SCHLAGLICHT

Huk-Coburg-Chef Heitmann: „Check24 macht das einfach gut. Deswegen nehmen wir sie sehr ernst“

Bei der Huk-Coburg läuft es nach einem schwarzen Jahr 2023 inzwischen wieder rund. Der Marktführer in der Kfz-Versicherung – nach Anzahl der versicherten Fahrzeuge – könnte bis Ende des Jahres die 15-Millionen-Marke knacken. Ihren Erfolg verdanken die Coburger, dass viele Autofahrer aus eigenem Antrieb bei dem Versicherer abschließen. „Wir leben davon, dass die Menschen zu uns kommen“, sagte Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann bei einer Branchenveranstaltung in Hamburg. Doch dieser „Pull-Effekt“ gerät unter Druck – wegen des stagnierenden Fahrzeugbestandes und weil die Deutschen immer weniger Unfälle verursachen.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

KI-Offensive und 30.000 Neueinstellungen: Das sind Buberls Wachstumspläne für die Axa bis 2029

Nach zehn Jahren der Umstrukturierung, Deinvestitionen und Bilanzbereinigung bläst der französische Versicherungskonzern Axa zur Offensive. Unter dem Titel „Growing Forward“ präsentierte Vorstandschef Thomas Buberl in Paris den neuen Dreijahresplan für die Jahre 2027 bis 2029. Das Unternehmen will die Marke von 100 Millionen Kunden durchbrechen und das bereinigte Ergebnis auf über zehn Milliarden Euro schrauben. Ähnlich wie die Allianz setzt die Axa stark auf den skalierbaren Einsatz künstlicher Intelligenz. Buberl rechnet mit einer Wertschöpfung in der Größenordnung von 500 bis 700 Millionen Euro pro Jahr.

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Schadenfall Benko: R+V mit Millionenklage konfrontiert

Der Wiesbadener Versicherer R+V sieht sich im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Immobilienreichs von René Benko mit millionenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und das Fachmedium Versicherungsmonitor. Der Wiener Insolvenzverwalter Georg Freimüller verlangt im Rahmen der Abwicklung der Signa Prime Capital Invest GmbH von der R+V Lebensversicherung die Rückzahlung von 98 Millionen Euro zuzüglich Zinsen.


Pavel Berkovitch verlässt LKH

Pavel Berkovitch wechselt vom Lüneburger Gegenseitigkeitsversicherer Landeskrankenhilfe zur Concordia. Bei den Hannoveranern übernimmt der 44-jährige Manager im Vorstand die Aufgaben von Johannes Grale, der auf eigenen Wunsch in den Ruhestand geht. Berkovitch gilt als talentierter Manager. Bei der LKH ist er als Ressortchef „Digitalisierung und Querschnitt“ unter anderem für die IT-Transformation zuständig.  

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Direktversicherer Inshared: Nicht kurzfristig über den niedrigsten Preis wachsen

Der deutsche Kfz-Versicherungsmarkt scheint hoffnungslos übersättigt – das hindert den niederländischen Direktversicherer Inshared aber nicht daran, gegen große Häuser wie Huk24 oder Allianz Direct anzutreten. Welche Rolle Deutschland spielt, um zum technologisch führenden Direktversicherer in Europa aufzusteigen, so das ambitionierte Ziel, erklärt Goran Mladenovic im VWheute-Interview. Darin sagt der Claims Manager Germany, was es bedeutet, wenn jeder sechste Inshared-Kunde im vergangenen Jahr einen Autoschaden hatte, warum der günstige Wetterverlauf dem Unternehmen nur bedingt geholfen hat, wie er die Rolle großer Vergleicher wie Check24 einschätzt – und warum Inshared nicht nur auf Kfz-Policen setzen will.

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Was der 11. September mit der Versicherungsbranche machte

Viele können genau sagen, wo sie am 11. September 2001 waren. Nach den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers vor 25 Jahren war die Welt nicht mehr, wie sie vorher war. Auch die Fundamente der weltweiten Versicherungswirtschaft gerieten ins Wanken. Die Anschläge machten schlagartig klar, wie verwundbar die Branche ist, wenn ein einziges Großereignis zeitgleich etliche Sparten lahmlegt. Eine Analyse der Ratingagentur Morningstar DBRS zeigt, wie die damaligen Erschütterungen bis heute nachwirken.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Schadenflaute bei Versicherern: „Es ist wichtig, diese Zeit jetzt gut zu nutzen“

Ein gutes Schadenjahr hat den Schaden- und Unfallversicherern eine unverhoffte Atempause verschafft – doch nicht alle Unternehmen nutzten das Zeitfenster, um überfällige Investitionen nachzuholen, meint Branchenkenner Andreas Heidl. „Wir sitzen im Maschinenraum von vielen Versicherern und merken, wie unterschiedlich sie sich verhalten“, sagte der P&C-Vorstand beim Softwareanbieter MSG bei einer Diskussion mit den Chefs von Ergo Deutschland, Hanse Merkur und Huk-Coburg.

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Wie die Post-Merger-Integration bei Maklern gelingt

Der Markt für Versicherungsmakler in Deutschland befindet sich in einem historischen Umbruch. Die über Jahrzehnte gewachsene fragmentierte Landschaft regionaler, inhabergeführter Häuser wandelt sich in hoher Geschwindigkeit zu einem Markt, der von einigen kapitalstarken Gruppen dominiert wird. Warum es zu kurz greift, diese Entwicklung kritisch als bloße Akkumulation von Marktanteilen zu betrachten, beleuchten Jonas Kappe und Dr. Sven Erichsen im Gastbeitrag für VWheute.

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Teure Cyberabwehr bringt nichts, wenn der Mitarbeiter auf den falschen Link klickt

Auf dem GVNW-Symposium gerieten in der Cyber-Diskussionsrunde Makler, Versicherer und Großkonzerne aneinander. Dr. Gunnar Siebert (Howden) warnte vor einem gefährlichen Preisverfall, während Matthias Beck (Würth-Gruppe) die Prämienentlastung gerne mitnimmt – eine Einmischung der Assekuranz in den operativen IT-Maschinenraum jedoch strikt ablehnt. David Bartolini (HDI Global) befürwortete hingegen eine engere Begleitung, und auch im Mittelstand wird diese partnerschaftliche Zusammenarbeit geschätzt, wie Vincenz Klemm (Baobab) beobachtet. Doch selbst wenn diese Kooperation in Security Operation Center, Red Teaming oder KI-gestützte EDR-Systeme mündet: Laut Natalie Kress-Happel (Chubb) kommt es am Ende auf das schwächste Glied in der Kette an – den Mitarbeiter, der auf den falschen Link klickt. Denn ein Großteil der Schäden entstehe ganz klassisch durch Phishing.

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US-Versicherer wundern sich über die Kapazitätsstrategie von HDI bei Haftpflichtrisiken

HDI Global nimmt den US-Markt in Angriff, obwohl die Nuclear Verdicts zunehmen. Einen Rückzug aus dem Segment schließt Edgar Puls aus – die Problematik könne man über Limits und Preise regeln. Auf dem GVNW-Symposium erläuterte er, warum der Trend unaufhaltsam sei und ob unter dem forcierten US-Engagement die Kapazitäten deutscher Kunden leiden. Können sich Versicherer zusammenschließen, um gemeinsam gegen die Welle anzugehen? Talanx-CEO Torsten Leue hat darauf eine klare Antwort.

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POLITIK & REGULIERUNG

Bilanzjahr 2025 zeigt für die PKV ein gemischtes, aber robustes Bild

Die private Krankenversicherung blickt auf ein gemischtes Bilanzjahr 2025 zurück. Die verdienten Bruttobeiträge der Branche stiegen laut Map-Report von Franke und Bornberg um 8,4 Prozent auf 54,63 Milliarden Euro an und die Zahl der Vollversicherten wuchs das dritte Jahr in Folge auf über 8,78 Millionen Personen. Trotz sinkender Kostenquoten und steigender Erträge aus Kapitalanlagen bleibt der Leistungsdruck durch medizinische Inflation hoch. Zudem belasten das Zinsumfeld und schmelzende Reserven die Bilanzen vieler Anbieter, was zu großen Qualitätsunterschieden im Markt führt.

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Die neue Produkthaftung lässt den Markt noch kalt

Nach fast vier Jahrzehnten erfährt das Produkthaftungsrecht eine radikale Zäsur: Mit der Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie rücken Software, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme erstmals direkt in den Fokus der verschuldensunabhängigen Haftung. Wie Industrie und Assekuranz auf diesen Wandel reagieren, beleuchteten auf dem GVNW-Symposium unter anderem Dr. Arun Kapoor (Noerr), Nils Hellberg (GDV), Verena Heimig (MSIG Europe) und Birgit Nold (WTW).

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GVNW-Elefantenrunde über personellen Aderlass: „Wenn ganze Teams wechseln, bereitet das große Probleme“

Befindet sich die Industrieversicherung mitten in einer beispiellosen Umwälzung, steht das M&A-Karussell vor dem Stillstand und dient die Konsolidierung wirklich dem Kundeninteresse? Auf der GVNW-Elefantenrunde lieferten Anja Funk, Michael Furtschegger, Kai Kuklinski, Petra Riga-Müller, Ralph Rockel und Holger Kraus die Antworten dazu. Unabhängig von der M&A-Welle treibt die Manager jedoch ein weiteres Thema um: die zunehmende Rotation ganzer Fachteams, die das Tagesgeschäft spürbar belastet.

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BGH: Kaskoversicherte müssen Werkstattrisiko auf sich nehmen

Welche Seite muss in der Kfz-Kaskoversicherung das sogenannte Werkstattrisiko tragen – der Versicherer oder der Versicherungsnehmer? Letzterer, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem höchstrichterlichen Urteil. Damit muss die Kundin, die gegen die Huk24 geklagt hatte, knapp 390 Euro, die der Versicherer als überhöht erachtet hatte, aus eigener Tasche zahlen. Der Mutterkonzern Huk-Coburg begrüßt das Urteil.

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Nach OLG-Urteil: Zurich will Niederlage im Rentenfaktor-Streit nicht hinnehmen

Der Lebensversicherer Zurich Deutscher Herold durfte den Rentenfaktor in tausenden fondsgebundenen Riester- und Rentenversicherungen nicht herabsetzen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden und damit den klagenden Verbraucherschützern recht gegeben. Beendet ist der Streit damit aber noch nicht: Der Versicherer will Revision gegen das OLG-Urteil beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegen, wie ein Sprecher auf VWheute-Nachfrage mitteilte.

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KÖPFE & POSITIONEN

Resche und Thofern steigen zu Executive Chairmen DACH bei Aon auf

Harald Resche und Mark-Dominik Thofern sind seit dem 1. September als Executive Chairmen in der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Aon tätig. Beide Funktionen sind in der Aon Holding Deutschland GmbH angesiedelt. In ihren neuen Rollen sollen Resche und Thofern in Zusammenarbeit mit den jeweiligen CEOs der drei DACH-Länder die Gewinnung und Betreuung von Großkunden, das Relationship Management auf C-Level-Ebene, die Talententwicklung und das Wachstum vorantreiben.


Personalrochade im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG

Im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG bahnt sich ein Doppelwechsel an: Zum 1. Oktober ziehen die langjährigen DEVK-Manager Oliver Wagner und Christoph Kürz in das Gremium ein. Dort übernehmen sie schrittweise bis Jahresende die jeweiligen Mandate von Michael Zons und Lutz Lammert. Kapitalanlage-Vorstand Joachim Gallus verbleibt dagegen in der dreiköpfigen Führungsspitze der DEVK-Tochter.

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Lassie-Chefin Båverud Olsson: „Aktuell ist es die richtige Strategie, weiter in unsere Expansion zu investieren, anstatt kurzfristig auf Profitabilität zu optimieren“

Tierversicherungen boomen – zu den rund 50 Anbietern, die hierzulande um die besten Plätze an den Futtertrögen ringen, zählt das schwedische Start-up Lassie. Mitgründerin und Chefin Hedda Båverud Olsson spricht im VWheute-Interview darüber, was das deutsche und französische Geschäft vom Heimatmarkt unterscheidet, ob sie die hochgesteckten Ziele der Konkurrenz beeindrucken, inwieweit die Tarife in der Branche auskömmlich kalkuliert sind – und ob Lassie bereits Geld verdient.

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Proof of Concept bei ORDA steht: „Die Systeme können miteinander kommunizieren“

Nachdem ORDA vor zwei Jahren erstmals sichtbar gemacht und später als finanzierter sowie organisierter Verein aufgestellt wurde, präsentierte Vorstandsvorsitzender Benedikt Hintze auf dem GVNW-Symposium den nächsten Meilenstein. Für Patrick Fiedler und Stefan Rosenowski hängt der finale Erfolg des Projekts jedoch von einem besonderen Aspekt ab.

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