SCHLAGLICHT

„Das AV-Reformgesetz wirkt als Katalysator für den Run-off“

Das Altersvorsorgereformgesetz ist nicht der grundsätzliche Auslöser für die Schließung von Lebensversicherungsbeständen, aber es wird die bereits bestehenden Herausforderungen der Branche im Hinblick auf das Neugeschäft noch einmal verschärfen, schreiben die Juristen Jan Schröder und Achim Schmid im Gastbeitrag für VWheute. Es wirkt damit als Katalysator für den Run-off. Die Zahl der Lebensversicherer, die ihr Neugeschäft einstellen oder ihre Bestände an Abwicklungsplattformen übertragen oder mit anderen Unternehmen eigene Plattformen etablieren werden, dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen

UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Scor schlägt Erwartungen, politische Unruhen bleiben laut CEO Léger „begrenzt und überschaubar“

Trotz einiger Großschäden hat der französische Rückversicherer Scor im dritten Quartal ordentlich verdient. Zwar fiel der Gewinn um rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 206 Mio. Euro – Analysten hatten jedoch mit größeren Einbußen gerechnet. „Unsere Pipeline für das Neugeschäft im vierten Quartal ist gut gefüllt“, erklärte CEO Thierry Léger mit Blick auf die einst in Turbulenzen geratene Lebensrückversicherung. Von den politischen Unruhen in Frankreich erwartet der Manager keine wesentlichen Belastungen für den Konzern.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Lerneffekte nach einer Fusion: „Zusammenschluss unter Gleichen ist für die Umsetzung maximal hinderlich“

Fusionen bringen Skalenvorteile, aber auch Kulturkämpfe und IT-Reibungen: Auf einem DKM-Panel berichteten Frank Lamsfuß (BarmeniaGothaer), Christoph Willi (Helvetia) und Jesko Kannenberg (Die SÜD) offen über die zähen Konflikte nach dem Zusammenschluss – was auch für Makler nicht ohne Folgen bleibt. Aus Sicht der Allianz-Managerin und Ex-Maklerin Nicole Weyerstall steht fest: Die große Kunst von Fusionen liegt darin, interne Pain Points zu lösen, bevor sie beim Makler im Tagesgeschäft ankommen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


VGH geht mit „Öffentlicher Dienst Versicherung“ im Makler- und Direktvertrieb an den Start

Die VGH Versicherungen steigen mit der Marke „Öffentlicher Dienst Versicherung“ (ÖDV) in das bundesweite Maklergeschäft sowie den digitalen Direktvertrieb ein. Zielgruppe sind Beamte, Beamtenanwärter, Referendare sowie Angestellte im öffentlichen Dienst und in kommunalen Tochterunternehmen. Mit der Gründung will die VGH neue Regionen außerhalb ihrer Stammgebiete erschließen.


Lebensversicherer und Altersvorsorgedepot: Nicht ratsam „in Richtung Null-Cent-Wettbewerb“ zu gehen

Bei den DKM-Paneln um die Altersvorsorgereform fanden sich meist nur Versicherungsmanager. VWheute-Redakteur David Gorr holte mit Leon Müller vom Börsenportal Finanzen.net jedoch einen Vertreter der Neobroker-Ecke und mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Oliver Pöpsel eine politische Stimme auf die Bühne. Sie sahen sich dort den kritischen Fragen von Martin Gräfer und Matthias Kaja aus der Assekuranz gegenüber: Wie wollen Neobroker mit ihrem Null-Kosten-Ansatz langfristig Geld verdienen – und warum steuert die Politik bei den Vergütungsmodellen sowie der konkreten Umsetzung des staatlichen Depots nicht nach?

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


MÄRKTE & VERTRIEB

Generali eifert Allianz nach: Italienischer Versicherungsriese wird Namenspate von neuem San-Siro-Stadion

Die Münchner Allianz hat es einst vorgemacht – und nun steigt auch Konkurrent Generali in das Geschäft mit Stadionnamen ein. Wenn beim Bau alles glattläuft, heißt der geplante Mega-Fußballtempel der Mailänder Traditionsklubs Inter und AC Mailand ab der Saison 2031/32 „Generali Stadium“. Der Deal soll den beiden Stadtrivalen über 25 Jahre hinweg satte 650 Mio. Euro bescheren.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Interbrand-Ranking: Allianz eineinhalbmal so wertvoll wie Axa und doppelt so wertvoll wie Zurich

Die Allianz bleibt die wertvollste Versicherungsmarke der Welt. Mit einem Rekordwert von 30,7 Mrd. US-Dollar liegt der Münchener Konzern deutlich vor den Konkurrenten Axa und Zurich, die ebenfalls im Interbrand-Ranking der 100 wertvollsten globalen Marken vertreten sind. An der Spitze steht erneut Apple – mit einem Vielfachen des Allianz-Werts.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Infitech-Geschäftsführer Kiener begrüßt Maklerpool-Konsolidierung: „Wir haben ja keineswegs Monopolstrukturen“

Private-Equity-Investoren treiben die Übernahmen im deutschen Maklerpool-Markt voran. Markus Kiener, Geschäftsführer der Infitech, der Obergesellschaft des Maklerpools Fonds Finanz, kann daran nichts Schlechtes finden. Das Konsolidierungstempo hierzulande bezeichnete er auf der Vermittlermesse DKM als „absolut gesunde Marktentwicklung“. Die Chefs der Konkurrenten Blau Direkt und JDC stimmten dieser Einschätzung zu. Vema-Chef Andreas Brunner setzt vor allem auf Makler, denen unwohl dabei ist, sich einem investorengestützten Pool anzuschließen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Elementar-Pflicht: „Es ist davon auszugehen, dass Versicherer diese Reform nutzen werden, um sich von alten (untertarifierten) Verträgen zu trennen“

Das Eckpunktepapier des Bundesjustiz- und -finanzministeriums zur geplanten Pflichtversicherung für Elementarschäden wirft in der Praxis Fragen auf. Versicherungsmakler Nico Streker warnt vor ungelösten Haftungsrisiken, organisatorischen Hürden und verfehlten Präventionsanreizen. In einem Schreiben an den Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler analysiert er die Schwachstellen und fordert ein praxistaugliches Gesamtkonzept.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


POLITIK & REGULIERUNG

Datenverkauf an Versicherer: General Motors zahlt 220 Mio. Dollar nach Telematik-Skandal

Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat im Streit um den heimlichen Verkauf von Fahrdaten an Versicherungsmakler einen teuren Vergleich geschlossen. Über Jahre hinweg nutzten Versicherer die Intimdaten von Millionen Autofahrern zur Berechnung von Prämien – oft ohne das echte Einverständnis der Kunden. Auch gegen Ford, Honda oder Toyota laufen Vorbereitungen und Anträge für Sammelklagen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


GDV-Hochrechnung für 2026: Kfz-Versicherer mühen sich zur schwarzen Null – und rüsten bereits zur nächsten Preisschlacht

Die deutschen Kfz-Versicherer schlittern 2026 nur knapp an den roten Zahlen vorbei. Laut einer Prognose des Branchenverbandes GDV werden die Anbieter das laufende Jahr mit einer Schaden- und Kostenquote von 99 Prozent abschließen. Dass die Margen trotz der teils saftigen Preiserhöhungen so knapp ausfallen, führt der Verband auf weiterhin steigende Reparaturkosten zurück. „Viel Spielraum bleibt da nicht“, kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen – das hält manche Versicherer aber offenbar nicht davon ab, bereits wieder in den Preiskampf zu ziehen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Wenn der Schaden vor der Statistik kommt

Der niedrige Pegel des Rheins hat in diesem Sommer erneut gezeigt, wie verletzlich hochgradig vernetzte Wirtschaftssysteme sein können. Schiffe konnten nur eingeschränkt fahren, Lieferketten gerieten unter Druck und Unternehmen mussten Produktionsprozesse anpassen. Das eigentliche Risiko lag dabei nicht im Niedrigwasser selbst. Kritisch wurden die wirtschaftlichen Folgewirkungen, die sich entlang von Wertschöpfungsketten ausbreiteten. Wie Versicherer neue Risiken beherrschbar machen, beleuchten Christian Kortebein und Jennifer Haase im Gastbeitrag für VWheute.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Wildunfälle kosten Versicherer 1,2 Milliarden Euro

Nach Zahlen des GDV kletterte die Schadensumme infolge von Wildunfällen im Jahr 2025 um sieben Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro. Der Anstieg ist allerdings nicht auf eine höhere Zahl von Unfällen zurückzuführen, denn die Anzahl der Zusammenstöße blieb mit rund 276.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Hauptursache für den Kostenantrieb sind die seit Jahren steigenden Reparaturpreise.


KÖPFE & POSITIONEN

Montagskolumne mit Florian Karle: „Wir dürfen der KI nicht blind vertrauen“

„To be ahead of the plane“ – Dieser Leitsatz aus der Fliegerei lässt sich perfekt auf den Umgang mit künstlicher Intelligenz übertragen. Doch wer steuert hier eigentlich wen? Als passionierter Pilot und überzeugter KI-Befürworter ist Südvers-Chef Florian Karle sicher: Je smarter die Maschinen werden, desto wichtiger wird menschliche Expertise – von der professionellen Steuerung über das Einordnen von Wissen bis hin zu echter Persönlichkeit. Wie wir als Mensch-Maschine-Team die Oberhand behalten, lesen Sie in der VWheute-Montagskolumne.


Steffen Guttenbacher wird VPV-Chef

Bei der VPV kommt es zum 31. Januar 2028 zu einem Führungswechsel an der Spitze. Vorstandschef Klaus Brenner tritt nach Vollendung seines 63. Lebensjahrs in den Ruhestand. Die Nachfolge des Managers hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Versicherers mit der Berufung des 52-Jährigen Steffen Guttenbacher geregelt. Künftig wird das Führungsgremium aus drei statt bislang vier Mitgliedern bestehen.


Axel Kleinlein: Provisionen im Altersvorsorgedepot höher als Abschlusskosten bei Riester

Beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot drohen deutlich höhere Vertriebskosten als beim Riester-Vorgänger. Eine Analyse der von der Allianz geplanten Vergütungssystematik durch den bekannten Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein zeigt: Allein die Provisionen verschlingen künftig mehr als 1,5 Jahre Beitragszahlung statt bisher gut zehn Monatsbeiträgen (Riester) und senken die Rendite um bis zu 0,55 Prozentpunkte. Da die hohen Startprovisionen mangels direkter Verrechnung aus Kostenüberschüssen vorfinanziert werden müssen, trifft die Praxis auch Alt-Versicherte: Branchenweit schrumpfen die Kostenüberschüsse um schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro – was jeden bestehenden Lebensversicherungs- oder Riester-Vertrag im Schnitt über 50 Euro Rendite kostet.


Das sind die Jungmakler des Jahres 2026 

Bereits im September 2026 hatten sich die Finalisten beim BundesCasting in München anhand von sieben Kriterien präsentiert, darunter Kundennutzen, Prozesstreue, Führung, Finanzen und Technologie. Am ersten Messetag der DKM wurden schließlich die besten Nachwuchstalente der Finanz- und Versicherungsbranche ausgezeichnet. Aus insgesamt zwölf Finalistinnen und Finalisten wählte die Fachjury die drei Erstplatzierten sowie den Gewinner eines Sonderpreises.


Die-Süd-Vorstand schrumpft auf fünf Mitglieder

Bei der aus dem Zusammenschluss der SDK und der Stuttgarter entstandenen Versicherungsgruppe Die Süd wird der Vorstand umstrukturiert. Vertriebs- und Marketingvorstand Olaf Engemann verlässt das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch. Wie die Gruppe mitteilte, hat Engemann den Aufsichtsrat um eine vorzeitige Aufhebung seines laufenden Vertrags gebeten. Seine Aufgaben werden intern aufgeteilt.