SCHLAGLICHT

GDV-Chef Asmussen hinterfragt rechtliche Grundlage der Bafin-Wohlverhaltensaufsicht für den Nichtlebensbereich

90 Prozent der Regulierung kommen aus Brüssel – doch für die Versicherer fehlt bisher das entscheidende Entlastungspaket. In Leipzig übte GDV-Chef Jörg Asmussen scharfe Kritik an der Übertragung von Bankenregeln auf die Versicherungswelt und zweifelt an der rechtlichen Grundlage neuer Bafin-Aktivitäten. Bei der Altersvorsorge-Reform sieht er die Branche fest im Sattel. Den Abschluss ohne Beratung begrüßte er, da das entscheidend für die Digitalisierung sei.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Warburg Pincus schmiedet norddeutschen Maklerpool-Riesen

Paukenschlag im deutschen Maklerpool-Markt: Blau Direkt aus Lübeck und die Hamburger Netfonds AG schließen sich unter dem Dach einer gemeinsamen Holding zusammen. Hinter dem Deal steht der Blau-Direkt-Eigner und Private-Equity-Investor Warburg Pincus. Mit der norddeutschen Elefantenhochzeit schickt sich das US-Unternehmen an, dem Münchner Platzhirsch Fonds Finanz die Marktführerschaft streitig zu machen.

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Zurich kauft Generali-Tochter RedClick

Der Schweizer Versicherer Zurich Insurance baut sein Irland-Geschäft kräftig aus. Der Konzern übernimmt die irische Generali-Einheit RedClick für einen Barpreis von 337 Millionen Euro. Mit diesem Schritt rückt die Zurich unter die Top-Drei der Versicherungsanbieter auf dem Ländermarkt. Die Generali ihrerseits bereinigt ihr Portfolio.

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Streit um Gesundheitsdaten: Debeka scheitert vor dem Bundesverwaltungsgericht

Die Debeka darf Diagnosen auf den Rechnungen ihrer Versicherten nicht mehr ohne deren explizite Einwilligung auswerten, um sie für spezielle Vorsorgeprogramme zu gewinnen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Freitag entschieden. Das höchste deutsche Verwaltungsgericht stärkt damit den Schutz sensibler Gesundheitsdaten und setzt der automatisierten Datenanalyse im Gesundheitsmanagement enge Grenzen. Für die Koblenzer, aber auch für die gesamte PKV-Branche hat die Entscheidung weitreichende Folgen.

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Japanischer Versicherer verklagt OpenAI

Hat ChatGPT ohne Lizenz als Anwalt praktiziert? In den USA bahnt sich ein wegweisender Rechtsstreit an: Der Versicherungsriese Nippon Life Insurance verklagt OpenAI auf Millionen. Der Vorwurf: Die KI habe eine Klägerin zu einer aussichtslosen Prozess-Schlacht angestiftet.

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Allianz Commercial lagert Entertainment-Geschäft an US-Assekuradeur aus

Der Industrieversicherer Allianz Commercial startet zum 1. April eine Partnerschaft mit dem US-Assekuradeur Reel Media. Vorbehaltlich der endgültigen vertraglichen Vereinbarungen soll Reel Media künftig das Entertainment-Versicherungsgeschäft der Münchener verwalten. Das Geschäft wird in der Bilanz von AGCS verbucht.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Ammerländer verdient deutlich mehr  

Die Ammerländer Versicherung hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl ihre Beitragseinnahmen als auch den Gewinn gesteigert, obwohl das Unternehmen mehr Schäden regulieren musste. Die Hausratversicherung bleibt für die Niedersachsen die mit Abstand wichtigste Einnahmenquelle.

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Auxmoney gründet eigenen Rückversicherer

Das deutsche Fintech Auxmoney hat bereits im Jahr 2023 einen eigenen Rückversicherer von Restschuldpolicen gegründet, wie das Fachportal Finanz-Szene berichtet. Damit folgt die Düsseldorfer Kreditplattform einer Entwicklung, die zunehmend auch bei Banken und Finanzdienstleistern zu beobachten ist: Finanzinstitute integrieren Versicherungs- und Rückversicherungslösungen stärker in ihre Geschäftsmodelle.

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Kindervorsorge? Früh starten lohnt sich!

Jeder weiß, wie wichtig es ist, früh die Basis für eine finanziell abgesicherte Zukunft zu legen. Mit dem Zinseszinseffekt kann schon mit kleinen Beiträgen eine echte Zukunftsperspektive aufgebaut werden.


Montagskolumne mit Florian Karle über den Wandel der Maklerrolle: „Kunden werden das zunehmend voraussetzen und sie werden nicht bereit sein, dafür einen Aufpreis zu bezahlen“

Schon im 14. Jahrhundert tüftelten Makler an komplexen Verträgen – doch die heutige Polykrise verlangt nach völlig neuen Antworten. Südvers-Chef Florian Karle skizziert in der Montagskolumne, warum der reine Einkauf von Versicherungsschutz bald der Vergangenheit angehört und wie KI zum unverzichtbaren „Hygienefaktor“ der Beratung wird.

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Unternehmen verweigern zunehmend Lösegeld-Forderungen

Die anfänglichen Erpressungsforderungen bei Ransomware-Angriffen sind im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Wie der amerikanische Cyber-Assekuradeur Coalition in einem aktuellen Bericht zeigt, lagen die geforderten Summen im Gesamtjahr um 47 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dennoch verweigerten rekordverdächtige 86 Prozent der betroffenen Unternehmen die Zahlung. Indes greift Spezialversicherer Beazley auf dem europäischen Markt mit einer Cyber-Lösung namens „Quantum“ an.

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POLITIK & REGULIERUNG

Iran-Krieg und Versicherungsmarkt: „In der aktuellen Lage wird die Risikotransparenz zum zentralen Verhandlungsfaktor”

Die jüngsten Ereignisse im Iran und die militärische Eskalation in der Golfregion sind für viele Menschen mit Sorge, Betroffenheit und auch persönlicher Angst verbunden. Hinter den Meldungen stehen Schicksale, Unsicherheit und menschliches Leid. Zugleich entsteht für Unternehmen und Risikoverantwortliche ein Handlungsauftrag, die Lage auf kurzfristige Marktreaktionen in einzelnen Sparten und in die mittel- bis langfristige Stabilität der großen internationalen Versicherungsprogramme in Sach- und Haftpflicht zu bewerten. Eine Analyse von Alexander Skorna und Niclas von Bernstorff.

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Blockade der Straße von Hormus: Analysten bezweifeln, dass US-Versicherungspläne die Krise lösen können

Mit dem Iran-Krieg ist die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz zum Erliegen gekommen. Versicherer haben den Schutz gegen Kriegsrisiken entweder eingeschränkt oder die Raten für Schiffe, die im Golf operieren, kräftig nach oben gezogen. Während die US-Regierung mit staatlichen Garantien versucht, den Warenstrom wiederzubeleben, warnen Experten vor der Unzulänglichkeit dieser Maßnahmen. Ein aktueller Bericht von Morningstar DBRS legt dar, warum direkte staatliche Eingriffe ins Versicherungsgeschäft das Problem eher verschärfen könnten.

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Gallagher Re: „Der Bedarf an Absicherungen gegen Cyber-Extremrisiken wächst“

Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re zeigt in einem aktuellen Whitepaper unter dem Titel „Cyber and Property Combined Covers: Buying the Tail More Efficiently" auf, wie die Kombination von Cyber-Extremrisiken mit unkorrelierten Sach-Katastrophenrisiken die Preise senken und die Effizienz für Zedenten steigern könnte. Während in den Rating-Märkten bereits Transaktionen stattfinden, könnte eine skalierbare und langfristige Lösung im Bereich der Insurance-Linked Securities liegen, schreibt das Unternehmen.

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Moody´s: „Auswirkungen des Iran-Konflikts vorerst begrenzt, Risiken steigen bei anhaltenden Störungen“

Die Ratingagentur Moody’s erwartet für Versicherer im Golf-Kooperationsrat (GCC) kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen durch den aktuellen Iran-Krieg. Während die direkten Schadensmeldungen minimal bleiben dürften, könnten eine anhaltende Instabilität und sinkende Vermögenswerte die Branche langfristig unter Druck setzen.

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Iran-Krieg: S&P prognostiziert erhebliche versicherte Verluste und weitreichende Auswirkungen für Rückversicherer

Die Ratingagentur S&P Global Ratings erwartet, dass der Konflikt im Nahen Osten die Ergebnisentwicklung der globalen Rückversicherer im Jahr 2026 belastet. Insbesondere im Spezialgeschäft dürfte die Branche mit zusätzlicher Unsicherheit und spürbaren Ergebnisschwankungen konfrontiert sein. Die Kapitalausstattung der Rückversicherer sei aber stark genug, um ein mögliches Risiko einer Verschlechterung der Kreditqualität abzufedern.

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KÖPFE & POSITIONEN

Aon eröffnet DACH Global Solutions Desk in Washington

Großmakler Aon verstärkt seine Präsenz an der Schnittstelle zwischen Europa und Nordamerika. Mit der Eröffnung eines DACH Global Solutions Desk in der US-Hauptstadt Washington, D.C. reagiert das Unternehmen auf die Geschäftsaktivitäten von Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) auf dem US-Markt. Die Leitung übernimmt Matthew Reilly.

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Katharina Hesse steigt zur Co-Chefin des Versicherungssektors bei Heidrick & Struggles auf

Katharina Hesse hat im März den Posten als Global Co-Head für den Versicherungsbereich beim Headhunter Heidrick & Struggles übernommen. Sie leitet die Sparte gemeinsam mit ihrem Kollegen Francois Kouroriez. Hesse ist seit Mai 2025 vom Standort Zürich aus für das Unternehmen tätig.

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Freudner wechselt zu Finlex

Christian Freudner übernimmt zum 1. April die neu geschaffene Position des Vice President Management Liability beim Spezialmakler Finlex. Er kommt von der DeTe Asskuranz. Dort arbeitete Freudner zuletzt als Head of Casualty & Financial Lines & Group Accident Insurance.

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URV: Kirchner folgt auf Piwonski 

Mit Wirkung zum 1. April übernimmt Stefan Kirchner die Leitung des Reiseversicherungsvertriebs bei der Union Reiseversicherung. Er folgt auf Alexander Piwonski, der dem Unternehmen bis zu seinem Renteneintritt im Jahr 2027 beratend zur Seite stehen wird. Die Tochter der Versicherungskammer stellte auf der ITB Berlin ihre aktuellen Geschäftszahlen sowie ihre strategischen Schwerpunkte vor.

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