SCHLAGLICHT

Q2-Zahlen der Allianz: Analysten schätzen operativen Gewinn auf 4,6 Milliarden Euro

Wenige Tage vor der offiziellen Präsentation der Bilanz für das zweite Quartal 2026 zeichnet sich bei der Allianz ein ordentliches Geschäftsjahr ab. Aus der aktuellen Konsensusschätzung geht hervor, dass der Münchener Konzern im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von 4,6 Mrd. Euro rechnen kann. Mit dem bisherigen Jahresverlauf würde der Versicherer seine eigene Zielsetzung von 17,4 Mrd. Euro, plus oder minus einer Milliarde Euro, erfüllen.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Inter strebt „deutlich höheren“ Rohüberschuss in der Personenversicherung an

Die Inter Versicherungsgruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um fünf Prozent auf insgesamt 1,122 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Konzernergebnis des Mannheimer Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 18,2 Millionen Euro. In der Kernsparte Krankenversicherung stiegen die Prämien, der Jahresüberschuss war rückläufig.

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Horváth-Studie: Versicherer müssen wieder echtes Neugeschäft schreiben

Während die Banken und der Handel vor allem über echtes Neugeschäft wachsen, stützt sich das Umsatzplus der Versicherer mehrheitlich auf Preiserhöhungen, wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Horváth ergab. So kann es aber nicht weitergehen, ist Horváth-Partner Martin Müller überzeugt. „Künftiges Wachstum muss stärker aus Neukunden, Bestandskundenentwicklung und zusätzlichem Geschäft je Kunde kommen – nicht aus Prämienanpassungen“, sagt Müller. Zudem erwartet Horváth keinen abrupten Personalabbau, sondern einen schleichenden Prozess. „Die Mitarbeiterzahl bleibt kurzfristig stabil“, so die Prognose.  

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Allianz kauft portugiesischen Versicherer Caravela

Allianz Portugal und ihr Finanzchef Carsten Reimund bestätigen die Übernahme des portugiesischen Schaden- und Unfallversicherers Caravela. Die Allianz sichert sich 100 Prozent der Anteile. Anfang Juni kamen erste Berichte über das Interesse an einem Deal auf. Aktuell wartet die Einheit nur noch auf die üblichen regulatorischen Genehmigungen der portugiesischen Versicherungsaufsicht ASF sowie der Wettbewerbsbehörde.

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Dax-Konzerne sparen Milliarden bei Pensionsrückstellungen

Das Zinsumfeld sorgt bei den 40 deutschen Börsenkonzernen für enorme finanzielle Entlastungen. Wie aus einer aktuellen Analyse von Aon hervorgeht, schrumpften die gesamten Pensionsverpflichtungen der Dax-Konzerne im Geschäftsjahr 2025 um rund 29 Milliarden Euro auf etwa 296 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von rund 325 Milliarden Euro. Begünstigt durch die Stabilität an den Kapitalmärkten stieg der Deckungsgrad der abgesicherten Pensionspläne von 81 auf 87 Prozent.

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Oliver Wyman holt ehemaligen AGI-Manager ins Führungsteam

Nicolas Schmidt steigt als Partner in den Bereichen Mergers & Acquisitions sowie Insurance & Asset Management bei der Strategieberatung Oliver Wyman ein. Der Experte bringt rund 20 Jahre Berufserfahrung mit, 17 Jahre davon verbrachte er bei Allianz Global Investors. Bei Oliver Wyman soll Schmidt seine Kunden bei strategischen Transaktionen, komplexen Transformationen und globalen Expansionsvorhaben beraten.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Gewinnsprung bei der Fonds Finanz

Der Maklerpool Fonds Finanz hat seinen Gewinn 2025 kräftig gesteigert und auch bei den Umsätzen erneut zugelegt. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 71 Prozent auf 23,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Einnahmen wuchsen um 12,1 Prozent auf 382,5 Mio. Euro, allerdings nicht mehr ganz so stark wie noch im Vorjahr. Dass die Belegschaft bei den Münchnern abermals schrumpfte, ist strategisch gewollt – dass die Zahl der angeschlossenen Makler stagniert, wohl kaum.

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Wichtigster Treiber für Produktivität: KI-Tools schlagen Gehalterhöhungen

Um die Produktivität trotz trüber Konjunktur zu steigern, investieren Arbeitgeber bevorzugt in KI-Tools, anstatt Geld für pauschale Lohnerhöhungen auszugeben. Das geht aus dem aktuellen Q-3-Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower Group hervor. Dieser Trend trifft auch die Finanz- und Versicherungsbranche, wo sich der Netto-Beschäftigungsausblick verschlechtert hat, obwohl 75 Prozent der Unternehmen weiterhin über Fachkräftemangel klagen.

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Selbst ein 100-Mrd.-Dollar-Schock bricht den Markt nicht: Rückversicherer bleiben unter Preisdruck

Die Zeiten der Rekordgewinne und Preiserhöhungen im Rückversicherungssektor neigen sich dem Ende zu. Der Markt befindet sich in einer Phase der Abkühlung. Aus einem Bericht der Berenberg Bank zur Hurrikansaison 2026 geht hervor, dass das Kapital der Branche derzeit so üppig bemessen ist, dass selbst eine historische Naturkatastrophe die Preisentwicklung kaum noch drehen könnte.

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Was deutsche Krankenversicherer aus internationalen Beispielen lernen können

Während in Deutschland über Beitragsanpassungen und Leistungskürzungen gestritten wird, gehen internationale Krankenversicherer wie Allianz, AXA oder Humana einen Schritt weiter: Sie werden vom reinen Kostenträger zum aktiven Gestalter der medizinischen Versorgung. Eine VWheute exklusiv vorliegende und von Dr. Andreas Klar und Joachim Engelhard zusammengefasste BCG-Analyse von 15 internationalen Vorreitern zeigt, wie durch die Verzahnung von Versicherung und Versorgung Schadenquoten gesenkt, Produkte differenziert und neue Erlöse geschaffen werden – und was deutsche Krankenversicherer (GKV und PKV) daraus lernen können.

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Schlechter als Politiker: Versicherungsvertreter stecken im Image-Tief fest

Wer in Deutschland nach den angesehensten Berufen sucht, landet verlässlich bei der Feuerwehr, Pflegekräften oder Ärzten. Am anderen Ende der Skala zeigt sich seit Jahren ein gewohnt düsteres Bild für eine ganze Branche: Versicherungsvertreter bilden im jährlichen Berufe-Ranking das Schlusslicht der Gesellschaft – und schneiden selbst schlechter ab als die oft kritisierten Politiker.


POLITIK & REGULIERUNG

Meistert die Allianz die KI-Schuldenwelle?

Die Allianz tut sich über ihre US-Investmenttochter Pimco besonders stark beim Kauf von KI-Anleihen hervor. Die Papiere finanzieren den Bau von Rechenzentren, um die immens wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) zu stillen. Doch manche Experten schauen mit Sorge auf die neuen Finanzierungsmodelle und die gewaltigen Schuldenberge, die damit für die US-Techbranche einhergehen. „Das Risiko trägt unter anderem die Allianz – und deren Kunden“, heißt es in einem Medienbericht.

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Kumamoto-Erdbeben: Verisk beziffert versicherte Schäden auf bis zu 2,1 Mrd. US-Dollar

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am 28. Juli die japanische Region Kumamoto auf der Insel Kyushu erschüttert und schwere Schäden hinterlassen. Nach einer ersten fundierten Schadensschätzung des US-Risikomodellierers Verisk belaufen sich die versicherten Sachschäden auf 1,4 bis 2,1 Milliarden Dollar. Die Prognose umfasst direkte Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden, Industrieanlagen sowie genossenschaftlich versicherten Immobilien durch Bodenerschütterungen und Bodenverflüssigung. Letztere sind ein geologisches Phänomen, bei dem sich fester Boden vorübergehend wie eine schwere Flüssigkeit verhält.

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DIA: „Die vorgesehene Beauftragung der Deutschen Bundesbank als Auffanglösung ohne offenes Auswahlverfahren überrascht“

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge äußert in einer Stellungnahme an das Bundesfinanzministerium schwere Bedenken zum Referentenentwurf der Frühstartrente. Mit Unverständnis reagiert das DIA etwa auf die geplante Beauftragung der Deutschen Bundesbank als Standardanbieter ohne vorheriges transparentes Wettbewerbsverfahren.

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Munich-Re-Klimatologe Tobias Grimm warnt vor „Super-El Niño“

112 Mrd. Dollar Gesamtschaden – und die größte Gefahr droht erst noch: Im ersten Halbjahr 2026 haben Naturkatastrophen weltweit schwere Schäden angerichtet, von denen laut Munich Re lediglich 44 Mrd. US-Dollar versichert waren. Den Hauptanteil machten US-Unwetter aus. Doch für die zweite Jahreshälfte erwartet Chef-Klimaforscher Tobias Grimm durch das Phänomen „Super-El Niño“ eine weitere Zuspitzung der Lage.

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Waldbrände in Frankreich: Versicherer schnüren historisches Hilfspaket

Großbrände bedrohen die französische Industrie: Nach Evakuierungen und Produktionsstopps bei Luftfahrt- und Rüstungsriesen droht der Region der wirtschaftliche Kollaps. Angesichts von massivem Arbeitsausfall und existenzbedrohenden Schäden steht nun die Assekuranz im Rampenlicht. Der Branchenverband France Assureurs hat Sofortmaßnahmen eingeleitet.

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KÖPFE & POSITIONEN

Kremer-Jensen steigt in die deutsche Aon-Holding auf

Im Zuge seiner europaweiten Umstrukturierung ordnete der Großmakler Aon die Aufgaben von zahlreichen Managern neu, u.a. von Kai Büchter und Marcel Armon. Nun ist auch bekannt, welche Rolle Hartmuth Kremer-Jensen zukünftig übernehmen wird. Nach 17 Jahren zieht sich der erfahrene Branchenkenner aus der Geschäftsführung des eigentlichen Maklergeschäfts zurück, um sich voll und ganz auf seine neue Rolle als Geschäftsführer der Aon Holding Deutschland zu konzentrieren.


Pat Gallagher über Maklerpreise: „Die Zeiten mit Multiplikatoren vom 15- bis 17-fachen EBITDA sind vorbei“

Der US-Versicherungsmakler Arthur J. Gallagher & Co. wuchs im zweiten Quartal um 24 Prozent. In dieser Zeit schloss der Konzern sieben strategische „Tuck-in“-Übernahmen ab. Während CFO Douglas K. Howell eine Investitionskapazität von rund 10 Milliarden US-Dollar für die kommenden zwei Jahre ankündigte und die konkreten Kauf-Multiplikatoren offenlegte, betonte CEO Pat Gallagher auf der Analystenkonferenz, dass die Zeiten extremer Markt-Bewertungen vorbei seien.

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CEO Lutz Richter verlässt Makleraufkäufer Summitas

Ende 2022 übernahm Lutz Richter (52) bei Summitas das Ruder, als die Gruppe gerade einmal zwei Makler zählte. 16 Zukäufe später kündigt der CEO seinen Rückzug an: Ende 2026 legt er das operative Geschäft nieder. Wer ihm auf dem Chefsessel nachfolgt – oder ob das bestehende Geschäftsführer-Trio (Jovan Zafirov, Ravindra Nath und Wolfgang Hägler) übernimmt –, ließ Richter im Gespräch mit VWheute offen. Das sei Sache der Eigentümer. Gleichwohl nennt er Details, warum die Personalentscheidung jetzt fällt und zieht Bilanz zum Umsatzwachstum.

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