SCHLAGLICHT

W&W plant Segmentwechsel an der Börse und gibt Rechnungslegung nach IFRS auf

Die Wüstenrot & Württembergische stellt ihre Börsenpräsenz um. Der Bauspar- und Versicherungskonzern beantragt die Einbeziehung seiner Aktie in das Freiverkehrssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit dem Schritt zieht sich das Unternehmen aus dem regulierten Markt zurück und steht vor dem Abschied aus dem SDAX. Die W&W will Verwaltungskosten einsparen und administrative Hürden abbauen. Wirksam werden soll der Wechsel voraussichtlich zum 6. Oktober.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Helvetia Baloise hebt Synergieprognose an

Die neu geformte Schweizer Versicherungsgruppe Helvetia Baloise veröffentlicht ihre Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026. Es sind die ersten gemeinsamen Zahlen nach der Fusion. Die Gruppe erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von 631,6 Mio. Schweizer Franken. Mit Blick auf die Synergien meldete die Gruppe einen rascheren Fortschritt als ursprünglich geplant. Personell wird umstrukturiert.


Zurich erntet Kritik für Heimlichtuerei bei Signorelli-Abgang

Das überraschende Ausscheiden der langjährigen Zurich-Top-Managerin Sierra Signorelli sorgt insbesondere in der Schweizer Presse für Stirnrunzeln. Dass der Abschied Signorellis, die als mögliche Nachfolgerin von Konzernchef Mario Greco gehandelt wurde, nur beiläufig vermeldet wurde, löst deutliche Kritik am Kommunikationsstil des Schweizer Versicherers aus.

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Allianz unterstützt Robotaxi-Anbieter Waymo bei Europa-Plänen

Autonomes Fahren werde es „in der Fläche“ auch in Deutschland geben, aber wohl erst in gut zehn Jahren, prophezeite Huk-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann am Dienstag in Hamburg. Einen Tag später schafft Hauptrivale Allianz Fakten und verkündet eine europaweite Kooperation mit dem Robotaxi-Anbieter Waymo. Das US-Unternehmen hatte kürzlich erklärt, bis Ende 2027 in München mit dem fahrerlosen Betrieb für die Öffentlichkeit zu starten. Die Allianz will nicht nur die hiesige Waymo-Flotte versichern, sondern auch bei der Schadenregulierung und bei Sicherheitsfragen mitmischen.  

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KI-Offensive und 30.000 Neueinstellungen: Das sind Buberls Wachstumspläne für die Axa bis 2029

Nach zehn Jahren der Umstrukturierung, Deinvestitionen und Bilanzbereinigung bläst der französische Versicherungskonzern Axa zur Offensive. Unter dem Titel „Growing Forward“ präsentierte Vorstandschef Thomas Buberl in Paris den neuen Dreijahresplan für die Jahre 2027 bis 2029. Das Unternehmen will die Marke von 100 Millionen Kunden durchbrechen und das bereinigte Ergebnis auf über zehn Milliarden Euro schrauben. Ähnlich wie die Allianz setzt die Axa stark auf den skalierbaren Einsatz künstlicher Intelligenz. Buberl rechnet mit einer Wertschöpfung in der Größenordnung von 500 bis 700 Millionen Euro pro Jahr.

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Medienbericht zu Schadenfall Benko: R+V mit Millionenklage konfrontiert

Der Wiesbadener Versicherer R+V sieht sich im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Immobilienreichs von René Benko mit millionenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und das Fachmedium Versicherungsmonitor. Ein Insolvenzverwalter verlangt im Rahmen der Abwicklung der Signa Prime Capital Invest GmbH von der R+V Lebensversicherung die Rückzahlung von 98 Millionen Euro zuzüglich Zinsen.


MÄRKTE & VERTRIEB

Unterstützung für Global Player von morgen: Allianz investiert in europäischen Wachstumsfonds

Mit dem milliardenschweren Wachstumsfonds „Scaleup Europe Fund“ will die EU die Finanzierungslücke schließen, in die vielversprechende europäische Start-ups zu fallen drohen, wenn sie den Sprung zu einem sogenannten Scale-up wagen. Europas größter Versicherer unterstützt diesen Ansatz und will kräftig mitinvestieren: Man wolle „einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas“ leisten, teilte die Allianz mit. In den Fonds fließen auch Versichertengelder deutscher Kunden.

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Attikon übernimmt ASP Assecuranzmakler

Der Düsseldorfer Makleraufkäufer Attikon baut seine Präsenz im Norden Deutschlands aus und holt sich die ASP Assecuranzmakler GmbH ins Portfolio. Das Hamburger Unternehmen ist auf die Beratung und Betreuung von Wohnungsverwaltungen, Immobilienunternehmen sowie mittelständischen Gewerbe- und Privatkunden spezialisiert.


Berkshire Hathaway Specialty Insurance: „If your sole goal is market share, it almost always comes at the expense of profitability“

BHSI-CEO Peter Eastwood and Country Manager Germany Andreas Krause reflect on 13 years of global growth and a decade of expansion in the German market. A conversation about cyber accumulation risks, the conscious decision to forgo reinsurance, Warren Buffett‘s succession, and why AI will under no circumstances lead to job cuts at BHSI.

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EU-Kommission plant Allianz für Klimaversicherung

In ihrer Rede zur Lage der Union kündigt Ursula von der Leyen einen neuen Rahmen für die Klimaresilienz an. Nach einem Sommer extremer Wetterereignisse mit Waldbränden sowie ausgetrockneten Flussbetten von Rhein und Donau sieht die EU-Kommissionspräsidentin den alten Kontinent an einem Wende- und Schicksalspunkt. „Dieser Sommer darf sich nicht wiederholen“, warnte von der Leyen. Die EU werde an ihren Klimazielen festhalten, müsse aber bei der Krisenvorsorge und Anpassung zulegen. Versicherern kommt eine Schlüsselrolle zu.

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Schadenflaute bei Versicherern: „Es ist wichtig, diese Zeit jetzt gut zu nutzen“

Ein gutes Schadenjahr hat den Schaden- und Unfallversicherern eine unverhoffte Atempause verschafft – doch nicht alle Unternehmen nutzten das Zeitfenster, um überfällige Investitionen nachzuholen, meint Branchenkenner Andreas Heidl. „Wir sitzen im Maschinenraum von vielen Versicherern und merken, wie unterschiedlich sie sich verhalten“, sagte der P&C-Vorstand beim Softwareanbieter MSG bei einer Diskussion mit den Chefs von Ergo Deutschland, Hanse Merkur und Huk-Coburg.

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POLITIK & REGULIERUNG

IVS: 70 Prozent Nettoersatzquote klappt nur mit starker bAV

Die von der Alterssicherungskommission angestrebte Nettoersatzquote von 70 Prozent sei „ohne eine starke und leistungsfähige“ betriebliche Altersversorgung (bAV) nicht zu schaffen. Das erklärte der IVS-Vorstandsvorsitzende Stefan Oecking bei einem Pressegespräch des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS). Mit Blick auf die gesetzliche Kapitalrente fordern die Fachleute, „auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarktes“ zu nutzen. 

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Swiss Re Institute: Hurrikan in Florida könnte Versicherer über 300 Mrd. US-Dollar kosten

Im September vor genau hundert Jahren traf der legendenumwobene „Great Miami Hurricane“ die Küste Südfloridas und hinterließ in der damals noch jungen, rasch wachsenden Stadt ein Bild der Verwüstung. Ein Jahrhundert später macht eine aktuelle Risikoanalyse des Swiss Re Institute das Ausmaß der gewachsenen Verwundbarkeit deutlich. Ein Hurrikan der Kategorie 5, der heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte versicherte Schäden von 300 Mrd. US-Dollar oder mehr verursachen.

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Bilanzjahr 2025 zeigt für die PKV ein gemischtes, aber robustes Bild

Die private Krankenversicherung blickt auf ein gemischtes Bilanzjahr 2025 zurück. Die verdienten Bruttobeiträge der Branche stiegen laut Map-Report von Franke und Bornberg um 8,4 Prozent auf 54,63 Milliarden Euro an und die Zahl der Vollversicherten wuchs das dritte Jahr in Folge auf über 8,78 Millionen Personen. Trotz sinkender Kostenquoten und steigender Erträge aus Kapitalanlagen bleibt der Leistungsdruck durch medizinische Inflation hoch. Zudem belasten das Zinsumfeld und schmelzende Reserven die Bilanzen vieler Anbieter, was zu großen Qualitätsunterschieden im Markt führt.

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Die neue Produkthaftung lässt den Markt noch kalt

Nach fast vier Jahrzehnten erfährt das Produkthaftungsrecht eine radikale Zäsur: Mit der Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie rücken Software, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme erstmals direkt in den Fokus der verschuldensunabhängigen Haftung. Wie Industrie und Assekuranz auf diesen Wandel reagieren, beleuchteten auf dem GVNW-Symposium unter anderem Dr. Arun Kapoor (Noerr), Nils Hellberg (GDV), Verena Heimig (MSIG Europe) und Birgit Nold (WTW).

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GVNW-Elefantenrunde über personellen Aderlass: „Wenn ganze Teams wechseln, bereitet das große Probleme“

Befindet sich die Industrieversicherung mitten in einer beispiellosen Umwälzung, steht das M&A-Karussell vor dem Stillstand und dient die Konsolidierung wirklich dem Kundeninteresse? Auf der GVNW-Elefantenrunde lieferten Anja Funk, Michael Furtschegger, Kai Kuklinski, Petra Riga-Müller, Ralph Rockel und Holger Kraus die Antworten dazu. Unabhängig von der M&A-Welle treibt die Manager jedoch ein weiteres Thema um: die zunehmende Rotation ganzer Fachteams, die das Tagesgeschäft spürbar belastet.

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KÖPFE & POSITIONEN

Wechsel zwischen Signal-Iduna-Töchtern: Donner & Reuschel-Vorstand Marx heuert bei Hansainvest an

Philip Marx, Vorstand bei der Privatbank und Signal-Iduna-Tochter Donner & Reuschel, wechselt in die Geschäftsführung der Schwestergesellschaft Hansainvest. Marx fängt im Mai 2027 bei der ebenfalls in Hamburg ansässigen Fondsgesellschaft an, um dann den Platz von Christian Schumacher einzunehmen. Dieser verlässt die Gruppe „auf eigenen Wunsch“.

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Howden Deutschland: Jens-Peter Oblau folgt auf Axel Meyer

Jens-Peter Oblau rückt zum Jahreswechsel in den Vorstand des Versicherungsmaklers Howden Deutschland. Der 57-Jährige übernimmt das Mandat von Axel Meyer, der zum 30. September aufhört. Meyer bleibt dem Unternehmen ein weiteres Jahr in beratender Funktion verbunden, heißt es in einer Mitteilung.


Resche und Thofern steigen zu Executive Chairmen DACH bei Aon auf

Harald Resche und Mark-Dominik Thofern sind seit dem 1. September als Executive Chairmen in der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Aon tätig. Beide Funktionen sind in der Aon Holding Deutschland GmbH angesiedelt. In ihren neuen Rollen sollen Resche und Thofern in Zusammenarbeit mit den jeweiligen CEOs der drei DACH-Länder die Gewinnung und Betreuung von Großkunden, das Relationship Management auf C-Level-Ebene, die Talententwicklung und das Wachstum vorantreiben.


Personalrochade im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG

Im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG bahnt sich ein Doppelwechsel an: Zum 1. Oktober ziehen die langjährigen DEVK-Manager Oliver Wagner und Christoph Kürz in das Gremium ein. Dort übernehmen sie schrittweise bis Jahresende die jeweiligen Mandate von Michael Zons und Lutz Lammert. Kapitalanlage-Vorstand Joachim Gallus verbleibt dagegen in der dreiköpfigen Führungsspitze der DEVK-Tochter.

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