Analyse: Wer für die Katastrophenschäden in Florida haftet

Naturkatastrophen gehören im US-Bundesstaat Florida beinahe schon zum Alltag. Kein Wunder, dass manch Versicherer den Südostzipfel der Vereinigten Staaten bereits praktisch als "unversicherbar" ansieht. Laut einer aktuellen Analyse der Ratingagentur Moody's hat sich die Liste der wichtigsten Rückversicherer, die ausschließlich Sachversicherern in Florida Versicherungsschutz bieten, in den letzten fünf Jahren erheblich verändert.

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Unterschiedliche Strategien in die Gewinnzone: Warum manche Rückversicherer ihre Exponierung erhöhen und andere reduzieren

Moody's senkt das Rating von Peak Re und die Ratingagentur S&P droht Ähnliches zu tun, wenn bei Rückversicherern die Gesamtverluste im Jahr 2022 das 1-in-50-Jahres-Niveau erreichen. Um das zu umgehen, fahren die Reinsurance-Player bei der Zeichnung von Risiken unterschiedliche Strategien. Manche weiten ihre Exponierung gegenüber Naturkatastrophen aus, andere reduzieren sie. Das liegt auch an unterschiedlichen Prognosen und Stressszenarien.

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„Prämiensteigerungen sind angemessen“: Hohe Schäden verhageln Swiss Re das Halbjahresergebnis

Der Rückversicherer ist im zweiten Quartal 2022 zwar mit einem Profit von 405 Mio. US-Dollar in die Gewinnzone zurückgekehrt, doch die Schadensituation verhinderte besseres. CEO Christian Mumenthaler und sein Finanzchef John R. Dacey sind mit den Entwicklungen des Unternehmens wie des Marktes dennoch zufrieden und blicken selbstbewusst nach vorne. Doch Optimismus hilft nicht gegen Naturgefahren und volatile Märkte.

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Florida offiziell unversicherbar

Der südliche US-Bundesstaat wird für (Rück-)Versicherer zur No-Go-Area. Zum Ausgleich übernimmt Florida nun die Rolle eines Rückversicherers, sodass die Erstversicherer weiterhin Schutz anbieten können. Der Staat feiert sich für die Lösung, das Analysehaus Artemis und die Swiss Re sind dagegen keine Fans der Status quo.

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Sweet Spot oder Desaster: Munich Re will laut Goldmann Sachs mehr NatCat-Risiko zeichnen

"Zig when others zag" – sagt der Amerikaner, wenn jemand mit seinem Ansatz gegen den Strom schwimmt. Die Munich Re macht genau das und will in Zeiten von Inflation, Klimarisiken und turbulenten Märkten ihr Naturkatastrophen-Geschäft (NatCat) ausweiten. Kann das gutgehen?

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Swiss Re prescht bei Katastrophen-Absicherungen für China vor

China wird aufgrund seiner Größe und des Klimawandels häufig von Katastrophen getroffen. Die Provinz Henan ist die jüngste im Land, die ein Pilotprogramm für eine parametrische Katastrophenversicherung ankündigt. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Deckung extremer Regenfälle und Überschwemmungen; die Swiss Re ist ganz vorne mit dabei.

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„Niemand hört zu“: Warum die Ahrtalkatastrophe sich wiederholen wird
 VWheute Sprint 

Der Konjunktiv brachte dem Ahrtal Tod und Zerstörung. Wäre mehr Zeit und Geld in Prävention sowie Not- und Bebauungspläne investiert worden, die Unwetterkatastrophe Bernd im Sommer 2021 wäre weniger dramatisch verlaufen. Besserung ist möglich, zeigt die Ereignisanalyse der Zurich Deutschland in Verbindung mit einem vor Ort Besuch. Einzig der Glaube an die Umsetzung fehlt. Ein bebilderter Kommentar.

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GDV spricht sich gegen „singuläre Pflichtversicherung“ bei Naturgefahren aus

Die Nachfrage nach Elementarschadenversicherungen ist nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wieder deutlich zurückgegangen. "Von Anfang Januar bis Ende März 2022 wurden nur noch 125.000 Policen zum Schutz vor Extremwetter abgeschlossen", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen am Montag in Berlin. Dennoch ist der Verband gegen eine Pflichtversicherung.

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Montagskolumne mit Jan-Oliver Thofern: „Naturkatastrophen lassen sich nicht vertagen“
 Top-Entscheider exklusiv 

Die Elementarschadendichte ist hoch und steigt; braucht es die Pflichtversicherung? In seiner Kolumne erklärt Aon-Deutschlandchef Jan-Oliver Thofern, warum er skeptisch ist und wie er das Problem angeht, denn eins ist klar: "Wir brauchen eine deutlich höhere Versicherungsdichte."

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Kfz-Versicherer zählen 450.000 Unwetterschäden

Die Unwetter des Jahres 2021 haben in Deutschland spürbare Schäden hinterlassen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Schadenbelastung für die Kfz-Versicherer auf rund 1,7 Mrd. Euro fast verdoppelt. Davon entfielen 1,3 Mrd. Euro auf Kfz-Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz. Die restlichen 400 Mio. Euro wurden durch Überschwemmungen verursacht.

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Montagskolumne mit Frank Reichelt: „Hochwasser ist seit jeher eine komplex zu modellierende Gefahr“
 Top-Entscheider exklusiv 

Hacker, Geopolitik, Inflation: die Gefahren für die Versicherer sind vielfältig. Doch im Bereich der Naturkatastrophen dominiert nach wie vor die Überschwemmung, oft verbunden mit Stürmen. Die Branche muss jetzt handeln, sagt VWheute-Montagskolumnist Frank Reichelt. Hält der Swiss-Re Manager eine Pflichtversicherung für den richtigen Weg?

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Aon-Analyse: Zum sechsten Mal in Folge mehr als zehn Mrd. Schäden in Q1 durch Naturkatastrophen

Das erste Quartal ist normalerweise das ruhigste des Jahres. Doch was ist schon normal, der vorläufige wirtschaftliche Gesamtschaden im ersten Quartal betrug 31 Mrd. Dollar, berichtet AON in seinem Q1 Global Catastrophe Recap. Der wahre Schrecken verbirgt sich aber im zitierten Bericht der Vereinten Nationen.

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Montagskolumne: Stößt der Kollektivausgleich bei Großschäden an seine Grenzen?
 Top-Entscheider exklusiv 

Die Gesellschaft ist auf Katastrophen nicht vorbereitet, genügt der Kollektivausgleich den Anforderungen nicht mehr? In ihrer ersten Kolumne packt unsere Kolumnistin Linda Oppermann von KPMG direkt das heißeste Eisen an. Doch auch die Versicherer tun gut daran, ihre Risikovorsorge ernst zu nehmen, erklärt die Juristin. Die VWheute-Montagskolumne ist zurück.

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„Wir wollen noch schlagkräftiger werden“: SV Sparkassenversicherung trotzt hohen Schäden mit Rekordergebnissen

Rekorde in Sach- und Lebensversicherung für die SV Sparkassenversicherung. Was die Zahlen des Jahres 2021 bedeuten und wie sich der Versicherer für die Zukunft positioniert, darüber hat VWheute exklusiv mit Ralph Eisenhauer gesprochen, Vorstandsmitglied im Ressort Schaden & Unfall.

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Trotz Inflation und steigenden Gefahren hat die Rückversicherung goldenen Boden

Gute Zeiten für Rückversicherer. Der momentane Preisanstieg soll dauerhaft sein und zudem öffnet sich mit der Cyberversicherung ein Geschäftsfeld, das bald größer als das Naturkatastrophengeschäft sein wird. Wie führende Rückversicherer den momentan auf sie niedergehenden Geldregen nutzen und gleichzeitig den lukrativen, aber risikoträchtigen Cyberdrachen reiten wollen, zeigt die Analyse.

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Aon beziffert versicherte Schäden durch Naturkatastrophen auf 130 Mrd. US-Dollar

Die Naturkatastrophen des Jahres 2021 haben weltweit einen versicherten Schaden von rund 130 Mrd. US-Dollar verursacht. Dies sei der vierthöchste Wert in der Geschichte, konstatiert Aon in einem aktuellen Bericht. Die wirtschaftlichen Schäden würden sich insgesamt auf rund 343 Mrd. US-Dollar belaufen.

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Öffentliche Versicherer richten Naturkatastrophen-Schadenpool ein

Die öffentlichen Versicherer haben zum 1. Januar 2022 einen gruppeninternen Naturkatastrophen-Schadenpool eingerichtet. Dieser soll künftig die mögliche Schadenbelastung eines öffentlichen Versicherers nach einem regional konzentrierten, extremen Naturgefahrenereignis über den bestehenden Rückversicherungsschutz hinaus abfedern. Der Pool ist mit einer Summe von 500 Mio. Euro ausgestattet.

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Munich Re: Naturkatastrophen machen 2021 besonders teuer

Naturkatastrophen werden für die Versicherer – und natürlich auch die Rückversicherer – zu einem Problem. Nach Angaben der Munich Re verursachten die Unwetter des vergangenen Jahres einen Gesamtschaden von 280 Mrd. US-Dollar. Davon waren etwa 120 Mrd. US-Dollar versichert. Für die Branche war es nach 2005 und 2011 das zweitteuerste Naturkatastrophenjahr (2017: 146 Mrd. US-Dollar).

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Die milliardenschwere Naturkatastrophe als Normalität

Strenger Winterfrost, Überschwemmungen, starke Gewitter, Hitzewellen und ein schwerer Hurrikan: Das ist die Wetterbilanz aus dem Jahr 2021, die laut Swiss Re zu geschätzten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen in Höhe von 105 Mrd. US-Dollar, dem vierthöchsten Wert seit 1970 geführt hat – Schäden des Kentucky-Tornados nicht eingerechnet. Die Anhäufung von Wohlstand und die Auswirkungen des Klimawandels in katastrophengefährdeten Gebieten würden laut Experten die Schadenbelastung nach oben treiben.

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Gothaer: Assekuranz muss Risiken übersetzen
 VWheute Sprint 

Das Risiko von Naturkatastrophen wächst durch den Klimawandel, wird aber vielfach nicht richtig verstanden. Risikotechnische Begriffe müssen nach Einschätzung von Matthias Land übersetzt werden. „Viele, auch in der Assekuranz, verstehen nur einzelne Teile“, sagt der Chefaktuar Schadenversicherung im Gothaer-Konzern. Bei der Elementarschadendeckung geht es üblicherweise um die Versicherung seltener, aber meist existenzbedrohender Naturgefahrenereignisse – etwa der Jahrhundertflut. „Aussagen zur Jährlichkeit oder Wiederkehrperioden sind äußerst problematisch und nur scheinbar einfach zu verstehen“, sagt Land.

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Singuläre Flutabsicherung und besserer Kundenkontakt: Swiss Re nimmt Versicherer bei Elementarschäden in die Pflicht

Mit klaren Worten eröffnete die Swiss Re das Baden-Baden Reinsurance Meeting 2021 per Online-Konferenz. Der Klimawandel ist in (Mittel-)Europa angekommen, erklärte Beat Kramer, Head Property Underwriting EMEA. Verstanden haben die Konsequenzen aber nicht alle, denn das Handeln des Staates bei Naturkatastrophen sei mindestens in Teilen kontraproduktiv, sagt Frank Reichelt, Managing Director Swiss Re Deutschland. Er schlägt einen Wechsel in der Informations- und Produktpolitik vor.

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Montagskolumne: Stefan Knoll spricht Klartext über Katastrophenvorsorge und gesellschaftliche Inkompetenz
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„Erst bauen wir die Sirenen ab, dann besiedeln wir die Überflutungsgebiete, dann warnen wir zu spät und dann sind wir kollektiv überrascht.“ Stefan Knoll (DFV) spricht in der Montagskolumne einmal mehr Klartext; diesmal zu Katastrophenschutz, Cyberabwehr und kollektivem Desinteresse an zentralen Themen wie nationale Sicherheit.

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GDV-Schadenexperte Hauner: „Katastrophen führen dazu, dass die Anfragen zunehmen“

Mit der Flutkatastrophe im Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Diskussion um eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden an Fahrt aufgenommen. „Der Reflex liegt nahe, aber eine Versicherungspflicht wäre nur ein Pflaster auf der Wunde. Man muss die Ursachen beseitigen. Eine Pflicht rettet keine Menschenleben und verhindert keinen einzigen Schaden“, konstatiert GDV-Schadenexperte Oliver Hauner.

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Sidecar hilft Munich Re mit um 50 Mio. reduzierter Kapazität

Vor vielleicht zwei Jahrzehnten pflegten sich professionelle Rückversicherer ihre Kapazität speziell für Naturkatastrophen im Retrozessionsmarkt innerhalb der eigenen Branche zu suchen. Mittlerweile aber gestatten neue Risikotransferkonstrukte auch nicht-Versicherern auf das fehlenden Eintreten von Naturkatastrophen in einem bestimmten Jahr zu setzen. Munich Re besorgt sich berits seit 2014 unter der biblisch inspirierten Bezeichnung Eden Re II in folgenderweise Kapazität:

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Schadenmodellierung: Aon will Versicherern Falschkalkulationen ersparen

Mit dem „Progressive Modeling“-Ansatz sollen Versicherer relevante Informationen zu ihrer Naturgefahrenexponierung über einen deutlich längeren Zeitraum erhalten als bisher. Aon verspricht einen weitreichenderen „Blick in die Zukunft“, der Versicherungsgesellschaften dabei hilft, regulatorische Anforderungen vorausschauender zu erfüllen und die Unternehmensstrategie nachhaltig zu steuern. Es ist auch eine Antwort auf den von der Bafin eingeforderten Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Ein Gastbeitrag.

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