Axel Kleinlein: Provisionen im Altersvorsorgedepot höher als Abschlusskosten bei Riester

Beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot drohen deutlich höhere Vertriebskosten als beim Riester-Vorgänger. Eine Analyse der von der Allianz geplanten Vergütungssystematik durch den bekannten Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein zeigt: Allein die Provisionen verschlingen künftig mehr als 1,5 Jahre Beitragszahlung statt bisher gut zehn Monatsbeiträgen (Riester) und senken die Rendite um bis zu 0,55 Prozentpunkte. Da die hohen Startprovisionen mangels direkter Verrechnung aus Kostenüberschüssen vorfinanziert werden müssen, trifft die Praxis auch Alt-Versicherte: Branchenweit schrumpfen die Kostenüberschüsse um schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro – was jeden bestehenden Lebensversicherungs- oder Riester-Vertrag im Schnitt über 50 Euro Rendite kostet.

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Elementar-Pflicht: „Es ist davon auszugehen, dass Versicherer diese Reform nutzen werden, um sich von alten (untertarifierten) Verträgen zu trennen“

Das Eckpunktepapier des Bundesjustiz- und -finanzministeriums zur geplanten Pflichtversicherung für Elementarschäden wirft in der Praxis Fragen auf. Versicherungsmakler Nico Streker warnt vor ungelösten Haftungsrisiken, organisatorischen Hürden und verfehlten Präventionsanreizen. In einem Schreiben an den Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler analysiert er die Schwachstellen und fordert ein praxistaugliches Gesamtkonzept.

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DKM: Vermittler suchen händeringend nach neuen Vergütungsmodellen

Beim Auftakt der DKM in Dortmund bestätigte sich, dass die Vermittlerverbände BVK und BDVM unterschiedlich ticken beim Umgang mit dem Versichererverband GDV. Während BVK-Präsident Michael Heinz weiter auf Angriff setzt, betonte BDVM-Präsident Thomas Billerbeck: „Wir befinden uns mit dem GDV nicht im Dissens.“ Beide Verbandsspitzen stehen vor dem Problem, dass die klassische Courtagevergütung zunehmend unter Druck gerät, neue Vergütungsmodelle aber noch in den Sternen stehen. Einig sind sich die Vermittler mit der Versicherungswirtschaft darin, die Schadenregulierung zu beschleunigen.

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Sollers-Experte Martin Seibold: „Agenten werden über die Zeit an Bedeutung gewinnen – viele Prozesse werden jedoch schon aus Kostengründen weiterhin klassisch automatisiert werden.“

Künstliche Intelligenz und der Einsatz von KI-Agenten erweitern die Automatisierungsmöglichkeiten in der Versicherungswirtschaft. Eine aktuelle Marktstudie der Unternehmensberatung Sollers mit dem Titel „KI im Kern – Markttrends bei den Anbietern von Kompositsystemen in DACH“ zeigt, dass der Einfluss von KI weit über reine Fachfunktionalitäten hinausgeht. Für die Erhebung wurden elf Anbieter von Kernversicherungssystemen im deutschsprachigen Raum befragt.

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US-Lebensversicherer schrauben KI-Investments drastisch hoch

Die US-amerikanischen Lebensversicherer haben ihr finanzielles Engagement im Sektor der Künstlichen Intelligenz im ersten Halbjahr spürbar ausgeweitet. Laut einem aktuellen Bericht der Ratingagentur Moody’s stieg das Investitionsvolumen bis Ende Juni um 24 Prozent im Vergleich zum Jahresende – ein Trend, der sich nach Einschätzung der Analysten weiter fortsetzen dürfte.

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MoIn-Gründer Philipp Kanschik: Vermittler sollten in KI mehr sehen als nur einen Effizienzhebel

„Wie viel Zeit sparen Versicherungsvermittler mithilfe von künstlicher Intelligenz?“, fragt  Philipp Kanschik, Gründer und CFO der MoIn Group, im Gastbeitrag für VWheute. Diese Effizienzfrage dominiert seiner Meinung nach meist die Diskussion um die Technologie. Dabei ist KI nicht nur ein Effizienzhebel, sondern der zentrale Werttreiber für die Zukunftsfähigkeit von Maklerhäusern. Denn sie löst das strukturelle Grundproblem der Branche.

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Globale Katastrophenschäden sinken auf niedrigsten Neunmonatswert seit 2019

Die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 auf 92 Mrd. US-Dollar gesunken. Dies ist der niedrigste Gesamtwert für diesen Zeitraum seit 2019. Wie aus dem aktuellen „Natural Catastrophe and Climate Report“ des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re hervorgeht, lagen die versicherten Schäden damit um 29 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 128 Mrd. US-Dollar.

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Bridgehaven-Europachefin Fiona Marry: „Deutschland hat gewaltigen Nachholbedarf bei MGAs“

Während Assekuradeure (MGAs) im UK und den USA längst feste Marktgrößen sind, führt das Segment in Deutschland mit nur einem Prozent Prämienanteil noch ein Nischendasein. Das soll sich ändern: Mit frischer Bafin-Zulassung drängt der irische Spezialversicherer Bridgehaven auf den deutschen Markt. Im Exklusiv-Interview mit VWheute erklärt Europachefin Fiona Marry, warum sie in den EU-Märkten enormes Wachstumspotenzial sieht und wie Bridgehaven mit seinem „Hybrid Fronting“-Modell die Lücke zwischen Nischen-Zeichnern und Rückversicherern schließen will.

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Frankreich-Krawalle: Morningstar DBRS beziffert versicherte Schäden auf unter eine bis 1,2 Milliarden Euro

Die schweren Unruhen in Frankreich verursachen bei Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen zwar schwere Sachschäden, für die führenden Versicherer des Landes bleiben die Risiken beherrschbar. Nach Berechnungen von Morningstar DBRS dürften sich die versicherten Gesamtschäden durch die Krawallwelle auf unter 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro belaufen. Vorausgesetzt, die Lage bleibt stabil und es kommt zu keiner erneuten Eskalation der Gewalt.

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„Die Welt brennt. Rette sich, wer kann“: Klimaaktivisten protestieren in Baden-Baden gegen Rückversicherer

Im Rahmen des Auftakts zum Rückversicherungstreffen in Baden-Baden kam es wie in den Jahren zuvor zu Protestaktionen von Klimaaktivisten. Am Kongresshaus versammelten sich die Demonstranten zu einer Kundgebung mit Bannern, Postern und dem symbolischen Entzünden einer Erdkugel. Die Proteste richten sich gegen die Praxis von Rückversicherern, Infrastrukturprojekte im Bereich fossiler Energien abzusichern. Gegenüber VWheute erklärte einer der Aktivisten, dass gerade große Akteure wie Munich Re in der Verantwortung stehen.

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Eiopa-Auswertung: Deutsche Versicherer setzen lieber auf heimische Aktien

Europas Versicherer investieren ihre gewaltigen Kapitalberge traditionell in Staats- und Unternehmensanleihen. Einen ordentlichen Zulauf erfahren aber auch Aktien, wie aus einer aktuellen Auswertung der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa hervorgeht. Anders als etwa skandinavische Versicherer bevorzugt die deutsche Assekuranz jedoch heimische Werte gegenüber internationalen Papieren. Gut ein Viertel ihres gesamten Kapitalvermögens parken Europas Versicherer außerhalb des Kontinents.

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Moody’s sieht stabile Aussichten für Versicherer – doch das AVRG bleibt die große Unbekannte

Sowohl die deutschen Lebensversicherer als auch die hiesigen Schaden- und Unfallversicherer können auch 2027 mit einem stabilen Branchenumfeld rechnen, erwartet die Ratingagentur Moody’s. Insbesondere mit Blick auf das Altersvorsorgereformgesetz (AVRG) sieht Analyst Christian Badorff allerdings auch Risiken. Der zu verteilende Kuchen werde zwar größer, er frage sich allerdings, ob die Versicherer schnell genug handelten, „wenn man sich anschaut, wie mancher Neobroker da voranmarschiert“, gab Badorff bei einem Pressegespräch zu bedenken.

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Liberty Mutual Re-Manager Blosche: „Kapazität mag heute wieder reichlich vorhanden sein, das zugrunde liegende Risiko wächst jedoch weiter“

Seit einem Jahr verantwortet Andreas Blosche beim Rückversicherer Liberty Mutual Re das Nordeuropa-Geschäft. Von Köln aus hat der erfahrene Risiko-Manager alle Entwicklungen im Blick. Im Vorfeld des Rückversicherungstreffens in Baden-Baden spricht Blosche mit VWheute darüber, „dass der Bedarf an Naturkatastrophenschutz weiter steigt und nicht sinkt“, warum traditionelle Rückversicherungslösungen wieder im Aufwind seien, KI „zunehmend ausdrücklich in Cyberpolicen mit eingeschlossen wird“, über die Frage, ob dem D&O-Markt eine Verhärtung droht, und wann es bei parametrischen Versicherungen endlich vorangeht.

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Aus fünf wird eins: Hanseatic Broking Center schafft neuen Makler-Riesen in Hamburg

Der Makleraufkäufer Hanseatic Broking Center (HBC) verschmilzt seine Hamburger Tochterfirmen. Fünf kleinere Versicherungsmakler (ScanBrokers, Total Consulting, Barg & Büttner, ALBIS und VVDG) hören auf, als eigenständige Firmen zu existieren, und werden in die Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH integriert. Alle Hamburger Mitarbeiter arbeiten künftig gemeinsam im selben Bürogebäude unter einem neuen Namen.

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Provinzial will dank Moneymeets-Kauf im Bankenvertrieb vorankommen  

Die öffentlichen Versicherer beabsichtigen schon lange, mehr Geschäft im Bankenvertrieb zu machen. Beim Provinzial-Konzern soll dies nun mit der Übernahme des Kölner Insurtechs Moneymeets gelingen. Ziel sei ein „hybrides Beratungsmodell, in dem persönliche, telefonische und digitale Angebote eng verzahnt sind“, erklärte Vize-Chef Patric Fedlmeier. Der Kauf dürfte auch mit dem baldigen Start des neuen Altersvorsorgedepots zusammenhängen. Ob der Versicherer Neue Leben bald ebenfalls zum Provinzial-Portfolio gehören könnte, fragte VWheute in Düsseldorf nach.

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Neue Milliardenschätzung für Hurrikan „Isaias“

Der erste Hurrikan der atlantischen Saison 2026 lässt die US-Assekuranz aufatmen und fordert sie zugleich heraus: Obwohl sich die genaue Schadenermittlung für Gutachter und Versicherer komplex gestaltet, wagen der Immobiliendaten-Spezialist Cotality (vormals CoreLogic), das Analysehaus Verisk, die Ratingagentur Fitch und der Vermögensverwalter Euler ILS Partners erste konkrete Schadenschätzungen für die Branche.

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Swiss Re warnt vor unterschätzten Risiken durch Hagel, Waldbrände und Hitze

Der Rückversicherer Swiss Re beobachtet, dass Erstversicherer verstärkt auf die Rückversicherung zurückgreifen, um wiederkehrende Schäden und schwankende Ergebnisse abzumildern. „Die Entwicklung verschiebt sich von der Betrachtung einzelner Schocks hin zum Management anhaltender Volatilität“, sagte Kaspar Müller, Chief Underwriting Officer für Structured Solutions, vor Journalisten im Vorfeld des Branchentreffens in Baden-Baden. Sein Kollege Leopoldo Camara verwies dabei auf „viele Mikrozyklen“ im Markt – pauschale Aussagen über sinkende Rückversicherungspreise hält Camara daher für unangebracht.

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Warum sich die Versicherer bei KI oft selbst im Weg stehen

Steigende KI-Kosten, bequeme Microsoft-Abhängigkeit und schleppende Automatisierung: Die deutsche Assekuranz tut sich bei der praktischen KI-Nutzung schwer. Keylane-Berater und Ex-Gothaer-Manager Burkhard Oppenberg zeichnete auf dem MCC-Kongress das Bild einer Branche, die zwar an Fahrt aufnimmt, sich durch interne Risikoscheue, ausufernde Prüfprozesse und bürokratische Regulatorik jedoch immer wieder selbst ausbremst.

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Medienbericht: Staatliches Standarddepot gerät ins Wanken

Die Zweifel am staatlich organisierten Standarddepot mehren sich. Eigentlich sollte dieses zum 1. Januar 2027 gemeinsam mit dem von Banken, Neobrokern und Lebensversicherern vertriebenen Altersvorsorgedepot (AVD) an den Start gehen. Doch bei der Umsetzung des öffentlichen Standarddepots hakt es einem Medienbericht zufolge offenbar gewaltig. Der Grünen-Finanzexperte Stefan Schmidt sieht bereits „ein Desaster für alle Sparer“ heraufziehen. Der plötzliche Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) dürfte das Reform-Tempo zusätzlich lähmen.

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Milliarden-Härtetest für Floridas Versicherungsmarkt durch „Isaias“

Noch nie seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnungen hat sich der erste Hurrikan einer Atlantik-Saison so spät im Jahr gebildet. Am Freitagabend traf „Isaias“ auf die Küste Floridas und hinterließ schwere Schäden. Bereits im Vorfeld hatten Analysten gewarnt, dass auf die Versicherer eine Milliardenrechnung zukommt. Der Hurrikan scheint der „kontrollierte“ Testlauf für Floridas Versicherungsreformen zu sein.

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Bäte blickt auf Structured-Alpha-Krise zurück: „Wir haben uns sehr, sehr schnell davon erholt“

„Ich fand, das Anstrengendste war für mich Structured Alpha, weil ich in der Zeit CEO war“, antwortet Allianz-Chef Oliver Bäte in einem Podcast der Wochenzeitung Die Zeit auf die Frage nach seinen schwersten Bewährungsproben im Amt. Im Zuge des Betrugsskandals wurde der Allianz-Tochter AGI US 2022 eine zehnjährige Sperre für das Angebot von Investmentfonds gegenüber US-Investoren aufgebrummt. 2025 wurde diese aufgehoben. Rückblickend spricht Bäte vom „wahrscheinlich schwierigsten, aber auch einem der besten Momente.“

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Allianz: Betriebsunterbrechungen werden für Unternehmen immer teurer

Unternehmen müssen sich weltweit auf deutlich teurere Schäden durch Betriebsunterbrechungen einstellen. Zwar sei die Zahl der entsprechenden Schadenfälle in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben, wie eine Analyse des Industrieversicherers Allianz Commercial ergab. Die finanziellen Folgen einzelner Ausfälle hätten sich jedoch deutlich verschärft, warnen die Fachleute. Vor allem in Deutschland bleiben Feuer und Explosionen die größten Gefahrenquellen.

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Asmussen über KI-Automatisierung: „Wir können das, wir dürfen es nicht“

Wo Jörg Asmussen auftritt, lässt die Kritik an der Regulierungswut meist nicht lange auf sich warten. Auf dem MCC-Kongress „Insurance Today and Tomorrow“ prangerte der GDV-Hauptgeschäftsführer überstrenge Datenschutzregeln an, die den effizienten Einsatz künstlicher Intelligenz ausbremsen. Das Nachsehen haben die Versicherten: Weil das Recht eine belanglose Zahnarztrechnung genauso streng behandelt wie eine hochsensible Krebsdiagnose, dürfen selbst simpelste Routinefälle kaum automatisiert bearbeitet werden. Doch Asmussen stellte auch klar: Selbst wenn der Wust an Bürokratie in vielen Segmenten abgebaut wird, ersetzt das noch keinen Motor. Und dieser Motor – die Wirtschaftskonjunktur – stottert hierzulande schon seit Jahren.

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Huk-Coburg-Datenexperte Körzdörfer über KI-Projekte: „Einen Mehrwert, der nicht messbar ist, gibt es nicht“

Wenn bei einem Versicherer ein KI-Pilotprojekt gelingt, ist der Weg zum produktiven Einsatz oft noch lang. Diesen Weg deutlich zu verkürzen, hat sich die Huk-Coburg zum Ziel gesetzt. Die Franken haben derzeit 60 KI-Use-Cases im Einsatz, an denen über 180 Mitarbeiter beteiligt sind, sagt Thomas Körzdörfer, Leiter Data Analytics bei der Huk-Coburg. Dabei gelte die Devise, „Ressourcen, die immer zu knapp sind, auf die Dinge zu priorisieren, die den größten finanziellen Hebel für uns haben“, betonte Körzdörfer bei einer Branchenveranstaltung. Dazu gehört für den Kfz-Versicherungsriesen vor allem: das Pricing.

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Neue Regeln für Kfz-Versicherungen: Justizministerium legt Referentenentwurf zur Reform des Haftungsrechts vor

Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur verbesserten Abwicklung von Schäden an Leasingfahrzeugen und von Großschadensereignissen im Straßenverkehr vorgelegt. Im Zentrum des Vorhabens stehen Reformen des Kfz-Versicherungs- und Haftungsrechts. Eine wichtige Änderung betrifft Fälle, in denen Kraftfahrzeuge vorsätzlich als Tatwaffe für Straftaten eingesetzt werden. Die beteiligten Fachkreise und Verbände haben nun bis Ende Oktober Zeit, ihre Stellungnahmen einzureichen.

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Wie wirkt sich der Neugeschäftsbann gegen Wakam auf deutsche Kunden aus?

Nachdem die französische Finanzaufsichtsbehörde ACPR den Pariser White-Label-Anbieter Wakam mit einem vorläufigen Neugeschäftsverbot belegt hat, rücken mögliche Folgen für den deutschen Markt in den Blick. Wakam diente bis Ende vergangenen Jahres unter anderem dem Hamburger Start-up Wetterheld als Risikoträger für die hauseigene Urlaubs-Regenversicherung.

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Ammerländer will Versicherer auf neue Plattform locken

Die Ammerländer Versicherung hat einen neuen Plattformanbieter geschaffen. Die modulare, cloudbasierte Plattform namens Syonics richtet sich an Versicherer und Assekuradeure. Sie soll die Geschäftsprozesse der teilnehmenden Unternehmen verbessern, ohne dass diese einen „risikoreichen Komplettaustausch“ ihrer bisherigen Kernsysteme vornehmen müssen, wie die Ammerländer mitteilt.

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Keine Millionen von der Versicherung für Man City

Das historische Urteil der Premier-League-Kommission gegen Manchester City hat die Fußballwelt in ihren Grundmauern erschüttert. In 114 von 115 Anklagepunkten wurde der englische Serienmeister schuldig gesprochen, über ein Jahrzehnt hinweg seine Bilanzen systematisch um mehr als 900 Millionen Pfund künstlich aufgebläht zu haben. Da es sich um vorsätzliche Täuschung handelt, greifen strikte Ausschlussklauseln der Versicherer – es sei denn, das Berufungsverfahren geht zugunsten von Manchester City aus.

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Blacklake-Managerin Karin Groß: „Immobilien müssen sich ihren Platz im Portfolio wieder verdienen“

Zwischen drastischen Wertkorrekturen und eingeschränkter Marktliquidität stehen die Immobilienportfolios der Versicherer unter Druck. Kurz vor der B2B-Fachmesse Expo Real spricht Karin Groß, Managing Partnerin bei Blacklake, im VWheute-Interview über die Lehren aus dem Debakel um die Signa-Gruppe, drohende Bewertungsverluste und die Frage, ob B- und C-Standorte für die Anlagestrategie der Zukunft noch tragfähig sind.

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Verschärfter Wettbewerb im Tierversicherungsmarkt: Huk-Coburg setzt auf Eigenregie, Hanse Merkur auf Kooperationen

Immer mehr Versicherer wollen am boomenden Markt für Tierversicherungen mitverdienen. Nachdem die Debeka ihren Einstieg mit dem Spezialversicherer Uelzener als Partner angekündigt hat, bringt sich nun auch die Huk-Coburg mit einem eigenen Angebot für Hunde und Katzen in Stellung. Zeitgleich will die Hanse Merkur zum Marktführer Uelzener aufschließen und kündigt ihrerseits eine Vertriebspartnerschaft mit den Rheinland Versicherungen an. Die Hamburger setzen außerdem auf große digitale Aggregatoren – für die Huk-Coburg kommt das nicht infrage. „Auf eine Präsenz auf teuren Vergleichsportalen verzichten wir bewusst“, betonen die Franken gegenüber VWheute – und erklären, wie man als Marktneuling im verschärften Wettbewerb bestehen will.

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Allianz plant zweites Bermuda-Sidecar

Allianz bereitet offenbar die Neuauflage seines Lebens-Rückversicherung-Sidecars Sconset Re vor. Wie das Branchenmagazin Artemis erfuhr, wurden auf Bermuda bereits zwei neue Gesellschaften vorregistriert, deren Bezeichnungen nahtlos an die Struktur des ersten Vehikels anknüpfen: Sconset Re II Ltd. sowie eine Kommanditgesellschaft namens Sconset Reinsurance II Capital LP.

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Debeka steigt in den Tiermarkt ein und vertreibt Versicherungen der Uelzener

Bei dem privaten Krankenversicherer Debeka können Kunden ab dem 1. Oktober auch Tierversicherungen abschließen. Die Policen für Haustiere konzipieren die Koblenzer nicht selbst, stattdessen greifen sie auf das Angebot vom Marktführer Uelzener zurück. Der niedersächsische Spezialversicherer setzt dabei vor allem auf die vertriebliche Schlagkraft der 8.000 Debeka-Außendienstmitarbeiter.

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Allianz: Deutsche Sparer setzen zunehmend auf Wertpapiere

Deutschlands Haushalte haben 2025 trotz schwacher Konjunktur und hoher Inflation mehr Vermögen aufgebaut. Deren Brutto-Geldvermögen legte gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu, wie der Versicherer Allianz auf Basis seiner aktuellen Erhebung „Global Wealth Report“ meldet. Dabei übertraf der Bestand an Wertpapieren erstmals den von Bankeinlagen. Von einer vollständigen Abkehr des deutschen Sparers vom klassischen Sicherheitsdenken kann allerdings noch keine Rede sein, wie sich bei einem Pressegespräch zeigte.

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Doppelter Druck auf die Rückversicherer durch KI-Disruption und Preisverfall

Eigentlich galt die Rückversicherungsbranche in den Depots internationaler Investoren bislang als sicherer Hafen vor den Umwälzungen durch künstliche Intelligenz. Doch eine aktuelle Analyse der Investmentbank Jefferies zeigt, dass dieser Schutzschild deutliche Risse aufweist. Während die fortschreitende KI-Adaption im Erstversicherungsmarkt schleichend die Nachfrage nach Rückdeckung aushöhlt, gerät die Branche zeitgleich in eine massive, von Rekordkapital getriebene Preisspirale nach unten.

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Ergo prescht bei Überschussbeteiligung vor

Gut zwei Monate früher als üblich hat die Ergo bekannt gegeben, mit welcher Überschussbeteiligung ihre Kunden im kommenden Jahr rechnen können. Mit Blick auf die am 1. Januar in Kraft tretende Altersvorsorgereform wolle man „frühzeitig Klarheit schaffen, was die Verzinsung unserer Lebensversicherungen angeht“, erklärte Oliver Horn, Chef der Ergo Vorsorge Leben. Gegenüber VWheute verteidigen die Düsseldorfer die geringe Zinserhöhung von 0,1 Prozentpunkten und stellen einen Termin zur Bekanntgabe des geplanten Altersvorsorgedepots in Aussicht.

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Swiss Re: Vernetzte Risiken könnten neue Systemkrise heraufbeschwören

Der Rückversicherer Swiss Re zeigt sich darüber besorgt, dass Risiken zunehmend ineinandergreifen. Eine einzige Störung könne somit „mehrere Bereiche gleichzeitig treffen“, heißt es in einer gemeinsamen Analyse des Swiss Re Institute und der London School of Economics (LSE). Die Ursache hierfür sehen die Fachleute in einer wachsenden Abhängigkeit großer Unternehmen von gemeinsamen Lieferanten, Technologieplattformen und kritischer Infrastruktur.

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Jobzufriedenheit: Versicherungsbeschäftigte gehen (vergleichsweise) gut gelaunt zur Arbeit

Wer in der Versicherungsbranche arbeitet, ist tendenziell zufriedener als die Beschäftigten aus den meisten anderen Branchen. 67,8 Prozent der dort tätigen Arbeitnehmer bewerten ihren Arbeitgeber mit vier oder fünf von fünf Sternen. Damit liegt die Branche im aktuellen Zufriedenheitsatlas des Bewertungsportals Kununu auf Rang drei. Während die Zufriedenheit aller Beschäftigten in Deutschland seit Jahren sinkt, verbesserte sich die Stimmung der Versicherungsbelegschaft zuletzt sogar.

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Bundesregierung vor Durchbruch bei Elementardeckung – setzt aber weiter auf „bewährtes Versicherungssystem“

Die Bundesregierung will die Verbreitung von Elementarschadenversicherungen deutlich erhöhen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte dazu auf dem Versicherungstag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein „detailliertes und durchdachtes Eckpunktepapier“ an. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen bezeichnete viele Punkte in Hubigs Rede als „erfreulich“ – insbesondere, dass „Elemente der Freiwilligkeit“ gewahrt werden sollen.

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R+V-Chef Rollinger wirbt für bAV und warnt vor Börsen-Risiken: „Das ist vielleicht für Besserverdienende aushaltbar“

R+V-Chef Norbert Rollinger hat mit Blick auf die Altersvorsorgereform davor gewarnt, die Risiken einer stärker individualisierten Vorsorge zu unterschätzen. Der Gesetzgeber habe einen „Paradigmenwechsel“ vollzogen, indem er die dritte Säule vollständig dem Kapitalmarkt geöffnet habe. Die Bürger müssten dann lernen, „dass sie da dem Unwillen des Kapitalmarkts ausgesetzt sind“, sagte Rollinger bei einem Empfang der R+V in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Dort warb der CEO für das kollektive Sparen über die betriebliche Altersversorgung (bAV) – doch die hat keinen leichten Stand.  

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Fitch-Umfrage: Rückversicherer bevorzugen Leben und Kranken bei der Kapitalallokation

Rückversicherer und andere Marktteilnehmer bevorzugen bei der Allokation von Eigenkapital die Segmente Leben und Kranken sowie Spezialrisiken gegenüber dem klassischen Sachrückversicherungsgeschäft. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Fitch Ratings hervor, die im Rahmen des Branchentreffens Rendez-Vous de Septembre in Monte Carlo unter 93 Marktteilnehmern – darunter Rückversicherer, Erstversicherer und Makler – durchgeführt wurde. Der Trend spiegelt eine strategische Reorganisation als Reaktion auf den anhaltenden Preisdruck im Sachbereich wider.

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„Versicherer des Jahres 2026“ gekürt: Kein Anbieter ist mehr „sehr gut“ – doch die Allianz kämpft sich zurück

Die Deutschen werden immer unzufriedener mit ihren Versicherern. Im aktuellen Ranking des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) für ntv reicht es für die Branche erstmals nur noch zu einem „befriedigenden“ Urteil. Das Gesamtergebnis liegt bei 69,9 von 100 möglichen Punkten. 2025 waren es mit 70,4 Punkten zwar nur etwas mehr – das reichte damals aber noch für ein „gut“. 2022 schaffte die Branche 75,4 Punkte – seither ging es stetig runter. Spitzenreiter ist abermals der Münchner Verein, jedoch büßt er seinen Status als einziger „sehr guter“ Anbieter ein. Die Allianz machte einen gewaltigen Satz nach vorn und verbesserte sich um eine ganze Note.

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Versicherer werden wagemutiger bei Private Credit

Im Mai äußerte sich die Europäische Zentralbank (EZB) besorgt über den wachsenden Private-Credit-Appetit der europäischen Versicherer. Die Ratingagentur Moody’s hält die Risiken allerdings noch für beherrschbar. Man erwarte derzeit nicht, dass der Boom „die Bonität der meisten bewerteten Versicherer wesentlich beeinträchtigen wird“, heißt es in einem Bericht. Gleichwohl ist den Autoren nicht entgangen, dass sich Versicherer in den USA und Europa vermehrt auch an komplexeren Private-Credit-Strukturen heranwagen.

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Unterstützung für Global Player von morgen: Allianz investiert in europäischen Wachstumsfonds

Mit dem milliardenschweren Wachstumsfonds „Scaleup Europe Fund“ will die EU die Finanzierungslücke schließen, in die vielversprechende europäische Start-ups zu fallen drohen, wenn sie den Sprung zu einem sogenannten Scale-up wagen. Europas größter Versicherer unterstützt diesen Ansatz und will kräftig mitinvestieren: Man wolle „einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas“ leisten, teilte die Allianz mit. In den Fonds fließen auch Versichertengelder deutscher Kunden.

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Attikon übernimmt ASP Assecuranzmakler

Der Düsseldorfer Makleraufkäufer Attikon baut seine Präsenz im Norden Deutschlands aus und holt sich die ASP Assecuranzmakler GmbH ins Portfolio. Das Hamburger Unternehmen ist auf die Beratung und Betreuung von Wohnungsverwaltungen, Immobilienunternehmen sowie mittelständischen Gewerbe- und Privatkunden spezialisiert.

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Berkshire Hathaway Specialty Insurance: „If your sole goal is market share, it almost always comes at the expense of profitability“

BHSI-CEO Peter Eastwood and Country Manager Germany Andreas Krause reflect on 13 years of global growth and a decade of expansion in the German market. A conversation about cyber accumulation risks, the conscious decision to forgo reinsurance, Warren Buffett‘s succession, and why AI will under no circumstances lead to job cuts at BHSI.

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EU-Kommission plant Allianz für Klimaversicherung

In ihrer Rede zur Lage der Union kündigt Ursula von der Leyen einen neuen Rahmen für die Klimaresilienz an. Nach einem Sommer extremer Wetterereignisse mit Waldbränden sowie ausgetrockneten Flussbetten von Rhein und Donau sieht die EU-Kommissionspräsidentin den alten Kontinent an einem Wende- und Schicksalspunkt. „Dieser Sommer darf sich nicht wiederholen“, warnte von der Leyen. Die EU werde an ihren Klimazielen festhalten, müsse aber bei der Krisenvorsorge und Anpassung zulegen. Versicherern kommt eine Schlüsselrolle zu.

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Schadenflaute bei Versicherern: „Es ist wichtig, diese Zeit jetzt gut zu nutzen“

Ein gutes Schadenjahr hat den Schaden- und Unfallversicherern eine unverhoffte Atempause verschafft – doch nicht alle Unternehmen nutzten das Zeitfenster, um überfällige Investitionen nachzuholen, meint Branchenkenner Andreas Heidl. „Wir sitzen im Maschinenraum von vielen Versicherern und merken, wie unterschiedlich sie sich verhalten“, sagte der P&C-Vorstand beim Softwareanbieter MSG bei einer Diskussion mit den Chefs von Ergo Deutschland, Hanse Merkur und Huk-Coburg.

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