Versicherte „Natcat“-Schäden kratzen schon in Q3 an Hundert-Milliarden-Grenze

Quelle: Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Die versicherten Naturkatastrophenschäden dürften im laufenden Jahr die Marke von 100 Mrd. US-Dollar knacken. Laut einer Analyse von Gallagher Re belaufen sich die versicherten Schäden allein bis Ende September auf rund 93 Mrd. US-Dollar.

Der Rückversicherer geht davon aus, dass die wirtschaftlichen Schäden in den ersten neun Monaten des Jahres eine Summe von 290 Mrd. US-Dollar erreicht haben. Dabei waren 68 Prozent der wirtschaftlichen Verluste nicht versichert. Zudem seien 86 Mrd. US-Dollar an versicherten Schäden auf die Auswirkungen wetter- und klimabedingter Katastrophenereignisse zurückzuführen.

Quelle: Gallagher Re

Laut aktuellem Naturkatastrophen-Bericht entfielen 74 Prozent aller weltweiten Versicherungsschäden auf die USA. Darunter waren 23 von 29 versicherten Naturkatastrophen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar, die in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 aufgetreten sind. Die Hauptgefahr für versicherte Naturkatastrophen und Wetterschäden bleibt der schwere konvektive Sturm (SCS). Gallagher Re schätzt die versicherten SCS-Schäden seit Jahresbeginn auf über 60 Mrd. US-Dollar.

„Wir haben den Punkt erreicht, an dem jährliche Versicherungsschäden von über 100 Mrd. US-Dollar als neue Normalität angenommen werden sollten, und 2023 ist auf dem besten Weg, diese Summe erneut zu übertreffen.“

Steve Bowen, Chief Science Officer von Gallagher Re

Zudem würden die anhaltenden Auswirkungen eines stärker werdenden El Niño durch den anhaltenden Einfluss des Klimawandels verstärkt. 2023 war laut Gallagher Re ein Jahr, das von einer Vielzahl neuer Naturkatastrophenrekorde, finanziellen Verlusten für verschiedene Gefahren oder äußerst anomalen Wetter- und Klimaphänomenen geprägt war.

Autor: VW-Redaktion

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