SCHLAGLICHT

Lebensversicherer und Altersvorsorgedepot: Nicht ratsam „in Richtung Null-Cent-Wettbewerb“ zu gehen

Steigt mit der Reform der privaten Altersvorsorge der Beratungsbedarf oder ist das Gegenteil der Fall? Kommt darauf an, wen man fragt, lautet eine Kernerkenntnis der DKM. Es werde „gar nicht so viel Beratung gewünscht“, sagt Leon Müller vom Börsen-Portal Finanzen.net mit Blick auf die eigene Zielgruppe im Talk mit dem VWheute-Journalisten David Gorr. CDU-Politiker Oliver Pöpsel glaubt hingegen, „dass Beratung immer wichtiger wird“. Die Versicherungsmanager Martin Gräfer und Matthias Kaja sehen das auch so. Sie haben da aber noch ein paar letzte Wünsche an die Politik, bevor die Reform am 1. Januar 2027 in Kraft tritt.  

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!

Weiterlesen

UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Kölner Makler startet Plattform für KI-gestützte Bestandsbewertung

Der Kölner Versicherungsmakler Isurance startet mit der Plattform Maklerverkaufen.de einen Marktplatz für den Bestandsverkauf und die Nachfolge von Versicherungsmaklern. Kern des Angebots ist eine „neutrale, KI-gestützte Bestandsbewertung“. Hinter dem Portal steht das Geschäftsführer-Duo Christian Schonauer und Sven Cramer.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Bafin fordert eindeutige Kennzeichnung des tatsächlichen Versicherers bei White-Label-Policen

Verbraucher sollen bei Verträgen über White-Label-Angebote künftig auf den ersten Blick erkennen können, welcher Versicherer sich hinter der Police verbirgt. Die Bafin verlangt von der Branche mehr Transparenz und plant hierzu konkretere Vorgaben. Einen entsprechenden Entwurf für ein neues Rundschreiben hat die Aufsichtsbehörde zur Konsultation vorgelegt.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


„Wer heute nicht automatisiert, kommt mit dem Bestand nicht mehr hinterher“

Die Schadenregulierung in der Kfz-Versicherung muss Kosten sparen und automatisch funktionieren. Das ist das ausgemachte Ziel der Assekuranzen. Wie sie fair bleibt, will das Insurtech e.Consult AG aus Saarbrücken zeigen. Kunden des Unternehmens sind nicht nur Versicherer, sondern auch Anwaltskanzleien und Autohäuser.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


HDI gibt Mercedes-Benz-Partnerschaft an die Allianz ab

Die Allianz Versicherungs-AG sichert sich die Rechte für den Vertrieb von Kfz-Policen über die Autohäuser von Mercedes-Benz. Das Angebot ist hier vollständig in den Verkaufsprozess integriert, heißt es in einer Mitteilung. Auch die Risikoträgerschaft übernehmen die Münchener. Dass sich der Premiumhersteller im Rahmen eines Strategiewechsels aus dem direkten Betrieb zahlreicher eigener Autohäuser in Deutschland zurückzieht, stört die Allianz offenbar nicht. Als Versicherungspartner lösen die Münchener den HDI ab.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Warnung im IPO-Prospekt: Anthropics Börsenpläne lenken den Blick auf KI-Haftungslücken der Versicherer

Der KI-Riese Anthropic beantragt seinen Börsengang und warnt vor einer wachsenden Versicherungslücke im KI-Bereich. Wie aus den IPO-Unterlagen des Unternehmens aus Kalifornien an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht, könnten Haftungsrisiken im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz die Kapazitäten der Branche übersteigen. Die Ratingagentur Morningstar DBRS kommentiert, dass ein großes Risiko in der Schadenkumulation liegt. Abhängig von den jeweiligen Versicherungsbedingungen könnten KI-bezogene Schadenfälle auch unter bestehende Haftpflichtpolicen fallen, ohne dass dafür ein gesonderter KI-Versicherungsschutz abgeschlossen wurde.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


MÄRKTE & VERTRIEB

Axel Kleinlein: Provisionen im Altersvorsorgedepot höher als Abschlusskosten bei Riester

Beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot drohen deutlich höhere Vertriebskosten als beim Riester-Vorgänger. Eine Analyse der von der Allianz geplanten Vergütungssystematik durch den bekannten Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein zeigt: Allein die Provisionen verschlingen künftig mehr als 1,5 Jahre Beitragszahlung statt bisher gut zehn Monatsbeiträgen (Riester) und senken die Rendite um bis zu 0,55 Prozentpunkte. Da die hohen Startprovisionen mangels direkter Verrechnung aus Kostenüberschüssen vorfinanziert werden müssen, trifft die Praxis auch Alt-Versicherte: Branchenweit schrumpfen die Kostenüberschüsse um schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro – was jeden bestehenden Lebensversicherungs- oder Riester-Vertrag im Schnitt über 50 Euro Rendite kostet.


Elementar-Pflicht: „Es ist davon auszugehen, dass Versicherer diese Reform nutzen werden, um sich von alten (untertarifierten) Verträgen zu trennen“

Das Eckpunktepapier des Bundesjustiz- und -finanzministeriums zur geplanten Pflichtversicherung für Elementarschäden wirft in der Praxis Fragen auf. Versicherungsmakler Nico Streker warnt vor ungelösten Haftungsrisiken, organisatorischen Hürden und verfehlten Präventionsanreizen. In einem Schreiben an den Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler analysiert er die Schwachstellen und fordert ein praxistaugliches Gesamtkonzept.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


DKM: Vermittler suchen händeringend nach neuen Vergütungsmodellen

Beim Auftakt der DKM in Dortmund bestätigte sich, dass die Vermittlerverbände BVK und BDVM unterschiedlich ticken beim Umgang mit dem Versichererverband GDV. Während BVK-Präsident Michael Heinz weiter auf Angriff setzt, betonte BDVM-Präsident Thomas Billerbeck: „Wir befinden uns mit dem GDV nicht im Dissens.“ Beide Verbandsspitzen stehen vor dem Problem, dass die klassische Courtagevergütung zunehmend unter Druck gerät, neue Vergütungsmodelle aber noch in den Sternen stehen. Einig sind sich die Vermittler mit der Versicherungswirtschaft darin, die Schadenregulierung zu beschleunigen.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Sollers-Experte Martin Seibold: „Agenten werden über die Zeit an Bedeutung gewinnen – viele Prozesse werden jedoch schon aus Kostengründen weiterhin klassisch automatisiert werden.“

Künstliche Intelligenz und der Einsatz von KI-Agenten erweitern die Automatisierungsmöglichkeiten in der Versicherungswirtschaft. Eine aktuelle Marktstudie der Unternehmensberatung Sollers mit dem Titel „KI im Kern – Markttrends bei den Anbietern von Kompositsystemen in DACH“ zeigt, dass der Einfluss von KI weit über reine Fachfunktionalitäten hinausgeht. Für die Erhebung wurden elf Anbieter von Kernversicherungssystemen im deutschsprachigen Raum befragt.


US-Lebensversicherer schrauben KI-Investments drastisch hoch

Die US-amerikanischen Lebensversicherer haben ihr finanzielles Engagement im Sektor der Künstlichen Intelligenz im ersten Halbjahr spürbar ausgeweitet. Laut einem aktuellen Bericht der Ratingagentur Moody’s stieg das Investitionsvolumen bis Ende Juni um 24 Prozent im Vergleich zum Jahresende – ein Trend, der sich nach Einschätzung der Analysten weiter fortsetzen dürfte.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


POLITIK & REGULIERUNG

Wildunfälle kosten Versicherer 1,2 Milliarden Euro

Nach Zahlen des GDV kletterte die Schadensumme infolge von Wildunfällen im Jahr 2025 um sieben Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro. Der Anstieg ist allerdings nicht auf eine höhere Zahl von Unfällen zurückzuführen, denn die Anzahl der Zusammenstöße blieb mit rund 276.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Hauptursache für den Kostenantrieb sind die seit Jahren steigenden Reparaturpreise.


PHP-Sicherheitslücke: Versicherungsschutz bei freiwilligem Shutdown unklar

Nach der Veröffentlichung kritischer PHP-Sicherheitslücken haben Banken, Bahnen und Behörden weltweit ihre IT-Systeme vorsorglich vom Netz getrennt. Versicherungsmakler schlagen nun Alarm: Wenn Unternehmen ihre Server freiwillig herunterfahren, um Hacks zuvorzukommen, greift die Versicherungspolice oft nicht automatisch.

Jetzt Plus-Mitglied werden und weiterlesen: Zugriff zu allen Artikeln auf vwheute.de.
Login für Abonnenten Jetzt abonnieren!


Wie Libertys Strategie „Invest in Europe 2030″ das Wachstum im deutschen Spezialversicherungsmarkt vorantreibt
Anzeige

Deutschland gehört zu den größten und stabilsten Versicherungsmärkten Europas – und zugleich zu den anspruchsvollsten. Der Mittelstand treibt die Energiewende voran, Großunternehmen bauen ihre KI-Infrastruktur aus, und Lieferketten werden komplexer und exponierter. Um in diesem Markt zu bestehen, braucht es mehr als Kapazität: Es braucht Expertise, die mit dem Wandel der Risiken selbst Schritt hält. Genau hier setzt Liberty Specialty Markets an.


KÖPFE & POSITIONEN

Das sind die Jungmakler des Jahres 2026 

Bereits im September 2026 hatten sich die Finalisten beim BundesCasting in München anhand von sieben Kriterien präsentiert, darunter Kundennutzen, Prozesstreue, Führung, Finanzen und Technologie. Am ersten Messetag der DKM wurden schließlich die besten Nachwuchstalente der Finanz- und Versicherungsbranche ausgezeichnet. Aus insgesamt zwölf Finalistinnen und Finalisten wählte die Fachjury die drei Erstplatzierten sowie den Gewinner eines Sonderpreises.


Die-Süd-Vorstand schrumpft auf fünf Mitglieder

Bei der aus dem Zusammenschluss der SDK und der Stuttgarter entstandenen Versicherungsgruppe Die Süd wird der Vorstand umstrukturiert. Vertriebs- und Marketingvorstand Olaf Engemann verlässt das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch. Wie die Gruppe mitteilte, hat Engemann den Aufsichtsrat um eine vorzeitige Aufhebung seines laufenden Vertrags gebeten. Seine Aufgaben werden intern aufgeteilt.


Jutta Holzmann verlässt die Universa  

Zum 1. Februar 2026 beerbte Jutta Holzmann bei der Universa den langjährigen Vertriebsvorstand Werner Gremmelmaier. Er trat zum 31. Januar 2026 in den Ruhestand. Nach wenigen Monaten im Amt nimmt die 47-jährige Managerin wieder ihren Hut, wie das Medium Asscompact zuerst berichtete.