Hüther und Asmussen fordern „konzertierte Aktion“ gegen Megarisiken

Auf Megarisiken wie Pandemien, Naturkatastrophen, Cyberangriffe und Terror ist die deutsche Gesellschaft nicht gut vorbereitet. Fortschritte könnten nach Einschätzung von Professor Dr. Michael Hüther konzertierte Aktionen bringen. Es brauche die Abstimmung unterschiedlicher Interessen und dies dürfe nicht allein wissenschaftsbasiert, sondern auch demokratisch legitimiert sein, so der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) beim 26. Kölner Versicherungssymposium der TH Köln Institut für Versicherungswesen (IVW Köln). Besorgt äußerte er sich über die langfristigen sozialen Schäden – z.B. Verluste bei Bildung und dem Sozialkapital – durch Corona.

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Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention sinken

Die Kranken- und Pflegekassen haben im Jahr 2020 alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote für ihre Versicherten auch unter den durch Corona bedingten Einschränkungen vorzuhalten. Dennoch spiegeln sich die Auswirkungen der Pandemie auch in den Ausgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten, in Betrieben und für einzelne Versicherte wider: Diese sind auf rund 414 Mio. Euro und damit auf zwei Drittel des Vor-Pandemie-Jahres 2019 gesunken.

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Bafin hat LV-Vermittlervergütung genau auf dem Schirm

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beschäftigt sich mit der Vergütung von Versicherungsvermittlern beim Abschluss von Lebensversicherungen. Auf der virtuellen GDV-Konferenz zur Versicherungsregulierung sagte BaFin-Exekutivdirektor für Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht Frank Grund, die Aufsicht werde sich in dieser Frage noch konkret positionieren, doch er verriet auch seine Vorstellungen.

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Massenschäden und Missstandsaufsicht prägen den 39. Münsterischen Versicherungstag

Wie funktioniert eine parametrische Versicherung? Was hat der preußische Jurist Carl Gottlieb Svarez mit dem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Missstandsaufsicht zu tun? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Massenschäden in der Rechtsschutzversicherung?  Ein Tagungsbericht von Johanna Scheiper, LL.M., wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsstelle für Versicherungswesen Münster.

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PKV-Beiträge steigen auch 2022

Die privaten Krankenversicherer stecken in einer Spirale. Ihre Bedingungen gewähren Top-Leistungen, die die Kosten steigen lassen, sodass die Beiträge regelmäßig angepasst werden müssen. Im Jahr 2022 wird “rund ein Viertel” der Privatversicherten betroffen sein, schreibt der PKV-Verband offen. Allein sind die privaten mit dem Problem des Kostenanstiegs nicht.

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DAV sieht Nachbesserungsbedarf bei EU-Vorschlag zur Solvency II-Anpassung

“Das geht besser” – die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat Anmerkungen zum Vorschlag der EU-Kommission zur Überarbeitung des seit 2016 gültigen Aufsichtsregimes Solvency II. Wie es ein guter Lehrer tut, wird der Schüler “EU-Kommission” zuerst gelobt. Erfreulich sei der Kommissionsansatz zum sogenannten Zinsrisiko, das fortan sachgerechter bewertet werden soll. Bislang sah die Solvency-II-Standardformel vor, dass negative Zinsen nicht noch weiter fallen können.

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Versicherer rechnen wegen Assistenzsystemen mit weniger Unfällen

Die deutschen Versicherer rechnen in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Rückgang der Autounfälle. So rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bis 2040 im Vergleich zu 2019 mit einem Rückgang der Unfälle um 20 bis 30 Prozent. Der Schadenaufwand könnte laut der neuen Prognose des GDV um 19 bis 25 Prozent sinken. Allerdings seien höhere Reparaturkosten von vier bis sechs Prozent gegenzurechnen.

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OneDegree versichert Kryptowährungen

Der Versicherer OneDegree aus Hongkong will als erster Versicherer in Asien Kryptowährungen versichern. Dafür hat sich das Unternehmen mit der Kryptobörse Hong Kong Digital Asset Exchange (HKbitEX) zusammengetan. Demnach will der Versicherer eine Deckung bis zu 100 Mio. US-Dollar bieten, um “Verluste durch Schäden, Hacking und Diebstahl abzudecken”.

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Captives werden zur Notfall-Lösung für schwer versicherbare Risiken

Nach zweijähriger Covid-bedingter Unterbrechung trafen sich in Luxemburg circa 300 Delegierte anlässlich des European Captive Forums. Unisono wurden Captives während der gegenwärtigen Hard-Market-Periode als Instrument zur Befreiung vom Diktat der traditionellen Risikoträger betrachtet, allerdings mit dem Haken, dass ein größerer Captive-Selbstbehalt auch eine erhöhte Kapitalisierung bzw. den Einsatz von zusätzlichem Surrogat-Kapital erfordert.

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Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe nach Blei-Skandal

Ein Skandal um bleiverseuchtes Trinkwasser kommen den US-Bundesstaat Michigan sowie die Industriestadt Flint teuer zu stehen: Eine Bezirksrichterin sprach den Opfern nun einen Schadenersatz über 626 Mio. US-Dollar (etwa 540 Mio. Euro) zu. Davon sollen vor allem die Menschen aus Flint profitieren, die zur Zeit des Skandals Kinder waren und durch das Blei im Trinkwasser dem größten Gesundheitsrisiko ausgesetzt waren.

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PKV unter Druck: Ampel prüft GKV-Wechseloption für Beamte

In der Gesundheitspolitik könnte sich möglicherweise eine große Reform abzeichnen. Nach Angaben des Business Insider verhandelt eine Arbeitsgruppe eine grundlegende Wechsel-Möglichkeit von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung. Noch können Beamte aktuell zu Beginn ihrer Laufbahn zwischen gesetzlicher und privater Absicherung wählen. Danach kann nicht mehr ohne Weiteres gewechselt werden. Privaten Anbietern droht ein Beben.

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Los Angeles Lakers stehen mit Covid-Klage vor kompletter Niederlage gegen Chubb-Tochter

Während der Covid-Pandemie war die Spielstätte des Basketballteams Los Angeles Lakers geschlossen. Das ließ Einnahmen fallen und Ausgaben steigen. Ersatz wollte die Franchise im Rahmen einer Covid-Klage von der Chubb-Tochter Federal Insurance Co. Die lehnte ab, hatte zunächst einen juristischen Teilerfolg und legt jetzt nach. Ein Sieg hätte Signalwirkung für eine Vielzahl von ähnlichen Fällen.

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Bundesregierung beziffert Schäden im Ahrtal auf 29 Mrd. Euro

Die Bundesregierung beziffert die Schäden im Ahrtal nach Sturmtief “Bernd” auf rund 29,2 Mrd. Euro. Dafür hat der Bund nun Mittel aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragt. Das Problem: Die Schäden sprengen den Rahmen des europäischen Fonds. Allerdings ist Deutschland nicht der einzige Antragsteller. Auch die ebenfalls betroffenen Länder Belgien, Niederlande, Luxemburg und Österreich haben Hilfen beantragt.

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Aktuare machen sich für Telematik-Tarife stark

Die Aktuare der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) sehen in Telematik-Tarifen ein Zukunftspotenzial. So könnten die Versicherten damit Einfluss auf das individuelle Risiko und damit auf die Versicherungsprämie nehmen, so die Aktuare. “Mit der Kfz-Telematik eröffnen sich nicht nur für die Versicherungsnehmenden, sondern auch für die Aktuarwissenschaften völlig neue Perspektiven für die Beschreibung des relevanten Risikoverhaltens”, konstatiert DAV-Vorstand Detlef Frank.

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Deutscher Reisesicherungsfonds scharf geschaltet

Pünktlich zum 1. November 2021 ist die Insolvenzabsicherung durch den neu geschaffenen Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) in Kraft getreten. Reiseanbieter mit einem Umsatz ab zehn Mio. Euro im Jahr sind von nun an beim DRSF abgesichert. Meldet ein Reiseanbieter Insolvenz an, kümmert sich der DRSF um die Erstattung geleisteter Anzahlungen und die Rückführung der Reisenden aus dem Urlaubsort.

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Rechtsstreit um Erfolgshonorar: Nürnberger unterliegt dem Rechtsdienstleister Helpcheck

Die Nürnberger hat im Rechtsstreit mit dem Internet-Dienstleister Helpcheck vor dem Landgericht Düsseldorf eine Niederlage erlitten. Das Start-up unterstützt Verbraucher bei der Rückabwicklung ihrer Lebensversicherungsverträge und kassiert dafür ein Erfolgshonorar. Der fränkische Versicherer sah darin einen Rechtsverstoß. Das Landgericht hält diesen Teil der Klage aber für unbegründet (Az.: 37 O 137/19).

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Nach Todesfall am Set: Schauspieler Baldwin droht trotz Haftpflichtversicherung saftige Schadenersatzklage und womöglich Gefängnis

Die Familie der erschossenen Kamerafrau Halyna Hutchins bereitet sich auf einen Prozess gegen die “Rust”-Produktion vor. Es mehren sich Berichte über zu laxe Sicherheitsvorkehrungen am Set und über Crewmitglieder, die mit scharfer Munition auf Bierdosen schießen. Die Haftpflichtversicherung von einer Million Dollar pro Schadenfall vom Anbieter Front Row Insurance könnte demnach dann gar nicht greifen, wenn bestimmte Sicherheitsbedingungen nicht erfüllt waren.

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Hochbahn-Unglück in Mexiko: Kein Verantwortlicher, aber Wiederaufbaukosten von 40 Mio. Dollar

Jetzt wurde bekannt, was der Wiederaufbau kostet. Die Verantwortung will trotz eklatanter Baumängel niemand übernehmen. Die Kosten für die Reparatur des eingestürzten Abschnitts der U-Bahn von Mexiko-Stadt  werden sich auf rund 800 Millionen Pesos (40 Millionen Dollar) belaufen, erklärte die Grupo Carso des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim.

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NFL sieht sich bei Tests zu Demenzentschädigung Rassismusvorwurf gegenüber

Die amerikanische Football-Liga NFL sieht sich mit Klagen von Ex-Spielern konfrontiert. Die Liga hätte sie nicht gegen harte Tackles geschützt, die zu Kopfverletzungen und Gehirnschäden führten. Die NFL schlug ein “concussion settlement” in Höhe von einer Milliarde Dollar vor und bot kognitive Tests für die Ex-Spieler an. Doch diese Prüfungen enthalten rassistische Vorannahmen, die den überwiegend afroamerikanischen Spielern die Beweisführung erschweren. Jetzt soll nachgebessert werden.

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Tödlicher Unfall: US-Schauspieler Alec Baldwin erschießt versehentlich Kamerafrau

Tödlicher Unfall am Filmset: US-Schauspieler Alec Baldwin hat während eines Drehs zu seinem Film “Rust” in New Mexico mit einer Requisitenwaffe die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchin erschossen. Der 48-jährige Regisseur und Autor Joel Souza kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.  Strafrechtliche Vorwürfe wurden nach Angaben der Polizei bislang nicht erhoben.

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