Axel Kleinlein: Provisionen im Altersvorsorgedepot höher als Abschlusskosten bei Riester
Beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot drohen deutlich höhere Vertriebskosten als beim Riester-Vorgänger. Eine Analyse der von der Allianz geplanten Vergütungssystematik durch den bekannten Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein zeigt: Allein die Provisionen verschlingen künftig mehr als 1,5 Jahre Beitragszahlung statt bisher gut zehn Monatsbeiträgen (Riester) und senken die Rendite um bis zu 0,55 Prozentpunkte. Da die hohen Startprovisionen mangels direkter Verrechnung aus Kostenüberschüssen vorfinanziert werden müssen, trifft die Praxis auch Alt-Versicherte: Branchenweit schrumpfen die Kostenüberschüsse um schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro – was jeden bestehenden Lebensversicherungs- oder Riester-Vertrag im Schnitt über 50 Euro Rendite kostet.
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