SCHLAGLICHT

Ergo strukturiert um: Der Name DKV verschwindet vom Markt

Die Bereinigung auf dem deutschen Versicherungsmarkt geht weiter. Die Ergo-Gruppe gibt die traditionsreiche Marke DKV auf, wie die Süddeutsche Zeitung zuerst berichtete. Nach über einem Jahrhundert Geschichte wird der drittgrößte private Krankenversicherer Deutschlands in den Mutterkonzern integriert. Als Gründe werden neben hohen Werbekosten auch der Vormarsch der Künstlichen Intelligenz aufgeführt. Für das Geschäft sowie für den Kunden selbst ändere sich strukturell nichts, heißt es gegenüber VWheute.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

SE Gruppe gegen Helmsauer Brüder: Gericht weist einstweilige Verfügung im Streit um Flottenkonzept mit Nürnberger zurück

Im Streit um Wettbewerbsäußerungen hat die SE Gruppe einen juristischen Erfolg erzielt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hob eine einstweilige Verfügung der Helmsauer Brüder gegen die Dr. Schmidt & Erdsiek GmbH & Co. KG auf und wies den zugrunde liegenden Antrag „vollständig“ zurück.

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Kravag beschert Mutterhaus R+V wachsende Erträge

Der Transport- und Logistikversicherer Kravag hat seine Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2025 um 9,2 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro gesteigert und damit die Zwei-Milliarden-Marke nur knapp verfehlt. Der Jahresüberschuss der R+V-Tochter, mit ihren beiden Gesellschaften Kravag Allgemeine und Kravag Logistics, legte gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf 38,4 Mio. Euro zu. Mit Sorge schauen die Hamburger auf die zunehmende Verbreitung sogenannter „Phantomfrachtführer“ – und planen entsprechende Gegenmaßnahmen.

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Die KI-Trennlinie: Was Versicherungsvorstände in der Transformation jetzt entscheiden müssen

Der 2026er-Branchenkonsens lautet „Skalieren statt Pilotieren“. Entsprechend hoch sind die Investitionen in KI. Doch Skalierung ohne strategische Roadmap und grundlegende organisatorische Transformation erzeugt keinen nachhaltigen Wert, warnen die Expertinnen Beate Heinisch und Prof. Dr. Ulrike Vogelgesang im Gastbeitrag für VWheute. Wie führende Unternehmen in der KI-Transformation vorgehen und was das für die Dynamik der Branche bedeutet, beleuchtet dieser Beitrag.

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Schoeller wird alleiniger CEO der BarmeniaGothaer

Es war bloß eine Frage der Zeit, dass die vor knapp zwei Jahren fusionierte BarmeniaGothaer perspektivisch nur von einem CEO geführt werden würde. Aufgrund der Anteilsverhältnisse und der Altersgrenzen tippten die meisten auf Oliver Schoeller. Schoeller ist 55, sein Kollege Andreas Eurich ist 59 Jahre alt. Nun vermeldet der Konzern offiziell, dass Eurich zum Jahresende ausscheidet und den Weg für seinen Co-CEO frei macht. „Die Übergabe erfolgt planmäßig und basiert auf langfristigen Überlegungen zur Vorstands- und Aufsichtsstruktur“, heißt es in einer Mitteilung. Auch an anderen Stellen kommt es zu Veränderungen.

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Reformvorschläge der Rentenkommission: Das sagt die Branche

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat am Dienstag ihre 33 Empfehlungen für eine Reform der Alterssicherung vorgelegt. In ihrem Bericht empfiehlt die Kommission etwa, die gesetzliche Rentenversicherung auf weitere Personenkreise wie Selbstständige und Abgeordnete auszuweiten. Gleichzeitig plädiert sie für die Abschaffung der Rente mit 63 sowie eine schrittweise Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Während das Rentenniveau stabil bleiben soll, wird vorgeschlagen, die Rentenerhöhungen ab 2031 hinter der Lohnentwicklung zurückbleiben zu lassen. Die Reaktionen in der Versicherungs- und Vermittlerbranche fallen erwartungsgemäß gemischt aus. VWheute hat erste Stimmen zusammengetragen.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Das Hormuz-Dilemma: Pseudo-Versicherungen zwischen politischer Erpressung und echtem Schadensersatz

Teheran plant, den strategischen Golf von Hormuz über eine obligatorische „Zwangsversicherung“ zu monetarisieren – ein Akt, als würden Großbritannien und Frankreich plötzlich Passagegebühren für den Ärmelkanal verlangen. Doch das System birgt eine Sollbruchstelle: Sollte ein Frachter auf eine Mine laufen, muss der iranische Staat erst noch beweisen, ob er die Kehrseite des Versicherungsprinzips – die prompte und unbürokratische Schadensersatzleistung im Großschadensfall – überhaupt bedienen kann und will.

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MS Amlin beteiligt sich als Kapazitätsgeber am Natural Disaster Fund

Der Londoner Spezial- und Rückversicherer MS Amlin stellt dem Natural Disaster Fund (NDF) kommerzielle Risikokapazität zur Verfügung. Durch die Kooperation mit dem Partner Hannover Re wird das Fondsvolumen erweitert, um einkommensschwache Regionen im Globalen Süden gegen die finanziellen Folgen von Klimawandelschäden und Naturkatastrophen abzusichern.


Solide Basis, wackelige Zukunft: Lebensversicherer müssen sich neu erfinden

Die deutsche Lebensversicherungsbranche präsentiert sich in einer finanziell gefestigten Verfassung, sieht sich jedoch mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihr bestehendes Geschäftsmodell neu auszurichten. Wie aus dem aktuellen Marktausblick der Rating-Agentur Assekurata hervorgeht, sorgen auskömmliche Neuanlagezinsen, die schrittweise Auflösung der Zinszusatzreserve sowie robuste Solvenzquoten für eine solide Ausgangslage. Das Marktumfeld wird jedoch durch anhaltende geopolitische Spannungen, eine schwache Konjunktur, die das Neugeschäft bremst, sowie die ab 2027 anstehende Reform der geförderten privaten Altersvorsorge stark beeinflusst.

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Bussert über die Sorgen der Belegschaft: „Auch wenn oberflächlich so getan wird, als sei jeder aufgeschlossen gegenüber KI, die Realität sieht meist anders aus“

Im Umsatz Platz 22, im Ertrag Platz 11 und in der Markenbekanntheit Platz 6. Wie die Hanse Merkur diesen Spagat schafft, erläuterte Eric Bussert auf einer Fachkonferenz. Dazu gehören etwa eine kompromisslose Multi-Channel-Strategie ohne Preis-Arbitrage, cleveres Marketing und eine ehrliche Analyse der digitalen Transformation.

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POLITIK & REGULIERUNG

Swiss-Re-Bericht: Schweiz muss beim Schutz vor extremer Hitze nachbessern

Der Rückversicherer Swiss Re sieht die Schweiz nicht ausreichend gerüstet vor Hitzewellen und die damit verbundenen Folgen. Extreme Temperaturen könnten einem Bericht des Swiss Re Institute zufolge sogar den Schutz des Landes vor klassischen Naturgefahren, wie Überschwemmungen mindern.

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Swiss Life Asset Managers verkauft Amprion-Beteiligung an RWE

Der Essener Energiekonzern RWE baut seine Beteiligung an Deutschlands zweitgrößtem Hochspannungsnetzbetreiber Amprion aus. Für einen Kaufpreis von 3,6 Milliarden Euro übernimmt das Unternehmen zusätzliche Anteile am Konsortium M31, dem bisherigen Mehrheitsgesellschafter des Netzbetreibers. Swiss Life Asset Managers hat eine Vereinbarung über den Verkauf unterzeichnet. Talanx bleibt an Bord.

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Neue Runde bei der PEPP-Reform – GDV reagiert erleichtert

Wird das noch etwas mit dem „Pan-European Personal Pension Product“, kurz PEPP? Nachdem die EU-Kommission im vergangenen November ihre Reformpläne vorgelegt hat, wie sie das länderübergreifende Altersvorsorgeprodukt endlich zum Durchbruch verhelfen will, hat nun der Europäische Rat seine Ideen präsentiert. Demnach stimmt der Rat mit der Kommission darin überein, den Kostendeckel von maximal einem Prozent aufzuheben. Zudem soll PEPP wie geplant auch ohne Beratung angeboten werden dürfen. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat den Verhandlungsstandpunkt des Rates begrüßt. Moritz Schumann vom Branchenverband GDV sprach gegenüber VWheute von einem „wichtigen Signal“ – zwei Chancen lasse der Rat allerdings ungenutzt, wie Schumann monierte.

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Straße von Hormus: Allianz Commercial sieht maritimen Welthandel am Scheideweg

Um die Straße von Hormus ranken sich weiterhin Unsicherheiten, sodass der Handel auf der wichtigen Schifffahrtsroute trotz der vorläufigen Einigung zwischen den USA und dem Iran kaum in Gang kommt. Nach Einschätzung des Industrieversicherers Allianz Commercial warten derzeit rund 1.150 Frachtschiffe mit einem Schiffs- und Ladungswert von etwa 125 Mrd. US-Dollar darauf, ihren Betrieb im Persischen Golf wieder aufzunehmen. Der Versicherer wähnt die Weltwirtschaft bereits am Übergang zu einer „neuen maritimen Ordnung“. Diese sei geprägt von „eskalierenden Sicherheitsrisiken entlang strategischer Seewege“, so die düstere Prognose der Fachleute.

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Versicherungskammer-Studie: Optimisten tun mehr für ihre Vorsorge

Jeder will alt werden, aber keiner will es sein – dass an dieser Redewendung etwas dran ist, bestätigt eine aktuelle Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) und der Versicherungskammer. „Langlebigkeit wird ambivalent bewertet“, konstatierte WIP-Chef Frank Wild bei einem Pressegespräch. Menschen, die Alter vor allem mit Einschränkungen verbinden, würden Vorsorgethemen demnach eher vermeiden. Versicherungskammer-Vorstand Martin Fleischer erklärte auf Nachfrage von VWheute, ob sein Haus im Zuge der GKV-Reform mit einem stärkeren Neugeschäft bei Krankenzusatzversicherungen rechnet.

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KÖPFE & POSITIONEN

Provinzial lotst Ex-Friday-CEO Nasir in die OCC-Chefetage

Der frühere CEO des Berliner Insurtechs Friday, das inzwischen in der Allianz Direct aufgegangen ist, heuert beim Provinzial-Konzern an: Zum 1. Juli rückt Nasier Ahmad Nasir bei der Lübecker Spezialtochter OCC in die Geschäftsführung. Bei dem Assekuradeur übernimmt er den Platz von Nina Schmal, die sich künftig alleinig auf ihr Vorstandsmandat beim Provinzial-Konzern konzentrieren will.

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Simon Schäfer steigt bei Axa XL auf

Der Industrieversicherer Axa XL beruft Simon Schäfer vorbehaltlich der üblichen aufsichtsrechtlichen Genehmigung zum Country Manager Österreich. Das Aufgabengebiet erstreckt sich darüber hinaus auch auf die Region Zentral- und Südosteuropa. Er führt die Geschäfte von Wien aus und soll dazu beitragen, die lokale Expertise gezielt zu stärken, heißt es in einer Mitteilung.


Greco erweitert Vorstand

Der Wiener Versicherungsmakler Greco-Gruppe schafft zum 1. Juli das Vorstandsressort Expansion & Integration. Die Leitung übernimmt Markus Neubrand. Der 33-Jährige ist seit über acht Jahren bei Greco tätig.

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Bernd Telger übernimmt Aufsichtsratsvorsitz bei der Universa

Bei der Universa hat es im Rahmen der turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen im Juni personelle Veränderungen gegeben. Bernd Telger wurde zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt. Er folgt auf Professor Hubert Karl Weiler, der nach 20-jähriger Amtszeit aus dem Gremium ausscheidet und nun Ehrenvorsitzender ist. Neu in das Gremium rückt der ehemalige CEO Michael Baulig.

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