SCHLAGLICHT

Corona könnte der R+V das Geschäft verhageln

Die R+V Versicherung hat im letzten Jahr gut gewirtschaftet. Sowohl beim Gewinn als auch bei den Prämieneinnahmen hat der Genossenschaftsversicherer aus Wiesbaden zugelegt. Dennoch fand Vorstandschef Norbert Rollinger im Rahmen der Bilanzpressekonferenz mahnende Worte: „Schauen Sie sich die Zahlen für das abgelaufene Jahr noch einmal genau an. Ich befürchte, im kommenden Jahr werden einige davon ganz anders aussehen“.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Württembergische sieht die öffentliche Hand bei der BSV in der Pflicht

Die Diskussion um den möglichen Schutz der Betriebsschließungsversicherung (BSV) bekommt nach Einschätzung der Württembergischen Versicherung zu viel Aufmerksamkeit. „Wir entscheiden nicht pauschal, ob die Betriebsschießungsversicherung greift oder nicht“, sagte Thomas Bischof, der im W&W-Konzern die Versicherungsaktivitäten verantwortet, am Montag bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns.


Provinzial-Fusion fast vollbracht

Der geteilte Versicherer wird vereinigt. Die Aufsichtsräte der Provinzial NordWest und die Gewährträger der Provinzial Rheinland haben der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur Fusion zugestimmt. Das sah vor Wochen noch nach einem Wunschtraum aus.


R+V zahlt 2019 weniger für Naturschäden und rüstet sich für Corona
 VWheute Sprint 

Die R+V Versicherung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 erneut gut gewirtschaftet. So stieg der Konzerngewinn vor Steuern (nach IFRS) um 129,9 Prozent auf 1,030 Mrd. Euro (2019: 448 Mio.). Zudem zahlte der Genossenschaftsversicherer rund 224 Mio. Euro für Naturschäden, ein Minus von 15,7 Prozent gegenüber 2018. Die aktuelle Corona-Krise sorgt indes für gedämpfte Erwartungen.


MÄRKTE & VERTRIEB

Pickel: „Tendenziell wird mehr Cyber gekauft“

Durch den Corona-Virus setzen viele Unternehmen derzeit auf Homeoffice. Dennoch bleiben die Gefahren aus der Cyberwelt durchaus real. Und wie reagieren die Rückversicherer darauf? „Tendenziell wird mehr Cyber gekauft, weil es teilweise Marktstandard ist und zur Entlastung des Managements und zum Risikomanagement gehört“, erläutert Michael Pickel, Vorstand der Hannover Rück, im Exklusiv-Interview mit VWheute.


Private Krankenversicherer verschärfen tödliche Corona-Situation in den USA

„Wir haben vom Federal Emergency Management Agency 400 Beatmungsgeräte geschickt bekommen, wir brauchen aber 30.000“. Sie können die 26.000 Leute aussuchen, die sterben, weil sie nur 400 Beatmungsgeräte geschickt haben, zürnt New York Gouverneur Andrew Cuomo in einer Video-Botschaft gen Washington. Die Lage in den USA ist dramatisch und die privaten Krankenversicherer verschärfen die Krise.


POLITIK & REGULIERUNG

Schlechtes Timing? Allianz-Aufsicht verhandelt Gehaltserhöhung

Gutgemeinte Absicht, aber unpassender Zeitpunkt? Die Allianz will Medienberichten zufolge ihren Vorständen eine satte Gehaltserhöhung gewähren. Begründet wird dies mit den guten Geschäftszahlen – und der Konkurrenz. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dürfte dies angesichts der Corona-Krise eher nicht erfreuen.


Veranstalter machen trotz absehbarer Wimbledon-Absage keinen Verlust

Am Mittwoch wird Wimbledon wohl abgesagt werden. Das berühmteste Tennisturnier wäre in Corona-Zeiten kaum durchführbar, organisatorisch wie moralisch. Doch im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee oder der UEFA – Fußball-EM – die ihre Events auf das kommende Jahr verschieben müssen, sind die Briten wenigstens finanziell auf der sicheren Seite.


Rentenkommission plädiert für höhere Beitragssätze

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung könnte in den kommenden Jahren auf bis zu 24 Prozent steigen. Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll sich dieser nach dem Jahr 2025 in einer neuen Bandbreite von bis zu 24 Prozent des Bruttolohns bewegen dürfen. Kritik an den Vorschlägen gibt es indes vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA).


KÖPFE & POSITIONEN

Georg Geenen verlässt den VBL-Vorstand

Georg Geenen wird zum 1. April 2020 aus dem Vorstand der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) ausscheiden und sich als Geschäftsführer der VBL-Tochtergesellschaft KaServ GmbH auf die Kapitalanlagetätigkeit des Unternehmens konzentrieren.