SCHLAGLICHT

Roland-Berger-Studie: 50 Prozent der Kernsystem-Transformationen verfehlen Zeit- oder Budgetziele

Für den Austausch eines Kernsystems müssen Versicherer in der Regel zwischen 20 und 100 Mio. Euro auf den Tisch legen – doch bei dem kostspieligen Umstieg hakt es oft, wie eine aktuelle Roland-Berger-Studie offenbart. „Etwa die Hälfte der Programme verfehlt Zeit- oder Budgetziele“, schreibt die Unternehmensberatung. Wer die Runderneuerung aus Angst lieber aufschiebt, droht jedoch, alles noch viel schlimmer zu machen.  

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Expansion in den USA: Willis Re übernimmt US-Geschäft der BMS Group

2024 entschied sich WTW, zusammen mit dem Investor Bain Capital die Marke Willis Re wiederzubeleben. Um im Wettbewerb der Rückversicherungsmakler mitzuhalten, fehlte jedoch die nötige Präsenz in den USA. Dieser Schritt erfolgt nun mit der Übernahme der US-Sparte der BMS Group. Nachdem in den Medien vor Wochen bereits über fortgeschrittene Verhandlungen spekuliert wurde, folgt jetzt die offizielle Bestätigung.

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Munich Re und Lloyd’s führen globale Rückversicherungs-Rankings 2025 an

Basierend auf den aktuellen Jahresendzahlen für 2025 hat die Munich Re ihren Titel als weltgrößter Rückversicherer unter dem Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zurückerobert. Gleichzeitig verdrängte der Spezialversicherungsmarkt Lloyd’s of London die US-Holding Berkshire Hathaway vom ersten Platz der Nicht-IFRS-17-Gesellschaften. Das geht aus dem jüngsten Branchenranking der Ratingagentur AM Best hervor.

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Bayerische und Muffintech: Es geht auch ohne Agentic AI  

In der Versicherungsbranche wächst der Druck, KI-Projekte von der Pilotphase in den produktiven Betrieb zu bekommen. Viele Anwendungen schaffen das aber noch nicht, konstatierte Raphael Zeller, COO des Insurtechs Muffintech, auf einer Veranstaltung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte (VVB). Besser machen will es der Versicherer die Bayerische, der Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse, unterstützt von Muffintech, zu Chatbot-Entwicklern ausbilden lassen will – wer glaubt, dass hier autonome KI-Agenten im Spiel sind, irrt allerdings.

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Rekordergebnis bei Talanx: Bisherige Jahresprognose soll übertroffen werden – Millionenlasten durch Erdbeben einkalkuliert

Die Talanx hat im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordgewinn erzielt und rechnet daher damit, die bisherige Ergebnisprognose von rund 2,7 Mrd. Euro zu übertreffen. Trotz der zuletzt deutlich rückläufigen Großschäden will Finanzchef Jan Wicke wachsam bleiben. Allein das Erdbeben in Kolumbien werde den Versicherungskonzern mit einem dreistelligen Millionenschaden belasten, wie Wicke bei einem Pressegespräch auf VWheute-Nachfrage erklärte. „Der Elefant im Raum“ sei zudem „die hohe amerikanische Staatsverschuldung“, wie der CFO zu bedenken gab. Ebenfalls nicht ganz geheuer ist Wicke der KI-Boom an den Kapitalmärkten. Ein Sonderlob gab es für die deutsche Geschäftseinheit.

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W&W hat Großteil des Jahresziels bereits erreicht – doch die Immobilienflaute drückt auf die Erwartungen

Der W&W-Konzern steigert seinen Halbjahresgewinn auf 105 Mio. Euro, lässt die Jahresprognose jedoch unangetastet. Grund dafür ist der anhaltende Druck im Bauspargeschäft und am Immobilienmarkt, der das Unternehmen zu einer Korrektur zwingt: Für das Neugeschäft in der Baufinanzierung rechnet W&W nun mit einem Rückgang. Zudem warnt der Konzern vor drohenden Abwertungen bei eigenen Immobilienprojekten, Ausfallrisiken bei Private Debt, Infrastruktur und High Yield sowie potenziellen Steuernachzahlungen bei Zinsbonusrückstellungen und Fondsrückvergütungen.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Mark Walters Versicherer streicht umstrittene Kredite um 6,5 Mrd. Dollar

Der US-Milliardär und Sport-Magnat Mark Walter zieht nach Ermittlungen der Justizbehörden Konsequenzen: Eine unter seiner Kontrolle stehende Versicherungsgesellschaft wird Kredite an seine eigenen Unternehmen in Höhe von bis zu 6,5 Mrd. US-Dollar abbauen. Die massiven Umschichtungen sind eine Reaktion auf Untersuchungen des US-Justizministeriums (DOJ) bezüglich nicht deklarierter konzerninterner Geschäfte.

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Accenture-Studie: Versicherte fordern Leitplanken für KI-Agenten

Viele Versicherte begnügen sich damit, dass sich ihre Policen Jahr für Jahr automatisch verlängern, ohne dass sie einen prüfenden Blick darauf werfen. Durch künstliche Intelligenz (KI) gerät dieser Stabilitätsfaktor der Branche jedoch ins Wanken, warnt das Beratungsunternehmen Accenture auf Basis einer Studie. Demnach sagen über 70 Prozent der Verbraucher, dass sie künftig für die Versicherungsrecherche und beim Auswahlprozess vermehrt KI einsetzen werden. Gleichwohl sind nur acht Prozent dazu bereit, ihre Entscheidungen vollständig einem KI-Agenten zu überlassen. Accenture-Manager Markus Heyen sagt, wie die Antwort der Versicherer aussehen sollte.

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Wie Verfehlungen bei Lebensversicherern den Megadeal um die LA Lakers auslösten

Der US-Milliardär Mark Walter reagiert auf Untersuchungen der US-Justiz, indem er sein weitverzweigtes Firmenimperium umbaut. Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass es bei zwei Lebensversicherern aus dem Portfolio des 66-Jährigen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein könnte. Dass der enthusiastische Sportfan die Los Angeles Lakers für 12,5 Mrd. Dollar verkauft hat, deutet darauf hin, dass Walter die Interessenkonflikte zwischen seinen zahlreichen Gesellschaften entschärfen will, wie aus einem Medienbericht hervorgeht.

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Montagskolumne: „Mit der heutigen IT-Architektur bleibt agentische KI für deutsche Versicherer schlicht unmöglich“

Agentische KI gilt als der nächste große Superstar der Tech-Welt. Wie funktioniert diese neue Technologie in der Praxis, wo stößt sie an ihre Grenzen und wie können Versicherer sie nutzen? Die Vision autonomer Systeme in der Assekuranz klingt verlockend, setzt laut Experte Karl-Josef Krechel-Mohr jedoch vieles voraus: „Diese Voraussetzungen erfüllen deutsche Versicherungsunternehmen heute und voraussichtlich auch in absehbarer Zeit nicht“, schreibt er in der VWheute-Montagskolumne.

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OVB wächst kräftig – tut sich in Deutschland aber weiter schwer

Der Kölner Finanzvertrieb OVB hat die Jahresmitte mit robusten Zahlen abgeschlossen. Der Halbjahresumsatz erreichte mit knapp 238 Mio. Euro den höchsten Wert in der Geschichte des 1970 gegründeten Unternehmens. Im Heimatmarkt tut sich die Signal-Iduna-Tochter hingegen weiter schwer – der Gewinn in Deutschland gab deutlich nach, dafür drehten die Erträge aus Vermittlungen hierzulande wieder leicht ins Plus.

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POLITIK & REGULIERUNG

GDV befürchtet höhere Transportschäden durch Rhein-Niedrigwasser

Der Rhein gibt derzeit ein trauriges Bild ab: Niemals seit Beginn der Aufzeichnungen führte Deutschlands größter und wichtigster Fluss so wenig Wasser wie jetzt. Inzwischen befürchtet auch die Versicherungswirtschaft, den Rekord-Niedrigstand in Form erhöhter Schäden zu spüren zu bekommen. Weil Schiffe nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladung fahren, kommt es zu Verlagerungen des Güterverkehrs, etwa auf die Schiene – und das begünstigt Transportschäden, argumentiert der Branchenverband GDV, dem allerdings noch keine Zahlen vorliegen, wie VWheute in Berlin erfragte.

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Zwischen Drängeln und Handy-Nutzung: So steht es um das deutsche Verkehrsklima

Die Hölle sind immer die anderen – im Straßenverkehr ist diese höchst subjektive Wahrnehmung weit verbreitet, wie eine aktuelle Bürgerbefragung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bestätigt. Demnach beurteilen Verkehrsteilnehmer ihr eigenes Verhalten deutlich milder als das der anderen. Besserung scheint nicht in Sicht: „Das Klima auf deutschen Straßen wird immer rauer und aggressiver“, schreiben die Fachleute. Auch ein mögliches Tempolimit auf Autobahnen polarisiert die Gesellschaft. Sorge bereitet UDV-Leiterin Kirstin Zeidler zudem, dass viele Menschen selbst am Steuer nicht vom Smartphone lassen können – dabei gäbe es Lösungen.

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Überraschende Wende im Fall Brian Thompson: Mangione bekennt sich doch schuldig

Seit mehr als anderthalb Jahren hält der gewaltsame Tod von Brian Thompson die US-Öffentlichkeit in Atem. Nun nimmt der Fall um den 28-jährigen Luigi Mangione eine überraschende Wende: Nachdem er bislang beharrlich auf nicht schuldig plädiert hatte, legte der Angeklagte vor einem New Yorker Bundesgericht ein vollumfängliches Schuldeingeständnis ab. Das hat direkte Konsequenzen für die Justiz: Mangione entgeht somit der Todesstrafe und erschwert das weitere Vorgehen im parallelen Strafverfahren auf Bundesstaatsebene erheblich.

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Erdbebenpolicen in Kolumbien schlagen auf Versicherer durch

Das schwere Erdbeben in Kolumbien am 10. August wird nach Einschätzung von Branchenexperten spürbare Schäden im lateinamerikanischen Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt hinterlassen. Da die Versicherungsdichte in dem südamerikanischen Land vergleichsweise hoch ist, rechnen die Marktbeobachter von Guy Carpenter und AM Best mit einer Belastung über mehrere Sparten hinweg – insbesondere bei Wohn- und Gewerbeimmobilien.

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Attentat auf UnitedHealth-CEO: Richter ordnet anonyme Jury für Luigi Mangione an

Der Mord an Krankenversicherungs-CEO Brian Thompson hielt ganz Amerika in Atem. Wenn sich der mutmaßliche Schütze Luigi Mangione im September vor Gericht verantworten muss, gelten extrem strenge Sicherheitsvorkehrungen. Um die Geschworenen vor möglicher Belästigung oder Einschüchterung zu schützen, greift der zuständige Richter Gregory Carro zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

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KÖPFE & POSITIONEN

Stuttgarter-Chef Bader über das Altersvorsorgedepot: „Gebt es auf, als Staat Produktanbieter sein zu wollen!“

Zur anstehenden Altersvorsorgereform hat Juri Galkin einen neuen Podcast ins Leben gerufen. Für die Auftaktepisode des Formats „Altersvorsorgedepot Vergleich“ holte er sich Dr. Guido Bader, den Vorstandsvorsitzenden der Stuttgarter Versicherungsgruppe, an das Mikrofon. Dieser spart nicht mit Kritik an staatlichen Detailentscheidungen.

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„Der absolute Gamechanger für die Research-Geschwindigkeit“

Die Brücke zwischen akademischer Spitzenforschung und praktischem Risikomanagement schlagen – dieses Ziel stand im Mittelpunkt des FOG-Symposiums in Karlsruhe. Zwischen preisgekrönten Masterarbeiten, Big-Data-Forschung zu Optionsmärkten und IWF-Analysen zu weltweiten Stabilitätsrisiken kristallisierte sich eine zentrale Erkenntnis heraus: KI-Agenten und Machine-Learning-Modelle sind enorm leistungsfähig, stoßen ohne exzellente Daten aber schnell an ihre Grenzen.

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Scholten folgt auf Heidelbach: Neue Struktur beim Vermögensverwalter der Provinzial

Personeller Wechsel an der Spitze der Provinzial Asset Management GmbH (ProAM): Zum 1. August 2026 haben Dr. Ulrich Scholten und Patrick Köper ihre Mandate in der Geschäftsführung des Vermögensverwalters angetreten. Sie teilen sich die bisherigen Aufgaben von Dr. Christoph Heidelbach auf, der die Gesellschaft auf eigenen Wunsch verlassen hat.

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