SCHLAGLICHT

Sierra Signorelli kehrt zur AIG zurück

Nach neun Jahren hat Sierra Signorelli die Zurich verlassen – geräuschlos und unter Kritik an der mauen Kommunikation des Schweizer Konzerns. Nun kehrt die Top-Managerin an ihre alte Wirkungsstätte zurück: Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt sie bei AIG als Chief Executive Officer das Amerikageschäft sowie die globale Privatkunden-Sparte. Den Job übt bislang Jon Hancock aus.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Aon beruft Doppel-Spitze zu Thofern-Nachfolgern

Bereits seit Juni ist bekannt, dass Jan-Oliver Thofern, CEO und Chairman des Rückversicherungsbereichs von Aon Deutschland, zum Jahresende in den Ruhestand wechselt. Thoferns Führungsaufgaben verteilt der Makler künftig auf mehrere Schultern: Ein Tandem aus den langjährigen Aon-Kräften Phillip Esser und Volker Wahl teilt sich die CEO- und Chairman-Position zum 1. Oktober 2026 untereinander auf.

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Vereinigte Hagel und Gartenbau-Versicherung wollen fusionieren

Auf dem deutschen Versicherungsmarkt bahnt sich ein weiterer Zusammenschluss an. Die Vereinigte Hagelversicherung und die Gartenbau-Versicherung wollen gemeinsam „ein starkes und unabhängiges Versicherungsunternehmen gestalten“, kündigte Vereinigte-Hagel-Vorstandssprecher Philipp Schönbach in einer Mitteilung an. 2027 sollen die „auf Augenhöhe“ geführten Gespräche über eine Fusion abgeschlossen sein. Die auf Landwirte und Gartenbaubetriebe spezialisierten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG) arbeiten bereits eng zusammen.

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PKV kritisiert CDU: „Schlechte Wahlergebnisse in den Bundesländern dürfen für die Union kein Anlass sein, jahrzehntelange Parteipositionen über Bord zu werfen“

Eine Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat Krankenversicherten hat im Gesundheitswesen eine Debatte ausgelöst. Der CDU-Politiker kündigte an, Benachteiligungen für Kassenpatienten, etwa bei der Vergabe von Behandlungsterminen, stärker anzugehen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung reagierte mit scharfer Kritik. Karl-Josef Laumann versuchte gestern Abend bei der ARD die Wogen zu glätten.


CNP Assurances prüft Coface-Übernahme

Der französische Lebensversicherer CNP Assurances befasst sich offenbar mit einem Kauf des Kreditversicherers Coface. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg arbeitet die Tochtergesellschaft der staatlich kontrollierten La Banque Postale an einem Übernahmeangebot. Ob der Deal klappt, dürfte auch vom größten Coface-Einzelaktionär Arch Capital abhängen.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Fitch-Umfrage: Rückversicherer bevorzugen Leben und Kranken bei der Kapitalallokation

Rückversicherer und andere Marktteilnehmer bevorzugen bei der Allokation von Eigenkapital die Segmente Leben und Kranken sowie Spezialrisiken gegenüber dem klassischen Sachrückversicherungsgeschäft. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Fitch Ratings hervor, die im Rahmen des Branchentreffens Rendez-Vous de Septembre in Monte Carlo unter 93 Marktteilnehmern – darunter Rückversicherer, Erstversicherer und Makler – durchgeführt wurde. Der Trend spiegelt eine strategische Reorganisation als Reaktion auf den anhaltenden Preisdruck im Sachbereich wider.


„Versicherer des Jahres 2026“ gekürt: Kein Anbieter ist mehr „sehr gut“ – doch die Allianz kämpft sich zurück

Die Deutschen werden immer unzufriedener mit ihren Versicherern. Im aktuellen Ranking des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) für ntv reicht es für die Branche erstmals nur noch zu einem „befriedigenden“ Urteil. Das Gesamtergebnis liegt bei 69,9 von 100 möglichen Punkten. 2025 waren es mit 70,4 Punkten zwar nur etwas mehr – das reichte damals aber noch für ein „gut“. 2022 schaffte die Branche 75,4 Punkte – seither ging es stetig runter. Spitzenreiter ist abermals der Münchner Verein, jedoch büßt er seinen Status als einziger „sehr guter“ Anbieter ein. Die Allianz machte einen gewaltigen Satz nach vorn und verbesserte sich um eine ganze Note.

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Versicherer werden wagemutiger bei Private Credit

Im Mai äußerte sich die Europäische Zentralbank (EZB) besorgt über den wachsenden Private-Credit-Appetit der europäischen Versicherer. Die Ratingagentur Moody’s hält die Risiken allerdings noch für beherrschbar. Man erwarte derzeit nicht, dass der Boom „die Bonität der meisten bewerteten Versicherer wesentlich beeinträchtigen wird“, heißt es in einem Bericht. Gleichwohl ist den Autoren nicht entgangen, dass sich Versicherer in den USA und Europa vermehrt auch an komplexeren Private-Credit-Strukturen heranwagen.

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Unterstützung für Global Player von morgen: Allianz investiert in europäischen Wachstumsfonds

Mit dem milliardenschweren Wachstumsfonds „Scaleup Europe Fund“ will die EU die Finanzierungslücke schließen, in die vielversprechende europäische Start-ups zu fallen drohen, wenn sie den Sprung zu einem sogenannten Scale-up wagen. Europas größter Versicherer unterstützt diesen Ansatz und will kräftig mitinvestieren: Man wolle „einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas“ leisten, teilte die Allianz mit. In den Fonds fließen auch Versichertengelder deutscher Kunden.

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Attikon übernimmt ASP Assecuranzmakler

Der Düsseldorfer Makleraufkäufer Attikon baut seine Präsenz im Norden Deutschlands aus und holt sich die ASP Assecuranzmakler GmbH ins Portfolio. Das Hamburger Unternehmen ist auf die Beratung und Betreuung von Wohnungsverwaltungen, Immobilienunternehmen sowie mittelständischen Gewerbe- und Privatkunden spezialisiert.


POLITIK & REGULIERUNG

Schifffahrt: „Ein globaler, pauschaler Versicherungsschutz ist einfach keine Option mehr“

Transportversicherer geraten zunehmend in die Rolle eines zentralen Krisenmanagers für den weltweiten Schiffsverkehr. Auf der Konferenz der International Union of Marine Insurance (IUMI) in Rotterdam stellte IUMI-Präsident Frédéric Denèfle als Vorsitzender des „President’s Workshop“ klar, vor welchen Herausforderungen die Branche steht. Sein Appell richtet sich direkt an die maritime Gemeinschaft. Das Verständnis für die Komplexität von Kriegsrisikoversicherungen müsse geschärft werden, um den Welthandel auch unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten.


Unfallversicherungs-Rating: Höhere Leistungsdichte an der Spitze, aber jedes fünfte Angebot schwächelt

Die Analyseagentur Franke und Bornberg hat ihr Unfallversicherungs-Rating 2026 vorgelegt. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Spreizung am Markt: Während immer mehr Versicherer den Sprung in die Höchstkategorie schaffen, fällt am unteren Ende weiterhin jeder fünfte Tarif ab. Insgesamt wurden 474 Tarife von 86 Gesellschaften untersucht. Bei den Spitzen-Tarifvarianten liegt die HanseMerkur vorne, während die am schlechtesten bewerteten Angebote unter anderem von der Huk-Coburg, Generali und der WGV stammen.

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Cybersicherheit: „Die Annahme, zu klein oder zu unwichtig zu sein, ist ein gefährlicher Trugschluss“

2025 ist die Zahl der Verträge gewerblicher Cyberversicherungen um 15,7 Prozent auf rund 157.000 gestiegen. Trotzdem bleibt sie in Deutschland wenig verbreitet, analysiert der GDV. „Nur rund fünf Prozent der Unternehmen sind gegen die Folgen eines Cyberangriffs versichert”, sagt die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. „Das ist nicht zuletzt angesichts der globalen Sicherheitslage ein Problem. Kein Betrieb ist vor Hackern sicher.“


IVS: 70 Prozent Nettoersatzquote klappt nur mit starker bAV

Die von der Alterssicherungskommission angestrebte Nettoersatzquote von 70 Prozent sei „ohne eine starke und leistungsfähige“ betriebliche Altersversorgung (bAV) nicht zu schaffen. Das erklärte der IVS-Vorstandsvorsitzende Stefan Oecking bei einem Pressegespräch des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS). Mit Blick auf die gesetzliche Kapitalrente fordern die Fachleute, „auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarktes“ zu nutzen. 

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Swiss Re Institute: Hurrikan in Florida könnte Versicherer über 300 Mrd. US-Dollar kosten

Im September vor genau hundert Jahren traf der legendenumwobene „Great Miami Hurricane“ die Küste Südfloridas und hinterließ in der damals noch jungen, rasch wachsenden Stadt ein Bild der Verwüstung. Ein Jahrhundert später macht eine aktuelle Risikoanalyse des Swiss Re Institute das Ausmaß der gewachsenen Verwundbarkeit deutlich. Ein Hurrikan der Kategorie 5, der heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte versicherte Schäden von 300 Mrd. US-Dollar oder mehr verursachen.

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KÖPFE & POSITIONEN

BCG-Urgestein Freese zieht in zwei Aufsichtsräte der Generali Deutschland ein

Christopher Freese berät Versicherer seit Jahrzehnten. Seine Expertise wird der Managing Director und Senior Partner der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) künftig auch dazu nutzen, zwei deutsche Generali-Gesellschaften zu kontrollieren. Wie der Versicherer mitteilte, zieht der 62-Jährige zum 1. Oktober in die Aufsichtsräte der Generali Deutschland Lebensversicherung AG und der Generali Deutschland Versicherung AG ein.

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Warren Buffett gibt Verwaltungsratsvorsitz an seinen Sohn ab

Warren Buffett zieht sich vom Vorsitz des Verwaltungsrats von Berkshire Hathaway zurück. Wie das Konglomerat am Freitag bekannt gab, übernimmt sein Sohn Howard Buffett (71) mit sofortiger Wirkung den Spitzenposten. Der 96-jährige Starinvestor wechselt in die Rolle des Ehrenvorsitzenden (Chairman Emeritus), bleibt dem Gremium jedoch als einfaches Mitglied erhalten.

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Wechsel zwischen Signal-Iduna-Töchtern: Donner & Reuschel-Vorstand Marx heuert bei Hansainvest an

Philip Marx, Vorstand bei der Privatbank und Signal-Iduna-Tochter Donner & Reuschel, wechselt in die Geschäftsführung der Schwestergesellschaft Hansainvest. Marx fängt im Mai 2027 bei der ebenfalls in Hamburg ansässigen Fondsgesellschaft an, um dann den Platz von Christian Schumacher einzunehmen. Dieser verlässt die Gruppe „auf eigenen Wunsch“.

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Howden Deutschland: Jens-Peter Oblau folgt auf Axel Meyer

Jens-Peter Oblau rückt zum Jahreswechsel in den Vorstand des Versicherungsmaklers Howden Deutschland. Der 57-Jährige übernimmt das Mandat von Axel Meyer, der zum 30. September aufhört. Meyer bleibt dem Unternehmen ein weiteres Jahr in beratender Funktion verbunden, heißt es in einer Mitteilung.