Wildunfälle kosten Versicherer 1,2 Milliarden Euro

Nach Zahlen des GDV kletterte die Schadensumme infolge von Wildunfällen im Jahr 2025 um sieben Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro. Der Anstieg ist allerdings nicht auf eine höhere Zahl von Unfällen zurückzuführen, denn die Anzahl der Zusammenstöße blieb mit rund 276.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Hauptursache für den Kostenantrieb sind die seit Jahren steigenden Reparaturpreise.

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PHP-Sicherheitslücke: Versicherungsschutz bei freiwilligem Shutdown unklar

Nach der Veröffentlichung kritischer PHP-Sicherheitslücken haben Banken, Bahnen und Behörden weltweit ihre IT-Systeme vorsorglich vom Netz getrennt. Versicherungsmakler schlagen nun Alarm: Wenn Unternehmen ihre Server freiwillig herunterfahren, um Hacks zuvorzukommen, greift die Versicherungspolice oft nicht automatisch.

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Wie Libertys Strategie „Invest in Europe 2030″ das Wachstum im deutschen Spezialversicherungsmarkt vorantreibt
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Deutschland gehört zu den größten und stabilsten Versicherungsmärkten Europas – und zugleich zu den anspruchsvollsten. Der Mittelstand treibt die Energiewende voran, Großunternehmen bauen ihre KI-Infrastruktur aus, und Lieferketten werden komplexer und exponierter. Um in diesem Markt zu bestehen, braucht es mehr als Kapazität: Es braucht Expertise, die mit dem Wandel der Risiken selbst Schritt hält. Genau hier setzt Liberty Specialty Markets an.

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Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wird konkreter

Die Bundesregierung arbeitet an der Reform der Gebäudeversicherung. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger zuerst berichtete, planen Justizministerin Stefanie Hubig und Finanzminister Lars Klingbeil in einem Eckpunktepapier, den Schutz vor Elementarschäden künftig zum Standard für Hausbesitzer zu machen. Neu abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen sollen Schäden durch Überschwemmungen, Erdbeben oder Lawinen künftig automatisch abdecken, bestehende Verträge sollen schrittweise angepasst werden. Die Umweltorganisation kritisiert das Eckpunktepapier, weil es kein ganzheitliches Gesamtkonzept im Umgang mit steigenden Klimaschäden aufzeige.

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Tarifvertrag zur Transformation: AGV und Gewerkschaften einigen sich nur auf Teilschritte

In der dritten Verhandlungsrunde über die Änderung der manteltarifvertraglichen Regelungen für die Versicherer haben sich der AGV sowie die Gewerkschaften Verdi und DBV in Würzburg auf ein punktuelles Tarifpaket verständigt. Grundlage der Gespräche bildete eine Verhandlungsverpflichtung, die im Rahmen der Gehaltstarifrunde vom 4. Juli 2025 vereinbart worden war. Ein umfassendes Gesamtpaket, das einen neu konzipierten „Tarifvertrag zur Transformation“ umfassen sollte, kam vorerst nicht zustande. Die erzielte Verständigung über vier Einzelpunkte steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Verbands- und Gewerkschaftsgremien.

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Debatte um PKV-Abschaffung: „Der Privatpatient wird hofiert, aber oft Opfer seiner Versicherung“

In seiner aktuellen Ausgabe untersucht "Der Spiegel" das Nebeneinander von GKV und PKV und kommt zu dem Schluss: "Das System ist für beide schädlich: Die GKV setzt den Anreiz, zu wenig zu tun, die PKV lockt, zu viel zu tun." Während Politiker Grundsatzdebatten scheuen und reflexhaft alte Parolen wiederholen, fordern Experten und Krankenkassen-Chefs längst radikalere Ansätze: Die ersatzlose Abschaffung beider Alt-Systeme zugunsten einer echten, staatsfernen Einheitsversicherung, die das Beste aus beiden Welten vereint.

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Warum Frankreichs Supermarkt-Hack auch deutsche Ketten bedroht

Ein Cyberangriff legte die Kühlsysteme von rund 700 Supermärkten in Frankreich lahm. Der Vorfall mag sich jenseits der Grenze abgespielt haben, doch die Bedrohung ist grenzenlos: Kältetechnik-Hersteller wie Danfoss beliefern auch große deutsche Handelsketten, weshalb das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) inzwischen auch hierzulande höchste Alarmbereitschaft ausgelöst hat. Angesichts der eklatanten Mängel bei der IT-Sicherheit und der Verwendung von leicht knackbaren Standard-Passwörtern scheint fraglich, dass die Cyberversicherer für die entstandenen Schäden haften werden.

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Versicherer senken CO₂-Ausstoß und kritisieren zögerliche Klimapolitik

Die deutschen Versicherer melden beim ökologischen Umbau ihrer Portfolios Fortschritte. Innerhalb von zwei Jahren ist der CO₂-Fußabdruck ihrer Kapitalanlagen um fast 28 Prozent gesunken. Wie aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2026 des GDV hervorgeht, fielen die CO₂-Emissionen im Jahr 2025 auf 44 Tonnen pro investierter Million Euro. Im Jahr 2023 hatte der Wert noch bei 61 Tonnen gelegen. Dass die Branche in Sachen Nachhaltigkeit noch Luft nach oben hat, zeigt eine Analyse von Franke und Bornberg.

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Neuer Tiefstand bei Poolanbindungen

Unabhängige Versicherungsvermittler in Deutschland setzen in ihrer täglichen Arbeit auf immer weniger, dafür aber leistungsstärkere Maklerpools und Verbünde. Wie das aktuelle 18. Vermittlerbarometer des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung zeigt, ist die durchschnittliche Anzahl der Poolanbindungen pro Vermittler auf 1,88 gesunken – der niedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2019. Zudem hat die Studie untersucht, welche Kriterien den Vermittlern bei der Auswahl eines Poolpartners besonders wichtig sind.

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Schadensersatz trotz Versicherungszahlung: Uber erzielt wichtigen Etappensieg im Prozess gegen US-Anwalt

Der Fahrdienst-Gigant Uber darf seine Betrugsklage gegen eine renommierte Anwaltskanzlei fortsetzen – selbst wenn die Verteidigungs- und Vergleichskosten im Hintergrund von der eigenen Versicherung übernommen wurden. Das entschied ein US-Bundesrichter in Philadelphia. Für die Transport- und Logistikbranche ist das Urteil ein bedeutendes Signal im Kampf gegen systematischen Abrechnungs- und Schadensersatzbetrug.

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Neue Risikodimension: Wie Versicherer KI steuern und absichern müssen

Die betriebliche Verankerung von Künstlicher Intelligenz verzeichnet Rekordwerte. Mittlerweile setzen 57 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI-Systeme in ihren Abläufen ein. Im Jahr 2025 lag dieser Anteil noch bei 36 Prozent und vor zwei Jahren bei 20 Prozent. Risikomanager, Compliance-Verantwortliche und die Versicherungswirtschaft stellt der flächendeckende Einsatz von KI-Anwendungen vor Grundsatzfragen. Ein aktueller Bitkom-Leitfaden analysiert die veränderte Schadenausprägung und beleuchtet, inwiefern bestehende Deckungssprachen greifen oder angepasst werden müssen.

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GDV: Ersatzteilpreise seit 2016 um über 80 Prozent gestiegen

Die Preise für Auto-Ersatzteile in Deutschland sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Einer aktuellen Untersuchung des GDV zufolge verzeichneten Ersatzteile zwischen August 2025 und August 2026 einen Preisanstieg von mehr als 4 Prozent. Seit dem Jahr 2016 haben sich die Kosten für Ersatzteile im Durchschnitt um über 80 Prozent erhöht. Die Preise für einzelne Komponenten wie hintere Seitenwände, Vordertüren oder Kofferraumklappen haben sich im selben Zeitraum fast verdoppelt.

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Geschäftserwartungen der Versicherer sinken deutlich

Das Geschäftsklima in der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 weitgehend stabil gezeigt, die Zukunftserwartungen der Branche geben jedoch nach. Wie aus Berechnungen des ifo-Instituts hervorgeht, liegt der Index für das Geschäftsklima mit 7,9 Punkten auf dem Niveau des Vorquartals. Der Indikator für die Geschäftserwartungen der kommenden Monate sank hingegen um 7,4 auf minus 7,0 Punkte.

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Rückschlag für Monte dei Paschi: Abwehrkampf gegen Intesa Sanpaolo droht zu scheitern

Im Milliarden-Poker des italienischen Bankensektors zieht sich die Schlinge um die Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) immer enger zu. Die Strategie von MPS-Chef Luigi Lovaglio, die drohende Übernahme durch das italienische Branchenschwergewicht Intesa Sanpaolo über eigene Großakquisitionen abzuwehren, steht vor dem Zusammenbruch. Am Donnerstag versetzten einflussreiche Großaktionäre und die französische Großbank Crédit Agricole den Abwehrplänen aus Siena einen schweren Dämpfer.

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US-Senatoren fordern Aufklärung von Versicherungsriesen wegen unbezahlter Schadenfälle

In den USA wächst der politische Druck auf große Versicherungsgesellschaften: Die beiden Senatoren Elizabeth Warren (Demokraten) und Josh Hawley (Republikaner) haben in einem gemeinsamen Brief sechs der größten Versicherer des Landes ins Visier genommen. Grund für die scharfe Kritik ist ein ansteigender Anteil an Kfz- und Wohngebäudeversicherungsfällen, die geschlossen werden, ohne dass eine Auszahlung an die Versicherten erfolgt ist.

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Eiopa verschärft Kontrolle bei Private-Equity

Die Eiopa greift angesichts des wachsenden Einflusses von Finanzinvestoren auf dem europäischen Versicherungsmarkt durch. Mit einer Aufsichtserklärung richtet die EU-Behörde konkrete Erwartungen an die nationalen Aufsichtsbehörden, um die Risiken von Private-Equity-Übernahmen einzudämmen. Im Fokus stehen etwa komplexe Holdingstrukturen, aggressive Anlagestrategien und die Abhängigkeit von Rückversicherungen, die letztlich die Ansprüche der Versicherten gefährden könnten.

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Frauen sind deutlich skeptischer gegenüber KI-Finanzberatung

Beim Thema Geld und Künstliche Intelligenz zeigt sich in Deutschland ein deutliches Geschlechtergefälle: Während Männer einer KI-basierten Finanzberatung spürbar aufgeschlossener gegenüberstehen, zeigen Frauen beim Einsatz automatisierter Systeme erhebliche Vorbehalte. Das offenbart eine aktuelle OVB-Studie, durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos unter 1.000 Befragten in Deutschland.

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Eigenschaden-Deckung ignoriert: Michael Hendricks kritisiert das D&O-Urteil des LAG Köln

Das jüngste Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln zur D&O-Versicherung schlägt in der Fachwelt hohe Wellen. Nun schaltet sich der renommierte D&O-Experte Michael Hendricks in die Debatte ein. Sein Vorwurf: Das Gericht habe eine zentrale versicherungstechnische Realität komplett übersehen und damit an der gelebten Praxis der Versicherungswirtschaft vorbeientschieden. Derweil stufen die Experten von Clyde & Co das Urteil als einen gefährlichen dogmatischen Irrweg, der das Trennungsprinzip zwischen Versicherungs- und Haftungsrecht missachtet.

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Ransomware-Explosion in Deutschland: Microsoft meldet Verdreifachung der Erpressungsfälle

Ein Viertel aller weltweiten Cyberangriffe auf Microsoft-Kunden richtet sich gegen die USA. Das geht aus dem aktuellen "Digital Defense Report 2026" hervor, für den der Technologiekonzern die Bedrohungslage im ersten Halbjahr 2026 ausgewertet hat. Direkt hinter den USA folgen mit Israel und der Ukraine zwei Staaten in aktiven Kriegshandlungen. Deutschland schafft es als einziges EU-Land unter die zehn am häufigsten attackierten Nationen.

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Reaktion auf drohende US-Sanktionen: Axa und Internationaler Strafgerichtshof kündigen Zusammenarbeit auf

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) und der französische Versicherer Axa haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit zum 1. Oktober vorzeitig zu beenden. Einem Medienbericht zufolge dient der Schritt dazu, negative Folgen für die Axa abzuwehren, die drohende US-Sanktionen gegen das Kriegsverbrechertribunal nach sich ziehen könnten.

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Lebens- und Krankenversicherern drohen Haftungsrisiken durch den Klimawandel

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa warnt vor den Spätfolgen von Hitzewellen für die Lebens- und Krankenversicherung sowie die betriebliche Altersversorgung. Bislang halten ausgleichende Faktoren die finanziellen Schäden noch in Grenzen. In den kommenden Jahrzehnten dürften die Haftungsrisiken für die Branchesteigen.

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Pflegereform beschlossen: Entscheidung über PKV-Einbindung auf Januar vertagt

Nach einem tagelangen, dramatischen Koalitionsstreit hat das Bundeskabinett die umkämpfte Pflegereform von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) beschlossen. Um ein Defizit von acht Milliarden Euro abzuwenden, steigen die Beiträge für Kinderlose, Gutverdiener und mitversicherte Ehepartner. Die SPD scheiterte in letzter Sekunde mit ihrer Forderung nach einer Zwangsabgabe für Privatversicherte.

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Kfz-Haftpflichtversicherung: Mehr als zwölf Millionen Autofahrer erhalten neue Typklasse

Für mehr als zwölf Millionen Autofahrer in Deutschland ändern sich im kommenden Jahr die Typklassen ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung. Rund 7,4 Millionen Fahrzeuge werden höher eingestuft, sodass sich der Schutz für sie tendenziell verteuert. Etwa 5,1 Millionen finden sich dagegen künftig in einer niedrigeren Typklasse wieder, meldet der Branchenverband GDV. In der Vollkaskoversicherung kann es nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox teils zu erheblichen Preissprüngen kommen.

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Historisches Urteil: Manager muss trotz D&O-Versicherung 50 Mio. Euro nach CEO-Fraud selbst zahlen

Ein folgenschwerer Betrugsfall beschäftigt die deutsche Wirtschaftswelt: Ein Finanzchef fällt auf geschickte Kriminelle herein und transferiert 50 Millionen Euro Firmenkapital. Nun muss er den Schaden aus eigener Tasche zahlen – ausgerechnet, weil für ihn eine millionenschwere D&O-Versicherung bestand. Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln rüttelt an den Grundfesten der Managerhaftung.

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Frühstartrente erreicht Bundestag: GDV und Vermittler marschieren bei Beratungspflicht weiter getrennt

Der Bundestag hat am Freitag erstmals über den Gesetzentwurf zur Einführung der sogenannten Frühstartrente debattiert. Als nächstes befasst sich der Finanzausschuss mit dem geplanten Altersvorsorgeprodukt, das sich an Kinder ab sechs Jahren richtet. Bei den weiteren Beratungen kann es noch zu Änderungen kommen – vor allem das Vermittlerlager um BVK und DVAG stört sich daran, dass ein Abschluss ohne verpflichtende Beratung vorgesehen ist. Der Versichererverband GDV befürwortet dies hingegen.    

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Stresstest für den Ernstfall: Was das neue VSAAG für Versicherer bedeutet

Es war ein gesetzgeberischer Sprint am vergangenen Freitag: Mit dem Beschluss des Versicherungs-Sanierungs-Abwicklungs-und-Aufsichtsänderungs-Gesetzes (VSAAG) hat die Politik vollendete Tatsachen geschaffen. Die Koalition aus Union, SPD und Grünen stimmte im Bundestag geschlossen für das Reformwerk, während die AfD ablenkte und sich die Linke enthielt. Für die deutsche Versicherungswirtschaft bricht damit eine neue Ära der Regulierung an. Doch was bedeutet das Mammutprojekt konkret für die Unternehmen?

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Polen sucht Alternativplan: Politische Blockade verzögert Großfusion von PZU und Pekao

Der geplante Zusammenschluss von Polens größtem Versicherer PZU mit der Großbank Pekao gerät ins Stocken. Wegen drohender Vetos von Staatspräsident Karol Nawrocki prüft das Ministerium für Staatsvermögen nun ein alternatives Konzernmodell, das ohne umfangreiche Gesetzesänderungen auskommt.

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Allianz-Bericht legt offen, wie der Klimawandel die Wirtschaft belastet

Der Allianz Climate Economics Report 2026 zeichnet ein umfassendes Bild über das Ausmaß der volkswirtschaftlichen Kosten durch den Klimawandel. Neben den Milliardenschäden durch Dürren, Brände und Fluten belegen die Autoren die Dämpfungseffekte sommerlicher Hitzewellen auf die europäische Arbeitsproduktivität und das Wirtschaftswachstum. Vor allem das für 2027 prognostizierte Super-El-Niño-Ereignis droht, die globale Konjunktur zu belasten und die Nahrungsmittelpreise nach oben zu treiben.

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Streit um 677 Mio. Pfund: Santander siegt im Mis-Selling-Prozess gegen Axa

In früheren Jahrzehnten galt die Verquickung von Krediten und Restschuldversicherungen als verlässliche Gelddruckmaschine für Banken und Versicherer. Heute beschäftigt das millionenschwere Nachspiel dieses „Mis-Sellings“ die Gerichte. Vor dem Londoner Court of Appeal hat nun Santander einen Etappensieg gegen Axa errungen – mit womöglich teuren Konsequenzen für den französischen Versicherungsriesen.

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Schifffahrt: „Ein globaler, pauschaler Versicherungsschutz ist einfach keine Option mehr“

Transportversicherer geraten zunehmend in die Rolle eines zentralen Krisenmanagers für den weltweiten Schiffsverkehr. Auf der Konferenz der International Union of Marine Insurance (IUMI) in Rotterdam stellte IUMI-Präsident Frédéric Denèfle als Vorsitzender des „President’s Workshop“ klar, vor welchen Herausforderungen die Branche steht. Sein Appell richtet sich direkt an die maritime Gemeinschaft. Das Verständnis für die Komplexität von Kriegsrisikoversicherungen müsse geschärft werden, um den Welthandel auch unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

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Unfallversicherungs-Rating: Höhere Leistungsdichte an der Spitze, aber jedes fünfte Angebot schwächelt

Die Analyseagentur Franke und Bornberg hat ihr Unfallversicherungs-Rating 2026 vorgelegt. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Spreizung am Markt: Während immer mehr Versicherer den Sprung in die Höchstkategorie schaffen, fällt am unteren Ende weiterhin jeder fünfte Tarif ab. Insgesamt wurden 474 Tarife von 86 Gesellschaften untersucht. Bei den Spitzen-Tarifvarianten liegt die HanseMerkur vorne, während die am schlechtesten bewerteten Angebote unter anderem von der Huk-Coburg, Generali und der WGV stammen.

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Cybersicherheit: „Die Annahme, zu klein oder zu unwichtig zu sein, ist ein gefährlicher Trugschluss“

2025 ist die Zahl der Verträge gewerblicher Cyberversicherungen um 15,7 Prozent auf rund 157.000 gestiegen. Trotzdem bleibt sie in Deutschland wenig verbreitet, analysiert der GDV. „Nur rund fünf Prozent der Unternehmen sind gegen die Folgen eines Cyberangriffs versichert”, sagt die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. „Das ist nicht zuletzt angesichts der globalen Sicherheitslage ein Problem. Kein Betrieb ist vor Hackern sicher.“

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IVS: 70 Prozent Nettoersatzquote klappt nur mit starker bAV

Die von der Alterssicherungskommission angestrebte Nettoersatzquote von 70 Prozent sei „ohne eine starke und leistungsfähige“ betriebliche Altersversorgung (bAV) nicht zu schaffen. Das erklärte der IVS-Vorstandsvorsitzende Stefan Oecking bei einem Pressegespräch des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS). Mit Blick auf die gesetzliche Kapitalrente fordern die Fachleute, „auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarktes“ zu nutzen. 

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Swiss Re Institute: Hurrikan in Florida könnte Versicherer über 300 Mrd. US-Dollar kosten

Im September vor genau hundert Jahren traf der legendenumwobene „Great Miami Hurricane“ die Küste Südfloridas und hinterließ in der damals noch jungen, rasch wachsenden Stadt ein Bild der Verwüstung. Ein Jahrhundert später macht eine aktuelle Risikoanalyse des Swiss Re Institute das Ausmaß der gewachsenen Verwundbarkeit deutlich. Ein Hurrikan der Kategorie 5, der heute im Raum Miami oder Tampa Bay auf Land trifft, könnte versicherte Schäden von 300 Mrd. US-Dollar oder mehr verursachen.

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Bilanzjahr 2025 zeigt für die PKV ein gemischtes, aber robustes Bild

Die private Krankenversicherung blickt auf ein gemischtes Bilanzjahr 2025 zurück. Die verdienten Bruttobeiträge der Branche stiegen laut Map-Report von Franke und Bornberg um 8,4 Prozent auf 54,63 Milliarden Euro an und die Zahl der Vollversicherten wuchs das dritte Jahr in Folge auf über 8,78 Millionen Personen. Trotz sinkender Kostenquoten und steigender Erträge aus Kapitalanlagen bleibt der Leistungsdruck durch medizinische Inflation hoch. Zudem belasten das Zinsumfeld und schmelzende Reserven die Bilanzen vieler Anbieter, was zu großen Qualitätsunterschieden im Markt führt.

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Die neue Produkthaftung lässt den Markt noch kalt

Nach fast vier Jahrzehnten erfährt das Produkthaftungsrecht eine radikale Zäsur: Mit der Umsetzung der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie rücken Software, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme erstmals direkt in den Fokus der verschuldensunabhängigen Haftung. Wie Industrie und Assekuranz auf diesen Wandel reagieren, beleuchteten auf dem GVNW-Symposium unter anderem Dr. Arun Kapoor (Noerr), Nils Hellberg (GDV), Verena Heimig (MSIG Europe) und Birgit Nold (WTW).

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GVNW-Elefantenrunde über personellen Aderlass: „Wenn ganze Teams wechseln, bereitet das große Probleme“

Befindet sich die Industrieversicherung mitten in einer beispiellosen Umwälzung, steht das M&A-Karussell vor dem Stillstand und dient die Konsolidierung wirklich dem Kundeninteresse? Auf der GVNW-Elefantenrunde lieferten Anja Funk, Michael Furtschegger, Kai Kuklinski, Petra Riga-Müller, Ralph Rockel und Holger Kraus die Antworten dazu. Unabhängig von der M&A-Welle treibt die Manager jedoch ein weiteres Thema um: die zunehmende Rotation ganzer Fachteams, die das Tagesgeschäft spürbar belastet.

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BGH: Kaskoversicherte müssen Werkstattrisiko auf sich nehmen

Welche Seite muss in der Kfz-Kaskoversicherung das sogenannte Werkstattrisiko tragen – der Versicherer oder der Versicherungsnehmer? Letzterer, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem höchstrichterlichen Urteil. Damit muss die Kundin, die gegen die Huk24 geklagt hatte, knapp 390 Euro, die der Versicherer als überhöht erachtet hatte, aus eigener Tasche zahlen. Der Mutterkonzern Huk-Coburg begrüßt das Urteil.

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Nach OLG-Urteil: Zurich will Niederlage im Rentenfaktor-Streit nicht hinnehmen

Der Lebensversicherer Zurich Deutscher Herold durfte den Rentenfaktor in tausenden fondsgebundenen Riester- und Rentenversicherungen nicht herabsetzen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden und damit den klagenden Verbraucherschützern recht gegeben. Beendet ist der Streit damit aber noch nicht: Der Versicherer will Revision gegen das OLG-Urteil beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegen, wie ein Sprecher auf VWheute-Nachfrage mitteilte.

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Skalieren statt Fusionieren

Das deutsche Gesundheitswesen befindet sich an einem Wendepunkt. Mit der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie, den Ergebnissen der FinanzKommission Gesundheit (FKG), dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sowie dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG, Kabinettsentwurf vom 15. Juli 2026) adressiert die aktuelle Reformagenda des Bundesministeriums für Gesundheit gleichzeitig die Themen Finanzierung, Digitalisierung, Datennutzung und Versorgungssteuerung. Ein Überblick von Convista-Expertin Eva Maria Reuter.

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Rückversicherer warnen vor unberechenbarer Weltordnung

Thierry Léger, CEO des französischen Rückversicherers Scor, und sein Chief Underwriting Officer Jean-Paul Conoscente zeichnen in Monte Carlo das Bild einer „Disrupted World“. Eine kontinuierliche, kalkulierbare Entwicklung gehöre der Vergangenheit an. Stattdessen mache eine Sequenz unberechenbarer Schocks das Risikomanagement extrem komplex.

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Munich Re: Non-Peak Perils auf dem Vormarsch

Der weltweit größte Rückversicherer Munich Re kann sich über hervorragende Renditen freuen. Doch hinter den Kulissen blickt der Branchenprimus mit Sorge auf eine Welt, die von geopolitischen Spannungen und dem Klimawandel gezeichnet ist. Für Rückversicherer stehen mehrere Kernaufgaben im Fokus: Risiken verringern, Schadenszenarien exakt vorhersagen und Schäden bezahlen. Kritik übt die Munich Re an Sidecars.

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Hagelsturm in der Schweiz kommt Versicherer teuer zu stehen

Ein schweres Hagelunwetter in der Schweiz hat zu großen Schäden geführt. Allein die Allianz Suisse registrierte bislang mehr als 11.000 Schadenmeldungen an Fahrzeugen. „Die Zahl steigt weiterhin an“, teilte der Versicherer mit. Dort setzt man nun auf spezielle „Hagel-Drive-Ins“, um die Schadenregulierung zu beschleunigen. Hart traf es auch den Schweizer Anbieter Mobiliar. Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re rechnet für die Unwetterserie, die neben der Schweiz auch Deutschland, Frankreich und Italien traf, mit versicherten Schäden von bis zu 2,5 Mrd. Euro.

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Willis: Industrieversicherer locken mit Kapazitäten, doch nachlässige Kunden werden abgestraft

Die Industrieversicherer haben nach Einschätzung des Maklers Willis „wieder Wachstumsappetit“ zurückerlangt, wollen aber genauer wissen, welche Risiken sie einkaufen. Unternehmen, die den Underwritern nicht die relevanten Informationen liefern, dürften es deshalb trotz reichlich vorhandener Kapazität schwer haben, so die Überzeugung der Marktbeobachter. Das gilt vor allem in der Kfz-Versicherung. Vergleichsweise entspannt geht es in der Cyber- und D&O-Sparte zu.

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Qualitätsverlust und steigende Prämien für Fahranfänger?

Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Fahrlehrergesetzes soll die Fahrschulausbildung entbürokratisiert, modernisiert und zukunftsfähig gestaltet werden. Dies ist das Ziel des intendierten Gesetzesentwurfs. Unter anderem sind dafür rechtliche Änderungen im Fahrlehrergesetz erforderlich. Im Fokus der Betrachtung steht der Führerschein Klasse B für Pkw. Rainer Grim, Produktentwickler Kraftfahrt bei der R+V, analysiert.

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Gallagher Re: Rückversicherer verdienen prächtig – doch wohin mit dem ganzen Kapital?

Die Rückversicherer haben im ersten Halbjahr 2026 erneut hohe Gewinne eingefahren. Einem Bericht des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge erwirtschafteten die großen Player eine Eigenkapitalrendite von 19,9 Prozent und damit den zweithöchsten Halbjahreswert der vergangenen zehn Jahre. Allerdings äußern sich die Fachleute besorgt über „das bereits erhebliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in vielen Rückversicherungsmärkten“. Die Herausforderung für die Branche verlagere sich „zunehmend von der Kapitalbeschaffung hin zur Kapitalverwendung“.

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Jörg Asmussen: „Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück“

Die Schäden durch Naturgefahren haben sich in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt. Nach Angaben des GDV beliefen sich die versicherten Schäden im ersten Halbjahr auf insgesamt 950 Millionen Euro. Damit lag das Schadensaufkommen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hauptgrund für die günstige Bilanz war das Ausbleiben schwerer Winterstürme.

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