US-Senatoren fordern Aufklärung von Versicherungsriesen wegen unbezahlter Schadenfälle

In den USA wächst der politische Druck auf große Versicherungsgesellschaften: Die beiden Senatoren Elizabeth Warren (Demokraten) und Josh Hawley (Republikaner) haben in einem gemeinsamen Brief sechs der größten Versicherer des Landes ins Visier genommen. Grund für die scharfe Kritik ist ein ansteigender Anteil an Kfz- und Wohngebäudeversicherungsfällen, die geschlossen werden, ohne dass eine Auszahlung an die Versicherten erfolgt ist.

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Eiopa verschärft Kontrolle bei Private-Equity

Die Eiopa greift angesichts des wachsenden Einflusses von Finanzinvestoren auf dem europäischen Versicherungsmarkt durch. Mit einer Aufsichtserklärung richtet die EU-Behörde konkrete Erwartungen an die nationalen Aufsichtsbehörden, um die Risiken von Private-Equity-Übernahmen einzudämmen. Im Fokus stehen etwa komplexe Holdingstrukturen, aggressive Anlagestrategien und die Abhängigkeit von Rückversicherungen, die letztlich die Ansprüche der Versicherten gefährden könnten.

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Frauen sind deutlich skeptischer gegenüber KI-Finanzberatung

Beim Thema Geld und Künstliche Intelligenz zeigt sich in Deutschland ein deutliches Geschlechtergefälle: Während Männer einer KI-basierten Finanzberatung spürbar aufgeschlossener gegenüberstehen, zeigen Frauen beim Einsatz automatisierter Systeme erhebliche Vorbehalte. Das offenbart eine aktuelle OVB-Studie, durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Befragten in Deutschland.

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Eigenschaden-Deckung ignoriert: Michael Hendricks kritisiert das D&O-Urteil des LAG Köln

Das jüngste Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln zur D&O-Versicherung schlägt in der Fachwelt hohe Wellen. Nun schaltet sich der renommierte D&O-Experte Michael Hendricks in die Debatte ein. Sein Vorwurf: Das Gericht habe eine zentrale versicherungstechnische Realität komplett übersehen und damit an der gelebten Praxis der Versicherungswirtschaft vorbeientschieden. Derweil stufen die Experten von Clyde & Co das Urteil als einen gefährlichen dogmatischen Irrweg, der das Trennungsprinzip zwischen Versicherungs- und Haftungsrecht missachtet.

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Ransomware-Explosion in Deutschland: Microsoft meldet Verdreifachung der Erpressungsfälle

Ein Viertel aller weltweiten Cyberangriffe auf Microsoft-Kunden richtet sich gegen die USA. Das geht aus dem aktuellen "Digital Defense Report 2026" hervor, für den der Technologiekonzern die Bedrohungslage im ersten Halbjahr 2026 ausgewertet hat. Direkt hinter den USA folgen mit Israel und der Ukraine zwei Staaten in aktiven Kriegshandlungen. Deutschland schafft es als einziges EU-Land unter die zehn am häufigsten attackierten Nationen.

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Reaktion auf drohende US-Sanktionen: Axa und Internationaler Strafgerichtshof kündigen Zusammenarbeit auf

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) und der französische Versicherer Axa haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit zum 1. Oktober vorzeitig zu beenden. Einem Medienbericht zufolge dient der Schritt dazu, negative Folgen für die Axa abzuwehren, die drohende US-Sanktionen gegen das Kriegsverbrechertribunal nach sich ziehen könnten.

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Lebens- und Krankenversicherern drohen Haftungsrisiken durch den Klimawandel

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa warnt vor den Spätfolgen von Hitzewellen für die Lebens- und Krankenversicherung sowie die betriebliche Altersversorgung. Bislang halten ausgleichende Faktoren die finanziellen Schäden noch in Grenzen. In den kommenden Jahrzehnten dürften die Haftungsrisiken für die Branchesteigen.

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Pflegereform beschlossen: Entscheidung über PKV-Einbindung auf Januar vertagt

Nach einem tagelangen, dramatischen Koalitionsstreit hat das Bundeskabinett die umkämpfte Pflegereform von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) beschlossen. Um ein Defizit von acht Milliarden Euro abzuwenden, steigen die Beiträge für Kinderlose, Gutverdiener und mitversicherte Ehepartner. Die SPD scheiterte in letzter Sekunde mit ihrer Forderung nach einer Zwangsabgabe für Privatversicherte.

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Kfz-Haftpflichtversicherung: Mehr als zwölf Millionen Autofahrer erhalten neue Typklasse

Für mehr als zwölf Millionen Autofahrer in Deutschland ändern sich im kommenden Jahr die Typklassen ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung. Rund 7,4 Millionen Fahrzeuge werden höher eingestuft, sodass sich der Schutz für sie tendenziell verteuert. Etwa 5,1 Millionen finden sich dagegen künftig in einer niedrigeren Typklasse wieder, meldet der Branchenverband GDV. In der Vollkaskoversicherung kann es nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox teils zu erheblichen Preissprüngen kommen.

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Historisches Urteil: Manager muss trotz D&O-Versicherung 50 Mio. Euro nach CEO-Fraud selbst zahlen

Ein folgenschwerer Betrugsfall beschäftigt die deutsche Wirtschaftswelt: Ein Finanzchef fällt auf geschickte Kriminelle herein und transferiert 50 Millionen Euro Firmenkapital. Nun muss er den Schaden aus eigener Tasche zahlen – ausgerechnet, weil für ihn eine millionenschwere D&O-Versicherung bestand. Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln rüttelt an den Grundfesten der Managerhaftung.

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Frühstartrente erreicht Bundestag: GDV und Vermittler marschieren bei Beratungspflicht weiter getrennt

Der Bundestag hat am Freitag erstmals über den Gesetzentwurf zur Einführung der sogenannten Frühstartrente debattiert. Als nächstes befasst sich der Finanzausschuss mit dem geplanten Altersvorsorgeprodukt, das sich an Kinder ab sechs Jahren richtet. Bei den weiteren Beratungen kann es noch zu Änderungen kommen – vor allem das Vermittlerlager um BVK und DVAG stört sich daran, dass ein Abschluss ohne verpflichtende Beratung vorgesehen ist. Der Versichererverband GDV befürwortet dies hingegen.    

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Stresstest für den Ernstfall: Was das neue VSAAG für Versicherer bedeutet

Es war ein gesetzgeberischer Sprint am vergangenen Freitag: Mit dem Beschluss des Versicherungs-Sanierungs-Abwicklungs-und-Aufsichtsänderungs-Gesetzes (VSAAG) hat die Politik vollendete Tatsachen geschaffen. Die Koalition aus Union, SPD und Grünen stimmte im Bundestag geschlossen für das Reformwerk, während die AfD ablenkte und sich die Linke enthielt. Für die deutsche Versicherungswirtschaft bricht damit eine neue Ära der Regulierung an. Doch was bedeutet das Mammutprojekt konkret für die Unternehmen?

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Polen sucht Alternativplan: Politische Blockade verzögert Großfusion von PZU und Pekao

Der geplante Zusammenschluss von Polens größtem Versicherer PZU mit der Großbank Pekao gerät ins Stocken. Wegen drohender Vetos von Staatspräsident Karol Nawrocki prüft das Ministerium für Staatsvermögen nun ein alternatives Konzernmodell, das ohne umfangreiche Gesetzesänderungen auskommt.

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Allianz-Bericht legt offen, wie der Klimawandel die Wirtschaft belastet

Der Allianz Climate Economics Report 2026 zeichnet ein umfassendes Bild über das Ausmaß der volkswirtschaftlichen Kosten durch den Klimawandel. Neben den Milliardenschäden durch Dürren, Brände und Fluten belegen die Autoren die Dämpfungseffekte sommerlicher Hitzewellen auf die europäische Arbeitsproduktivität und das Wirtschaftswachstum. Vor allem das für 2027 prognostizierte Super-El-Niño-Ereignis droht, die globale Konjunktur zu belasten und die Nahrungsmittelpreise nach oben zu treiben.

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Streit um 677 Mio. Pfund: Santander siegt im Mis-Selling-Prozess gegen Axa

In früheren Jahrzehnten galt die Verquickung von Krediten und Restschuldversicherungen als verlässliche Gelddruckmaschine für Banken und Versicherer. Heute beschäftigt das millionenschwere Nachspiel dieses „Mis-Sellings“ die Gerichte. Vor dem Londoner Court of Appeal hat nun Santander einen Etappensieg gegen Axa errungen – mit womöglich teuren Konsequenzen für den französischen Versicherungsriesen.

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Schifffahrt: „Ein globaler, pauschaler Versicherungsschutz ist einfach keine Option mehr“

Transportversicherer geraten zunehmend in die Rolle eines zentralen Krisenmanagers für den weltweiten Schiffsverkehr. Auf der Konferenz der International Union of Marine Insurance (IUMI) in Rotterdam stellte IUMI-Präsident Frédéric Denèfle als Vorsitzender des „President’s Workshop“ klar, vor welchen Herausforderungen die Branche steht. Sein Appell richtet sich direkt an die maritime Gemeinschaft. Das Verständnis für die Komplexität von Kriegsrisikoversicherungen müsse geschärft werden, um den Welthandel auch unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

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Unfallversicherungs-Rating: Höhere Leistungsdichte an der Spitze, aber jedes fünfte Angebot schwächelt

Die Analyseagentur Franke und Bornberg hat ihr Unfallversicherungs-Rating 2026 vorgelegt. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Spreizung am Markt: Während immer mehr Versicherer den Sprung in die Höchstkategorie schaffen, fällt am unteren Ende weiterhin jeder fünfte Tarif ab. Insgesamt wurden 474 Tarife von 86 Gesellschaften untersucht. Bei den Spitzen-Tarifvarianten liegt die HanseMerkur vorne, während die am schlechtesten bewerteten Angebote unter anderem von der Huk-Coburg, Generali und der WGV stammen.

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Cybersicherheit: „Die Annahme, zu klein oder zu unwichtig zu sein, ist ein gefährlicher Trugschluss“

2025 ist die Zahl der Verträge gewerblicher Cyberversicherungen um 15,7 Prozent auf rund 157.000 gestiegen. Trotzdem bleibt sie in Deutschland wenig verbreitet, analysiert der GDV. „Nur rund fünf Prozent der Unternehmen sind gegen die Folgen eines Cyberangriffs versichert”, sagt die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. „Das ist nicht zuletzt angesichts der globalen Sicherheitslage ein Problem. Kein Betrieb ist vor Hackern sicher.“

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IVS: 70 Prozent Nettoersatzquote klappt nur mit starker bAV

Die von der Alterssicherungskommission angestrebte Nettoersatzquote von 70 Prozent sei „ohne eine starke und leistungsfähige“ betriebliche Altersversorgung (bAV) nicht zu schaffen. Das erklärte der IVS-Vorstandsvorsitzende Stefan Oecking bei einem Pressegespräch des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS). Mit Blick auf die gesetzliche Kapitalrente fordern die Fachleute, „auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarktes“ zu nutzen. 

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Swiss Re Institute: Hurrikan in Florida könnte Versicherer über 300 Mrd. US-Dollar kosten

Im September vor genau hundert Jahren traf der legendenumwobene „Great Miami Hurricane“ die Küste Südfloridas und hinterließ in der damals noch jungen, rasch wachsenden Stadt ein Bild der Verwüstung. Ein Jahrhundert später macht eine aktuelle Risikoanalyse des Swiss Re Institute das Ausmaß der gewachsenen Verwundbarkeit deutlich. Ein Hurrikan der Kategorie 5, der heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte versicherte Schäden von 300 Mrd. US-Dollar oder mehr verursachen.

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Bilanzjahr 2025 zeigt für die PKV ein gemischtes, aber robustes Bild

Die private Krankenversicherung blickt auf ein gemischtes Bilanzjahr 2025 zurück. Die verdienten Bruttobeiträge der Branche stiegen laut Map-Report von Franke und Bornberg um 8,4 Prozent auf 54,63 Milliarden Euro an und die Zahl der Vollversicherten wuchs das dritte Jahr in Folge auf über 8,78 Millionen Personen. Trotz sinkender Kostenquoten und steigender Erträge aus Kapitalanlagen bleibt der Leistungsdruck durch medizinische Inflation hoch. Zudem belasten das Zinsumfeld und schmelzende Reserven die Bilanzen vieler Anbieter, was zu großen Qualitätsunterschieden im Markt führt.

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Die neue Produkthaftung lässt den Markt noch kalt

Nach fast vier Jahrzehnten erfährt das Produkthaftungsrecht eine radikale Zäsur: Mit der Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie rücken Software, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme erstmals direkt in den Fokus der verschuldensunabhängigen Haftung. Wie Industrie und Assekuranz auf diesen Wandel reagieren, beleuchteten auf dem GVNW-Symposium unter anderem Dr. Arun Kapoor (Noerr), Nils Hellberg (GDV), Verena Heimig (MSIG Europe) und Birgit Nold (WTW).

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GVNW-Elefantenrunde über personellen Aderlass: „Wenn ganze Teams wechseln, bereitet das große Probleme“

Befindet sich die Industrieversicherung mitten in einer beispiellosen Umwälzung, steht das M&A-Karussell vor dem Stillstand und dient die Konsolidierung wirklich dem Kundeninteresse? Auf der GVNW-Elefantenrunde lieferten Anja Funk, Michael Furtschegger, Kai Kuklinski, Petra Riga-Müller, Ralph Rockel und Holger Kraus die Antworten dazu. Unabhängig von der M&A-Welle treibt die Manager jedoch ein weiteres Thema um: die zunehmende Rotation ganzer Fachteams, die das Tagesgeschäft spürbar belastet.

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BGH: Kaskoversicherte müssen Werkstattrisiko auf sich nehmen

Welche Seite muss in der Kfz-Kaskoversicherung das sogenannte Werkstattrisiko tragen – der Versicherer oder der Versicherungsnehmer? Letzterer, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem höchstrichterlichen Urteil. Damit muss die Kundin, die gegen die Huk24 geklagt hatte, knapp 390 Euro, die der Versicherer als überhöht erachtet hatte, aus eigener Tasche zahlen. Der Mutterkonzern Huk-Coburg begrüßt das Urteil.

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Nach OLG-Urteil: Zurich will Niederlage im Rentenfaktor-Streit nicht hinnehmen

Der Lebensversicherer Zurich Deutscher Herold durfte den Rentenfaktor in tausenden fondsgebundenen Riester- und Rentenversicherungen nicht herabsetzen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden und damit den klagenden Verbraucherschützern recht gegeben. Beendet ist der Streit damit aber noch nicht: Der Versicherer will Revision gegen das OLG-Urteil beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegen, wie ein Sprecher auf VWheute-Nachfrage mitteilte.

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Skalieren statt Fusionieren

Das deutsche Gesundheitswesen befindet sich an einem Wendepunkt. Mit der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie, den Ergebnissen der FinanzKommission Gesundheit (FKG), dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sowie dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG, Kabinettsentwurf vom 15. Juli 2026) adressiert die aktuelle Reformagenda des Bundesministeriums für Gesundheit gleichzeitig die Themen Finanzierung, Digitalisierung, Datennutzung und Versorgungssteuerung. Ein Überblick von Convista-Expertin Eva Maria Reuter.

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Rückversicherer warnen vor unberechenbarer Weltordnung

Thierry Léger, CEO des französischen Rückversicherers Scor, und sein Chief Underwriting Officer Jean-Paul Conoscente zeichnen in Monte Carlo das Bild einer „Disrupted World“. Eine kontinuierliche, kalkulierbare Entwicklung gehöre der Vergangenheit an. Stattdessen mache eine Sequenz unberechenbarer Schocks das Risikomanagement extrem komplex.

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Munich Re: Non-Peak Perils auf dem Vormarsch

Der weltweit größte Rückversicherer Munich Re kann sich über hervorragende Renditen freuen. Doch hinter den Kulissen blickt der Branchenprimus mit Sorge auf eine Welt, die von geopolitischen Spannungen und dem Klimawandel gezeichnet ist. Für Rückversicherer stehen mehrere Kernaufgaben im Fokus: Risiken verringern, Schadenszenarien exakt vorhersagen und Schäden bezahlen. Kritik übt die Munich Re an Sidecars.

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Hagelsturm in der Schweiz kommt Versicherer teuer zu stehen

Ein schweres Hagelunwetter in der Schweiz hat zu großen Schäden geführt. Allein die Allianz Suisse registrierte bislang mehr als 11.000 Schadenmeldungen an Fahrzeugen. „Die Zahl steigt weiterhin an“, teilte der Versicherer mit. Dort setzt man nun auf spezielle „Hagel-Drive-Ins“, um die Schadenregulierung zu beschleunigen. Hart traf es auch den Schweizer Anbieter Mobiliar. Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re rechnet für die Unwetterserie, die neben der Schweiz auch Deutschland, Frankreich und Italien traf, mit versicherten Schäden von bis zu 2,5 Mrd. Euro.

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Willis: Industrieversicherer locken mit Kapazitäten, doch nachlässige Kunden werden abgestraft

Die Industrieversicherer haben nach Einschätzung des Maklers Willis „wieder Wachstumsappetit“ zurückerlangt, wollen aber genauer wissen, welche Risiken sie einkaufen. Unternehmen, die den Underwritern nicht die relevanten Informationen liefern, dürften es deshalb trotz reichlich vorhandener Kapazität schwer haben, so die Überzeugung der Marktbeobachter. Das gilt vor allem in der Kfz-Versicherung. Vergleichsweise entspannt geht es in der Cyber- und D&O-Sparte zu.

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Qualitätsverlust und steigende Prämien für Fahranfänger?

Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Fahrlehrergesetzes soll die Fahrschulausbildung entbürokratisiert, modernisiert und zukunftsfähig gestaltet werden. Dies ist das Ziel des intendierten Gesetzesentwurfs. Unter anderem sind dafür rechtliche Änderungen im Fahrlehrergesetz erforderlich. Im Fokus der Betrachtung steht der Führerschein Klasse B für Pkw. Rainer Grim, Produktentwickler Kraftfahrt bei der R+V, analysiert.

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Gallagher Re: Rückversicherer verdienen prächtig – doch wohin mit dem ganzen Kapital?

Die Rückversicherer haben im ersten Halbjahr 2026 erneut hohe Gewinne eingefahren. Einem Bericht des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge erwirtschafteten die großen Player eine Eigenkapitalrendite von 19,9 Prozent und damit den zweithöchsten Halbjahreswert der vergangenen zehn Jahre. Allerdings äußern sich die Fachleute besorgt über „das bereits erhebliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in vielen Rückversicherungsmärkten“. Die Herausforderung für die Branche verlagere sich „zunehmend von der Kapitalbeschaffung hin zur Kapitalverwendung“.

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Jörg Asmussen: „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“

Die Schäden durch Naturgefahren haben sich in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt. Nach Angaben des GDV beliefen sich die versicherten Schäden im ersten Halbjahr auf insgesamt 950 Millionen Euro. Damit lag das Schadensaufkommen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hauptgrund für die günstige Bilanz war das Ausbleiben schwerer Winterstürme.

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Sturzflut in Nepal: AM Best rechnet mit überschaubaren Versicherungsschäden

Die jüngsten Überschwemmungen in Nepal verursachen nach einer Einschätzung der Ratingagentur AM Best im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nur begrenzte Schäden für den Versicherungsmarkt des Landes. Nepals Versicherungsdurchdringung gehört zu den niedrigsten in Asien. Vor allem betroffen sind Anlagen zur Wasserkrafterzeugung, Bauleistungs- und technische Versicherungen für laufende Infrastrukturprojekte sowie Gewerbeimmobilien entlang der Haupttransportrouten, heißt es.

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R+V baut Unterstützung für Lokalmatador SV Wehen Wiesbaden aus

Das R+V-Logo war bislang nur auf dem rechten Trikotärmel der Profikicker des SV Wehen Wiesbaden präsent – nun aber ist der lokal ansässige genossenschaftliche Versicherer zum Exklusiv-Partner des Fußball-Drittligisten aufgestiegen. Die R+V erhöht damit ihre Sichtbarkeit im heimischen Stadion und engagiert sich außerdem stärker in der Nachwuchsarbeit des Vereins – der ausgerechnet im Jubiläumsjahr mit einem schlechten Saisonstart zu kämpfen hat.

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Ascore: Private Krankenversicherung verzeichnet Rückgang bei Sicherheitswerten

Das Hamburger Analysehaus Ascore hat die Ergebnisse ihres Unternehmensscorings der privaten Krankenversicherung für das Jahr 2026 vorgelegt. Von insgesamt 32 bewerteten Versicherern erhielten vier Anbieter die höchste Bewertungsklasse. Dazu zählen die Signal Iduna, R+V, Universa und die LVM. Während sich die Erfolgsparameter und Bestandszahlen im Geschäftsjahr 2025 positiv entwickelten, verzeichneten die finanziellen Sicherheitskennzahlen einen rückläufigen Trend.

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Haftpflichtschutz für Hebammen: Konzern Versicherungskammer verlängert Konsortialvertrag

Der Konzern Versicherungskammer führt das Versicherungskonsortium für den gesetzlichen Haftpflichtversicherungsschutz der rund 16.000 freiberuflichen Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes weiter. Der DHV nahm ein entsprechendes Verlängerungsangebot nach Verhandlungen an. Die neue Vertragslaufzeit beträgt viereinhalb Jahre und endet am 31. Dezember 2031. Zuvor lag die Laufzeit bei drei Jahren. Dem Konsortium gehören neben der Versicherungskammer die Allianz Deutschland, HDI Deutschland sowie die R+V Allgemeine an.

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Schutz vor Extremhitze: NRW holt sich Hilfe von Zurich Deutschland

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet künftig mit der Zurich Deutschland zusammen, um Handlungsoptionen im Umgang mit Klimafolgen und extremer Hitze zu entwickeln. Wie beide Partner auf einer Pressekonferenz in Berlin bekanntgaben, handelt es sich um die erste Kooperation dieser Art zwischen einem deutschen Landesministerium und einem Versicherungsunternehmen. Zurich setzt entsprechende Projekte bereits mit den Kommunalverwaltungen in Madrid und London um.

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Kfz-Schäden: Unfallzahlen sinken, Reparaturen werden teurer

Der Leasing- und Fuhrparkmanagement-Dienstleister Ayvens zieht eine gemischte Bilanz aus dem Schadenjahr 2025 im Kfz-Bereich. Während die Schadenhäufigkeit insgesamt rückläufig ist, steigt der finanzielle Aufwand pro Einzelschaden an. Der Anbieter wickelte im vergangenen Jahr rund 53.000 kaskorelevante Fahrzeugschäden ab.

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Gespräche mit Londoner Maklern: Saudi-Arabien plant staatliche Kriegsversicherung für Schiffe

Weil der Iran-Konflikt kein Ende nimmt und Angriffe der Houthi-Rebellen zunehmen, zieht Saudi-Arabien Konsequenzen: Das Königreich verhandelt über eine staatlich abgesicherte Schiffsversicherung, um den bedrohten Seehandel zu schützen. Dass solche Konzepte kein Selbstläufer sind, belegt ein US-Programm unter Donald Trump mit Chubb und AIG, das in der Praxis völlig wirkungslos blieb.

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Vermittlerverband AfW hofft bei PEPP-Reform auf „überfällige Korrektur“

Das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt PEPP hat die Erwartungen nicht erfüllt – es sei „nahezu vollständig gefloppt“, meint gar der Vermittlerverband AfW. Das Europäische Parlament schlägt nun zahlreiche Änderungen vor, um die 2019 eingeführte Reform doch noch ins Laufen zu bringen. Beim AfW lobt man vor allem die „überfällige Korrektur des Kommissionsvorschlags bei Beratung und Vergütung“.

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Niederländischer Versicherer zieht Notbremse bei China-Autos

Der niederländische Versicherungsverein Univé nimmt für zahlreiche chinesische Fahrzeugmarken keine Neukunden mehr auf. Als Grund nennt der Assekuranz-Riese erhebliche Lücken in der Ersatzteilversorgung, ausufernde Lieferzeiten sowie ein unzureichend ausgebautes Werkstattnetz. Selbst kleinere Blechschäden drohen dadurch zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko zu werden.

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Stärkere PKV-Mitfinanzierung der Pflege: Reuther weist Klingbeil-Forderung zurück

Der PKV-Verband hat sich gegen Äußerungen von SPD-Chef Lars Klingbeil positioniert, wonach Privatversicherte stärker an der Finanzierung der Pflege beteiligt werden sollen. „Eine solche Sonderabgabe wäre verfassungswidrig“, entgegnete Verbandsdirektor Florian Reuther in einer Stellungnahme. Die Branchenvertreter haben kürzlich eigene Vorschläge für eine „nachhaltige Pflegereform“ präsentiert.

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Allianz zahlt Millionen für abgebrannte Staatsoperette

Mehr als ein Jahr ist es her, dass ein verheerender Großbrand die ehemalige Staatsoperette im Stadtteil Leuben in Schutt und Asche legte. Nun steht fest, wie viel Geld die Landeshauptstadt aus der Versicherungspolice der Allianz erhält. Die Summe ist zweistellig im Millionenbereich – doch an den Geldregen ist eine konkrete Bedingung geknüpft.

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GDV befürchtet höhere Transportschäden durch Rhein-Niedrigwasser

Der Rhein gibt derzeit ein trauriges Bild ab: Niemals seit Beginn der Aufzeichnungen führte Deutschlands größter und wichtigster Fluss so wenig Wasser wie jetzt. Inzwischen befürchtet auch die Versicherungswirtschaft, den Rekord-Niedrigstand in Form erhöhter Schäden zu spüren zu bekommen. Weil Schiffe nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladung fahren, kommt es zu Verlagerungen des Güterverkehrs, etwa auf die Schiene – und das begünstigt Transportschäden, argumentiert der Branchenverband GDV, dem allerdings noch keine Zahlen vorliegen, wie VWheute in Berlin erfragte.

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Zwischen Drängeln und Handy-Nutzung: So steht es um das deutsche Verkehrsklima

Die Hölle sind immer die anderen – im Straßenverkehr ist diese höchst subjektive Wahrnehmung weit verbreitet, wie eine aktuelle Bürgerbefragung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bestätigt. Demnach beurteilen Verkehrsteilnehmer ihr eigenes Verhalten deutlich milder als das der anderen. Besserung scheint nicht in Sicht: „Das Klima auf deutschen Straßen wird immer rauer und aggressiver“, schreiben die Fachleute. Auch ein mögliches Tempolimit auf Autobahnen polarisiert die Gesellschaft. Sorge bereitet UDV-Leiterin Kirstin Zeidler zudem, dass viele Menschen selbst am Steuer nicht vom Smartphone lassen können – dabei gäbe es Lösungen.

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Überraschende Wende im Fall Brian Thompson: Mangione bekennt sich doch schuldig

Seit mehr als anderthalb Jahren hält der gewaltsame Tod von Brian Thompson die US-Öffentlichkeit in Atem. Nun nimmt der Fall um den 28-jährigen Luigi Mangione eine überraschende Wende: Nachdem er bislang beharrlich auf nicht schuldig plädiert hatte, legte der Angeklagte vor einem New Yorker Bundesgericht ein vollumfängliches Schuldeingeständnis ab. Das hat direkte Konsequenzen für die Justiz: Mangione entgeht somit der Todesstrafe und erschwert das weitere Vorgehen im parallelen Strafverfahren auf Bundesstaatsebene erheblich.

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Erdbebenpolicen in Kolumbien schlagen auf Versicherer durch

Das schwere Erdbeben in Kolumbien am 10. August wird nach Einschätzung von Branchenexperten spürbare Schäden im lateinamerikanischen Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt hinterlassen. Da die Versicherungsdichte in dem südamerikanischen Land vergleichsweise hoch ist, rechnen die Marktbeobachter von Guy Carpenter und AM Best mit einer Belastung über mehrere Sparten hinweg – insbesondere bei Wohn- und Gewerbeimmobilien.

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