„Langfristig im Vorteil ist, wer Konsolidierung aktiv gestaltet – und nicht nur darauf reagiert“

Unterschiedliche Garantiestrukturen, veraltete IT und hoher Kostendruck: Bei Bestandsübernahmen in der Lebensversicherung stehen Anbieter vor gewaltigen operativen Herausforderungen. Wie strukturierte Rückversicherungslösungen dabei helfen können, Kennzahlen zu stabilisieren und gleichzeitig die Migration auf moderne IT-Plattformen zu finanzieren, erörtert Markus Unterkofler, Head Germany, ACEE & Nordics bei Swiss Re, im VWheute-Interview.

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Fitch prognostiziert Milliardenbewegung im deutschen Run-off-Markt

Deutschland gilt in Europa als der unangefochtene Kernmarkt für die Konsolidierung sogenannter geschlossener Bestände, dem klassischen „Closed-Book“-Geschäft. Run-off-Plattformen übernehmen hier alte Lebensversicherungsverträge, die für Neugeschäfte geschlossen wurden. Für das Jahr 2026 prognostiziert Fitch für den deutschen Markt ein Transfervolumen von bis zu 25 Milliarden Euro. Sollte diese Marke erreicht werden, wäre dies der zweithöchste Jahreswert seit den ersten deutschen Closed-Book-Transaktionen im Jahr 2014.

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Viridium führt Gespräche mit französischen Lebensversicherern

Kein französischer Lebensversicherer verkaufte jemals seine Altbestände an eine Run-off-Plattform. Wenn es nach Tilo Dresig ginge, könnte Viridium so einen Deal zum ersten Mal durchziehen. Auch hierzulande führt der Bestandsspezialist aus Neu-Isenburg mehrere Gespräche, wie CEO Dresig in einem Pressegespräch erläuterte, und informierte, wie stark die Inflation die Migrationskosten treibe. Deshalb forciere man den KI-Einsatz, um Kosten zu sparen. Einen Aufkauf einer konkurrierenden Run-off-Plattform, zum Beispiel Athora Deutschland, schließt er nicht aus.

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Talanx-Vorstand Warkentin: „Die Kundengelder und auch die IT-Systeme sind sicher“

HDI Deutschland-Chef Jens Warkentin glaubt, dass veraltete IT-Systeme es schwer machen substanziell Kostenquoten in der Lebensversicherung zu senken. Die Branche schiebe „eine Bugwelle vor sich her“ – viele Systeme bedürften einer Renovierung, während andere Länder deutlich weiter seien, sagte er bei einer Fachtagung in Hamburg. Dort nahm der Talanx-Vorstand auch zur Debatte über KI-bedingte Arbeitsplatzverluste Stellung. Provinzial-Vorstand Rainer Sommer warnte vor einer unheilvollen Mischung aus veralteter IT und schwindendem Spezialistenwissen. Zudem forderte er, dass Vorstände bei IT-Sanierungen endlich umdenken müssten – und nicht allein an die Kostenbelastung denken sollten.

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Zieht der Run-off-Markt 2026 endlich an? „Da müssen Sie die Zurich fragen!“

Auf dem deutschen Markt für die Abwicklung geschlossener Lebensversicherungsbestände ist zuletzt kaum etwas passiert. Kommt 2026 endlich die Wende? Tilo Dresig, Chef des Run-off-Marktführers Viridium, hofft es: Nach dem zwischenzeitlich verhängten Neugeschäftsstopp durch die Bafin sei Viridium „seit Herbst de facto wieder aktionsfähig“, betonte Dresig auf einer Fachtagung in Hamburg. Der CEO machte deutlich, dass er die einstweilen geplatzten Gespräche mit der Zurich gerne wieder aufleben lassen möchte.

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Comeback im Versicherungsgeschäft: Deutsche Bank plant offenbar Beteiligung an Frankfurter Leben

Langweilig wird es bei der Deutschen Bank nicht. Wegen des Verdachts der Geldwäsche durchsuchte gestern die Justiz Gebäude der Bank in Frankfurt am Main und Berlin. Für die Versicherungsbranche ist indes die News relevant, dass Deutschlands größtes Kreditinstitut und seine Fondstochter DWS Group sich an der Frankfurter Leben beteiligen wollen, berichtet Bloomberg. Mit der Finanzkraft der Deutschen Bank könnte die Run-off-Gesellschaft das Zurich-Portfolio oder womöglich Athora Deutschland übernehmen.

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Neuer Viridium-Aufsichtsrat nimmt Arbeit auf

Der Run-off-Spezialist Viridium will nach der Neuordnung seiner Eigentümerstruktur auch operativ endlich wieder Fahrt aufnehmen: Der frisch zusammengestellte Aufsichtsrat kam erstmals zur Lagebesprechung mit dem Vorstand zusammen. Dem neuen Gremium gehören neben Allianz-Vorstand Andreas Wimmer und Generali-Deutschland-CIO Ulrich Ostholt sieben weitere Mitglieder an.  

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Run-off-Markt: Kann Neugeschäft Akquisitionen ersetzen?

Da Viridium neue Eigentümer gefunden hat, dürften laut Experten vermehrt neue Run-off-Transaktionen realisiert werden. Schließlich erhalten Verkäufer von Lebensbeständen dann nicht nur Angebote vom Konkurrenten Athora. Der Abwicklungsspezialist aus Wiesbaden wünscht sich nach dem gescheiterten Axa-Deal verkürzte Genehmigungsprozesse. Auf Anfrage erklärt das Unternehmen zudem, wie es um die Pläne rund um den Einstieg ins Neugeschäft steht.

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Viridium steigert Gewinn und erhöht die Verzinsung  

Der Run-off-Spezialist Viridium hat den Besitzer gewechselt und will die neue Eigentümerstruktur dafür nutzen, nun endlich mit der ersehnten Expansion voranzukommen. Für Aufbruchstimmung sorgen nicht zuletzt die ordentlichen Geschäftszahlen für 2024: Mit einem Konzernergebnis von 361 Mio. Euro übertraf das Unternehmen den Vorjahreswert von 342 Mio. Euro deutlich. Auch die Solvenzquote verbesserte sich.

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DAV-Jahrestagung: „In den nächsten zwei bis drei Jahren wieder deutlich mehr Aktivität im Run-off-Markt“

Benedikt Heinen, Broker beim Rückversicherungsmakler Guy Carpenter, präsentierte auf der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) in Bonn ein umfassendes Bild eines Run-off-Marktes im Umbruch – national wie international. Für den Experten ist klar, dass der Markt allein schon aus strukturellen Gründen in den kommenden Jahren Fahrt aufnehmen wird – gerade auch in Deutschland.

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Run-off-Markt: Viridium könnte bald für Bewegung sorgen

Im deutschen Markt für die Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen tut sich derzeit nicht viel – doch das könnte sich schon bald ändern, denn der Druck auf die Versicherer, eine dauerhafte Lösung für ihre Bestände zu finden, nimmt stetig zu. Darin waren sich die Teilnehmer auf einer Fachkonferenz in Hamburg einig. Dort wurde auch der Vorschlag geäußert, dass die Versicherer Rückstellungen für ihre beträchtlichen IT-Risiken bilden sollten. Wann der Markt wieder in Bewegung kommt, hängt auch davon ab, wann Viridium wieder mitbieten kann.

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Tilo Dresig zählt Lebensversicherer wegen veralteter IT-Systeme an: „Wir dürfen uns nicht zu sehr auf die Zinsen verlassen“

„Wir hätten uns gewünscht, dass die Transaktion durchgeht“ – die geplatzte Übernahme von 720.000 Zurich-Verträgen setzte Viridium-Chef Tilo Dresig vor einem Jahr sichtlich zu. Heute schaut der Abwicklungsspezialist mit großer Zuversicht nach vorn – zum einen, weil das Unternehmen in den Verhandlungen über einen neuen Eigentümer „weit fortgeschritten“ sei, zum anderen, weil die Zeit für den Run-off-Markt spielt und gegen die Beharrungskräfte der deutschen Lebensversicherer.

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Athora-Chef Wells will abseits des Run-off-Geschäfts wachsen

Athora will in Deutschland über den Status des Run-off-Spezialisten hinauswachsen. „In den nächsten fünf bis zehn Jahren wollen wir auch Neugeschäft schreiben“, kündigte Unternehmenschef Mike Wells mit Blick auf den hiesigen Lebensversicherungsmarkt an. Wells will die Lücke füllen, die börsennotierte Versicherer mit ihrem Rückzug aus Garantieprodukten hinterlassen hätten. Dass Athora womöglich den Abwicklungsspezialisten Viridium übernehmen könnte, kommentiert der Manager zurückhaltend.

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Viridium weckt neue Avancen

Für die zum Verkauf stehende Run-off-Plattform Viridium um CEO Tilo Dresig soll es neue Interessenten geben. Einem Medienbericht zufolge liebäugelt nicht nur der Abwicklungsspezialist Athora mit einem Einstieg, sondern auch der Lebensversicherer Resolution Life und der Investmentmanager Sixth Sense. Bekannt ist auch die Höhe der milliardenschweren Bewertung von Viridium.

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Viridium-CEO Dresig: „Wir führen schon jetzt Gespräche über die nächste Akquisition“

Erst mit einer neuen Eigentümerstruktur erhält Viridium grünes Licht von der Bafin, weitere Altbestände aufzukaufen. Das hindert CEO Tilo Dresig nicht daran, bereits neue Deals auszuloten. Dass die Zurich-Transaktion doch noch klappt, schließt er nicht aus. Beim gestrigen Pressegespräch in Frankfurt erklärte er, welcher Investor zu Viridium passt, warum der Run-off-Markt nach wie vor viel Potenzial aufweist und warum die Höhe einiger Transaktionen erheblich davon abhängt, ob noch Aktuare oder IT-Experten aktiv sind, die die alten Tarife im Bestand kennen. Folglich: "Einen Bestand in zwei Jahren zu kaufen, wird schon deutlich teurer."

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Woran die Run-off-Projekte bei Ergo und Viridium haken: „Natürlich keine Situation, die wir uns gewünscht haben“

Martin Brown leitet als Chief Financial Officer bei der Ergo Leben das interne Run-off-Projekt der Düsseldorfer. Auf der „SZ-Fachkonferenz 2024: Run-off“ in Hamburg diskutierte er mit Viridium-Chef Tilo Dresig über Vorzüge und Risiken, die interne und externe Run-Off-Deals mit sich bringen. Trotz der jeweils unterschiedlichen Baustellen der Manager zeigt sich eine Gemeinsamkeit: Das Run-off-Geschäft ist in der Regel ein mühsames Unterfangen.

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Bafin hegt keine Vorurteile gegen Private-Equity-Firmen

Von Private-Equity-Firmen finanzierte Run-off-Deals könnten in Zukunft rar werden, weil die Aufsichtsbehörden hier besonders kritisch hinschauten, so die Einschätzung der Ratingagentur Moody's. Ein Vertreter der Bafin betonte nun, dass die Aufsicht „nicht den unmittelbaren Schluss“ ziehe, dass Finanzinvestoren für Run-off-Geschäfte ungeeignet seien. Man müsse immer auf den Einzelfall schauen, sagte Bafin-Aufseher Andreas Zapp auf einer Veranstaltung in Hamburg.

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Moody’s blickt sorgenvoll auf das Run-off-Geschäft nach geplatztem Zurich-Viridium-Deal

Seit Januar steht fest, dass Viridium den Altbestand von Zurich nicht übernimmt. Die Bafin hatte zu große Bedenken wegen des Viridium-Eigentümers Cinven. Von Private-Equity-Firmen finanzierte Run-off-Deals könnten in Zukunft rar werden, glaubt Moody's.

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Ergo und Alte Leipziger erhöhen Überschussbeteiligung

Die Ergo Vorsorge, der Lebensversicherer des Düsseldorfer Ergo-Konzerns, hebt die Überschussbeteiligung für das kommende Jahr an – die Gesamtverzinsung steigt um bis zu 0,6 Prozentpunkte. Vorsorge-Kunden werden laut Ergo somit bis zu 4,1 Prozent auf den Sparanteil gutgeschrieben. Auch die beiden Run-off-Gesellschaften des Versicherers zahlen künftig mehr. Ergo begründet den Schritt mit der „anhaltenden Verbesserung des allgemeinen Zinsniveaus“.

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Landeslebenshilfe zahlt Mitgift an Frankfurter Leben

Die in Lüneburg ansässige Landeslebenshilfe (LLH) kann seit Jahren nur mit Übergangshilfen ausreichende Solvenzquoten vorweisen. Kostenprobleme und eine veraltete IT führten zur Einstellung des Neugeschäfts im Mai 2020. Nun übernimmt der Abwicklungsspezialist Frankfurter Leben den überschaubaren Bestand und kassiert wohl noch Geld dafür.

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Ergo-Vorstand Christian Molt exklusiv über Thipara: „Wir bereiten die nächste Tranche der Migration vor“

Christian Molt gibt selten Interviews. Er lässt dafür Taten sprechen und verkündet Fortschritte bei der Abwicklungsplattform Thipara, die Ergo seit Jahren aufbaut. Allerdings: Noch immer hat sich kein Versicherer dafür entschieden, seine Altbestände dort verwalten zu lassen. Im Gespräch mit VWheute verrät Molt, woran das liegt und ob die Plattform auch ohne Deals überleben kann.

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Kommt es nur auf die Größe an? Was die Migration von Altbeständen so komplex macht und wie man die IT-Kosten senkt

Das Geschäft von Run-off-Gesellschaften würde sich meist nur bei der Übernahme von großen Altbeständen lohnen, heißt es stets. Dennoch gibt es Anbieter wie die Frankfurter Leben, die mit der Adesso-Tochter Afida auch kleine Portfolios migrieren. Die Gründe sind vielschichtig. Die Kosten treiben weniger die Bestandszusammensetzung als vielmehr der Zustand des Altsystems. Eine Analyse.

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Thipara-Geschäftsführer: „Die Verzögerungen haben zusätzliche Kosten verursacht. Der Business Case ist jedoch weiterhin positiv“

In den Run-off-Markt ist zuletzt wieder Bewegung gekommen. Die Abwickler verkünden neue Deals. Und was ist aus Thipara geworden, der Eigenentwicklung von Ergo, die vor einem Jahr an den Start ging? VWheute sprach mit den Thipara-Geschäftsführern Christian Molt und Max Happacher über die Verwaltung, Migrationsprobleme und Potenziale von Altbeständen.

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Frankfurter Leben schnappt sich Generalis Pensionskasse und hofft auf weitere Deals

Für die Generali ist es der zweite externe Run-off, für die Frankfurter Leben-Gruppe die fünfte Übernahme eines Altbestandes. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann der Abwickler auch mit kleinen Portfolios dank einer Adesso-Tochter Skaleneffekte erzielen. Der Aufkauf der vor 20 Jahren abgeschlossenen 150.000 Verträge der Pensionskasse mit 2,8 Mrd. Euro Kapitalanlagen lässt bei der Generali Deutschland wiederum die Solvenzquote steigen.

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Viridium-Chef Dresig führt Kundenbeschwerden bei Proxalto auf Personalmangel zurück

„Der Kunde bekommt mehr Geld“, so lautet die Botschaft von Viridium-CEO Tilo Dresig nach genau vier Jahren Integration der Proxalto (Generali Leben). Das Jubiläum nutzt man, um eine Erhöhung der Überschussbeteiligung zu verkünden. Die PR-Offensive ist womöglich auch ein Signal an die Bafin. Dresig verrät, welche Bestandsaufkäufe im aktuellen Zinsumfeld noch möglich sind, auf welche IT-Partner und Asset-Manager man setzt und wie das Verhältnis zum Viridium-Eigentümer Cinven ist, der als Private-Equity-Investor durchaus nach ein paar Jahren die Run-off-Plattform theoretisch abstoßen könnte.

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Bund der Versicherten lässt mit Gedankenspiel zu Run-off-Plänen der Allianz aufhorchen

Bei den Hamburger Verbraucherschützern schrillen die Alarmglocken. In einem aktuellen Blog-Beitrag zieht der Bund-der-Versicherten-Vorstand Stephen Rehmke das Reizthema Run-off bei der Allianz hoch und warnt vor einem Marktbeben, wenn es so kommt. Dass die Münchener ihre Lebensversicherungsverträge tatsächlich abwickeln könnten, sei nach Angaben des BdV gar nicht unrealistisch.

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Run-off-Gesellschaften sind deutlich stärker auf den Aktionär ausgerichtet

Welche Rolle nehmen die Run-off-Gesellschaften derzeit auf dem Lebensversicherungsmarkt ein? Dieser Frage ist Assekurata in einer aktuellen Studie nachgegangen. Eine Erkenntnis: Die Rohüberschüsse bei der Run-off-Gruppe fallen seit dem Bilanzjahr 2017 deutlich höher aus als im Marktdurchschnitt. Assekurata legt sich auch fest, ob es trotz steigender Zinsen, weitere Bestandsverkäufe geben wird.

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Athora kauft milliardenschweres LV-Portfolio in Belgien

Großverkauf im Lebensgeschäft. Die NN Group-Tochtergesellschaft NN Insurance Belgium hat den Verkauf eines geschlossenen Lebensversicherungsportfolios an Athora Belgium abgeschlossen. Der  milliardenschwere Abschluss folgt auf die Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich des Erhalts aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen und Wettbewerbsfreigaben.

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Basler schickt Krankenhaus-Haftpflichtportfolios in den Run-off

Der Schweizer Versicherer Baloise veräußert sein Krankenhaus-Haftpflichtportfolio an die Bothnia International Insurance Company Ltd. Der Verkauf umfasst den Gesamtbestand der Basler Sachversicherungs-AG in Deutschland mit Rückstellungen in Höhe von rund 200 Mio. Euro. Das Closing der Transaktion soll noch in diesem Halbjahr erfolgen.

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Zurich lässt die Muskeln spielen

Die Zurich Insurance Group erzielte im ersten Halbjahr 2022 einen Betriebsgewinn, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent höher ausfällt. Insgesamt konnte der Konzern 3,4 Milliarden US-Dollar verbuchen. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,7 Milliarden US-Dollar gewesen. Nach Mitteilung des Unternehmens waren alle Regionen und Geschäftsbereiche am erfolgreichen Ergebnis beteiligt.

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Maxpool-Chef Drewes bewertet Run-off als „moralische Bankrotterklärung“ und „Wortbruch eines Lebensversicherers“

Der Run-off hat in der öffentlichen Wahrnehmung seine Höhen und Tiefen. Aktuell scheint sich der Verkauf ungeliebter Leben-Altbestände vom Schmuddelkind-Image zu befreien. Für Maxpool-Chef Oliver Drewes ist das unbegreiflich. Er sieht im Run-off ein „unverzeihliches Vergehen“ und einen „massiven Vertrauensbruch“. Allein ist er mit dieser Meinung nicht, doch er spricht sie anders als viele offen aus.

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BVK-Präsident Heinz: „Versicherer müssen ihre Vermittler respektvoller behandeln“

Die meisten Vorstände meiden heikle Themen wie der Teufel das Weihwasser. Und dann gibt es Michael H. Heinz. Der BVK-Präsident spricht im VWheute-Sommerinterview Klartext. Der Run-off ist ein „gewisser Vertrauensbruch“, die Versicherer behandeln die Vermittler „respektlos“ und wer den Provisionsrichtwert will, muss zuerst den BVK-Widerstand brechen.

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„Transaktion von entscheidender Bedeutung“: Axa Deutschland verabschiedet sich in Teilen vom traditionellen Lebengeschäft

Was sich seit Wochen angedeutet hat, ist nun offiziell: Die Axa Deutschland verkauft ihr Lebensversicherungsportfolio mit Deckungsrückstellungen im Wert von 16 Mrd. Euro an Athora Deutschland. Der Kaufpreis liegt bei 610 Mio. Euro, plus geschätzten 50 Mio. Euro an gesetzlichen Erträgen für das Jahr 2022. Athora spricht von einer „entscheidenden Transaktion“. Die Axa kommuniziert den Deal wie einen Befreiungsschlag.

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Ergo bewirbt eigene Abwicklungsplattform Thipara: „90 Prozent des Lebengeschäfts in Deutschland ist de facto im Run-off“

Die Ergo geht mit ihrer zusammen mit IBM entwickelten Run-off-Plattform Thipara an den deutschen Markt. Man führe erste Gespräche mit Lebensversicherern, heißt es aus Düsseldorf. Aufkaufen werde man die Portfolien aber nicht. Die Munich Re-Tochter hat 450.000 eigene Verträge auf die Plattform migriert. Bis dort Riester-Verträge oder fondsgebundenes Geschäft landet, könnte noch zwei Jahre dauern und viel Geld kosten.

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Hoenen verabschiedet sich vom Viridium-Aufsichtsrat: „Lebensversicherungsbranche braucht den Run-off als zusätzliche Handlungsoption“

Mit 68 Jahren wollte Rolf-Peter Hoenen sich nicht ganz aus der Assekuranz zurückziehen. Nach seinem langjährigen Engagement bei der Huk-Coburg und dem GDV wurde er 2014 Aufsichtsratsvorsitzender der damals neu gegründeten Viridium Gruppe. Diese hat zuletzt die Zurich-Altbestände erworben. Mit dem fünften Deal, der in Hoenens Amtszeit unterschrieben wurde, verabschiedete er sich endgültig in den Ruhestand. Vom Geschäftsmodell der Run-off-Gesellschaft war er von Anfang an überzeugt.

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Nächster Meilenstein im Run-off: Wer folgt dem Weg von Generali und Zurich?

Die Generali sorgte vor einigen Jahren mit dem Verkauf ihrer Lebenbestände an Viridium für erhebliches Aufsehen. Die Ergo hat sich unterdessen für eine interne Lösung entschieden. Nun hat die Zurich ihre Klassik-Bestände an Viridium verkauft - die Axa könnte bald mit einem ähnlichen Schritt folgen. Wie ist es um die aktuelle Debatte zum Thema Run-off bestellt?

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Viridium und Athora heißeste Kaufanwärter der Lebenbestände von Axa und Zurich

Es ist kein Geheimnis, dass sich Axa und Zurich von ihren alten Lebenbeständen in Deutschland trennen wollen. Die erste Verhandlungsrunde ist nun abgeschlossen. Die Abwicklungsgesellschaften Viridium und Athora sind in beiden Fällen in der zweiten Runde des Verkaufsprozesses. Resolution Life und FL (ehemals Frankfurter Leben) sind jeweils für eines der Portfolios weiter, berichtete das Handelsblatt. Da die Altbestände sehr heterogen mit unterschiedlichen Verzinsungen sind und auch auf unterschiedlichen IT-Systemen laufen, könnten sich die Verhandlungen noch ziehen. Eine Analyse.

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Bilanzcheck: Wie gut meistern die Lebensversicherer die Pandemie wirklich?

Umsatzeinbrüche und hohe Verluste im Risikoergebnis wären für die Lebensversicherer in einer Pandemie nicht unwahrscheinlich. Doch die Branche kommt vergleichsweise gut durch die Krise und profitiert gar noch von einem gestiegenen Risikobewusstsein der Bevölkerung. Ein Überblick über die größten Lebensversicherer, deren Beiträge, die laufende Verzinsung und die Marktanteile des Run-off-Geschäfts.

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Zurich prüft Run-off für LV-Altbestände

Der Schweizer Versicherungskonzern will sich von einem Teil seines Altbestandes an klassischen Lebensversicherungen in Deutschland trennen. Auch ein externer Run-off an einen Abwickler sei im Gespräch, berichten Medien. Die LV-Tochter, unter der Marke Zurich Deutscher Herold bekannt, will sich stattdessen überwiegend auf fondsbasierte Policen konzentrieren.

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Assekurata: Run-off führt nicht zu einem Anstieg der Stornoquoten

Verkäufe von Lebenbeständen gab es in letzter Zeit kaum. Die Ratingagentur Assekurata hat zum dritten Mal eine bilanzielle Untersuchung zur Situation von Lebensversicherern im Run-off vorgenommen. Dabei wurden zahlreiche Kennzahlen und Einzeldaten unter die Lupe genommen, um die Auswirkungen sowohl aus Kunden- als auch aus Investorensicht zu identifizieren. Im Ergebnis sei festzustellen, dass vor allem die externen Run-off-Unternehmen zuletzt überdurchschnittlich hohe Erträge erwirtschaften konnten. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, heißt es.

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Aufsichtsregeln bei Run-off: Insurance Europe mahnt Eiopa zu „sorgfältigeren Formulierungen“

Passiv-aggressiv –  Die Insurance Europe hat auf einen Vorschlag der Aufsicht EIOPA zum Thema Beaufsichtigung von Unternehmen in Abwicklung reagiert. Sie warnt vor neuen Regeln, die das Geschäft für Unternehmen und nationale Aufsichten erschweren würden. Insgesamt wird viel gelobt, aber die Formulierungen der Aufsicht bei den Anforderungen werden als „unsauber“ kritisiert.

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Marco Capital holt sich Humboldt Re

Der maltesische Abwickler Marco Capital hat die Übernahme des auf Guernsey ansässigen Rückversicherungsunternehmens Humboldt Re Limited bekannt gegeben. Zuvor hatte die Guernsey Financial Services Commission die Genehmigung erteilt. Humboldt Re, ein auf Sach- und Katastrophendeckungen spezialisierter Rückversicherer, befindet sich seit Jahresanfang im Run-off. Für Marco ist es der dritte Deal innerhalb von neun Monaten.

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Transaktionen brechen ein: Ist das Run-off-Geschäft am Ende?

Nur rund eine Dekade nach dem ersten Erblühen des Run-offs in Kontinentaleuropa scheint dieser Zweig der Versicherungswirtschaft schon wieder zum Stillstand gekommen zu sein. Das zumindest suggerieren die
Zahlen. In Wahrheit hat das Geschäft mit dem Ankauf von Altbeständen noch gar nicht sein vollstes Potenzial ausgeschöpft, glaubt Arndt Gossmann, geschäftsführender Gründer der Gossmann & Cie.-Gruppe. Denn nicht der Zinssatz sei ein Game Changer, sondern die Digitalisierung.

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