BVK feiert seine Vergangenheit und schaut nach beschlossener Altersvorsorgereform besorgt auf Morgen

Im Berliner Admiralspalast feierte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mit hunderten Gästen sein 125‑jähriges Bestehen. Der rauschende Abend diente nicht zuletzt der Selbstvergewisserung eines Berufsstandes, der seinen Stolz trotz sich verdunkelnder Aussichten zu bewahren versucht. Dass die festliche Inszenierung bereits am Folgetag durch die triste Tagespolitik eingeholt wurde, ließ den kampferprobten Präsidenten des BVK wieder zügig in den Angriffsmodus schalten: „Gleichmachenden, beratungslosen Standardprodukten“ sei nun der Weg geebnet worden, kommentierte Michael Heinz die endgültige Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetztes durch den Bundesrat.

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Allianz-Hauptversammlung: Aktivisten unterbrechen Bätes Rede

Mit der Hauptversammlung am 7. Mai wechselte der Allianz-Konzern nach digital übertragenen Treffen wieder in den Präsenzmodus. Doch der Neustart in der Münchener Olympiahalle verlief nicht reibungslos. Kurzzeitig musste die Veranstaltung unterbrochen werden. Als CEO Oliver Bäte zu seiner Rede ansetzte, waren laute Zwischenrufe zu hören. Es fielen die Wörter „Gaza“ und „Völkermord“. Aktivisten nutzten die Bühne, um die Rüstungsinvestments des Konzerns scharf zu kritisieren.

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Fitch prognostiziert Milliardenbewegung im deutschen Run-off-Markt

Deutschland gilt in Europa als der unangefochtene Kernmarkt für die Konsolidierung sogenannter geschlossener Bestände, dem klassischen „Closed-Book“-Geschäft. Run-off-Plattformen übernehmen hier alte Lebensversicherungsverträge, die für Neugeschäfte geschlossen wurden. Für das Jahr 2026 prognostiziert Fitch für den deutschen Markt ein Transfervolumen von bis zu 25 Milliarden Euro. Sollte diese Marke erreicht werden, wäre dies der zweithöchste Jahreswert seit den ersten deutschen Closed-Book-Transaktionen im Jahr 2014.

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Historische Bilanz: Rückversicherer melden 2025 Rekordkapital, doch der Markt dreht sich

Die globale Rückversicherungsbranche blickt auf ein außergewöhnlich gutes Jahr 2025 zurück. Wie aus einem aktuellen Bericht von Gallagher Re hervorgeht, verzeichnete der Sektor eine historisch hohe Rentabilität sowie kräftiges Kapitalwachstum. Das gesamte der Rückversicherung gewidmete Kapital kletterte auf einen neuen Höchststand von 648 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Zuwachs von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und markiert das zweitstärkste Wachstumsjahr für das Branchenkapital innerhalb des letzten Jahrzehnts.

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Allianz in der Kritik wegen Bau von US-LNG-Terminal: „Keine Versicherungsgesellschaft sollte CP2 versichern“

Die Umweltorganisation Urgewald nutzt die am Donnerstag anstehende Hauptversammlung der Allianz, um Druck auf den Münchner Versicherungskonzern auszuüben. Im Zentrum der Kritik steht eine Versicherungspolice im Zusammenhang mit dem umstrittenen Flüssiggasprojekt CP2 des US-Unternehmens Venture Global. Die Aktivisten lasten dem Projekt „schwere Schäden“ für die lokale Fischerei im US-Bundesstaat Louisiana an. Eine formelle menschenrechtliche Beschwerde soll die Allianz zum Umdenken bewegen.

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KfW-Tochter sichert Kredite bis zu 400 Millionen Dollar über Munich Re ab

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) forciert den Einbezug privater Kapitalgeber, um ihr Finanzierungsvolumen in Schwellen- und Entwicklungsländern auszuweiten. Wie die KfW-Tochter und der Rückversicherer Munich Re am Montag bekannt gaben, wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die eine Absicherung von Kreditrisiken in Höhe von bis zu 400 Millionen US-Dollar vorsieht. Die Kooperation ist auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt und soll schrittweise umgesetzt werden.

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Debatte über Pflichtversicherung: „Wer den Kapitalbedarf der Elementarschadenversicherung nicht mitdenkt, wird keine tragfähige Lösung finden“

Matthias Land von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) warnt davor, dass die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden zulasten einer risikogerechten Bepreisung geht. Ein Gewinnanspruch der Branche könne „nicht einfach politisch wegdefiniert werden“, sagte Land auf der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) und verwies auf das Negativ-Beispiel Kalifornien. Oliver Hauner vom Branchenverband GDV beklagte, dass sich die Politik zu wenig für präventive Maßnahmen einsetze. Es gebe zwar Vorschriften, doch liefen diese oft „total ins Leere“.

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Deutlich milderes Schadenjahr 2025 verschafft deutschen Versicherern Atempause

Die deutsche Versicherungswirtschaft kann auf ein ruhiges Schadenjahr 2025 zurückschauen. Die versicherten Schäden in der Sachversicherung beliefen sich nach Angaben des Branchenverbands GDV auf rund 1,4 Mrd. Euro, im Vorjahr standen mit 4,4 Mrd. Euro noch drei Milliarden mehr zu Buche. Anders als 2024 blieben große Überschwemmungen aus, stattdessen dominierten Sturm- und Hagelschäden. Beim GDV warnt man jedoch davor, aus der deutlichen Entspannung einen Trend abzuleiten.

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KfW steigt als Gesellschafter bei Afrikas Top-Versicherer ATIDI ein

Sicherheit für neue Märkte: Mit dem Einstieg der KfW als 13. institutioneller Gesellschafter bei der African Trade & Investment Development Insurance (ATIDI) baut der Bund die Brücke nach Afrika massiv aus. Für heimische Unternehmen bedeutet dieser Schritt vor allem eines: Export- und Investitionsprojekte auf dem Kontinent lassen sich ab sofort deutlich sicherer planen und finanzieren.

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Munich Re wegen LNG in der Kritik: „Wir fordern den neuen Vorstandsvorsitzenden Christoph Jurecka auf, diese Doppelmoral endlich zu beenden“

Im Vorfeld seiner Hauptversammlung  erntet der Rückversicherer Munich Re wie in den Vorjahren Kritik an seiner Klimastrategie. Die Umweltorganisation Urgewald wirft dem Konzern vor, trotz eigener Warnungen vor den Folgen der Klimakrise weiterhin den Ausbau von Flüssigerdgas-Infrastruktur (LNG) durch Versicherungsschutz zu ermöglichen.

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„Europäische Unternehmen müssen sich die Standortfrage stellen“

Am Rande des Willis Risk Summit diskutierten Lukas Nazaruk (Willis) und Dr. Mukadder Erdönmez (HDI Global) über die Standortfrage europäischer Unternehmen sowie die Zukunft der Industrieversicherung. Dabei beleuchteten sie die wachsende Kluft zwischen steigenden Risiken und deren Versicherbarkeit sowie die Frage, warum Prävention heute zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird.

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Munich Re-Studie über Cyberangriffe: Unternehmen fühlen sich schlechter geschützt als vor vier Jahren

Eine weltweite Studie des Rückversicherers Munich Re ergab, dass sich Unternehmen verwundbarer gegenüber Cyberangriffen fühlen als noch vier Jahren. Neun von zehn Führungskräfte erklärten Ende 2025, dass ihr Unternehmen nicht angemessen gegen Angriffe geschützt sei, 2021 waren es acht von zehn. Ein wesentlicher Sorgen-Treiber ist laut der Studie die zunehmende Vernetzung digitaler Anwendungen und der Vormarsch von KI.    

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Lebensversicherer mit sprunghaftem Solvenzanstieg

Nach der Veröffentlichung der Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum Stichtag 31. Dezember 2025 zeigt sich ein Bild finanzieller Stabilität in der deutsche Lebensversicherungsbranche. Eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens WTW, die rund 82 Prozent des Marktes abdeckt, belegt eine signifikante Verbesserung der Kapitalpositionen in der gesamten Breite der Unternehmen.

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Wohnungseinbrüche kosten Versicherer 380 Millionen Euro

Die deutschen Versicherer müssen mit Blick auf Wohnungseinbrüche ein kostspieliges Jahr 2025 hinnehmen. Wie der GDV mitteilt, stiegen die versicherten Schäden auf insgesamt 380 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kosten für einen durchschnittlichen Schaden pro Einbruch nehmen zu.

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Rentenkürzungen am Pranger: Verbraucherschützer weiten Klagewelle gegen Allianz und R+V aus

Nach dem historischen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen rechtswidrige Rentenfaktorklauseln schalten die Verbraucherschützer in den nächsten Gang. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat nun neue Klagen gegen die Allianz und die R+V Lebensversicherung eingereicht, um weitere Klauseln zu Fall zu bringen, „die Verbraucher benachteiligen“.

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Bundestag verschärft Regeln für Verbraucherkredite: BVK fürchtet Überforderung kleiner Vermittlerbetriebe

Herzstück der Reform ist die Einführung des Paragrafen 34k in der Gewerbeordnung, der erstmals einen eigenständigen gewerberechtlichen Rahmen für die Vermittlung von Verbraucherdarlehen schafft. Damit reagiert der Gesetzgeber auf den rasant wachsenden Markt neuer Finanzierungsmodelle und fordert von Vermittlern künftig den Nachweis angemessener Kenntnisse und Fähigkeiten. Der BVK betrachtet die Neuregelung mit gemischten Gefühlen.

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Zurück auf Platz 1: Deutschland ist wieder das Lieblingsziel europäischer Cyber-Erpresser

Im Jahr 2025 ist die Bedrohungslage für die deutsche Wirtschaft massiv eskaliert. Ein neuer Bericht von Google dokumentiert einen Rekordanstieg bei Hackerangriffen, die auf Datendiebstahl und anschließende Veröffentlichung im Darknet abzielen. Deutschland ist damit zurück an der Spitze der europäischen Angriffsziele – auch weil der Mittelstand hierzulande wenig in die Cyberabwehr investiert.

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Nord-Stream-Klage in London: Versicherer pochen auf Kriegs-Ausschluss

Wer sprengte die Nord-Stream-Pipelines und wer zahlt für den Milliardenschaden? Nachdem die Betreibergesellschaft bereits vor zwei Jahren Klage gegen Lloyd’s und Arch Insurance eingereicht hat, startete nun die Hauptverhandlung vor dem High Court in London. Erstmals werden die brisanten Beweise im Detail debattiert. Dabei wird deutlich, mit welcher Strategie die Versicherer die Zahlung aus den All-Risk-Policen verweigern.

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Bafin: Cyberversicherung verliert an Schwung

Der Boom bei Cyberversicherungen am deutschen Markt hat sich abgekühlt. Wie eine aktuelle Analyse der Finanzaufsicht Bafin zeigt, wächst das Segment zwar weiterhin, doch die zweistelligen Rekordzuwächse der Vorjahre gehören vorerst der Vergangenheit an. Während der Markt im selbst abgeschlossenen Geschäft Stand alone im Jahr 2021 noch um rund 66 Prozent und 2022 um 56 Prozent nach oben schnellte, flachte das Wachstum 2024 auf etwa 13 Prozent ab. Im übernommenen Geschäft Stand alone beobachtet die Aufsicht über alle Regionen und Kundengruppen einen Rückgang von etwa 26 Prozent.

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Ratingagentur begrüßt Eiopa-Ansatz für europäischen Risikopool

Morningstar DBRS bewertet die neuesten Bemühungen von Eiopa und dem ESM, eine europäische Risikopool-Lösung bei Naturereignissen einzuführen, als konstruktiven und aus Kreditperspektive „leicht positiven“ Schritt für den privaten Versicherungssektor. Der Ansatz würde bewährte nationale Sicherungssysteme – wie man sie etwa aus Frankreich oder Spanien kennt – nicht verdrängen, sondern sinnvoll ergänzen. Diese bereits existierenden Strukturen fungieren nach Angaben der Ratingagentur als essenzielle Stoßdämpfer, die für stabilere Bedingungen auf den Märkten sorgen und staatliche Haftungsrisiken begrenzen.

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GDV: Entlastung bei Kfz-Unwetterschäden

Die deutschen Kfz-Versicherer blicken auf ein schadenarmes Jahr 2025 zurück. Wie aus aktuellen Daten hervorgeht, sind die Aufwendungen für Schäden durch Naturgefahren im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. Insgesamt leisteten die Versicherungsunternehmen Entschädigungszahlungen in Höhe von rund 650 Millionen Euro. Damit halbierte sich die Summe nahezu gegenüber 2024, als Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen die Branche noch mit etwa 1,2 Milliarden Euro belastet hatten.

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BVK wettert gegen Tagesschau: „Einseitig, methodisch sehr fragwürdig und Teil einer ideologisch geprägten Kampagne“

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) blickt auf eine lange Historie des Widerstands gegen Medienberichte zurück, die das Image der Vermittler oder das Provisionssystem angreifen. Nun geht der Verband erneut auf die Barrikaden: Ziel der Kritik ist ein Tagesschau-Bericht, der Privatanlegern massive Vermögensverluste durch Provisionen attestiert. BVK-Präsident Michael H. Heinz spricht von ‚Stimmungsmache‘ und einer bewussten Verunglimpfung eines ganzen Berufsstandes.

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Eiopa macht sich für europäische Risikopool-Lösung bei Naturereignissen stark

Ein Diskussionspapier der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa und des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) analysiert die Versicherungslücke bei Naturkatastrophenschäden und entwirft ein Modell für einen EU-weiten Risiko-Sharing-Mechanismus. Kern des Vorschlags ist die Kombination eines gemeinschaftlichen Versicherungspools mit einer kreditbasierten Absicherung, dem Backstop. Damit soll die private Versicherungskapazität durch Diversifikationseffekte erhöht und die fiskalische Belastung der Mitgliedstaaten bei Extremereignissen gesenkt werden.

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Sind Cyber-Bußgelder in Deutschland versicherbar?

Angesichts steigender Cyber-Vorfälle greifen im Bereich Cyber und Datenschutz strenge Regeln. Unternehmen und Führungskräfte sind mit einem Netz aus Vorschriften konfrontiert, die nicht nur die Widerstandsfähigkeit fördern sollen, sondern bei Verstößen Bußgelder und Sanktionen vorsehen. Experten von Aon und A&O Shearman beleuchten, wie sich weltweit das Risiko von Cyber‑Bußgeldern entwickelt und inwieweit diese versicherbar sind.

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Continental reicht Klage gegen Anwaltskanzlei Noerr ein

Der Automobilzulieferer Continental hat beim Landgericht Frankfurt eine Schadensersatzklage gegen die Wirtschaftskanzlei Noerr eingereicht. Wie das Handelsblatt berichtet, fordert der DAX-Konzern eine Summe von rund 130 Millionen Euro. Hintergrund ist der Vorwurf einer Fehlberatung im Rahmen der Aufarbeitung des Dieselskandals zwischen 2015 und 2021.

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Verdopplung der Rückversicherungskapazität: Sechs weitere US-Versicherer stützen Golf-Schifffahrt

Im Angesicht der Spannungen am Persischen Golf bündeln US-Versicherungsgiganten ihre Kräfte. Die staatliche Entwicklungsbank International Development Finance Corp. (DFC) und Chubb geben bekannt, dass sechs weitere US-Versicherer, darunter AIG, Berkshire Hathaway und Travelers, zusätzliche Kapazitäten in Höhe von 20 Mrd. Dollar für die spezielle Transport-Rückversicherungslösung (Marine Reinsurance Facility) bereitstellen werden, um Reedereien gegen Kriegsgefahren, Ladungsverluste und Haftpflichtansprüche in der Region abzusichern.

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Warum Versicherer KI als Work-Design-Frage verstehen sollten

Stellen Sie sich vor, eine Underwriterin bekommt morgens nicht mehr „Fälle“, sondern eine Route von einem KI-Tool. Die künstliche Intelligenz priorisiert Anträge, markiert Unklarheiten, schlägt Rückfragen vor und zeigt einen Score zur Schadenswahrscheinlichkeit. In der Schadenbearbeitung passiert Ähnliches: Meldungen werden vorsortiert, Standardfälle laufen einfach durch und sehr komplexe Fälle werden hochgeleitet. Das wirkt erst einmal wie reine Effizienz – bis zu dem Moment, in dem Teams merken, dass sie nun über Entscheidungen sprechen müssen, die niemand mehr allein verantworten kann. Weil ein Modell beteiligt war, Datenquellen zusammenfließen sowie diverse Scores und Regeln ineinandergreifen. Und weil die neue Taktung die alte Arbeitslogik sprengt. Wie damit umzugehen ist, zeigt der VWheute-Beitrag von Jens Nachtwei zur organisationspsychologischen Perspektive auf KI bei Versicherern.

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„Die anfängliche Aufnahme könnte sich potenziell verlangsamen“: Moody’s schließt holprigen Start bei Standardprodukt nicht aus

Am 27. März 2026 hat der Deutsche Bundestag mit der Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetzes eine Zäsur in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge eingeleitet. Das bisherige, oft als unrentabel kritisierte Riester-System wird durch ein Rahmenwerk ersetzt, dessen Zentrum das Standarddepot abbildet. Für die deutschen Lebensversicherer bedeute das eine Abkehr von traditionellen Produkten, die aufgrund hoher Kapitalanforderungen zunehmend unter Druck geraten waren, berichtet Moody’s in einer aktuellen Analyse. Ein verhaltener Start würde die Ratingagentur aber nicht wundern.

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Straße von Hormus: Howden Re schätzt Kasko-Kriegsschäden auf 1,75 Mrd. Dollar und sorgt sich um das „Single Occurence“-Szenario

Während Hunderte Schiffe im Persischen Golf festsitzen, steigen die Kosten für die Versicherer massiv an. Ein neuer Bericht von Howden Re beziffert die bisherigen Kasko-Kriegsschäden (Hull War) auf 1,75 Mrd. Dollar – und warnt vor gewaltigen Folgerisiken für die Ladung. Ein großes Problem für die Branche dürfte die Einstufung des wochenlangen Krieges als „Single Occurrence“ werden. Wenn das der Fall sein sollte, greifen die Rückversicherungsverträge (Excess of Loss) massiv.

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„Unverschämt“ günstige Kriegsversicherung für Emirates

Die Fluggesellschaft Emirates zahlt für ihre Kriegsdeckung weitaus geringere Beträge als ihre internationale Konkurrenz. Das berichtet die Financial Times. Seit dem Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran entrichtet die Linie demzufolge eine zusätzliche Prämie von lediglich etwa 100.000 US-Dollar pro Woche. Branchenexperten bezeichnen die Summe angesichts der massiven Bedrohungslage im Luftraum des Nahen Ostens als „unverschämt“ niedrig.

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Bundestag beschließt Altersvorsorge-Reform: Branchen-Reaktionen reichen von „Chance für echten Neustart“ bis „Schlag ins Gesicht“

Der Bundestag hat am Freitag die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Das neue Fördersystem soll die 2002 eingeführte und vielfach kritisierte Riester-Rente ablösen. Die Tragweite der Entscheidung wird nicht zuletzt an den unzähligen Reaktionen aus der Versicherungs- und Vermittlerbranche deutlich. VWheute hat einige zusammengetragen und gesichtet. Die Einlassungen schwanken zwischen einer Art „Jetzt-erst-recht-Haltung“ und unverhohlener Kritik. So schreibt etwa der Vermittlerverband BVK von einem „Schlag ins Gesicht unseres ehrbaren Berufsstandes“.

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Allianz steigt bei Amprion ein

Die Allianz übernimmt über ihre Tochter Allianz Global Investors einen mittelbaren Anteil der Talanx am deutschen Stromnetzbetreiber Amprion. Zuletzt wurde darüber berichtet, dass einige Mitglieder von M31, einem Investorenkonsortium, das 74,9 Prozent an Amprion hält, derzeit verschiedene Optionen prüfen. Zur Debatte stand sowohl die Verschiebung von Anteilen an Mitgesellschafter als auch der vollständige Verkauf von Beteiligungen. Talanx bleibt als Teil der M31 Beteiligungsgesellschaft weiterhin investiert.

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R+V-Vorstand Hasselbächer zerlegt staatliches Standarddepot: „Am Ende bekommst du nicht die beste Lösung, sondern die einfachste“

Dass die Koalition aus CDU und SPD ein Standarddepot plant, das von einem öffentlichen Träger angeboten und durch das Bundesfinanzministerium ausgestaltet wird, stößt in der Versicherungsbranche auf scharfe Kritik. Zu hören sind Begriffe wie „Sündenfall“ oder „Wettbewerbsverzerrung“. Rollinger-Kollege und R+V-Vertriebsvorstand Jens Hasselbächer spricht von einem Vorsorge-Experiment auf Kosten der Bürger.

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Aktuare stören sich an geplanten Regeln für strauchelnde Versicherer

Gerät ein Versicherer in Schieflage, soll nach dem Willen der Bundesregierung ein umfassendes Regelwerk greifen, um die Folgeschäden so klein wie möglich zu halten. Doch was gut gemeint ist, ist aus Sicht der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) nicht automatisch gut gemacht. Am Referentenentwurf für das geplante Gesetz stört die Aktuare vor allem, dass sich die Regeln zu stark an die Bankenbranche anlehnten. Den Besonderheiten des Versicherungssektors würden diese nicht gerecht, so der Vorwurf. Zudem sieht die DAV gesunde Versicherer im Nachteil, wenn es bei einer Gesellschaft kriselt.  

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Blick aus dem All: Wie Satellitendaten die Versicherungsbranche revolutionieren

Zwischen 1981 und 2024 summierten sich die wirtschaftlichen Schäden infolge von Naturkatastrophen in der EU auf über 900 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon entstand allein in den letzten vier Jahren. Die traditionelle Risikokalkulation stößt an ihre Grenzen. In einem Whitepaper untersucht Eiopa zusammen mit der EU-Weltraumagentur Euspa, wie Erdbeobachtungsdaten genutzt werden können, um die Aufsicht über Naturkatastrophen zu verbessern und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf den Versicherungssektor zu bewerten. Eine wichtige Rolle spielt das Weltraumprogramm Copernicus.

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Chubb nennt Details zu Schifffahrtlösung im Golf

Der US-Versicherer Chubb legt die Details der Versicherungslösung für die Schifffahrt im Golf offen. Das Projekt ist in Partnerschaft mit der staatlichen U.S. International Development Finance Corporation realisiert worden. Nachdem die DFC den Versicherer vor knapp zwei Wochen zum führenden Underwriter für einen Rückversicherungsplan im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar ernannt hatte, konkretisieren sich nun die Strukturen.

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Moody’s: „Schaden- und Unfallversicherer werden in den kommenden Jahren ihre ersten Investitionen in Private Credit tätigen“

Wie aus einem aktuellen Bericht von Moody's hervorgeht, wird die Asset-Allokation der europäischen Versicherer seit dem Jahr 2022 vom gestiegenen Zinsniveau und den damit verbundenen Bewertungsanpassungen bei festverzinslichen Wertpapieren geprägt. Änderungen in den Anlageportfolios basieren weniger auf proaktiven strategischen Neuausrichtungen, sondern sind eine Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen, heißt es. Während die Suche nach Rendite in risikoreichen Anleihen vorerst pausiert, rücken private Märkte und komplexe Finanzierungsinstrumente stärker in den Fokus.

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BU: „Wer bei der Prämienkalkulation zu weit geht, erkauft sich Neugeschäft auf Kosten der Stabilität“

Der Wettbewerb in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nimmt an Schärfe zu. Anbieter unterbieten sich zunehmend mit aggressiv kalkulierten Tarifen, die die durchschnittlichen Prämien teils um mehr als 40 Prozent unterschreiten. Parallel dazu lockern viele Versicherer ihre Risikoprüfung, indem sie Abfragezeiträume verkürzen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle BU-Stabilitätsrating des map-report. Führender Anbieter mit map-Bewertung ist die Continentale. Top-Noten erhalten aber auch andere.

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BGH-Urteil zu Stornogebühren: Debeka erringt Teilerfolg, doch das letzte Wort ist nicht gesprochen

Zehntausende ehemalige Debeka-Kunden, die auf eine schnelle Rückerstattung ihrer Stornogebühren gehofft hatten, müssen sich weiter gedulden. Der BGH hat das Verfahren an das OLG Koblenz zurückverwiesen. Zwar rügten die Karlsruher Richter die mangelnde Transparenz der Klauseln nicht – sie halten das komplexe Berechnungsmodell für zulässig –, doch die inhaltliche Prüfung steht noch aus.

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DVfVW-Jahrestagung: Wie sind kritische Risiken versicherbar?

127 Jahre alt, ehrwürdig und dennoch „jung“ geblieben. Traditionsbewusst und doch neugierig. Forschung, Lehre und Praxis im Dauer-Dialog. Mehr muss man nicht sagen, um den DVfVW, den Deutschen Verein für Versicherungswissenschaft – oder kurz den „Deutschen Verein“ – zu beschreiben. Prägende Versicherungswissenschaftler treffen auf erfahrene Versicherungsvorstände. Themenschwerpunkt war die Finanzierbarkeit von Versicherungsprodukten. Vor-Ort-Eindrücke des Branchenexperten Moritz Finkelnburg.

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Morningstar DBRS: Iran-Krieg belastet Underwriting für politische Risiken in Europa und den USA

Der Iran-Krieg hat eine Kettenreaktion in der globalen Versicherungswirtschaft ausgelöst, die weit über die unmittelbare Konfliktzone hinausreicht. Während die physischen Auseinandersetzungen regional begrenzt bleiben, führen die geopolitischen Verwerfungen zu einer Verunsicherung in den Märkten für Terrorismuspolicen und Versicherungen gegen politische Gewalt - insbesondere in Europa und Nordamerika, schreibt Morningstar DBRS in einer Analyse. Die Branche steht vor der Herausforderung, ihre Risikoakkumulation neu zu bewerten, weil die Gefahr politisch motivierter Gewalt gegen westliche Interessen weltweit signifikant gestiegen ist.

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Altersvorsorge-Reform: Julia Wiens warnt Lebensversicherer vor zwei Hauptrisiken

Die oberste Versicherungsaufseherin der Bafin, Julia Wiens, sieht mit Blick auf die anstehende Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge zwei mögliche Risiken auf die Lebensversicherer zukommen: Zum einen könnte die Liquidität der Anbieter unter Druck geraten, wenn zu viele Riester-Kunden auf einmal in die neue System-Welt wechselten, zum anderen müsste bei einem Kostendeckel von 1,5 Prozent für Standardprodukte sichergestellt sein, dass Versicherer trotzdem noch profitabel arbeiten könnten.  

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Erste Tarifrunde für den Außendienst endet ohne Ergebnis

Die Vorzeichen standen naturgemäß auf Konfrontation, als sich die Verhandler des AGV mit den Gewerkschaften Verdi sowie dem kleineren Deutschen Bankangestellten-Verband am gestrigen Montag in den Räumlichkeiten der BarmeniaGothaer zusammenfanden. Es war der Auftakt zu den Tarifverhandlungen für den angestellten Außendienst gemäß Teil III des Manteltarifvertrages (MTV). Die mehrstündigen Gespräche endeten wie erwartet ohne Ergebnis. Die Zielvorstellungen liegen derzeit weit auseinander.

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Sachverständige uneins über Neustart der geförderten Altersvorsorge

Die Meinungen über die Reformpläne der Bundesregierung zur Neubelebung der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge gehen weit auseinander – das machte die öffentliche Anhörung des Finanzausschusses am Montag deutlich. Das Meinungsspektrum der acht geladenen Sachverständigen reichte von der Hoffnung auf einen „epochalen Wandel“ bis zu Warnungen vor einem „sozialpolitischen Desaster“. Ein Augen- und Ohrenzeugen-Bericht.

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WTW beobachtet Aufschwung im weltweiten M&A-Markt

Die globale M&A-Landschaft hat im vergangenen Jahr ihren Erholungskurs gefestigt. Laut einer aktuellen Analyse von WTW und dem M&A Research Centre der Bayes Business School wurden 2025 weltweit 726 Deals mit einem Volumen von jeweils über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Dies entspricht einer Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert eine Rückkehr zum Aktivitätsniveau der Vor-Pandemie-Zeit.

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Chubb führt US-Rückversicherungsprogramm zur Absicherung des Schiffsverkehrs an

Das von den USA geplante Rückversicherungsprogramm, das den zum Erliegen gekommenen Handel durch die Straße von Hormus wiederbeleben soll, wird vom US-Versicherer Chubb angeführt. Das teilte die zuständige staatliche Entwicklungsbank DFC mit. Beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück wird die Initiative unterdessen zurückhaltend kommentiert.

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