SCHLAGLICHT

Ex-AIG-Tochter Corebridge und Equitable fusionieren zu 22-Milliarden-Dollar-Konzern

In den USA bahnt sich eine Elefantenhochzeit an. Die Finanzdienstleister Corebridge Financial und Equitable haben sich am 26. März auf einen Zusammenschluss geeinigt. Die Fusion erfolgt im Rahmen eines reinen Aktientauschs. Das neue Unternehmen wird auf Basis der jeweiligen Schlusskurse vom Vortag mit rund 22 Milliarden US-Dollar bewertet und soll zu einem der führenden Akteure in den Bereichen Altersvorsorge, Lebensversicherung sowie Asset- und Wealth-Management aufsteigen.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

OVB setzt Wachstumskurs fort, doch der Heimatmarkt kommt nicht in Schwung

Der Kölner Finanzvertrieb OVB Holding AG hat seine Erträge aus Vermittlungen im Geschäftsjahr 2025 um 8,2 Prozent auf 437,2 Mio. Euro gesteigert und damit einen neuen Höchstwert erzielt. Getragen wurde der Zuwachs vor allem vom Geschäft in Mittel- und Osteuropa. In Deutschland waren hingegen sowohl Gewinn und Erträge als auch die Kunden- und Vermittlerzahlen rückläufig. Hinzu kommt, dass sich die weiteren Aussichten im Heimatmarkt aufgrund der Altersvorsorge-Reform, mit der die Politik die Branche auf dem falschen Fuß erwischt hat, kaum aufhellen dürften.

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Rückversicherer Allianz Jio Re startet Geschäftsbetrieb

Die Münchener Allianz und der indische Finanzdienstleister Jio Financial Services Limited (JFSL) melden den operativen Start ihres gemeinsamen Rückversicherungs-Joint-Ventures. Die neue Einheit, die unter dem Namen Allianz Jio Reinsurance Limited firmiert, erhielt am 12. März die finale Zulassung durch die indische Aufsichtsbehörde IRDAI und ist ab sofort befugt, Rückversicherungsgeschäfte auf dem Subkontinent zu zeichnen.

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Urgewald: Allianz hinkt bei fossilen Ausschlüssen hinterher

Pünktlich zur Hauptversammlungssaison erinnert die Umweltorganisation Urgewald daran, dass einige große deutsche Versicherer ihre Geschäfte im Bereich Kohle inzwischen zwar „deutlich reduziert haben“ – bei Öl und Gas jedoch „auf der Stelle treten“. Vor allem die Allianz erntet Vorwürfe seitens der Aktivisten – deren Kritik gründet auf eine aktuelle Analyse der Zeichnungs- und Anlagerichtlinien von insgesamt 40 großen Versicherungsakteuren durch die britische NGO ShareAction.

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DEVK bläst Turmbau-Pläne ab

Im Oktober 2025 stellte der Versicherer seine Baupläne auf den Prüfstand. Nun hat der DEVK-Vorstand beschlossen, den ursprünglich geplanten Turmbau auf dem Grundstück des Zooparkhauses in Köln-Riehl nicht zu realisieren. Seit der ersten Projektidee vor sieben Jahren hätten sich „wesentliche Rahmenbedingungen deutlich verändert“, heißt es in einer Mitteilung. Homeoffice und digitale Technologie haben die Büronutzung spürbar verändert. Der Versicherer hinterfragte schon länger die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.


Allianz prescht bei Telematik vor

Allianz X und die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft TPG, früher bekannt als Texas Pacific Group, stecken über 350 Millionen US-Dollar in den US-Telematikspezialisten Cambridge Mobile Telematics (CMT). Wie hoch die jeweiligen Anteile genau sind, ist nicht bekannt. Die Allianz wird im europäischen Markt als Hauptpartner operieren. Gegenüber VWheute spricht der Konzern von einem guten Investment und kündigt eine neue Generation von Telematik-Lösungen an.

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MÄRKTE & VERTRIEB

Kfz-Versicherungsmarkt bleibt kleinteilig, hat sich aber „wie ein Phönix aus der Asche“ erhoben

In der Kfz-Versicherung wird es auch künftig eine Vielzahl von Anbietern geben. Aktuell sind rund 90 Unternehmen aktiv. Auch Unternehmen mit kleineren Beständen können am Markt überstehen. Das ist das Ergebnis von Diskussionen auf dem Fachkongress „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“. Wie die Autoversicherer den Iran-Krieg einpreisen müssen, ob die Gesundung der Branche nachhaltig ist – und warum sich die Hoffnungen auf Telematik-Tarife wohl kaum erfüllen dürften, wurde in Köln ebenfalls diskutiert.  

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M&A-Analyse: DACH-Region wird zum Motor der europäischen Konsolidierung

Der europäische Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) in der Versicherungsbranche hat 2025 eine neue Bestmarke erreicht. Das Transaktionsvolumen summierte sich auf 789 Deals, was einer Zunahme um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie das Beratungsunternehmen FTI Consulting in einem Bericht schreibt. Der britische M&A-Markt bleibt demnach der größte, verliert aber im Gegensatz zum deutschen Markt deutlich an Dynamik.

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Altersvorsorge-Reform: „Es ist wichtig, dass Menschen an den Erfolgen des Kapitalmarkts teilhaben können. Das ermöglichen wir!“

Die Unzufriedenheit mit dem Status quo war der Motor hinter den monatelangen Verhandlungen im Finanzausschuss. Die bisherige Riester-Vorsorge galt vielen als zu intransparent, zu teuer und schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Das neue Modell soll die private Altersvorsorge wieder zu einem „wichtigen Baustein der gesamten Altersvorsorge der drei Säulen“ machen, erklärte SPD-Politikerin Frauke Heiligenstadt bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs. Der Kostendeckel für das Standardprodukt ist nach früherer Kritik auf ein Prozent abgesenkt worden.

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Global Aerospace ist der Hauptversicherer der verunglückten Air-Canada-Maschine

Am späten Sonntagabend kollidierte ein Jet der Air Canada Express während der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug. Das Unglück, das zwei Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte, rückt den massiven Personalnotstand der US-Luftfahrtbehörden erneut in ein kritisches Licht. Wer das Konsortium für die Kaskoversicherung (All-Risks) anführt, fand das Fachblatt The Insurer heraus.

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POLITIK & REGULIERUNG

Allianz steigt bei Amprion ein

Die Allianz übernimmt über ihre Tochter Allianz Global Investors einen mittelbaren Anteil der Talanx am deutschen Stromnetzbetreiber Amprion. Zuletzt wurde darüber berichtet, dass einige Mitglieder von M31, einem Investorenkonsortium, das 74,9 Prozent an Amprion hält, derzeit verschiedene Optionen prüfen. Zur Debatte stand sowohl die Verschiebung von Anteilen an Mitgesellschafter als auch der vollständige Verkauf von Beteiligungen. Talanx bleibt als Teil der M31 Beteiligungsgesellschaft weiterhin investiert.

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R+V-Vorstand Hasselbächer zerlegt staatliches Standarddepot: „Am Ende bekommst du nicht die beste Lösung, sondern die einfachste“

Dass die Koalition aus CDU und SPD ein Standarddepot plant, das von einem öffentlichen Träger angeboten und durch das Bundesfinanzministerium ausgestaltet wird, stößt in der Versicherungsbranche auf scharfe Kritik. Zu hören sind Begriffe wie „Sündenfall“ oder „Wettbewerbsverzerrung“. Rollinger-Kollege und R+V-Vertriebsvorstand Jens Hasselbächer spricht von einem Vorsorge-Experiment auf Kosten der Bürger.

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Aktuare stören sich an geplanten Regeln für strauchelnde Versicherer

Gerät ein Versicherer in Schieflage, soll nach dem Willen der Bundesregierung ein umfassendes Regelwerk greifen, um die Folgeschäden so klein wie möglich zu halten. Doch was gut gemeint ist, ist aus Sicht der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) nicht automatisch gut gemacht. Am Referentenentwurf für das geplante Gesetz stört die Aktuare vor allem, dass sich die Regeln zu stark an die Bankenbranche anlehnten. Den Besonderheiten des Versicherungssektors würden diese nicht gerecht, so der Vorwurf. Zudem sieht die DAV gesunde Versicherer im Nachteil, wenn es bei einer Gesellschaft kriselt.  

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Blick aus dem All: Wie Satellitendaten die Versicherungsbranche revolutionieren

Zwischen 1981 und 2024 summierten sich die wirtschaftlichen Schäden infolge von Naturkatastrophen in der EU auf über 900 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon entstand allein in den letzten vier Jahren. Die traditionelle Risikokalkulation stößt an ihre Grenzen. In einem Whitepaper untersucht Eiopa zusammen mit der EU-Weltraumagentur Euspa, wie Erdbeobachtungsdaten genutzt werden können, um die Aufsicht über Naturkatastrophen zu verbessern und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf den Versicherungssektor zu bewerten. Eine wichtige Rolle spielt das Weltraumprogramm Copernicus.

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Chubb nennt Details zu Schifffahrtlösung im Golf

Der US-Versicherer Chubb legt die Details der Versicherungslösung für die Schifffahrt im Golf offen. Das Projekt ist in Partnerschaft mit der staatlichen U.S. International Development Finance Corporation realisiert worden. Nachdem die DFC den Versicherer vor knapp zwei Wochen zum führenden Underwriter für einen Rückversicherungsplan im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar ernannt hatte, konkretisieren sich nun die Strukturen.

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KÖPFE & POSITIONEN

Investment-Experte Boris Sonntag beerbt Ulrich Schneider im VHV-Vorstand

Der langjährige Kapitalanlagevorstand der VHV Ulrich Schneider verabschiedet sich zum 30. April 2026 in den Ruhestand – und übergibt sein Amt an einen Kollegen aus den eigenen Reihen: Der 48-jährige Boris Sonntag gehört seit Juli 2021dem Vorstand der Konzerngesellschaft Hannoversche Leben an, wo er bereits für die Kapitalanlagen zuständig war.

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Versicherungslegende Stephen Catlin legt Chairman-Posten von Convex nieder

Branchenveteran Stephen Catlin tritt als Verwaltungsratsvorsitzender des bermudischen Spezialversicherers Convex zurück. Sein Nachfolger wird Bobby Le Blanc, derzeit CEO des Mehrheitsaktionärs Onex. Catlin gründete Convex im Jahr 2019. Internationale Bekanntheit erlangte er zuvor als Gründer des nach ihm benannten Unternehmens Catlin, zwischenzeitlich Teil von XL Catlin, die heute zu Axa XL gehört.

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Franz-Josef Hahn hört als Peak-Re-Chef auf

Der in Hongkong ansässige Rückversicherer Peak Re nimmt einen Wechsel an der Führungsspitze vor. Franz-Josef Hahn, Mitgründer und CEO, verlässt das Unternehmen nach vierzehn Jahren im Amt. Hahn ist Deutscher und ein bekannter Name in der Branche. Vor seiner Tätigkeit für Peak Re arbeitete er in führenden Positionen mit Verantwortung für die asiatischen Märkte bei Munich Re und Swiss Re.

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Das Ende der Abschlussprüfung: Warum punktuelle Compliance unter DORA nicht mehr ausreicht

Die Logik der regulatorischen Aufsicht ändert sich: Digitale Resilienz bedeutet heute mehr als nur periodische Tests oder einzelne Release-Gates. Vielmehr ist eine dauerhafte Nachweisfähigkeit entscheidend. In Zukunft müssen Finanzunternehmen jederzeit nachweisen können, dass ihre Systeme stabil, kontrolliert und regelkonform arbeiten. Ein Gastbeitrag von Björn Eckmayer

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Griechische Staatsanwaltschaft bezichtigt Hiscox-Manager des Meineids

Der juristische Konflikt um den früheren Hiscox-Manager Yuval Abraham ist siebeneinhalb Jahre nach dessen Verurteilung wieder zurück in den Schlagzeilen. Die griechische Justiz geht dem Verdacht nach, dass damals falsche Beweise gegen den früheren Finanzchef der Bermuda-Tochter Hiscox Services Ltd (HSL) hervorgebracht wurden, um eine Auslieferung Abrahams an Bermuda zu forcieren. Der Falschaussage-Verdacht richtet sich gegen einen Hiscox-Manager, der nun in Griechenland wegen Meineids angeklagt wurde, wie aus einem Medienbericht hervorgeht.  

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