SCHLAGLICHT

Entwarnung für das Kernsegment der PKV: Wirtschaftsweise dämpfen Hoffnungen auf schnelle Beamten-GKV

Kommt die Bürgerversicherung durch die Hintertür? Im neuen Frühjahrsgutachten 2026 rechnet der Sachverständigenrat Wirtschaft die Effekte einer GKV-Pflicht für Beamte durch. Das Ergebnis ist eine finanzpolitische Zwickmühle: Während die gesetzlichen Kassen langfristig entlastet würden, droht den staatlichen Haushalten in einer langen Übergangsphase eine erhebliche Mehrbelastung. Für die PKV gibt das Gutachten vorerst Entwarnung, da der Rat statt radikaler Schnitte lediglich eine graduelle, freiwillige Öffnung über die pauschale Beihilfe vorschlägt.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Ecclesia-Beteiligung Specialist Risk Group baut Belgien-Geschäft aus

Der britische Makleraufkäufer Specialist Risk Group (SRG), an dem auch der Detmolder Makler Ecclesia beteiligt ist, hat gleich zweimal in Belgien hinzugekauft. Die beiden Maklerhäuser Protectas NV und Veca Life sind auf das Geschäft mit Ärzten und anderen Gesundheitsberufen spezialisiert. Parallel baut die Gruppe ihre Führungsstruktur in Belgien um.  

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Neu-Makler MAP geht an den Start: „Wir sehen uns nicht als Konsolidierer“

Der Mai macht so manches neu – ganz aktuell gilt das für den deutschen Versicherungsmaklermarkt, wo jetzt ein frisch gegründeter Akteur in Erscheinung tritt. Unter dem Namen MAP – Mittelstands-Assekuranz-Partner haben die Branchenmanager Mathias Pahl, Markus Hausberger und Kolja Zweering einen neuen Multi-Spezialversicherungsmakler aus der Taufe gehoben. Warum der Markt einen weiteren Makler verträgt, welche Rolle der Private-Equity-Investor Inflexion bei der Neugründung spielt und weshalb sich MAP nicht als Konsolidierer versteht, erläuterte MAP-Mitgründer Mathias Pahl im Gespräch mit VWheute.

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Größter Versicherungsbetrug der US-Geschichte: 12 Jahre Gefängnis für Greg Lindberg

Er wollte der nächste Warren Buffett werden, doch sein Imperium basierte auf einer gigantischen Illusion: Greg Lindberg hat mehr als zwei Milliarden Dollar aus den Deckungsrückstellungen seiner Versicherungsgesellschaften zweckentfremdet, um einen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Nun schickte ihn ein Bundesrichter für 12 Jahre hinter Gitter.

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HDI Global übergibt Führung des weltweiten Haftpflichtgeschäfts in neue Hände

Der Industrieversicherer HDI Global überträgt die Führung seines globalen Haftpflichtportfolios zum 1. Juli an Kai Schulte-Schrepping. Er übernimmt die Rolle als Head of Liability Global Risk von Daniel Maurer, der sich angesichts seines baldigen Ruhestandes ausschließlich auf den US-Markt konzentrieren möchte.

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Mildes Schadenjahr treibt Gewinn der Deutschen Rück an

Die Strategie der gezielten Internationalisierung der Deutsche Rück-Gruppe geht auf: Im Geschäftsjahr 2025 legten alle strategischen Felder zu – allen voran das internationale Lebens-Rückversicherungsgeschäft. Eine glimpfliche Katastrophenbilanz in Deutschland und Westeuropa bescherte zudem ein deutliches Ergebnisplus. Der größte Einzelschaden stammte mit 5,5 Millionen Euro von einem Erdbeben in Myanmar.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Prädikat „Gänzlich unbrauchbar“: Droht den Verbraucherzentralen nach BGH-Urteil ein Massenschaden?

Harte Worte aus Karlsruhe: Der BGH bescheinigt der Verbraucherzentrale in einem aktuellen Urteil zu Prämiensparverträgen gravierende methodische Fehler wider bessere Kenntnis der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Geprellte Sparer bleiben auf den Gutachterkosten sitzen. Während die Verbraucherschützer unter massivem Qualitätsdruck stehen, wittern die ersten Legaltechs bereits ein neues Geschäftsmodell: Schadensersatzforderungen gegen die Berater selbst.

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Sportsponsoring: Ergo und der DFB gehen in die erneute Verlängerung

Die Regentschaft von König Fußball beim Düsseldorfer Versicherer Ergo verlängert sich um vier weitere Jahre: Die seit 2016 bestehende Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) läuft nun bis mindestens 2030. Zugleich verständigten sich beide Seiten darauf, den Umfang des Sportsponsorings auszuweiten – auf Frauenfußball, eSports und digitale Fan-Erlebnisse.

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Gewerbeversicherung: R+V räumt Finanzchef24 Zeichnungsrechte ein

Das gewerbliche Versicherungsgeschäft gilt aufgrund der individuellen Risikoprofile traditionell als beratungsintensiv und zeitaufwendig. Eine neue Kooperation zwischen dem digitalen Vergleichsanbieter Finanzchef24 und der R+V Versicherung soll die administrativen Prozesse im Segment der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) nun spürbar verkürzen.


„Wir sind die letzte Generation, die eine rein menschliche Belegschaft führt“

Mit diesen Worten brachte David Stachon (Canada Life) eine InsureNXT-Podiumsdiskussion auf den Punkt. Das wahre Problem der Assekuranz ist längst nicht mehr das Gehalt oder das Homeoffice – es ist der dramatische Graben zwischen bloßem Kennzahlen-Management und echter Führung. Während die Tech-Welle rollt, fordert Dr. Arne Barinka (Rheinland Versicherung) ein radikales Umdenken beim Faktor Mensch. Und Jürgen Schmitt (Deutsche Bank) erklärt, warum ein Yoga-Instructor perfekt zur Armee passt und was Versicherer von Skill-basiertem Recruiting lernen können.

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Branche fiebert Altersvorsorgereform entgegen: „Jetzt fehlt nur noch die Erkenntnis, dass gute Beratung notwendig ist und vergütet werden muss“

Die politische Debatte um das Altersvorsorgereformgesetz ist vorerst beendet, für die Versicherungs- und Vermittlerbranche beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. „Ich glaube, wir sind alle guten Mutes. Die Produktmaschinen laufen“, sagte Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), auf einer digitalen Maklerveranstaltung. Auch Norman Wirth vom Vermittlerverband AfW und HDI Leben-Manager Carsten Kock gaben sich zuversichtlich, dass die Branche nicht den Neobrokern das Feld überlassen wird. „Das kann ich nämlich nicht mit einem Klick machen“, kommentierte Wirth die ab Januar 2027 zu erwartenden Auswirkungen der Altersvorsorgereform. Er hofft zudem auf einen „zeitlichen Vorteil“, sofern der Staat mit seinem Standarddepot nicht pünktlich fertig wird.

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POLITIK & REGULIERUNG

Allianz gibt Hitzewarnung für die deutsche Wirtschaft heraus

Extreme Hitze belastet nach Einschätzung des Kreditversicherers Allianz Trade zunehmend den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bis 2030 könnten sich die hiesigen wirtschaftlichen Verluste laut den Berechnungen auf insgesamt rund 131 Mrd. US‑Dollar summieren, sofern sich die Hitzewellen der vergangenen Jahre in ähnlicher Intensität wiederholen. Vor allem die Logistik- und Energiesysteme Deutschlands dürften das zu spüren bekommen.

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Dank El Niño: Atlantische Hurrikansaison könnte Versicherern weniger zu schaffen machen als üblich

Die bevorstehende Hurrikansaison im Atlantik dürfte nach Einschätzung führender Meteorologen deutlich milder verlaufen als in den vergangenen Jahren – allerdings ohne die Gefahr schwerer Verwüstungen zu bannen. Verantwortlich dafür ist vor allem ein sich rasch verstärkendes El-Niño-Phänomen im Pazifik, das die Entstehung tropischer Wirbelstürme im Atlantik typischerweise hemmt.

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Erfolg für New Yorker Erzdiözese: Chubb-Chef Greenberg darf zu Missbrauchsvorwürfen gegen Geistliche befragt werden

Im Rechtsstreit zwischen der Erzdiözese von New York und Chubb hat der Versicherer einen Rückschlag erlitten. Eine gerichtlich bestellte Sonderbeauftragte entschied, dass CEO Evan Greenberg im Zusammenhang mit der verweigerten Deckung tausender Missbrauchsklagen persönlich befragt werden darf. Chubb hatte zuvor versucht, die Vernehmung Greenbergs zu verhindern.

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Deutsche Aktuare wollen KI einhegen und fordern mehr Kapitaldeckung bei der Alterssicherung

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) fordert eine klarere Abgrenzung zwischen künstlicher Intelligenz (KI) und bewährten aktuariellen Verfahren. „Es gehe darum, Unsicherheiten zu vermeiden, Doppelregulierung zu verhindern und Innovationen zu fördern“, erklärte Daniela Rode von der DVA bei einem Pressegespräch. Die Vorstandsvorsitzende Susanna Adelhardt rief unterdessen dazu auf, die Reformen der Altersvorsorge „konsequent auf das Ziel einer flächendeckenden und lebenslangen Einkommenssicherung im Alter auszurichten“.

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Bafin-Aufseherin Wiens dämpft Erwartungen an schnelle KI-Transformation der Versicherer

Auf dem Weg zu einer vollständig automatisierten, KI-gestützten Schadensabwicklung in Echtzeit sieht Julia Wiens noch einige Hürden für die Versicherer, wie sie bei einem Vortrag auf der Insurenxt in Köln hervorhob. „So weit sind wir noch nicht in der Branche.“ Die Bafin-Aufseherin identifiziert Probleme in der Datenbasis, die bei vielen Häusern noch nicht gut ist. Bevor sich KI wirklich lohnt, brauche es zunächst qualifiziertes Personal sowie erhebliche Investitionen.

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KÖPFE & POSITIONEN

„Langfristig im Vorteil ist, wer Konsolidierung aktiv gestaltet – und nicht nur darauf reagiert“

Unterschiedliche Garantiestrukturen, veraltete IT und hoher Kostendruck: Bei Bestandsübernahmen in der Lebensversicherung stehen Anbieter vor gewaltigen operativen Herausforderungen. Wie strukturierte Rückversicherungslösungen dabei helfen können, Kennzahlen zu stabilisieren und gleichzeitig die Migration auf moderne IT-Plattformen zu finanzieren, erörtert Markus Unterkofler, Head Germany, ACEE & Nordics bei Swiss Re, im VWheute-Interview.

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Julian Zienicke steigt bei Hallesche zum Vertriebsleiter auf

Die ALH-Gruppe befördert Julian Zienicke zum Vertriebsleiter bei der Hallesche Krankenversicherung. Der 54-Jährige folgt spätestens zum 1. Oktober 2026 auf Lars Hertwig, der den Bereich seit April 2025 kommissarisch geführt hatte. Hertwig hatte die Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als Bereichsleiter Key-Account übernommen. Zuvor war Alexandra Markovic-Sobau für die Leitung des Hallesche-Vertriebs zuständig, im Frühjahr 2025 wechselte sie zur Signal Iduna.

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Ergo: Warum der Faktor Mensch trotz KI unverzichtbar bleibt

Die Diskussion um den „Vertrieb der Zukunft“ ist in der Versicherungsbranche in vollem Gange. Digitalisierung, generative KI und der demografische Wandel verändern, wie Versicherer Kundinnen und Kunden ansprechen und beraten. Auf den ersten Blick wirkt das bedrohlich: Weniger Vermittler, mehr Online-Abschlüsse, neue Technologien, die vermeintlich alles übernehmen können. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein anderes Bild – eines, das gerade für den persönlichen Vertrieb Chancen bietet, schreibt Ergo-Vorstand Christian Gründl im Gastbeitrag für VWheute.

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Keibel leitet Marketing bei Hanse Merkur

Seit dem 1. Mai führt Nicole Keibel das Marketing der Hanse Merkur. Sie folgt auf Wolfgang Schnur, der nach mehr als vier Jahrzehnten im Unternehmen in den Ruhestand tritt. Keibel ist seit 2020 bei der Hanse Merkur tätig.