SCHLAGLICHT

Provinzial-Vorständin Stefanie Alt: „Wenn ich meine Karriere in drei Begriffen zusammenfassen müsste, wären das …“

Ob eine der schwersten Ausbildungen Deutschlands, eine Summa-cum-laude-Promotion oder der Sprung in die IT-Transformation – Stefanie Alt wählte stets den anspruchsvollen Weg. Nach prägenden Jahren bei der Nürnberger Versicherung und im Vorstand der Telis Finanz in Regensburg leitet die 49-jährige Managerin seit März 2026 als Vorständin Leben das Vorsorgegeschäft der Provinzial Holding AG. Im Porträt erklärt sie, warum der Lebensversicherungsmarkt vor einer fundamentalen Marktverschiebung steht, wie sie ihren Führungsstil definiert und wie ihr strategisches Zielbild einer hybriden Produktwelt aussieht.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Transformation bei Generali Deutschland: Weniger Stellen, höhere Produktivität und mehr Frauen in Führung bis 2027

Bei einem Investorentreffen in München  unter dem Titel „Exploring Generali – Deep Dive on Germany“ lieferte die Generali detaillerte Einblicke in ihre Bilanz und die strategische Ausrichtung für den deutschen Markt. Mit dabei: Giulio Terzariol, stellvertretender CEO der Generali, Deutschland-Chef Stefan Lehmann und der hiesige Finanzchef Edoardo Malpaga. Sie stellen heraus, dass der Markt stark zum weltweiten Erfolg beiträgt. Bis 2027 strebt der Versicherer eine Senkung der Cost-Income-Ratio an. Groß sind die Erwartungen an KI und damit einhergehende Effizienzgewinne.

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Swiss Re gründet Einheit zur Steuerung aller Maklerkontakte

Der Rückversicherer Swiss Re bündelt seine globalen Makleraktivitäten. Dazu haben die Schweizer die Einheit Group Broker Management Practice ins Leben gerufen. Hieraus werden künftig die Beziehungen zu den weltweit wichtigsten Maklern und Intermediären zentral gesteuert. Die Leitung übernimmt Matthias Meyenhofer.

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SE Gruppe gegen Helmsauer Brüder: Gericht weist einstweilige Verfügung im Streit um Flottenkonzept mit Nürnberger zurück

Im Streit um Wettbewerbsäußerungen hat die SE-Gruppe einen juristischen Erfolg erzielt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hob eine einstweilige Verfügung der Helmsauer Brüder gegen die Dr. Schmidt & Erdsiek GmbH & Co. KG auf und wies den zugrunde liegenden Antrag „vollständig“ zurück.

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Kravag beschert Mutterhaus R+V wachsende Erträge

Der Transport- und Logistikversicherer Kravag hat seine Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2025 um 9,2 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro gesteigert und damit die Zwei-Milliarden-Marke nur knapp verfehlt. Der Jahresüberschuss der R+V-Tochter, mit ihren beiden Gesellschaften Kravag Allgemeine und Kravag Logistics, legte gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf 38,4 Mio. Euro zu. Mit Sorge schauen die Hamburger auf die zunehmende Verbreitung sogenannter „Phantomfrachtführer“ – und planen entsprechende Gegenmaßnahmen.

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Die KI-Trennlinie: Was Versicherungsvorstände in der Transformation jetzt entscheiden müssen

Der 2026er-Branchenkonsens lautet „Skalieren statt Pilotieren“. Entsprechend hoch sind die Investitionen in KI. Doch Skalierung ohne strategische Roadmap und grundlegende organisatorische Transformation erzeugt keinen nachhaltigen Wert, warnen die Expertinnen Beate Heinisch und Prof. Dr. Ulrike Vogelgesang im Gastbeitrag für VWheute. Wie führende Unternehmen in der KI-Transformation vorgehen und was das für die Dynamik der Branche bedeutet, beleuchtet dieser Beitrag.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Karriereende nach Herzinfarkt: Warum Ex-Torhüter Iker Casillas noch immer auf sein Geld vom Versicherer wartet

Es ist ein Präzedenzfall an der Schnittstelle zwischen Spitzensport und Versicherungsrecht: Seit Jahren streitet der einstige Torhüter Iker Casillas vor einem Arbeitsgericht in Porto um die Anerkennung seines Herzinfarkts als Arbeitsunfall. Nun bricht seine Verteidigung das Schweigen über die Rolle des involvierten Versicherers Fidelidade – und ob, überhaupt Geld geflossen ist.

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Scor muss fast eine halbe Milliarde Dollar Entschädigung an Covéa zahlen

Das Zentrum für Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit Paris (CMAP) bestätigt nach jahrelangem Rechtsstreit die Gültigkeit der im Juni 2021 geschlossenen Retrozessionsverträge zwischen Scor und der Versicherungsgruppe Covéa. Diese Vereinbarungen regeln die Übertragung von 30 Prozent des Lebens- und Krankenversicherungsportfolios der irischen Scor-Tochtergesellschaften mit Stand zum Jahresende 2020 auf Covéa. Das Gericht stellte allerdings fest, dass Scor sowohl vorvertragliche als auch vertragliche Informationspflichten verletzt hat und muss eine Entschädigung von 488,3 Millionen US-Dollar zahlen.

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Insurance & Innovation 2026 bringt Fachexperten und Entscheider zusammen
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Am 11. Juni 2026 war Insurance & Innovation zu Gast bei der R+V Akademie in Wiesbaden. Rund 50 Innovationsbegeisterte kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu diskutieren und Impulse für die Zukunft der Versicherungswirtschaft mitzunehmen. Den Rahmen bildete ein Fachprogramm mit sechs abwechslungsreichen Praxisvorträgen.


Das Hormuz-Dilemma: Pseudo-Versicherungen zwischen politischer Erpressung und echtem Schadensersatz

Teheran plant, den strategischen Golf von Hormuz über eine obligatorische „Zwangsversicherung“ zu monetarisieren – ein Akt, als würden Großbritannien und Frankreich plötzlich Passagegebühren für den Ärmelkanal verlangen. Doch das System birgt eine Sollbruchstelle: Sollte ein Frachter auf eine Mine laufen, muss der iranische Staat erst noch beweisen, ob er die Kehrseite des Versicherungsprinzips – die prompte und unbürokratische Schadensersatzleistung im Großschadensfall – überhaupt bedienen kann und will.

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POLITIK & REGULIERUNG

Finanzexperte Weinmann hadert mit Altersvorsorgedepot: „Stellen Sie sich vor, die gesetzliche Rentenversicherung würde mit 85 Jahren die Zahlung einstellen“

Die Lebensversicherung werde „jetzt vom Sockel gestoßen“, kommentiert Finanzwissenschaftler Hermann Weinmann die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge – wozu auch ein „Eigenverschulden“ der Branche beigetragen habe, wie er in einem Interview hinzufügt. Dass eine lebenslange Rente kein zwingend förderwürdiges Kriterium mehr ist, bedauert Weinmann. Mit Blick auf das geplante Altersvorsorgedepot wähnt er Versicherer mit eigener Fondsgesellschaft im Vorteil – diese könnten künftig „aus allen Rohren schießen“. Als große Reform-Verlierer sieht der Finanzexperte die Versicherungsvermittler, womöglich drohe ein „Vermittlerproletariat“.

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Nach Erdbeben: Kaum Hoffnung auf Versicherungsgelder für Venezuelas Wirtschaft

Zwei verheerende Erdbeben haben vergangene Woche Venezuela erschüttert. Während die wirtschaftlichen Schäden die Landesökonomie in Milliardenhöhe belasten, wird die internationale Versicherungsbranche voraussichtlich nur einen Bruchteil der Kosten tragen müssen. Zu dieser Einschätzung kommt der Maklerkonzern Aon.

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Swiss-Re-Bericht: Schweiz muss beim Schutz vor extremer Hitze nachbessern

Der Rückversicherer Swiss Re sieht die Schweiz nicht ausreichend gerüstet vor Hitzewellen und die damit verbundenen Folgen. Extreme Temperaturen könnten einem Bericht des Swiss Re Institute zufolge sogar den Schutz des Landes vor klassischen Naturgefahren, wie Überschwemmungen mindern.

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Swiss Life Asset Managers verkauft Amprion-Beteiligung an RWE

Der Essener Energiekonzern RWE baut seine Beteiligung an Deutschlands zweitgrößtem Hochspannungsnetzbetreiber Amprion aus. Für einen Kaufpreis von 3,6 Milliarden Euro übernimmt das Unternehmen zusätzliche Anteile am Konsortium M31, dem bisherigen Mehrheitsgesellschafter des Netzbetreibers. Swiss Life Asset Managers hat eine Vereinbarung über den Verkauf unterzeichnet. Talanx bleibt an Bord.

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Neue Runde bei der PEPP-Reform – GDV reagiert erleichtert

Wird das noch etwas mit dem „Pan-European Personal Pension Product“, kurz PEPP? Nachdem die EU-Kommission im vergangenen November ihre Reformpläne vorgelegt hat, wie sie das länderübergreifende Altersvorsorgeprodukt endlich zum Durchbruch verhelfen will, hat nun der Europäische Rat seine Ideen präsentiert. Demnach stimmt der Rat mit der Kommission darin überein, den Kostendeckel von maximal einem Prozent aufzuheben. Zudem soll PEPP wie geplant auch ohne Beratung angeboten werden dürfen. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat den Verhandlungsstandpunkt des Rates begrüßt. Moritz Schumann vom Branchenverband GDV sprach gegenüber VWheute von einem „wichtigen Signal“ – zwei Chancen lasse der Rat allerdings ungenutzt, wie Schumann monierte.

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KÖPFE & POSITIONEN

Allianz-Chefökonom Subran warnt vor riesiger Finanzblase durch SpaceX: „Aktienanleger kann man zum Mars befördern“

SpaceX zieht heute in den MSCI World und den MSCI ACWI ein. Weil unzählige deutsche Sparer diese Indizes über monatliche ETF-Sparpläne im Depot haben, werden sie nun automatisch zu indirekten SpaceX-Aktionären. Doch das Unternehmen von Elon Musk ist kein klassischer, stabiler Mega-Konzern mit verlässlichen Gewinnen. Wie riskant die Wette ist, zeigt eine neue 25-Milliarden-Dollar-Anleihe der Firma – die bei Experten wie Allianz-Chefökonom Ludovic Subran bereits akute Blasen-Alarmstimmung auslöst.

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Herbert Schmitz beendet 40 Jahre Vorstandstätigkeit

Dr. Herbert Schmitz, Urgestein der deutschen Versicherungswirtschaft, legt zum 30. Juni sein Mandat als Vorstand des von ihm mitgegründeten Notarversicherungsvereins a. G. nieder. Nach exakt vier Jahrzehnten ununterbrochener Vorstandstätigkeit verabschiedet sich der 77-Jährige in den Ruhestand. Auf ihn folgt mit Sten Nahrgang ebenfalls ein Kenner der Insurtech-Szene.


AO-Chef Steeg wird nun auch Bereichsvorstand bei Zurich Deutschland

Matthias Steeg führt die Ausschließlichkeitsorganisation (AO) der Zurich Gruppe Deutschland bereits seit Jahresbeginn – ab 1. Juli 2026 darf sich der 33-Jährige außerdem Bereichsvorstand nennen. Seine erneute Beförderung hängt damit zusammen, dass Kai Müller, der den Exklusivvertrieb vor Steegs Amtsantritt leitete, zum 30. Juni endgültig ausscheidet. Im Vorjahr gab der Versicherer lediglich bekannt, dass Müller der Zurich auch nach dem 1. Januar 2026 „beratend und unterstützend“ verbunden bleibe.

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Warum der 900-Prozent-Shorter Lee Robinson jetzt gegen Versicherer wettet

Während der globalen Finanzkrise verwandelte der Hedgefonds-Manager Lee Robinson eine 20-Millionen-Dollar-Position durch treffsichere Wetten gegen den US-Subprime-Markt in 200 Millionen Dollar – ein Plus von 900 Prozent. Heute sieht der Gründer von Altana Wealth das nächste große Risiko am Horizont aufziehen: den 1,8 Billionen Dollar schweren Markt für Privatkredite. Doch statt direkt gegen den Sektor zu wetten, zielt er auf die zweite Reihe – und shortet dessen größte Geldgeber: die Versicherer.

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Provinzial lotst Ex-Friday-CEO Nasir in die OCC-Chefetage

Der frühere CEO des Berliner Insurtechs Friday, das inzwischen in der Allianz Direct aufgegangen ist, heuert beim Provinzial-Konzern an: Zum 1. Juli rückt Nasier Ahmad Nasir bei der Lübecker Spezialtochter OCC in die Geschäftsführung. Bei dem Assekuradeur übernimmt er den Platz von Nina Schmal, die sich künftig alleinig auf ihr Vorstandsmandat beim Provinzial-Konzern konzentrieren will.

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