SCHLAGLICHT

Signal-Iduna-Chef Torsten Uhlig warnt vor Bedeutungsverlust der Versicherer und staatlicher Dominanz

Anfang Juni wird Torsten Uhlig die Geschäftszahlen des Versicherers Signal Iduna erstmals als CEO präsentieren. Einen ersten Blick ins Zahlenwerk ließ er aber bereits bei einem Pressegespräch in Hamburg zu: Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 2025 mit über 7,2 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert und auch das Neugeschäft überschritt erstmals die Marke von 400 Mio. Euro. Doch wie lange die Wachstumsstory des Konzerns noch anhalten wird, ist ungewiss. Uhlig ist überzeugt, dass nicht zuletzt das Altersvorsorgereformgesetz die Branche gehörig unter Druck setzen wird. Wenn sich diese nicht transformiere, laufe sie Gefahr, „gegebenenfalls zu verschwinden in einigen Segmenten“, warnte Uhlig. Die Rolle des Staates bei der Reform kritisierte er scharf.  

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Debeka verliert beim Zuwachs der Vollversicherten an Fahrt

Die Koblenzer Debeka-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 Prämieneinnahmen in Höhe von insgesamt 17,7 Mrd. Euro generiert. Das Krankenversicherungsgeschäft trug 9,66 Mrd. Euro zu diesem Ergebnis bei. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert hier 17,8 Prozent darunter. Auslöser für den Sprung nach oben waren saftige Beitragsanpassungen. Insgesamt zählt der Marktführer 2,5 Millionen Vollversicherte. 2025 kamen 8.275 hinzu. Die Zugewinne von 2024 konnte die Debeka allerdings nicht halten.

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„Sehr gutes Schadenjahr“ beflügelt VPV

Die VPV Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 sowohl in der Lebens- als auch in der Schaden- und Unfallversicherung ein ordentliches Wachstum von jeweils mindestens vier Prozent verbucht. Zugleich legte der Gewinn in beiden Segmenten zu. Dass „keine größeren Schäden durch Naturkatastrophen“ auftraten, trug wesentlich dazu bei, dass die Schaden- und Kostenquote der Stuttgarter um mehr als zehn Prozentpunkte nachgab.

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Pläne für Elementarschadenversicherung: Urgewald keilt erneut gegen GDV

Die Umweltorganisation Urgewald hat ihren Ruf nach einer Elementarschadenversicherung nach dem Vorbild Frankreichs erneuert. Das 1982 eingeführte „CatNat“-System zeige, „wie ein solidarisches Modell auch in Deutschland aussehen könnte“, schreibt Urgewald in einem Bericht. Den Gegenentwurf des Branchenverbandes GDV kritisiert die Autorin und Aktivistin Anna Lena Samborski hingegen als „unsolidarisch und unnötig teuer“. Die Versicherungswirtschaft machte ihrerseits bereits deutlich, dass man das französische Modell für dysfunktional hält.

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BarmeniaGothaer-Tochter Prisma Life steigert Neugeschäft und Gewinn

Der in Liechtenstein beheimatete Lebensversicherer Prisma Life hat sein Neugeschäft im Jahr 2025 abermals gesteigert, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie noch im Vorjahr. Bei den Bruttobeitragseinnahmen stand ein leichtes Minus zu Buche, zugleich stieg der Gewinn deutlich. Der frischgebackene CEO Stefan Opel will an der bisherigen Produktstrategie festhalten, die auf den Vertrieb von fondsgebundenen Lebensversicherungen und Sterbegeldpolicen setzt.

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Hector Digital stellt Insolvenzantrag

Der Assekuradeur Hector Digital GmbH hat am 30. März beim Amtsgericht Münster Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das berichtet das Online-Portal Asscompact. Das Unternehmen kann seine vertraglich geschuldeten Leistungen demnach nicht mehr erbringen. Hector Digital war bei der Huk-Coburg-Tochter Neodigital Autoversicherung für die Vertrags- und Schadenbearbeitung im Bereich der Flottenversicherungen zuständig. Das Vertragsverhältnis wurde bereits fristlos gekündigt.

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MÄRKTE & VERTRIEB

„Die neue Förderung wird skandalisiert, bevor sie begonnen hat“: DIA-Sprecher Schwark kritisiert Verivox-Modellrechnung zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge

Trotz eines gesetzlichen Kostendeckels von einem Prozent könnten Anleger bei der neuen staatlich geförderten Altersvorsorge schlechter gestellt sein als mit privaten Standard-Depots. Zu diesem Ergebnis kommt das Vergleichsportal Verivox in einer Modellrechnung.  Demnach egalisieren die möglichen Kosten den Vorteil der staatlichen Zulagen. Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, sieht in der Kalkulation gravierende Fehler. „Mit unüblicher exponentieller Aufzinsung von Kosten (mit 7,5 Prozent) wird die neue Förderung skandalisiert, bevor sie begonnen hat.“

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Studie: Axa, Huk-Coburg und die Continentale bieten die beste Ausbildung

In Zeiten des akuten Fachkräftemangels wird die Suche nach Talenten für Betriebe zum Wettlauf um die Attraktivität. Denn klar ist: Wer heute exzellent ausbildet, sichert sich die Experten von morgen. Doch welche Unternehmen genießen bei jungen Bewerbern das höchste Vertrauen? Unter Versicherern sind das laut Servicevalue und Focus Money die Axa, Huk-Coburg und die Continentale. Das Marktforschungsunternehmen präsentierte kürzlich in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut auch die „Ausbildungs-Champions 2025“. Hierbei standen jedoch ganz andere Gesellschaften, darunter die Allianz, auf dem Treppchen.

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Allianz Trade: Deutsche Exportwirtschaft setzt auf Eindämmung des Iran-Kriegs

Die deutschen Exportunternehmen geben sich trotz der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten bemerkenswert zuversichtlich. Laut einer aktuellen Umfrage des Kreditversicherers Allianz Trade rechnen 83 Prozent trotz der jüngsten Eskalation mit steigenden Exportumsätzen. Wichtig sei nun, dass die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran halte, wie Björn Griesbach, Chef-Ökonom bei Allianz Trade, in einem Pressegespräch betonte. Dass sich viele Unternehmen einen gewissen Grundoptimismus bewahren, führt Griesbach auch darauf zurück, dass die meisten Exporteure angesichts unzähliger Krisen „ein Stück weit abgestumpft sind“. Der Iran-Krieg wirft zudem die Frage auf, wie es um die Risiko-Exponierung des weltgrößten Kreditversicherers in der Region bestellt ist.

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Die Transparenz-Lücke: Versicherer zwischen Daten-Silos und neuen ESG-Pflichten

Nachhaltigkeitsberichterstattung wird oft als bürokratisches Monster wahrgenommen – doch sie ist die neue Kernintelligenz der Assekuranz. Wer heute noch mit manuellen Tabellen und Datensilos kämpft, verpasst den Anschluss an die risikoadäquate Bepreisung. KI-gestützte Plattformen schlagen nun die Brücke zwischen bloßer Compliance und echtem Erkenntnisgewinn. Ein Gastbeitrag.

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Blau Direkt steigt bei regionalem Makleraufkäufer ein

Der Lübecker Maklerpool und Technologiedienstleister Blau Direkt ist beim Maklerverbund Finanz-Zirkel eingestiegen. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Bückeburg verwaltet die Bestände von rund 140 Maklern. Blau Direkt beteiligt sich an Finanz-Zirkel, um sein Standbein im Geschäftsfeld Ruhestandsplanung für Makler in der Region zu stärken.

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POLITIK & REGULIERUNG

Sind Cyber-Bußgelder in Deutschland versicherbar?

Angesichts steigender Cyber-Vorfälle greifen im Bereich Cyber und Datenschutz strenge Regeln. Unternehmen und Führungskräfte sind mit einem Netz aus Vorschriften konfrontiert, die nicht nur die Widerstandsfähigkeit fördern sollen, sondern bei Verstößen Bußgelder und Sanktionen vorsehen. Experten von Aon und A&O Shearman beleuchten, wie sich weltweit das Risiko von Cyber‑Bußgeldern entwickelt und inwieweit diese versicherbar sind.

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Continental reicht Klage gegen Anwaltskanzlei Noerr ein

Der Automobilzulieferer Continental hat beim Landgericht Frankfurt eine Schadensersatzklage gegen die Wirtschaftskanzlei Noerr eingereicht. Wie das Handelsblatt berichtet, fordert der DAX-Konzern eine Summe von rund 130 Millionen Euro. Hintergrund ist der Vorwurf einer Fehlberatung im Rahmen der Aufarbeitung des Dieselskandals zwischen 2015 und 2021.

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Verdopplung der Rückversicherungskapazität: Sechs weitere US-Versicherer stützen Golf-Schifffahrt

Im Angesicht der Spannungen am Persischen Golf bündeln US-Versicherungsgiganten ihre Kräfte. Die staatliche Entwicklungsbank International Development Finance Corp. (DFC) und Chubb geben bekannt, dass sechs weitere US-Versicherer, darunter AIG, Berkshire Hathaway und Travelers, zusätzliche Kapazitäten in Höhe von 20 Mrd. Dollar für die spezielle Transport-Rückversicherungslösung (Marine Reinsurance Facility) bereitstellen werden, um Reedereien gegen Kriegsgefahren, Ladungsverluste und Haftpflichtansprüche in der Region abzusichern.

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Warum Versicherer KI als Work-Design-Frage verstehen sollten

Stellen Sie sich vor, eine Underwriterin bekommt morgens nicht mehr „Fälle“, sondern eine Route von einem KI-Tool. Die künstliche Intelligenz priorisiert Anträge, markiert Unklarheiten, schlägt Rückfragen vor und zeigt einen Score zur Schadenswahrscheinlichkeit. In der Schadenbearbeitung passiert Ähnliches: Meldungen werden vorsortiert, Standardfälle laufen einfach durch und sehr komplexe Fälle werden hochgeleitet. Das wirkt erst einmal wie reine Effizienz – bis zu dem Moment, in dem Teams merken, dass sie nun über Entscheidungen sprechen müssen, die niemand mehr allein verantworten kann. Weil ein Modell beteiligt war, Datenquellen zusammenfließen sowie diverse Scores und Regeln ineinandergreifen. Und weil die neue Taktung die alte Arbeitslogik sprengt. Wie damit umzugehen ist, zeigt der VWheute-Beitrag von Jens Nachtwei zur organisationspsychologischen Perspektive auf KI bei Versicherern.

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KÖPFE & POSITIONEN

Vorstandswechsel bei zwei Allianz-Töchtern

Allianz Partners und Allianz Direct strukturieren ihre Vorstandsteams um. Nach rund zwei Jahrzehnten innerhalb des Konzerns wird Phil Hoffman mit Wirkung zum 15. April zum Chief Officer Travel und Vorstandsmitglied von Allianz Partners berufen. Er arbeitete zuvor als Finanzchef beim Assistance-Spezialisten. Seine Nachfolgerin steht bereits fest.


Munich Re befördert Andreas Moser

Munich Re hat Andreas Moser mit Wirkung zum 1. April 2026 zum globalen Leiter für die Rückversicherung in den Bereichen Credit, Surety and Political Risk ernannt. Der Manager ist bereits über 20 Jahre beim weltgrößten Rückversicherer der Welt tätig.


Matouschek wechselt zu Oliver Wyman

Der Strategieberater Oliver Wyman gewinnt mit Gero Matouschek einen profilierten Versicherungsmann. Der Manager kommt von der Pricewaterhouse-Coopers-Tochter Strategy&, wo er die letzten knapp zehn Jahre als Partner und Geschäftsführer tätig war. Bei Oliver Wyman ist Matouschek seit April Teil des Insurance & Asset Management und Performance Transformation Teams. Mindestens ein Kollege von Strategy& kommt mit.

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Stabwechsel bei Generali Asset Management: Russell Büsst folgt auf Bruno Servant

Nach fast zwei Jahrzehnten im Dienst der Generali gibt Bruno Servant Ende April das Zepter aus der Hand. Seit 2021 leitete er die Investment-Sparte des italienischen Versicherungsgiganten. Sein Nachfolger steht nun fest: Russell Büsst übernimmt den CEO-Posten bei Generali Asset Management. Im Zuge des Führungswechsels baut der Konzern zudem seine Strukturen um und schafft eine neue Schlüsselposition für Filippo Casagrande.

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