SCHLAGLICHT

Tempo-Sprung bei Swiss Re CorSo: KI verkürzt Policierung von 25 auf 5 Tage

Vom einstigen Sorgenkind zum Milliardengewinner: Swiss Re Corporate Solutions hat in den letzten Jahren eine spürbare Neuausrichtung vollzogen. Im Interview mit VWheute spricht Deutschland-Chefin Tina Baacke über den kritischen Blick von Konzern-CEO Andreas Berger, den bewussten Verzicht auf Cyber-Auslagerungen und einen Effizienzsprung durch KI – der die Bearbeitungszeit von Policen von 25 auf künftig fünf Tage senken soll.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Helvetia-Baloise-Vorständin Ries: „Langlebigkeit wird in Deutschland stark ignoriert“

Obwohl die Menschen immer älter werden, tun sich die Lebensversicherer schwer damit, aus dem Megatrend Langlebigkeit ein Geschäft zu machen. Stellvertretend hierfür steht der gescheiterte Versuch der Branche, die Kunden zu einem gesünderen Lebensstil zu bewegen. „Als Lebensversicherer haben wir auf dem Spielfeld nichts zu suchen“, findet Helvetia-Baloise-Vorständin Barbara Ries. Wesentlich mehr Potenzial sehen Branchenexperten darin, das sogenannte Langlebigkeitsrisiko an Rückversicherer zu übertragen, wie auf einer Fachtagung deutlich wurde.

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Swiss Life streicht bis Ende 2028 rund 600 Stellen

Der größte Schweizer Lebensversicherer Swiss Life setzt den Rotstift an. Bis Ende 2028 will der Konzern etwa 600 Arbeitsplätze abbauen, um seine Effizienz zu steigern. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im ersten Halbjahr stieg das Betriebsergebnis im Versicherungsgeschäft um vier Prozent auf 600 Millionen Schweizer Franken. Das Fee-Ergebnis kletterte um elf Prozent auf 430 Millionen Franken.

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Marsh tauscht Führung aus

Großmakler Marsh nimmt einen Wechsel auf hoher Führungsebene vor. Matthias Grass, zuvor Finanzchef des Industrieversicherers Swiss Re Corporate Solutions, steigt als President von Marsh Risk Deutschland ein. Er folgt auf den 39-jährigen Jens Florian-Jansen, der im Unternehmen bleibt, sich künftig aber auf europäischer Ebene bewegen wird. Gross arbeitet von München aus und berichtet an Achim Lüder, CEO von Marsh Deutschland, Nord-, Mittel- und Osteuropa.

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Stuttgarter-Chef Bader über AV-Reform: „Leider hat der Gesetzgeber dem Thema Storno noch mal einen richtigen Schub gegeben“

Finanziell robust, aber kaum noch Wachstum aus eigener Kraft, zunehmende Stornozahlen – und die Neobroker lauern bereits vor der Tür. So in etwa stellt sich die Lage der Lebensversicherungsbranche aus Sicht von Guido Bader dar. Der Stuttgarter-Leben-Chef findet es „betrüblich“, dass das Altersvorsorgereformgesetz das Umdecken von Riester-Verträgen befeuere. „Wir werden jede Menge Anbieterwechsel sehen – und das wird die Stornoquote belasten“, beklagte Bader auf einer Branchenveranstaltung.

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Frank Kettnaker heuert bei Global an

Der Makleraufkäufer Global sichert sich die Dienste des früheren ALH-Vorstands Frank Kettnaker. Als Beiratsmitglied begleitet er die Einheit Global Benefits Consulting GmbH. GBC bündelt innerhalb der Gruppe die Kompetenzen rund um betriebliche Vorsorge, Benefits und Health.


MÄRKTE & VERTRIEB

„Produktlandschaft, da blickt keiner mehr durch“: Branchenkritiker Kleinlein nimmt BVK-Präsident Heinz in die Pflicht

Vier Monate vor dem Start der Riester-Reform wachsen die Nervosität und der Frust unter deutschen Versicherungsvermittlern. Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), sieht seinen Berufsstand regelrecht in die Zange genommen von Verbraucherschutz und Versicherern. Bei einem Streitgespräch mit Ex-BdV-Chef Axel Kleinlein ärgerte sich Heinz über Verbraucherschützer, die der irrigen Meinung seien: „Beratung und Dokumentation verursachen Kosten und schmälern die Rendite.“ Der BVK-Präsident teilte zudem erneut gegen den Versichererverband GDV aus, weil dieser die Beratungspflicht für überholt hält – dort sieht man die Sachlage erwartungsgemäß anders.

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Bafin zieht um

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin verlegt ihren Frankfurter Sitz im Herbst 2028 in das Stadtzentrum. Die Behörde zieht vom bisherigen Standort im Frankfurter Norden in den erneuerten RAW. Der Bürocampus und frühere Sitz der Deutschen Bahn befindet sich in der Stephensohnstraße 1 und liegt zwischen Gallus, Bahnhofsviertel, Messe und Europaviertel. Auf den Bonner Standort wird der Umzug keine Auswirkungen haben, berichtet die Bafin auf VWheute-Nachfrage.

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Aon kauft USI für 17-Milliarden-Dollar

Großmakler Aon steht vor dem Abschluss eines bedeutenden Zukaufs auf dem US-amerikanischen Markt. Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich der Konzern demnach in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Erwerb des auf mittelständische Unternehmenskunden spezialisierten Maklers USI Insurance Services. Verkäufer ist die US-Beteiligungsgesellschaft KKR. Das Transaktionsvolumen wird auf rund 17 Milliarden US-Dollar taxiert.

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Südvers-Analyse: Industrieversicherungsmarkt wird weicher – nicht aber die Anforderungen

Der Versicherungsmakler Südvers bescheinigt Industrieunternehmen wieder bessere Bedingungen bei wichtigen Versicherungssparten, wie Sach, Haftpflicht, Cyber und D&O. Nach Jahren steigender Prämien und knapper Versicherungskapazitäten wandle sich der Markt für Industrieversicherungen zugunsten der Kunden, so die Erkenntnis des „Südvers Marktmonitor 2026/27“, in den VWheute vorab hineinschauen durfte. Doch die Entspannung kann trügerisch sein, da sie nach Ansicht der Fachleute nicht alle Kunden gleichermaßen trifft.

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POLITIK & REGULIERUNG

Gallagher Re: Rückversicherer verdienen prächtig – doch wohin mit dem ganzen Kapital?

Die Rückversicherer haben im ersten Halbjahr 2026 erneut hohe Gewinne eingefahren. Einem Bericht des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge erwirtschafteten die großen Player eine Eigenkapitalrendite von 19,9 Prozent und damit den zweithöchsten Halbjahreswert der vergangenen zehn Jahre. Allerdings äußern sich die Fachleute besorgt über „das bereits erhebliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in vielen Rückversicherungsmärkten“. Die Herausforderung für die Branche verlagere sich „zunehmend von der Kapitalbeschaffung hin zur Kapitalverwendung“.

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Jörg Asmussen: „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“

Die Schäden durch Naturgefahren haben sich in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt. Nach Angaben des GDV beliefen sich die versicherten Schäden im ersten Halbjahr auf insgesamt 950 Millionen Euro. Damit lag das Schadensaufkommen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hauptgrund für die günstige Bilanz war das Ausbleiben schwerer Winterstürme.

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Allianz nimmt britischen Pannenhelfer AA ins Visier

Die Allianz zeigt nach Angaben des Senders Sky News Interesse an einer Übernahme des Pannenhelfers AA. Als Kaufpreis stehen fünf Milliarden Pfund im Raum. Die Briten gehören zu den größten Mitgliederorganisationen des Landes und sind vergleichbar mit dem ADAC in Deutschland.


Sturzflut in Nepal: AM Best rechnet mit überschaubaren Versicherungsschäden

Die jüngsten Überschwemmungen in Nepal verursachen nach einer Einschätzung der Ratingagentur AM Best im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nur begrenzte Schäden für den Versicherungsmarkt des Landes. Nepals Versicherungsdurchdringung gehört zu den niedrigsten in Asien. Vor allem betroffen sind Anlagen zur Wasserkrafterzeugung, Bauleistungs- und technische Versicherungen für laufende Infrastrukturprojekte sowie Gewerbeimmobilien entlang der Haupttransportrouten, heißt es.

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R+V baut Unterstützung für Lokalmatador SV Wehen Wiesbaden aus

Das R+V-Logo war bislang nur auf dem rechten Trikotärmel der Profikicker des SV Wehen Wiesbaden präsent – nun aber ist der lokal ansässige genossenschaftliche Versicherer zum Exklusiv-Partner des Fußball-Drittligisten aufgestiegen. Die R+V erhöht damit ihre Sichtbarkeit im heimischen Stadion und engagiert sich außerdem stärker in der Nachwuchsarbeit des Vereins – der ausgerechnet im Jubiläumsjahr mit einem schlechten Saisonstart zu kämpfen hat.

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KÖPFE & POSITIONEN

Ex-Politikerin wird Personalchefin bei der Axa

Astrid Panosyan-Bouvet übernimmt zum 1. September 2026 den Job als Group Chief Human Resources Officer bei der Axa. Die ehemalige Politikerin rückt in dieser Rolle in das Management Committee des französischen Versicherungskonzerns ein. Panosyan-Bouvet steuert künftig die gesamten Personalaktivitäten.

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Sollers-Experte Martin Seibold: „Bei der Auswahl des Technologiepartners gibt es kein Patentrezept“

Technologie ist zu einem der zentralen Treiber des Versicherungsgeschäfts geworden.
Dabei liegt der Hauptfokus auf dem Massenkundengeschäft. In der Industrieversicherung haben sich die Unternehmen beim Thema Digitalisierung bislang eher zurückgehalten. Doch das ändert sich. Ein Gastbeitrag von Martin Seibold, Partner und Head of DACH bei Sollers Consulting.

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Risikoexperten-Gremium RMA erweitert Vorstand und Beirat

Bei der Risk Management & Rating Association (RMA) gibt es Bewegung im Vorstand und im Beirat. Die Risikoexperten, die unter anderem mit dem Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) kooperieren, haben Kristian Giesen und Volker Reichert neu in den Vorstand des Vereins gewählt. Außerdem ziehen Johannes Göllner, Stefan Hunziker und Klaus Bockslaff in den Beirat ein.

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