Wer darf ins Homeoffice, wer muss ins Büro? Versicherern droht Klagewelle wegen Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer

Die Unglückskette hält. Nicht genug damit, dass die Assekuranz in Form von COVID-Betriebsschließungsschäden für die Folgen eines nicht unbedingt verhältnismäßigen staatlichen Eingriffs in den Gewerbebetrieb einstehen sollte; nun erwischt es die Assekuranz auch noch im Bereich zunehmend verrechtlichter Arbeitsbeziehungen. Es ist eine doppelte Gefahr, als Versicherer und Arbeitgeber.

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Versicherungsrecht: Ohne Definition von “Ereignis” und “Einwirkung” kein wirksamer Ausschluss

Die ARB 2015 (Musterbedingungen des VVÖ) enthalten als einen Risikoausschluss die sog. Allmählichkeitsklausel: Es besteht demnach in der Rechtsschutzversicherung kein Versicherungsschutz für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen in ursächlichem Zusammenhang mit Ereignissen, die auf allmähliche Einwirkungen zurückzuführen sind. Der OGH (7 Ob 118/20h = ZVers 2021, 17 m. Anm. Gisch) hat jüngst eine inhaltsgleiche Klausel in den ARB 1994 für intransparent i.S.d. § 6 Abs 3 KSchG und damit für unwirksam erklärt. Von Michael Gruber.

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Doppelschlag: Rechtsschutz-Anbieter bereiten sich auf zwei Schadenwellen vor

Die deutschen Rechtsschutzversicherer haben den Jahreswechsel 2019/20 in einem sehr ruhigen Fahrwasser verbracht, bevor auch sie von der Coronavirus-Krise kalt erwischt wurden. Auch im Vertrieb brodelt es. Mit der prognostizierten Insolvenzwelle und der anstehenden Anpassung des Gerichtskosten- und Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes Anfang 2021 rollen zwei Schadenwellen auf die Anbieter zu. Eine Analyse von Örag-Chef Andreas Heinsen.

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Schadenanstieg um über 20 Prozent möglich: Arag und Roland rüsten sich für den Worst-Case

Es gab schon einfachere Zeiten für die Rechtschutzversicherer. Erst der VW-Abgasskandal, jetzt Corona. Die nächste Belastung könnte weniger imposant, aber dafür dauerhaft eintreten. Die Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren sollen ab dem nächsten Jahr erhöht werden. Für die Branche, die sich bei der Schaden-Kosten-Quote nahe der hundert Prozent bewegt, ist das nicht einfach. Führende Player wie Arag und Roland stehen unter Druck, sehen aber viele Chancen.

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Rechtsschutzversicherer erwarten höhere Schäden durch Corona

Während der Corona-Krise ist die Nachfrage nach einer telefonischen Rechtsberatung bei den Rechtsschutzversicherern auf ein neues Rekordhoch gestiegen. So konnte den Versichertem im März und April in knapp 285.000 anwaltlichen Telefonberatungen geholfen werden. In normalen Monaten sind es etwa 115.000. Dies geht aus einer Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

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LG Frankenthal: Kein Rechtsschutz bei Heiratsschwindel

“Drum prüfe, wer sich ewig bindet”, wusste schon Friedrich Schiller in seinem weltberühmten Gedicht “Das Lied von der Glocke” – der leidgeprüfte Deutsch-Schüler dürfte sich erinnern. Dies hätte wohl auch eine junge Frau aus dem pfälzischen Bad Dürkheim beherzigen sollen. Nicht nur, dass sie einem Heirats- und Beziehungsschwindler auf den Leim gegangen ist – auch die Prozesskosten müssen nicht vom Rechtsschutzversicherer übernommen werden.

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Verkehrsrechtschutz: Alt und reich gewinnt

Der Straßenverkehr ist hektisch, gefährlich und manchmal gar tödlich. Mehr als jeder fünfte Deutsche war in den letzten fünf Jahren mindestens einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt, zeigt eine Studie. Die Untersuchung zeigt auch, wer nach einem Unfall vor Gericht die besten Karten hat. Soviel sei verraten, ein voller Geldbeutel schadet nicht.

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Partielles Kommunikationsvakuum beim Produkt Rechtsschutz

Bei einer Vielzahl an angebotenen Produkten im Markt für Rechtsschutzversicherungen setzen die Versicherer unterschiedliche Schwerpunkte. Dennoch ist besonders im Marketing-Mix-Bereich Kommunikation noch viel Potenzial zur Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten. Keine der beiden Anbietergruppen – Rechtsschutzspezialisten und Allroundversicherer mit breiterem Produktangebot – hebt sich hier mit durchgehend starker Performance ab. Ein Gastbeitrag.

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VW-Abgasprozess: Arag begrüßt angestrebte Einigung

Im September begann der Prozess Volk gegen Volkswagen. Der Autobauer hat den Schadstoffausstoß bei Fahrzeugen manipuliert, die Kunden fordern hunderttausendfach Schadenersatz. Verbraucherschützer und Autokonzern gaben sich vor Prozessbeginn siegesgewiss, nun wollen sie aber doch lieber eine gütliche Lösung erzielen. Was das für die Versicherungsbranche bedeutet, hat die Arag analysiert.

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