SCHLAGLICHT

Allianz-Cyberexperte Jens Krickhahn wechselt zu Coalition

Der US-Assekuradeur Coalition bekommt eine ausgewiesene Spitzenpersonalie vom Industrieversicherer Allianz Commercial. Nach Informationen von VWheute wechselt Jens Krickhahn zum kalifornischen Start-up. Als Head of DACH betreut er die Märkte Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der profilierte Cyberexperte nimmt ein kleines Underwriting-Team mit. Auch in den Regionen Nordics, UK und Frankreich gehen mehrere Allianz-Leute zu Coalition.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

SDK und Stuttgarter arbeiten an finaler Zielstruktur: Prozess und Abstimmungen mit der Bafin „auf einem sehr guten Stand“

Die Bafin genehmigt durch Verfügung vom 27. Juli die Verschmelzung der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. als übertragender Gesellschaft mit der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. als übernehmender Gesellschaft. Vergangenen Freitag machte die Aufsicht den Vorgang öffentlich. Die Transaktion ist Teil einer Umstrukturierung, mit der aus dem bisherigen Gleichordnungskonzern von SDK und Stuttgarter ein sogenannter Unterordnungskonzern werden soll. VWheute hat nachgehakt.

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S&P-Ausblick: Rückversicherer müssen Preisabstriche hinnehmen und Bedingungen lockern  

Die Rückversicherer müssen sich in der anstehenden Erneuerungsrunde nicht nur auf sinkende Preise einstellen, sondern ihren Kunden auch bei den Vertragsbedingungen stärker entgegenkommen. Zu diesem Fazit kommt ein Bericht der Ratingagentur S&P. Dass die Branche Zugeständnisse machen müsse, begründen die Fachleute vor allem mit den großen Kapazitäten und den moderaten Naturkatastrophenschäden.

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Helvetia-Baloise-Vorständin Ries: „Langlebigkeit wird in Deutschland stark ignoriert“

Obwohl die Menschen immer älter werden, tun sich die Lebensversicherer schwer damit, aus dem Megatrend Langlebigkeit ein Geschäft zu machen. Stellvertretend hierfür steht der gescheiterte Versuch der Branche, die Kunden zu einem gesünderen Lebensstil zu bewegen. „Als Lebensversicherer haben wir auf dem Spielfeld nichts zu suchen“, findet Helvetia-Baloise-Vorständin Barbara Ries. Wesentlich mehr Potenzial sehen Branchenexperten darin, das sogenannte Langlebigkeitsrisiko an Rückversicherer zu übertragen, wie auf einer Fachtagung deutlich wurde.

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Swiss Life streicht bis Ende 2028 rund 600 Stellen

Der größte Schweizer Lebensversicherer Swiss Life setzt den Rotstift an. Bis Ende 2028 will der Konzern etwa 600 Arbeitsplätze abbauen, um seine Effizienz zu steigern. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im ersten Halbjahr stieg das Betriebsergebnis im Versicherungsgeschäft um vier Prozent auf 600 Millionen Schweizer Franken. Das Fee-Ergebnis kletterte um elf Prozent auf 430 Millionen Franken.

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Marsh tauscht Führung aus

Großmakler Marsh nimmt einen Wechsel auf hoher Führungsebene vor. Matthias Grass, zuvor Finanzchef des Industrieversicherers Swiss Re Corporate Solutions, steigt als President von Marsh Risk Deutschland ein. Er folgt auf den 39-jährigen Jens Florian-Jansen, der im Unternehmen bleibt, sich künftig aber auf europäischer Ebene bewegen wird. Gross arbeitet von München aus und berichtet an Achim Lüder, CEO von Marsh Deutschland, Nord-, Mittel- und Osteuropa.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Warum KI im Versicherungsvertrieb noch nicht durchstartet

Über kaum ein Thema wird in der Öffentlichkeit und in Unternehmen derzeit so intensiv diskutiert wie über Künstliche Intelligenz (KI). Ihr Einsatz verändert Geschäftsmodelle, Abläufe und Kundenbeziehungen. Das gilt auch in der Versicherungswirtschaft. Doch im Versicherungsvertrieb bleibt das Potenzial der Technologie bislang weitgehend ungenutzt. Woran liegt das? Prof. Dr. Oliver Schellenberger und Sebastian Pitzler forschen nach.

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„Produktlandschaft, da blickt keiner mehr durch“: Branchenkritiker Kleinlein nimmt BVK-Präsident Heinz in die Pflicht

Vier Monate vor dem Start der Riester-Reform wachsen die Nervosität und der Frust unter deutschen Versicherungsvermittlern. Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), sieht seinen Berufsstand regelrecht in die Zange genommen von Verbraucherschutz und Versicherern. Bei einem Streitgespräch mit Ex-BdV-Chef Axel Kleinlein ärgerte sich Heinz über Verbraucherschützer, die der irrigen Meinung seien: „Beratung und Dokumentation verursachen Kosten und schmälern die Rendite.“ Der BVK-Präsident teilte zudem erneut gegen den Versichererverband GDV aus, weil dieser die Beratungspflicht für überholt hält – dort sieht man die Sachlage erwartungsgemäß anders.

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Bafin zieht um

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin verlegt ihren Frankfurter Sitz im Herbst 2028 in das Stadtzentrum. Die Behörde zieht vom bisherigen Standort im Frankfurter Norden in den erneuerten RAW. Der Bürocampus und frühere Sitz der Deutschen Bahn befindet sich in der Stephensohnstraße 1 und liegt zwischen Gallus, Bahnhofsviertel, Messe und Europaviertel. Auf den Bonner Standort wird der Umzug keine Auswirkungen haben, berichtet die Bafin auf VWheute-Nachfrage.

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Aon kauft USI für 17-Milliarden-Dollar

Großmakler Aon steht vor dem Abschluss eines bedeutenden Zukaufs auf dem US-amerikanischen Markt. Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich der Konzern demnach in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Erwerb des auf mittelständische Unternehmenskunden spezialisierten Maklers USI Insurance Services. Verkäufer ist die US-Beteiligungsgesellschaft KKR. Das Transaktionsvolumen wird auf rund 17 Milliarden US-Dollar taxiert.

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POLITIK & REGULIERUNG

Qualitätsverlust und steigende Prämien für Fahranfänger?

Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Fahrlehrergesetzes soll die Fahrschulausbildung entbürokratisiert, modernisiert und zukunftsfähig gestaltet werden. Dies ist das Ziel des intendierten Gesetzesentwurfs. Unter anderem sind dafür rechtliche Änderungen im Fahrlehrergesetz erforderlich. Im Fokus der Betrachtung steht der Führerschein Klasse B für Pkw. Rainer Grim, Produktentwickler Kraftfahrt bei der R+V, analysiert.

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Gallagher Re: Rückversicherer verdienen prächtig – doch wohin mit dem ganzen Kapital?

Die Rückversicherer haben im ersten Halbjahr 2026 erneut hohe Gewinne eingefahren. Einem Bericht des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge erwirtschafteten die großen Player eine Eigenkapitalrendite von 19,9 Prozent und damit den zweithöchsten Halbjahreswert der vergangenen zehn Jahre. Allerdings äußern sich die Fachleute besorgt über „das bereits erhebliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in vielen Rückversicherungsmärkten“. Die Herausforderung für die Branche verlagere sich „zunehmend von der Kapitalbeschaffung hin zur Kapitalverwendung“.

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Jörg Asmussen: „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“

Die Schäden durch Naturgefahren haben sich in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt. Nach Angaben des GDV beliefen sich die versicherten Schäden im ersten Halbjahr auf insgesamt 950 Millionen Euro. Damit lag das Schadensaufkommen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hauptgrund für die günstige Bilanz war das Ausbleiben schwerer Winterstürme.

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Allianz nimmt britischen Pannenhelfer AA ins Visier

Die Allianz zeigt nach Angaben des Senders Sky News Interesse an einer Übernahme des Pannenhelfers AA. Als Kaufpreis stehen fünf Milliarden Pfund im Raum. Die Briten gehören zu den größten Mitgliederorganisationen des Landes und sind vergleichbar mit dem ADAC in Deutschland.


Sturzflut in Nepal: AM Best rechnet mit überschaubaren Versicherungsschäden

Die jüngsten Überschwemmungen in Nepal verursachen nach einer Einschätzung der Ratingagentur AM Best im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nur begrenzte Schäden für den Versicherungsmarkt des Landes. Nepals Versicherungsdurchdringung gehört zu den niedrigsten in Asien. Vor allem betroffen sind Anlagen zur Wasserkrafterzeugung, Bauleistungs- und technische Versicherungen für laufende Infrastrukturprojekte sowie Gewerbeimmobilien entlang der Haupttransportrouten, heißt es.

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KÖPFE & POSITIONEN

Geschäftsführerwechsel bei Insurgo: Leippold geht, Kugelmann kommt

Insurgo-Gründer Yannick Leippold verlässt den auf Makler spezialisierten Servicedienstleister zu Ende September. Seinen Platz in der Geschäftsführung übernimmt der frühere iS2- und Ottonova-Manager Felix Kugelmann. Was ihn an der neuen Aufgabe bei dem Berliner Unternehmen reizt, hat er VWheute gesagt.

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Ex-Politikerin wird Personalchefin bei der Axa

Astrid Panosyan-Bouvet übernimmt zum 1. September 2026 den Job als Group Chief Human Resources Officer bei der Axa. Die ehemalige Politikerin rückt in dieser Rolle in das Management Committee des französischen Versicherungskonzerns ein. Panosyan-Bouvet steuert künftig die gesamten Personalaktivitäten.

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Sollers-Experte Martin Seibold: „Bei der Auswahl des Technologiepartners gibt es kein Patentrezept“

Technologie ist zu einem der zentralen Treiber des Versicherungsgeschäfts geworden.
Dabei liegt der Hauptfokus auf dem Massenkundengeschäft. In der Industrieversicherung haben sich die Unternehmen beim Thema Digitalisierung bislang eher zurückgehalten. Doch das ändert sich. Ein Gastbeitrag von Martin Seibold, Partner und Head of DACH bei Sollers Consulting.

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