Ergo und Alte Leipziger erhöhen Überschussbeteiligung

Konzernsitz der Ergo in Düsseldorf. Quelle: usk

Der Reigen der Lebensversicherer, die ihre Überschussbeteiligungen deklariert haben, wächst stetig. Nachdem die Stuttgarter VPV, Axa, Viridium, Nürnberger und Ideal vergangene Woche den Anfang machten, zogen am Montag zwei Anbieter nach: Ergo und Alte Leipziger. Beide Anbieter versprechen ihren Kunden höhere Zinsen.

Die Ergo Vorsorge, der Lebensversicherer des Ergo-Konzerns, hebt die Überschussbeteiligung für das kommende Jahr an – die Gesamtverzinsung steigt um bis zu 0,6 Prozentpunkte. Vorsorge-Kunden werden laut Ergo somit bis zu 4,1 Prozent auf den Sparanteil gutgeschrieben. Auch die beiden Run-off-Gesellschaften des Versicherers zahlen künftig mehr. Die Düsseldorfer begründet den Schritt mit der „anhaltenden Verbesserung des allgemeinen Zinsniveaus“.

Neben der Ergo Vorsorge haben auch die beiden im Run-off befindlichen Gesellschaften, Ergo Leben und Victoria Leben, ihre Gesamtüberschussbeteiligung im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Sowohl die Ergo Leben als auch die Victoria hatten das Neugeschäft mit klassischen Lebensversicherungen eingestellt. Sie verwalten nur noch die Bestände. Bei beiden Gesellschaften erhöht sich die Gesamtverzinsung im nächsten Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf insgesamt 2,5 Prozent. Zur laufenden Verzinsung, die bei allen Lebensversicherern den Großteil der Gesamtverzinsung bildet, machte Ergo keine Angaben.

Auch die Partizipationsquoten bei den Indexprodukten, die von der Ergo Vorsorge vertrieben werden, sollen im Zuge der Zinserhöhung „deutlich steigen“, wie es hieß. Ergo-Vorsorge-Chef Michael Fauser begründete die Zinserhöhungen mit der „anhaltenden Verbesserung des allgemeinen Zinsniveaus und die Erhöhung der Leitzinsen seit Frühjahr dieses Jahres“. Diese setzten einen stabilen Rahmen für die Erhöhung der Überschussbeteiligung der Ergo Vorsorge Leben, so Fauser.

20 Basispunkte mehr bei der Alten Leipziger

Fast wortgleich – nämlich mit dem „gestiegenen Zinsniveau am Kapitalmarkt“ – begründet die Alte Leipziger Lebensversicherung ihre höhere Überschussbeteiligung für das kommende Jahr: Die laufende Verzinsung bei den modernen Rentenversicherungen AL_RenteFlex und AL_RenteKlassikPur steigt demnach von 2,1 Prozent auf 2,3 Prozent. Bei den klassischen Rentenversicherungen wird die laufende Verzinsung ebenfalls um 20 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben. Für die modernen Rentenversicherungen ergibt sich damit laut Alte Leipziger künftig eine Gesamtverzinsung von 2,55 Prozent, nach zuvor 2,4 Prozent, bei den klassischen Produkten steigt der Gesamtwert auf 2,45 Prozent, im Vorjahr waren es 2,3 Prozent.

Von den Zinsschritten profitieren demzufolge alle Verträge, die nach dem 1. Januar 2007 abgeschlossen wurden. Bestehende Versicherungsverträge mit einem Rechnungszins von über 2,25 Prozent erhalten bei der Alten Leipziger weiterhin die höhere garantierte Verzinsung.

Jürgen Bierbaum, Vorstand der Alte Leipziger Leben, kommentierte die Zinsschritte seines Hauses so: „Unsere Kapitalanlagen sind auf die Erfüllung langfristiger Garantieversprechen ausgerichtet. Daher kommen die gestiegenen Zinsen nur verzögert in unserer Kapitalanlage an. Wir freuen uns daher, dass wir 2024 die Überschussbeteiligung dennoch wieder anheben können.“

Autor: VW-Redaktion

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