung.  

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HDI Global baut internationales Healthcare-Geschäft aus

Der Industrieversicherer HDI Global SE erweitert seine Aktivitäten im Gesundheitssektor. Mit der Einheit Global Healthcare Solutions baut das Unternehmen sein bisheriges deutsches Geschäft in der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung zu einem internationalen Angebot für Gesundheitsdienstleister und Pflegeorganisationen aus. Die Sparte soll das bestehende Underwriting mit der internationalen Plattform und der lokalen Marktpräsenz des Konzerns verknüpfen.

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Axa-Chef Buberl glaubt trotz KI langfristig an mehr Beschäftigte im Versicherungssektor

Der Axa-Chef Thomas Buberl zeigt sich im Interview mit der NZZ am Sonntag überzeugt, dass Versicherer von der Entwicklung um KI profitieren werden. Zwar könnten in der kurzen Frist Stellen verschwinden, langfristig sieht er eine steigende Tendenz. „Ich gehe davon aus, dass langfristig mehr Leute im Versicherungssektor beschäftigt sein werden als heute. Schließlich sind wir in einer Wachstumsbranche“, bekräftigt Buberl. Die Axa will im Zeitraum ihres laufenden Strategieplans rund 30.000 Neueinstellungen vornehmen. Auch zu seinem Ausscheiden aus dem Stiftungsrat des World Economic Forum nimmt der Manager Stellung.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Huk-Coburg-Datenexperte Körzdörfer über KI-Projekte: „Einen Mehrwert, der nicht messbar ist, gibt es nicht“

Wenn bei einem Versicherer ein KI-Pilotprojekt gelingt, ist der Weg zum produktiven Einsatz oft noch lang. Diesen Weg deutlich zu verkürzen, hat sich die Huk-Coburg zum Ziel gesetzt. Die Franken haben derzeit 60 KI-Use-Cases im Einsatz, an denen über 180 Mitarbeiter beteiligt sind, sagt Thomas Körzdörfer, Leiter Data Analytics bei der Huk-Coburg. Dabei gelte die Devise, „Ressourcen, die immer zu knapp sind, auf die Dinge zu priorisieren, die den größten finanziellen Hebel für uns haben“, betonte Körzdörfer bei einer Branchenveranstaltung. Dazu gehört für den Kfz-Versicherungsriesen vor allem: das Pricing.

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Neue Regeln für Kfz-Versicherungen: Justizministerium legt Referentenentwurf zur Reform des Haftungsrechts vor

Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur verbesserten Abwicklung von Schäden an Leasingfahrzeugen und von Großschadensereignissen im Straßenverkehr vorgelegt. Im Zentrum des Vorhabens stehen Reformen des Kfz-Versicherungs- und Haftungsrechts. Eine wichtige Änderung betrifft Fälle, in denen Kraftfahrzeuge vorsätzlich als Tatwaffe für Straftaten eingesetzt werden. Die beteiligten Fachkreise und Verbände haben nun bis Ende Oktober Zeit, ihre Stellungnahmen einzureichen.

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Wie wirkt sich der Neugeschäftsbann gegen Wakam auf deutsche Kunden aus?

Nachdem die französische Finanzaufsichtsbehörde ACPR den Pariser White-Label-Anbieter Wakam mit einem vorläufigen Neugeschäftsverbot belegt hat, rücken mögliche Folgen für den deutschen Markt in den Blick. Wakam diente bis Ende vergangenen Jahres unter anderem dem Hamburger Start-up Wetterheld als Risikoträger für die hauseigene Urlaubs-Regenversicherung.

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Ammerländer will Versicherer auf neue Plattform locken

Die Ammerländer Versicherung hat einen neuen Plattformanbieter geschaffen. Die modulare, cloudbasierte Plattform namens Syonics richtet sich an Versicherer und Assekuradeure. Sie soll die Geschäftsprozesse der teilnehmenden Unternehmen verbessern, ohne dass diese einen „risikoreichen Komplettaustausch“ ihrer bisherigen Kernsysteme vornehmen müssen, wie die Ammerländer mitteilt.

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Keine Millionen von der Versicherung für Man City

Das historische Urteil der Premier-League-Kommission gegen Manchester City hat die Fußballwelt in ihren Grundmauern erschüttert. In 114 von 115 Anklagepunkten wurde der englische Serienmeister schuldig gesprochen, über ein Jahrzehnt hinweg seine Bilanzen systematisch um mehr als 900 Millionen Pfund künstlich aufgebläht zu haben. Da es sich um vorsätzliche Täuschung handelt, greifen strikte Ausschlussklauseln der Versicherer – es sei denn, das Berufungsverfahren geht zugunsten von Manchester City aus.

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POLITIK & REGULIERUNG

Eiopa verschärft Kontrolle bei Private-Equity

Die Eiopa greift angesichts des wachsenden Einflusses von Finanzinvestoren auf dem europäischen Versicherungsmarkt durch. Mit einer Aufsichtserklärung richtet die EU-Behörde konkrete Erwartungen an die nationalen Aufsichtsbehörden, um die Risiken von Private-Equity-Übernahmen einzudämmen. Im Fokus stehen etwa komplexe Holdingstrukturen, aggressive Anlagestrategien und die Abhängigkeit von Rückversicherungen, die letztlich die Ansprüche der Versicherten gefährden könnten.

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Frauen sind deutlich skeptischer gegenüber KI-Finanzberatung

Beim Thema Geld und Künstliche Intelligenz zeigt sich in Deutschland ein deutliches Geschlechtergefälle: Während Männer einer KI-basierten Finanzberatung spürbar aufgeschlossener gegenüberstehen, zeigen Frauen beim Einsatz automatisierter Systeme erhebliche Vorbehalte. Das offenbart eine aktuelle OVB-Studie, durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Befragten in Deutschland.


Eigenschaden-Deckung ignoriert: Michael Hendricks kritisiert das D&O-Urteil des LAG Köln

Das jüngste Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln zur D&O-Versicherung schlägt in der Fachwelt hohe Wellen. Nun schaltet sich der renommierte D&O-Experte Michael Hendricks in die Debatte ein. Sein Vorwurf: Das Gericht habe eine zentrale versicherungstechnische Realität komplett übersehen und damit an der gelebten Praxis der Versicherungswirtschaft vorbeientschieden. Derweil stufen die Experten von Clyde & Co das Urteil als einen gefährlichen dogmatischen Irrweg, der das Trennungsprinzip zwischen Versicherungs- und Haftungsrecht missachtet.

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Ransomware-Explosion in Deutschland: Microsoft meldet Verdreifachung der Erpressungsfälle

Ein Viertel aller weltweiten Cyberangriffe auf Microsoft-Kunden richtet sich gegen die USA. Das geht aus dem aktuellen "Digital Defense Report 2026" hervor, für den der Technologiekonzern die Bedrohungslage im ersten Halbjahr 2026 ausgewertet hat. Direkt hinter den USA folgen mit Israel und der Ukraine zwei Staaten in aktiven Kriegshandlungen. Deutschland schafft es als einziges EU-Land unter die zehn am häufigsten attackierten Nationen.

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Reaktion auf drohende US-Sanktionen: Axa und Internationaler Strafgerichtshof kündigen Zusammenarbeit auf

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) und der französische Versicherer Axa haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit zum 1. Oktober vorzeitig zu beenden. Einem Medienbericht zufolge dient der Schritt dazu, negative Folgen für die Axa abzuwehren, die drohende US-Sanktionen gegen das Kriegsverbrechertribunal nach sich ziehen könnten.

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KÖPFE & POSITIONEN

Simon Farr wechselt von BCA in den Vorstand von germanBroker.net

Vom Pool zum Verbund: Simon Farr dürfte vor einer nahtlosen Umstellung stehen, doch seine neuen Aufgaben haben es in sich. Der Informatiker übernimmt den IT-Vorstandsposten bei germanBroker.net. Während ihm das Marktumfeld vertraut sein dürfte, wartet auf technischer Ebene eine echte Bewährungsprobe – besonders im Nachgang der jüngsten Fusion von germanBroker.net und Charta, die die Komplexität im Vergleich zu BCA spürbar erhöht.


Willis Re kehrt mit Thomas Artmann auf den deutschen Markt zurück

Kürzlich tätigte Willis Re, die erst 2024 durch ein Joint Venture der Muttergesellschaft WTW und dem Investor Bain Capital wiederbelebt wurde, einen großen Zukauf in den USA. Auch auf den deutschen Markt kehrt der Rückversicherungsmakler zurück und beruft den langjährigen Munich-Re-Manager Thomas Artmann an die Spitze.