SCHLAGLICHT

BVK kritisiert Ergo: „Es ist nicht glaubwürdig“

Auf der einen Seite wird der demografische Wandel als Problem im Versicherungsvertrieb bedauert,  auf der anderen Seite der Strukturvertrieb an Investoren abgestoßen. Das passt für den BVK nicht zusammen. Ein Gastbeitrag von Ergo-Vorstand Christian Gründl bei VWheute sorgt im Vermittlerverband für Unverständnis. Michael Heinz hält die Argumentation nicht für glaubwürdig, „wenn das Unternehmen seinen Strukturvertrieb Ergo Pro mit 4.000 Versicherungsvermittlern an einen Private Equity-Investor verkauft“.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen

UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Bafin genehmigt Bestandsübertragung bei Helvetia und Baloise in Deutschland

Die Bafin gibt die Übertragung des Nichtlebensgeschäfts von Helvetia auf Baloise grünes Licht. Mit dem zu Monatsanfang erfolgten Schritt wurde das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland, rechtlich und organisatorisch auf die Baloise Sachversicherung AG Deutschland übertragen. Der Vorgang ist Teil einer schrittweisen Zusammenführung der Risikoträger beider Unternehmen im Nachgang ihrer Fusion.


OVB lässt Gewinndelle hinter sich

Der Kölner Finanzvertrieb OVB hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres gesteigert und nach einem zwischenzeitlichen Gewinneinbruch auch wieder deutlich mehr verdient. Rückenwind kommt vor allem aus dem Mittel- und Osteuropa-Geschäft, während der Heimatmarkt und die Region Süd- und Westeuropa weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Q3: Analysten schätzen Allianz-Gewinn auf 4,3 Milliarden Euro

Im Vorfeld der Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das dritte Quartal am 12. November rechnen Analysten bei der Allianz im Durchschnitt mit einem Gewinn von 4,3 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal lag der Wert bei 4,9 Mrd. Euro, in Q1 bei 4,5 Mrd. Euro. Die Schätzungen wurden auf Basis von Beiträgen unter anderem von Barclays, Goldman Sachs, J.P. Morgan und Berenberg zusammengestellt.


Scor schlägt Erwartungen, politische Unruhen bleiben laut CEO Léger „begrenzt und überschaubar“

Trotz einiger Großschäden hat der französische Rückversicherer Scor im dritten Quartal ordentlich verdient. Zwar fiel der Gewinn um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 206 Mio. Euro – Analysten hatten jedoch mit größeren Einbußen gerechnet. „Unsere Pipeline für das Neugeschäft im vierten Quartal ist gut gefüllt“, erklärte CEO Thierry Léger mit Blick auf die einst in Turbulenzen geratene Lebensrückversicherung. Von den politischen Unruhen in Frankreich erwartet der Manager keine wesentlichen Belastungen für den Konzern.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


MÄRKTE & VERTRIEB

Munich Re Specialty startet offiziell in Australien

Die Munich Re Specialty hat ihren offiziellen Markteintritt in Australien bekannt gegeben. Das Unternehmen bietet ab sofort Versicherungslösungen in den Bereichen Immobilien, Bau und Ingenieurwesen, Bergbau sowie Kautionsversicherungen für kommerzielle Kunden und den Mittelstand an. Der Vorstoß ist Teil der Konzernstrategie „Ambition 2030“ der Munich Re, die eine stärkere regionale Präsenz von Underwritern und Schadenmanagern in direkter Nähe zu den Kunden vorsieht.


DA Direkt will mit Dashcam-Deal in der Wechselzeit punkten

Dashcams können dazu beitragen, die Schuldfrage bei Verkehrsunfällen zu klären. Wer sich eine entsprechende Kamera fürs Auto zulegt, dem verspricht die Zurich-Tochter DA Direkt jetzt einen Rabatt von 15 Prozent auf die Kfz-Versicherungsprämie. Dazu schließt der Direktversicherer einen Embedded-Insurance-Deal mit dem Kamerahersteller Nextbase und dem Handelsriesen MediaMarkt. Neu ist die Idee nicht, sie hat sich bislang aber nicht lange am Markt halten können.   

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Generali eifert Allianz nach: Italienischer Versicherungsriese wird Namenspate von neuem San-Siro-Stadion

Die Münchner Allianz hat es einst vorgemacht – und nun steigt auch Konkurrent Generali in das Geschäft mit Stadionnamen ein. Wenn beim Bau alles glattläuft, heißt der geplante Mega-Fußballtempel der Mailänder Traditionsklubs Inter und AC Mailand ab der Saison 2031/32 „Generali Stadium“. Der Deal soll den beiden Stadtrivalen über 25 Jahre hinweg satte 650 Mio. Euro bescheren.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Interbrand-Ranking: Allianz eineinhalbmal so wertvoll wie Axa und doppelt so wertvoll wie Zurich

Die Allianz bleibt die wertvollste Versicherungsmarke der Welt. Mit einem Rekordwert von 30,7 Mrd. US-Dollar liegt der Münchener Konzern deutlich vor den Konkurrenten Axa und Zurich, die ebenfalls im Interbrand-Ranking der 100 wertvollsten globalen Marken vertreten sind. An der Spitze steht erneut Apple – mit einem Vielfachen des Allianz-Werts.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


POLITIK & REGULIERUNG

ESMA-Studie: So beeinflusst Social Media das Anlageverhalten von Verbrauchern

Die alltägliche Stimmung in den sozialen Medien – Fachleute sprechen von Social Media Sentiment – kann die Entscheidungen und damit auch die Renditen von Privatanlegern erheblich beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA). Die ESMA will daher die Risiken, die von sogenannten Finfluencern ausgehen könnten, genauer im Blick behalten. Dem Vermittlerverband BVK gefällt das.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Neugeschäfts-Analyse von WTW: Makler bleiben führend bei laufenden Beiträgen

Die Einfirmenvermittler haben im vergangenen Jahr ihre Vormachtstellung im Lebensversicherungsgeschäft ausgebaut. Bei laufenden Beiträgen behaupteten hingegen Makler und Mehrfachagenten den ersten Platz, wie eine aktuelle Auswertung der Vertriebswege durch das Beratungs- und Maklerunternehmen WTW ergab. Dort glaubt man, dass die Schwächephase des Neugeschäfts mit laufenden Beiträgen bald überwunden sein wird. Grund hierfür: Die zum 1. Januar 2027 in Kraft tretende Altersvorsorgereform. Für die Restschuldversicherung erwies sich der Eingriff des Gesetzgebers hingegen als fatal.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Datenverkauf an Versicherer: General Motors zahlt 220 Mio. Dollar nach Telematik-Skandal

Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat im Streit um den heimlichen Verkauf von Fahrdaten an Versicherungsmakler einen teuren Vergleich geschlossen. Über Jahre hinweg nutzten Versicherer die Intimdaten von Millionen Autofahrern zur Berechnung von Prämien – oft ohne das echte Einverständnis der Kunden. Auch gegen Ford, Honda oder Toyota laufen Vorbereitungen und Anträge für Sammelklagen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


GDV-Hochrechnung für 2026: Kfz-Versicherer mühen sich zur schwarzen Null – und rüsten bereits zur nächsten Preisschlacht

Die deutschen Kfz-Versicherer schlittern 2026 nur knapp an den roten Zahlen vorbei. Laut einer Prognose des Branchenverbandes GDV werden die Anbieter das laufende Jahr mit einer Schaden- und Kostenquote von 99 Prozent abschließen. Dass die Margen trotz der teils saftigen Preiserhöhungen so knapp ausfallen, führt der Verband auf weiterhin steigende Reparaturkosten zurück. „Viel Spielraum bleibt da nicht“, kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen – das hält manche Versicherer aber offenbar nicht davon ab, bereits wieder in den Preiskampf zu ziehen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Wenn der Schaden vor der Statistik kommt

Der niedrige Pegel des Rheins hat in diesem Sommer erneut gezeigt, wie verletzlich hochgradig vernetzte Wirtschaftssysteme sein können. Schiffe konnten nur eingeschränkt fahren, Lieferketten gerieten unter Druck und Unternehmen mussten Produktionsprozesse anpassen. Das eigentliche Risiko lag dabei nicht im Niedrigwasser selbst. Kritisch wurden die wirtschaftlichen Folgewirkungen, die sich entlang von Wertschöpfungsketten ausbreiteten. Wie Versicherer neue Risiken beherrschbar machen, beleuchten Christian Kortebein und Jennifer Haase im Gastbeitrag für VWheute.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


KÖPFE & POSITIONEN

BVK organisiert Geschäftsführung um

Dominik Hoffmann wird stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute. Der 44-Jährige folgt auf Rechtsanwalt Hubertus Münster, der nach knapp 29 Dienstjahren in den Ruhestand treten wird. Hoffmann ist seit 2015 für den BVK tätig.


Montagskolumne mit Florian Karle: „Wir dürfen der KI nicht blind vertrauen“

„To be ahead of the plane“ – Dieser Leitsatz aus der Fliegerei lässt sich perfekt auf den Umgang mit künstlicher Intelligenz übertragen. Doch wer steuert hier eigentlich wen? Als passionierter Pilot und überzeugter KI-Befürworter ist Südvers-Chef Florian Karle sicher: Je smarter die Maschinen werden, desto wichtiger wird menschliche Expertise – von der professionellen Steuerung über das Einordnen von Wissen bis hin zu echter Persönlichkeit. Wie wir als Mensch-Maschine-Team die Oberhand behalten, lesen Sie in der VWheute-Montagskolumne.


Steffen Guttenbacher wird VPV-Chef

Bei der VPV kommt es zum 31. Januar 2028 zu einem Führungswechsel an der Spitze. Vorstandschef Klaus Brenner tritt nach Vollendung seines 63. Lebensjahrs in den Ruhestand. Die Nachfolge des Managers hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Versicherers mit der Berufung des 52-Jährigen Steffen Guttenbacher geregelt. Künftig wird das Führungsgremium aus drei statt bislang vier Mitgliedern bestehen.


Axel Kleinlein: Provisionen im Altersvorsorgedepot höher als Abschlusskosten bei Riester

Beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot drohen deutlich höhere Vertriebskosten als beim Riester-Vorgänger. Eine Analyse der von der Allianz geplanten Vergütungssystematik durch den bekannten Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein zeigt: Allein die Provisionen verschlingen künftig mehr als 1,5 Jahre Beitragszahlung statt bisher gut zehn Monatsbeiträgen (Riester) und senken die Rendite um bis zu 0,55 Prozentpunkte. Da die hohen Startprovisionen mangels direkter Verrechnung aus Kostenüberschüssen vorfinanziert werden müssen, trifft die Praxis auch Alt-Versicherte: Branchenweit schrumpfen die Kostenüberschüsse um schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro – was jeden bestehenden Lebensversicherungs- oder Riester-Vertrag im Schnitt über 50 Euro Rendite kostet.