SCHLAGLICHT

Allianz: Deutsche Sparer setzen zunehmend auf Wertpapiere

Deutschlands Haushalte haben 2025 trotz schwacher Konjunktur und hoher Inflation mehr Vermögen aufgebaut. Deren Brutto-Geldvermögen legte gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu, wie der Versicherer Allianz auf Basis seiner aktuellen Erhebung „Global Wealth Report“ meldet. Dabei übertraf der Bestand an Wertpapieren erstmals den von Bankeinlagen. Von einer vollständigen Abkehr des deutschen Sparers vom klassischen Sicherheitsdenken kann allerdings noch keine Rede sein, wie sich bei einem Pressegespräch zeigte.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Stockholmer Makler Max Matthiessen steigt bei Invers ein

Der schwedische Versicherungsmakler Max Matthiessen will künftig auch im deutschen Privatkundenmarkt präsent sein. Dazu übernimmt das Stockholmer Unternehmen die Mehrheit am Leipziger Maklerpool Invers. Mit weiteren Transaktionen dürfte zu rechnen sein. „Wir sind offen für alle Gelegenheiten“, betont Martin Vogl, Chef der DACH-Region bei Max Matthiessen, gegenüber VWheute. Dies gelte „sowohl für das Firmen- als auch für das Privatkundengeschäft sowie für andere deutschsprachige Märkte“, so Vogl.

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VIG setzt Barabfindung für Minderheitsaktionäre der Nürnberger auf 120 Euro fest

Der österreichische Versicherungskonzern Vienna Insurance Group treibt die vollständige Übernahme der Nürnberger Beteiligungs-AG voran. Nach der grundsätzlichen Ankündigung im Juni hat die VIG nun die genaue Höhe der Abfindung für die verbleibenden Minderheitsaktionäre festgelegt.

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HDI Global schafft eigene Aviation-Einheit für Benelux-Länder und Südeuropa

HDI Global baut sein Luftfahrtgeschäft in Europa aus. Dazu installiert der Industrieversicherer am Standort Brüssel ein eigenständiges Aviation-Team, das sich um die Märkte in den Benelux-Ländern und in Südeuropa kümmern soll. Um die neue Einheit aufzubauen und zu leiten, wurde Stijn Keppens vom Konkurrenten Axis Capital geholt.

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Vergleich im Milliarden-Streit um Greensill: IAG und Credit Suisse legen Mega-Versicherungsprozess bei

Ein jahrelanger Rechtsstreit findet sein Ende: Der australische Versicherungskonzern IAG und der Maklerriese Marsh haben sich mit den Credit-Suisse-Einheiten über Ansprüche in Höhe von 2,8 Milliarden Australischen Dollar (AUD) geeinigt. Fünf Jahre und elf verknüpfte Klagen nach dem Kollaps von Greensill Capital geht damit die größte Versicherungsschlacht aus der Greensill-Pleite zu Ende.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Steigende Schadenaufwände belasten Markt für Managerhaftpflicht

Die in Deutschland tätigen Managerhaftpflichtversicherer verzeichneten im Geschäftsjahr 2025 einen erneuten Anstieg der Schäden. Die Zahl der Fälle stieg laut GDV-Angaben um 13 Prozent auf etwa 3.000. Der durchschnittliche Schaden lag bei rund 113.400 Euro und verblieb damit trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr auf einem historisch hohen Niveau.


Doppelter Druck auf die Rückversicherer durch KI-Disruption und Preisverfall

Eigentlich galt die Rückversicherungsbranche in den Depots internationaler Investoren bislang als sicherer Hafen vor den Umwälzungen durch künstliche Intelligenz. Doch eine aktuelle Analyse der Investmentbank Jefferies zeigt, dass dieser Schutzschild deutliche Risse aufweist. Während die fortschreitende KI-Adaption im Erstversicherungsmarkt schleichend die Nachfrage nach Rückdeckung aushöhlt, gerät die Branche zeitgleich in eine massive, von Rekordkapital getriebene Preisspirale nach unten.

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Ergo prescht bei Überschussbeteiligung vor

Gut zwei Monate früher als üblich hat die Ergo bekannt gegeben, mit welcher Überschussbeteiligung ihre Kunden im kommenden Jahr rechnen können. Mit Blick auf die am 1. Januar in Kraft tretende Altersvorsorgereform wolle man „frühzeitig Klarheit schaffen, was die Verzinsung unserer Lebensversicherungen angeht“, erklärte Oliver Horn, Chef der Ergo Vorsorge Leben. Gegenüber VWheute verteidigen die Düsseldorfer die geringe Zinserhöhung von 0,1 Prozentpunkten und stellen einen Termin zur Bekanntgabe des geplanten Altersvorsorgedepots in Aussicht.

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Swiss Re: Vernetzte Risiken könnten neue Systemkrise heraufbeschwören

Der Rückversicherer Swiss Re zeigt sich darüber besorgt, dass Risiken zunehmend ineinandergreifen. Eine einzige Störung könne somit „mehrere Bereiche gleichzeitig treffen“, heißt es in einer gemeinsamen Analyse des Swiss Re Institute und der London School of Economics (LSE). Die Ursache hierfür sehen die Fachleute in einer wachsenden Abhängigkeit großer Unternehmen von gemeinsamen Lieferanten, Technologieplattformen und kritischer Infrastruktur.

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Jobzufriedenheit: Versicherungsbeschäftigte gehen (vergleichsweise) gut gelaunt zur Arbeit

Wer in der Versicherungsbranche arbeitet, ist tendenziell zufriedener als die Beschäftigten aus den meisten anderen Branchen. 67,8 Prozent der dort tätigen Arbeitnehmer bewerten ihren Arbeitgeber mit vier oder fünf von fünf Sternen. Damit liegt die Branche im aktuellen Zufriedenheitsatlas des Bewertungsportals Kununu auf Rang drei. Während die Zufriedenheit aller Beschäftigten in Deutschland seit Jahren sinkt, verbesserte sich die Stimmung der Versicherungsbelegschaft zuletzt sogar.

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POLITIK & REGULIERUNG

Historisches Urteil: Manager muss trotz D&O-Versicherung 50 Mio. Euro nach CEO-Fraud selbst zahlen

Ein folgenschwerer Betrugsfall beschäftigt die deutsche Wirtschaftswelt: Ein Finanzchef fällt auf geschickte Kriminelle herein und transferiert 50 Millionen Euro Firmenkapital. Nun muss er den Schaden aus eigener Tasche zahlen – ausgerechnet, weil für ihn eine millionenschwere D&O-Versicherung bestand. Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln rüttelt an den Grundfesten der Managerhaftung.

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Frühstartrente erreicht Bundestag: GDV und Vermittler marschieren bei Beratungspflicht weiter getrennt

Der Bundestag hat am Freitag erstmals über den Gesetzentwurf zur Einführung der sogenannten Frühstartrente debattiert. Als nächstes befasst sich der Finanzausschuss mit dem geplanten Altersvorsorgeprodukt, das sich an Kinder ab sechs Jahren richtet. Bei den weiteren Beratungen kann es noch zu Änderungen kommen – vor allem das Vermittlerlager um BVK und DVAG stört sich daran, dass ein Abschluss ohne verpflichtende Beratung vorgesehen ist. Der Versichererverband GDV befürwortet dies hingegen.    

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Stresstest für den Ernstfall: Was das neue VSAAG für Versicherer bedeutet

Es war ein gesetzgeberischer Sprint am vergangenen Freitag: Mit dem Beschluss des Versicherungs-Sanierungs-Abwicklungs-und-Aufsichtsänderungs-Gesetzes (VSAAG) hat die Politik vollendete Tatsachen geschaffen. Die Koalition aus Union, SPD und Grünen stimmte im Bundestag geschlossen für das Reformwerk, während die AfD ablenkte und sich die Linke enthielt. Für die deutsche Versicherungswirtschaft bricht damit eine neue Ära der Regulierung an. Doch was bedeutet das Mammutprojekt konkret für die Unternehmen?

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Polen sucht Alternativplan: Politische Blockade verzögert Großfusion von PZU und Pekao

Der geplante Zusammenschluss von Polens größtem Versicherer PZU mit der Großbank Pekao gerät ins Stocken. Wegen drohender Vetos von Staatspräsident Karol Nawrocki prüft das Ministerium für Staatsvermögen nun ein alternatives Konzernmodell, das ohne umfangreiche Gesetzesänderungen auskommt.

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Allianz-Bericht legt offen, wie der Klimawandel die Wirtschaft belastet

Der Allianz Climate Economics Report 2026 zeichnet ein umfassendes Bild über das Ausmaß der volkswirtschaftlichen Kosten durch den Klimawandel. Neben den Milliardenschäden durch Dürren, Brände und Fluten belegen die Autoren die Dämpfungseffekte sommerlicher Hitzewellen auf die europäische Arbeitsproduktivität und das Wirtschaftswachstum. Vor allem das für 2027 prognostizierte Super-El-Niño-Ereignis droht, die globale Konjunktur zu belasten und die Nahrungsmittelpreise nach oben zu treiben.

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KÖPFE & POSITIONEN

Bruch und Schön übernehmen die Geschäftsführung des Spezialmaklers Eurobaustoff

Der 40-jährige Kai Bruch bildet zusammen mit seinem 35-jährigen Kollegen Julien Schön (35) das neue Geschäftsführer-Duo bei dem auf den Baustoffhandel spezialisierten Versicherungsmakler Eurobaustoff. Sie übernehmen ihre Ämter zum 1. Oktober und folgen auf die bisherigen Geschäftsführer Herbert Zohren (66) und Holger Reviol (56). Beide geben ihre Mandate zum Jahresende planmäßig ab.


Mark Klein verlässt Ergo

Der Düsseldorfer Ergo-Konzern und sein Digitalvorstand Mark Klein gehen ab dem Jahresende getrennte Wege. Der Manager verlässt das Haus auf eigenen Wunsch. Wohin es ihn zieht, ist noch nicht bekannt. Im Zuge von Kleins Abgang strukturiert der Versicherer um und schafft ein Vorstandsressort für Künstliche Intelligenz. Den Job übernimmt Guy Goldstein zusätzlich zu seiner bisherigen Rolle als CEO von Ergo Next in den USA.

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W&W-Chef Junker zeigt KI Grenzen auf: „Verantwortung bleibt immer menschlich“

Die Versicherungswirtschaft setzt große Hoffnungen in künstliche Intelligenz – so auch Jürgen Junker, Chef des Wüstenrot & Württembergische-Konzerns (W&W). „KI ist für unsere Branche eine Riesenchance“, sagte Junker auf dem GDV-Versicherungstag in Berlin. Sie sei jedoch „kein Ersatz für Menschlichkeit“, betonte der Manager. Zudem müsse es immer Menschen geben, „die wissen, wie dieser Algorithmus gebaut ist und wie am Ende eine Entscheidung zustande gekommen ist“. Einen KI-bedingten Arbeitsplatz schloss Junker für sein Unternehmen aus.

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