Manteltarifgespräche in Dortmund: Der Durchbruch lässt auf sich warten

„Transformation darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten stattfinden!“ Mit dieser Kernforderung zog die Gewerkschaft Verdi in die zweite Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV). In Dortmund wurde ausgelotet, welche Änderungen am Manteltarifvertrag machbar sind – beide Seiten lobten hinterher die „konstruktiven“ Gespräche. Doch der Weg zur Einigung scheint noch weit, denn es geht um viel.

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Versicherungspersonal spürt keine KI-Entlastung, Verdi warnt vor Vertrauensverlust

Statt die Arbeit zu erleichtern, sorgt KI bei vielen Beschäftigten für zusätzlichen Druck. Das ist das zentrale Ergebnis einer Verdi-Befragung aus dem Frühjahr unter mehr als 8.000 Beschäftigten aller großen Versicherer. Acht von zehn Beschäftigten spüren keine Verringerung ihres Arbeitspensums durch KI. Fast neun von zehn Erwerbstätigen erleben keinerlei Entlastung vom täglichen Arbeitsdruck, heißt es. Verdi fordert im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde für einen Rahmentarifvertrag zur Transformation am 30. Juni mehr Transparenz und klare Spielregeln.

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Innendienst stärker gefährdet als Außendienst: Wie gefährlich ist das Rationalisierungspotenzial durch den Einsatz von KI für das Personal?

Allianz und Ergo drehen an der Personalschraube. Werden diese Beispiele Nachahmer in der deutschen Versicherungswirtschaft finden? Aus der Branche hört VWheute auf diese Frage einige Ja-Stimmen. Der Arbeitgeberverband AGV prognostiziert, „dass auch andere Unternehmen der Branche KI einsetzen werden, um in denjenigen Bereichen, die KI-gestützt betrieben werden können, Personalkapazitäten einzusparen“. R+V, Axa oder die Generali lassen sich bei der Debatte nicht in die Karten schauen.

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„Keine Entscheidung getroffen“: Versicherer bei Entlastungsprämie zurückhaltend

Ist die Entlastungsprämie ein „Rohrkrepierer“, wie Verdi-Chef Frank Werneke bereits mutmaßt? Klar ist: Der Vorstoß der Bundesregierung, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen steuer- und abgabenfreien Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro auszahlen dürfen, erntet viel Kritik – vor allem von den Unternehmen selbst. Die Drogeriemarktkette Rossmann will zwar zahlen, viele andere namhafte Konzerne halten sich allerdings auffällig zurück. Und die Versicherer? VWheute hat sich bei acht Unternehmen umgehört. Auch der Arbeitgeberverband der Branche bezog Stellung.

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Erste Tarifrunde für den Außendienst endet ohne Ergebnis

Die Vorzeichen standen naturgemäß auf Konfrontation, als sich die Verhandler des AGV mit den Gewerkschaften Verdi sowie dem kleineren Deutschen Bankangestellten-Verband am gestrigen Montag in den Räumlichkeiten der BarmeniaGothaer zusammenfanden. Es war der Auftakt zu den Tarifverhandlungen für den angestellten Außendienst gemäß Teil III des Manteltarifvertrages (MTV). Die mehrstündigen Gespräche endeten wie erwartet ohne Ergebnis. Die Zielvorstellungen liegen derzeit weit auseinander.

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Fachkräftemangel bei Versicherern: Besetzung offener Stellen dauert im Schnitt mehr als zwei Monate

Die deutsche Versicherungsbranche steht weiter unter Druck, wenn es um die Suche nach qualifiziertem Personal geht. Im Schnitt dauert es 63 Tage und erfordert 32 Bewerbungen, um eine offene Stelle im Innendienst zu besetzen. Das zeigt die aktuelle Umfrage „Recruiting im Innendienst 2025“ des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV). AGV-Geschäftsführer Michael Gold ordnet die Ergebnisse exklusiv für VWheute ein.

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Heute bundesweite Streiks: Geben die Versicherer im Tarifstreit mit Verdi nach?

Drei Tarifverhandlungen sind ohne Ergebnis geblieben. Am 4. Juli geht es in die vierte Runde. Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, zückt Verdi heute erneut seine stärkste Karte und organisiert deutschlandweite Streiks. Ob das die Streitparteien entscheidend näherbringt, ist offen. Die Gewerkschafter kritisieren, dass die Beschäftigten am Erfolg der „regelrecht florierenden Branche“ kaum beteiligt werden.

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Tarifverhandlungen gehen am 4. Juli in die vierte Runde

Kommt es im Tarifstreit um die rund 183.000 Innendienst-Angestellten der Versicherungsbranche noch vor der Sommerpause zu einer Einigung? Zumindest haben sich die Verhandlungsführer auf einen „letztmaligen“ Versuch verständigt: Am 4. Juli kommen der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) sowie die Gewerkschaften Verdi und die DBV zu einer vierten Verhandlungsrunde zusammen – per Videokonferenz. Dies habe logistische Gründe, teilte der AGV mit.

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„Streiks beeinträchtigen weder unseren Geschäftsbetrieb, noch werden sie die Verhandlungslinie des AGV beeinflussen“

Die Gewerkschaft Verdi ruft nach dem Scheitern der 3. Verhandlungsrunde regelmäßig zu Streiks in verschiedenen Städten auf. Hunderte Menschen nehmen jedes Mal zwar teil, aber wohl immer noch zu wenig, um die Position des AGV zu verändern. Wann es zur 4. Verhandlungsrunde kommt, hat VWheute in Erfahrung gebracht.

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Dritte Runde der Tarifverhandlungen gescheitert: Für ver.di präsentierte der AGV ein „erneut absolut inakzeptables Angebot“

Auch die zahlreichen Warnstreiks haben nichts gebracht. Die dritten Tarifgespräche für die rund 183.000 Innendienst-Angestellten sind gescheitert. Die von Dr. Andreas Eurich, AGV-Chef und Co-CEO der BarmeniaGothaer, geleitete Verhandlungskommission des Arbeitgeberverbandes habe zwar ein verbessertes Angebot vorgelegt – wie ver.di anmerkt –, aber es war immer noch unzureichend für die Gewerkschaft. Sie will nun den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.

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Tarifpoker im Innendienst: Verdi will zu Warnstreiks aufrufen

Die Tarifverhandlungen für die rund 183.000 Innendienstmitarbeiter der Versicherungsbranche sind in die heiße Phase gegangen. Im Vorfeld der zweiten Runde am Montag kam es vor der Frankfurter Direktion der Zurich zu einer Kundgebung von Gewerkschaftsseite. Inhaltlich präsentierte der AGV eine Gehaltssteigerung in drei Stufen. Bei Verdi fiel der Vorschlag offenbar krachend durch. Gegenüber VWheute berichteten die Arbeitgeber von einem „erwartungsgemäß schwierigen Verlauf“ der Gespräche.

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„Die Realität ist, dass die Karten in Tarifverhandlungen ungleich verteilt sind“

Am 21. März starteten in München die Tarifverhandlungen für die Versicherungswirtschaft. Heute geht es in Frankfurt in die zweite Runde. Die Arbeitgeber werden ein erstes Gehaltsangebot liefern, vermutlich deutlich unter den ver.di-Forderungen. Verhandlerin Martina Grundler räumt im Vorfeld der Gespräche ein, dass die Arbeitgeberseite am längeren Hebel sitzt. Das einzige Ass im Ärmel der Gewerkschaft sei „die glaubhafte Androhung eines Arbeitskampfes“. Ein Gastbeitrag.

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AGV-Experte Hopfner: „Tarifverhandlungen sind kein Ort für Träume“

Am 28. April findet in Frankfurt die zweite Tarifrunde zwischen AGV und der Gewerkschaft ver.di statt. Bei den Verhandlungen wird das erste Gehaltsangebot der Arbeitgeber erwartet. Einem Gehaltsplus von zwölf Prozent schoben die Versicherer zuvor bereits einen Riegel vor. Der stellvertretende AGV-Hauptgeschäftsführer Sebastian Hopfner skizziert für VWheute, was zu erwarten ist und worüber gesprochen wird.

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Tarifpoker mit Verdi: Arbeitgeber lehnen Gehaltsplus von zwölf Prozent ab

In den Räumlichkeiten des Konzerns Versicherungskammer in München fiel am Freitag der Startschuss für den großen Gehaltspoker. Vertreter des Arbeitgeberverbandes AGV loteten mit der Gewerkschaft Verdi um Verhandlungsführerin Martina Grundler in erster Runde Grenzen und Möglichkeiten zu Tariferhöhungen für Beschäftigte im Innendienst aus. Die Gewerkschafter fordern ein Gehaltsplus von zwölf Prozent. „Eine ambitionierte Zahl angesichts des hohen Kostendrucks“, kommentiert die Arbeitgeberseite und verweist auf aktuelle Branchenprobleme.

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Arbeitgeber lassen Tarifverhandlungen mit Gewerkschaft DBV platzen

Mitte März sollte es eigentlich losgehen mit den Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag zur Vergütung der Versicherungsbeschäftigten – doch daraus wird offenbar nichts, zumindest mit der Gewerkschaft DBV. Wie VWheute erfuhr, bläst der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) die anberaumten Treffen ab. Der Grund: Unüberbrückbare Differenzen. Die deutlich größere Gewerkschaft Verdi spricht in diesem Zusammenhang von einer Belastung für die kommende Tarifrunde.

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Versicherer übernehmen Azubis vermehrt mit unbefristeten Verträgen

Nicht nur Top-Manager sind rar, auch die Besetzung der Ausbildungsstellen bleibt eine Herausforderung für Versicherer. Die Gründe seit Jahren: Unzureichende Eignung bzw. Qualität der Bewerbungsunterlagen und die regional schlechte Bewerber-Situation. Wie hoch die Übernahmequote ist und welche Bedeutung KI-Tools und das Thema Nachhaltigkeit während der Ausbildung haben, erfragte der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV).

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„Ohne Einwanderung keine Bewältigung des demografischen Wandels“: Branche begrüßt Chancen-Aufenthaltsrecht

Langjährig geduldete Ausländer werden künftig mehr Chancen zum Erhalt eines Bleiberechts in Deutschland erhalten. Den entsprechenden Gesetzentwurf „Chancen-Aufenthaltsrecht“ der Bundesregierung passierte kürzlich in modifizierter Fassung den Bundestag. Die Versicherer als Arbeitgeber begrüßen die Entscheidung, der GDV schweigt.

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Michael Niebler: „Wenn der Staat im Bereich der privaten Altersvorsorge mehr Standardisierung und  Digitalisierung wünscht, kann er das auch der Privatwirtschaft ermöglichen und überlassen“

Die deutsche Wirtschaft gibt der neuen Ampelkoalition einen Vertrauensvorschuss. “Der Koalitionsvertrag beschreibt die  Aufgaben, die sich in den nächsten vier Jahren stellen, durchaus zutreffend und bietet die Chance für eine umfassende Modernisierung“, erklärt Michael Niebler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des AGV in der aktuellen Ausgabe von „Vis a Vis“. Aus Sicht der deutschen Versicherungswirtschaft müsse der Koalitionsvertrag aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden: aus der Sicht als  Anbieter von Versicherungsschutz und als Kapitalanleger sowie aus der Sicht als Arbeitgeber von rund 200.000 Menschen.

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Streitthema Homeoffice und Corona: Versicherern drohen Millionenschäden wegen Arbeitnehmerklagen

Anwälte sind Krisengewinner. Im gesamten Zivil- und Arbeitsrecht hagelt es bereits covidbasierte Klagen, speziell im angloamerikanischen Raum. Ob der Trend nach Deutschland schwappt, darüber gehen die Meinungen auseinander, wie eine VWheute-Anfrage führender Rechtsschutzversicherer, Juristen und Tarifpartner zeigt. Für die Versicherer ist die Situation doppelt heikel, sie sind als Arbeit- und Policengeber betroffen.

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Analyse: Gefährdet Corona die Gehaltsstrukturen der Versicherer?

Die Pandemie könnte die Branchenangestellten teuer zu stehen kommen. Fast jedes fünfte Unternehmen weltweit hat in der Coronakrise Gehälter gekürzt, deutlich mehr Erhöhungen gestrichen. Zwar sind die Angestellten tarifvertragsgeschützt, doch in zwei Jahren wird neu verhandelt. Wie AGV, Gewerkschaften und Versicherer die Situation und die Auswirkungen von Corona auf die künftigen Gehälter bewerten, hat VWheute in Erfahrung gebracht.

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Digital Natives gesucht: Der einfache Versicherungskaufmann gerät ins Abseits

Die Versicherungsbranche befand sich schon prä-Corona im digitalen Wandel. Die Epidemie hat das noch einmal beschleunigt. Wie die Versicherungsmitarbeiter diese Entwicklung nicht nur überstehen, sondern mitprägen und welche fachlichen wie persönlichen Fähigkeiten sie benötigen, haben führende Digitalköpfe, Personalexperten, Gewerkschaft und Arbeitgeberverband herausgearbeitet.

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Verdi ruft zu Streiks in München auf
 VWheute Sprint 

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat pünktlich zur dritten Runde der Tarifverhandlungen am morgigen Freitag in München zu weiteren Streiks in München aufgerufen. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber das deutliche Signal der Beschäftigten verstanden haben und in der dritten Runde ein Angebot vorlegen, das den Namen Angebot tatsächlich verdient und über das verhandelt werden kann“, betont ver.di-Verhandlungsführerin Martina Grundler.

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