Ratingagentur begrüßt Eiopa-Ansatz für europäischen Risikopool

Morningstar DBRS bewertet die neuesten Bemühungen von Eiopa und dem ESM, eine europäische Risikopool-Lösung bei Naturereignissen einzuführen, als konstruktiven und aus Kreditperspektive „leicht positiven“ Schritt für den privaten Versicherungssektor. Der Ansatz würde bewährte nationale Sicherungssysteme – wie man sie etwa aus Frankreich oder Spanien kennt – nicht verdrängen, sondern sinnvoll ergänzen. Diese bereits existierenden Strukturen fungieren nach Angaben der Ratingagentur als essenzielle Stoßdämpfer, die für stabilere Bedingungen auf den Märkten sorgen und staatliche Haftungsrisiken begrenzen.

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GDV: Entlastung bei Kfz-Unwetterschäden

Die deutschen Kfz-Versicherer blicken auf ein schadenarmes Jahr 2025 zurück. Wie aus aktuellen Daten hervorgeht, sind die Aufwendungen für Schäden durch Naturgefahren im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. Insgesamt leisteten die Versicherungsunternehmen Entschädigungszahlungen in Höhe von rund 650 Millionen Euro. Damit halbierte sich die Summe nahezu gegenüber 2024, als Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen die Branche noch mit etwa 1,2 Milliarden Euro belastet hatten.

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BVK wettert gegen Tagesschau: „Einseitig, methodisch sehr fragwürdig und Teil einer ideologisch geprägten Kampagne“

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) blickt auf eine lange Historie des Widerstands gegen Medienberichte zurück, die das Image der Vermittler oder das Provisionssystem angreifen. Nun geht der Verband erneut auf die Barrikaden: Ziel der Kritik ist ein Tagesschau-Bericht, der Privatanlegern massive Vermögensverluste durch Provisionen attestiert. BVK-Präsident Michael H. Heinz spricht von ‚Stimmungsmache‘ und einer bewussten Verunglimpfung eines ganzen Berufsstandes.

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Eiopa macht sich für europäische Risikopool-Lösung bei Naturereignissen stark

Ein Diskussionspapier der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa und des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) analysiert die Versicherungslücke bei Naturkatastrophenschäden und entwirft ein Modell für einen EU-weiten Risiko-Sharing-Mechanismus. Kern des Vorschlags ist die Kombination eines gemeinschaftlichen Versicherungspools mit einer kreditbasierten Absicherung, dem Backstop. Damit soll die private Versicherungskapazität durch Diversifikationseffekte erhöht und die fiskalische Belastung der Mitgliedstaaten bei Extremereignissen gesenkt werden.

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Sind Cyber-Bußgelder in Deutschland versicherbar?

Angesichts steigender Cyber-Vorfälle greifen im Bereich Cyber und Datenschutz strenge Regeln. Unternehmen und Führungskräfte sind mit einem Netz aus Vorschriften konfrontiert, die nicht nur die Widerstandsfähigkeit fördern sollen, sondern bei Verstößen Bußgelder und Sanktionen vorsehen. Experten von Aon und A&O Shearman beleuchten, wie sich weltweit das Risiko von Cyber‑Bußgeldern entwickelt und inwieweit diese versicherbar sind.

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Continental reicht Klage gegen Anwaltskanzlei Noerr ein

Der Automobilzulieferer Continental hat beim Landgericht Frankfurt eine Schadensersatzklage gegen die Wirtschaftskanzlei Noerr eingereicht. Wie das Handelsblatt berichtet, fordert der DAX-Konzern eine Summe von rund 130 Millionen Euro. Hintergrund ist der Vorwurf einer Fehlberatung im Rahmen der Aufarbeitung des Dieselskandals zwischen 2015 und 2021.

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Verdopplung der Rückversicherungskapazität: Sechs weitere US-Versicherer stützen Golf-Schifffahrt

Im Angesicht der Spannungen am Persischen Golf bündeln US-Versicherungsgiganten ihre Kräfte. Die staatliche Entwicklungsbank International Development Finance Corp. (DFC) und Chubb geben bekannt, dass sechs weitere US-Versicherer, darunter AIG, Berkshire Hathaway und Travelers, zusätzliche Kapazitäten in Höhe von 20 Mrd. Dollar für die spezielle Transport-Rückversicherungslösung (Marine Reinsurance Facility) bereitstellen werden, um Reedereien gegen Kriegsgefahren, Ladungsverluste und Haftpflichtansprüche in der Region abzusichern.

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Warum Versicherer KI als Work-Design-Frage verstehen sollten

Stellen Sie sich vor, eine Underwriterin bekommt morgens nicht mehr „Fälle“, sondern eine Route von einem KI-Tool. Die künstliche Intelligenz priorisiert Anträge, markiert Unklarheiten, schlägt Rückfragen vor und zeigt einen Score zur Schadenswahrscheinlichkeit. In der Schadenbearbeitung passiert Ähnliches: Meldungen werden vorsortiert, Standardfälle laufen einfach durch und sehr komplexe Fälle werden hochgeleitet. Das wirkt erst einmal wie reine Effizienz – bis zu dem Moment, in dem Teams merken, dass sie nun über Entscheidungen sprechen müssen, die niemand mehr allein verantworten kann. Weil ein Modell beteiligt war, Datenquellen zusammenfließen sowie diverse Scores und Regeln ineinandergreifen. Und weil die neue Taktung die alte Arbeitslogik sprengt. Wie damit umzugehen ist, zeigt der VWheute-Beitrag von Jens Nachtwei zur organisationspsychologischen Perspektive auf KI bei Versicherern.

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„Die anfängliche Aufnahme könnte sich potenziell verlangsamen“: Moody’s schließt holprigen Start bei Standardprodukt nicht aus

Am 27. März 2026 hat der Deutsche Bundestag mit der Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetzes eine Zäsur in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge eingeleitet. Das bisherige, oft als unrentabel kritisierte Riester-System wird durch ein Rahmenwerk ersetzt, dessen Zentrum das Standarddepot abbildet. Für die deutschen Lebensversicherer bedeute das eine Abkehr von traditionellen Produkten, die aufgrund hoher Kapitalanforderungen zunehmend unter Druck geraten waren, berichtet Moody’s in einer aktuellen Analyse. Ein verhaltener Start würde die Ratingagentur aber nicht wundern.

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Straße von Hormus: Howden Re schätzt Kasko-Kriegsschäden auf 1,75 Mrd. Dollar und sorgt sich um das „Single Occurence“-Szenario

Während Hunderte Schiffe im Persischen Golf festsitzen, steigen die Kosten für die Versicherer massiv an. Ein neuer Bericht von Howden Re beziffert die bisherigen Kasko-Kriegsschäden (Hull War) auf 1,75 Mrd. Dollar – und warnt vor gewaltigen Folgerisiken für die Ladung. Ein großes Problem für die Branche dürfte die Einstufung des wochenlangen Krieges als „Single Occurrence“ werden. Wenn das der Fall sein sollte, greifen die Rückversicherungsverträge (Excess of Loss) massiv.

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„Unverschämt“ günstige Kriegsversicherung für Emirates

Die Fluggesellschaft Emirates zahlt für ihre Kriegsdeckung weitaus geringere Beträge als ihre internationale Konkurrenz. Das berichtet die Financial Times. Seit dem Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran entrichtet die Linie demzufolge eine zusätzliche Prämie von lediglich etwa 100.000 US-Dollar pro Woche. Branchenexperten bezeichnen die Summe angesichts der massiven Bedrohungslage im Luftraum des Nahen Ostens als „unverschämt“ niedrig.

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Bundestag beschließt Altersvorsorge-Reform: Branchen-Reaktionen reichen von „Chance für echten Neustart“ bis „Schlag ins Gesicht“

Der Bundestag hat am Freitag die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Das neue Fördersystem soll die 2002 eingeführte und vielfach kritisierte Riester-Rente ablösen. Die Tragweite der Entscheidung wird nicht zuletzt an den unzähligen Reaktionen aus der Versicherungs- und Vermittlerbranche deutlich. VWheute hat einige zusammengetragen und gesichtet. Die Einlassungen schwanken zwischen einer Art „Jetzt-erst-recht-Haltung“ und unverhohlener Kritik. So schreibt etwa der Vermittlerverband BVK von einem „Schlag ins Gesicht unseres ehrbaren Berufsstandes“.

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Allianz steigt bei Amprion ein

Die Allianz übernimmt über ihre Tochter Allianz Global Investors einen mittelbaren Anteil der Talanx am deutschen Stromnetzbetreiber Amprion. Zuletzt wurde darüber berichtet, dass einige Mitglieder von M31, einem Investorenkonsortium, das 74,9 Prozent an Amprion hält, derzeit verschiedene Optionen prüfen. Zur Debatte stand sowohl die Verschiebung von Anteilen an Mitgesellschafter als auch der vollständige Verkauf von Beteiligungen. Talanx bleibt als Teil der M31 Beteiligungsgesellschaft weiterhin investiert.

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R+V-Vorstand Hasselbächer zerlegt staatliches Standarddepot: „Am Ende bekommst du nicht die beste Lösung, sondern die einfachste“

Dass die Koalition aus CDU und SPD ein Standarddepot plant, das von einem öffentlichen Träger angeboten und durch das Bundesfinanzministerium ausgestaltet wird, stößt in der Versicherungsbranche auf scharfe Kritik. Zu hören sind Begriffe wie „Sündenfall“ oder „Wettbewerbsverzerrung“. Rollinger-Kollege und R+V-Vertriebsvorstand Jens Hasselbächer spricht von einem Vorsorge-Experiment auf Kosten der Bürger.

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Aktuare stören sich an geplanten Regeln für strauchelnde Versicherer

Gerät ein Versicherer in Schieflage, soll nach dem Willen der Bundesregierung ein umfassendes Regelwerk greifen, um die Folgeschäden so klein wie möglich zu halten. Doch was gut gemeint ist, ist aus Sicht der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) nicht automatisch gut gemacht. Am Referentenentwurf für das geplante Gesetz stört die Aktuare vor allem, dass sich die Regeln zu stark an die Bankenbranche anlehnten. Den Besonderheiten des Versicherungssektors würden diese nicht gerecht, so der Vorwurf. Zudem sieht die DAV gesunde Versicherer im Nachteil, wenn es bei einer Gesellschaft kriselt.  

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Blick aus dem All: Wie Satellitendaten die Versicherungsbranche revolutionieren

Zwischen 1981 und 2024 summierten sich die wirtschaftlichen Schäden infolge von Naturkatastrophen in der EU auf über 900 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon entstand allein in den letzten vier Jahren. Die traditionelle Risikokalkulation stößt an ihre Grenzen. In einem Whitepaper untersucht Eiopa zusammen mit der EU-Weltraumagentur Euspa, wie Erdbeobachtungsdaten genutzt werden können, um die Aufsicht über Naturkatastrophen zu verbessern und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf den Versicherungssektor zu bewerten. Eine wichtige Rolle spielt das Weltraumprogramm Copernicus.

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Chubb nennt Details zu Schifffahrtlösung im Golf

Der US-Versicherer Chubb legt die Details der Versicherungslösung für die Schifffahrt im Golf offen. Das Projekt ist in Partnerschaft mit der staatlichen U.S. International Development Finance Corporation realisiert worden. Nachdem die DFC den Versicherer vor knapp zwei Wochen zum führenden Underwriter für einen Rückversicherungsplan im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar ernannt hatte, konkretisieren sich nun die Strukturen.

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Moody’s: „Schaden- und Unfallversicherer werden in den kommenden Jahren ihre ersten Investitionen in Private Credit tätigen“

Wie aus einem aktuellen Bericht von Moody's hervorgeht, wird die Asset-Allokation der europäischen Versicherer seit dem Jahr 2022 vom gestiegenen Zinsniveau und den damit verbundenen Bewertungsanpassungen bei festverzinslichen Wertpapieren geprägt. Änderungen in den Anlageportfolios basieren weniger auf proaktiven strategischen Neuausrichtungen, sondern sind eine Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen, heißt es. Während die Suche nach Rendite in risikoreichen Anleihen vorerst pausiert, rücken private Märkte und komplexe Finanzierungsinstrumente stärker in den Fokus.

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BU: „Wer bei der Prämienkalkulation zu weit geht, erkauft sich Neugeschäft auf Kosten der Stabilität“

Der Wettbewerb in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nimmt an Schärfe zu. Anbieter unterbieten sich zunehmend mit aggressiv kalkulierten Tarifen, die die durchschnittlichen Prämien teils um mehr als 40 Prozent unterschreiten. Parallel dazu lockern viele Versicherer ihre Risikoprüfung, indem sie Abfragezeiträume verkürzen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle BU-Stabilitätsrating des map-report. Führender Anbieter mit map-Bewertung ist die Continentale. Top-Noten erhalten aber auch andere.

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BGH-Urteil zu Stornogebühren: Debeka erringt Teilerfolg, doch das letzte Wort ist nicht gesprochen

Zehntausende ehemalige Debeka-Kunden, die auf eine schnelle Rückerstattung ihrer Stornogebühren gehofft hatten, müssen sich weiter gedulden. Der BGH hat das Verfahren an das OLG Koblenz zurückverwiesen. Zwar rügten die Karlsruher Richter die mangelnde Transparenz der Klauseln nicht – sie halten das komplexe Berechnungsmodell für zulässig –, doch die inhaltliche Prüfung steht noch aus.

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DVfVW-Jahrestagung: Wie sind kritische Risiken versicherbar?

127 Jahre alt, ehrwürdig und dennoch „jung“ geblieben. Traditionsbewusst und doch neugierig. Forschung, Lehre und Praxis im Dauer-Dialog. Mehr muss man nicht sagen, um den DVfVW, den Deutschen Verein für Versicherungswissenschaft – oder kurz den „Deutschen Verein“ – zu beschreiben. Prägende Versicherungswissenschaftler treffen auf erfahrene Versicherungsvorstände. Themenschwerpunkt war die Finanzierbarkeit von Versicherungsprodukten. Vor-Ort-Eindrücke des Branchenexperten Moritz Finkelnburg.

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Morningstar DBRS: Iran-Krieg belastet Underwriting für politische Risiken in Europa und den USA

Der Iran-Krieg hat eine Kettenreaktion in der globalen Versicherungswirtschaft ausgelöst, die weit über die unmittelbare Konfliktzone hinausreicht. Während die physischen Auseinandersetzungen regional begrenzt bleiben, führen die geopolitischen Verwerfungen zu einer Verunsicherung in den Märkten für Terrorismuspolicen und Versicherungen gegen politische Gewalt - insbesondere in Europa und Nordamerika, schreibt Morningstar DBRS in einer Analyse. Die Branche steht vor der Herausforderung, ihre Risikoakkumulation neu zu bewerten, weil die Gefahr politisch motivierter Gewalt gegen westliche Interessen weltweit signifikant gestiegen ist.

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Altersvorsorge-Reform: Julia Wiens warnt Lebensversicherer vor zwei Hauptrisiken

Die oberste Versicherungsaufseherin der Bafin, Julia Wiens, sieht mit Blick auf die anstehende Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge zwei mögliche Risiken auf die Lebensversicherer zukommen: Zum einen könnte die Liquidität der Anbieter unter Druck geraten, wenn zu viele Riester-Kunden auf einmal in die neue System-Welt wechselten, zum anderen müsste bei einem Kostendeckel von 1,5 Prozent für Standardprodukte sichergestellt sein, dass Versicherer trotzdem noch profitabel arbeiten könnten.  

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Erste Tarifrunde für den Außendienst endet ohne Ergebnis

Die Vorzeichen standen naturgemäß auf Konfrontation, als sich die Verhandler des AGV mit den Gewerkschaften Verdi sowie dem kleineren Deutschen Bankangestellten-Verband am gestrigen Montag in den Räumlichkeiten der BarmeniaGothaer zusammenfanden. Es war der Auftakt zu den Tarifverhandlungen für den angestellten Außendienst gemäß Teil III des Manteltarifvertrages (MTV). Die mehrstündigen Gespräche endeten wie erwartet ohne Ergebnis. Die Zielvorstellungen liegen derzeit weit auseinander.

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Sachverständige uneins über Neustart der geförderten Altersvorsorge

Die Meinungen über die Reformpläne der Bundesregierung zur Neubelebung der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge gehen weit auseinander – das machte die öffentliche Anhörung des Finanzausschusses am Montag deutlich. Das Meinungsspektrum der acht geladenen Sachverständigen reichte von der Hoffnung auf einen „epochalen Wandel“ bis zu Warnungen vor einem „sozialpolitischen Desaster“. Ein Augen- und Ohrenzeugen-Bericht.

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WTW beobachtet Aufschwung im weltweiten M&A-Markt

Die globale M&A-Landschaft hat im vergangenen Jahr ihren Erholungskurs gefestigt. Laut einer aktuellen Analyse von WTW und dem M&A Research Centre der Bayes Business School wurden 2025 weltweit 726 Deals mit einem Volumen von jeweils über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Dies entspricht einer Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert eine Rückkehr zum Aktivitätsniveau der Vor-Pandemie-Zeit.

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Chubb führt US-Rückversicherungsprogramm zur Absicherung des Schiffsverkehrs an

Das von den USA geplante Rückversicherungsprogramm, das den zum Erliegen gekommenen Handel durch die Straße von Hormus wiederbeleben soll, wird vom US-Versicherer Chubb angeführt. Das teilte die zuständige staatliche Entwicklungsbank DFC mit. Beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück wird die Initiative unterdessen zurückhaltend kommentiert.

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Bafin erläutert Regeln für Cyber-Rückstellungen

Die Versicherungsaufsicht Bafin hat mit der Aufsichtsmitteilung 01/2026 (VA) Leitlinien für die bilanzielle Behandlung von Cyber-Stand-alone-Versicherungen veröffentlicht. Im Kern geht es um die systematische Bildung von Schwankungsrückstellungen für die relativ junge Versicherungsart, die ab dem Berichtsjahr 2025 erstmals als eigenständiger Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) geführt werden muss.

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Moody’s: Iran-Krieg erhöht Risiken für Spezialversicherer

Der Konflikt rund um den Iran verschärft die Risikolage für internationale Spezialversicherer erheblich. Besonders betroffen sind Anbieter von Policen für Schifffahrt, Luftfahrt sowie politische Gewalt. Zu dieser Einschätzung kommt ein Bericht der Ratingagentur Moody’s Ratings. Zugleich erwarten die Analysten, dass die finanziellen Folgen für große Versicherungsgruppen beherrschbar bleiben könnten – vorausgesetzt, die militärische Eskalation bleibt zeitlich begrenzt.

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Ergo-Manager Christian Gründl: KI befördert nicht den Untergang des klassischen Versicherungsvertriebs, sondern entlastet ihn

Christian Gründl, Chef der Ergo Beratung und Vertrieb AG, glaubt nicht, dass künstliche Intelligenz (KI) eine Bedrohung für klassische Versicherungsvermittler darstellt. „Wir haben immer noch Produkte, die verkauft werden müssen und die nicht gekauft werden“, sagte Gründl auf einer Fachtagung – an dieser Prämisse ändere auch die KI nichts. Vielmehr sieht der Ergo-Manager in KI-Tools ein wichtiges Werkzeug, um Vermittler von administrativen Aufgaben zu entlasten.  

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Aon experimentiert mit Kryptowährungen

Der Versicherungsmakler Aon hat erstmals die Zahlung von Versicherungsprämien mittels Stablecoins veranlasst. Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an einen stabilen Referenzwert gekoppelt ist – meist an eine staatliche Währung wie den US-Dollar. Aon spricht von der „ersten bekannten“ Zahlung dieser Art unter großen internationalen Maklern und sieht darin einen möglichen Vorboten für tiefgreifende Veränderungen in der Finanzinfrastruktur der Branche.

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US-Rückversicherungsprogramm für Schiffe in der Golfregion stößt auf Skepsis

Die US-Regierung hat ein staatlich gestütztes Rückversicherungsprogramm angekündigt, um den Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder in Gang zu bekommen. Der Iran-Krieg hat den Schiffsverkehr in der Region nahezu zum Erliegen gebracht, sodass der Ölpreis erstmals seit Februar 2022 auf über 100 Dollar gestiegen ist. Fachleute sind allerdings skeptisch, dass die Maßnahme ausreicht.

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Iran-Krieg und Versicherungsmarkt: „In der aktuellen Lage wird die Risikotransparenz zum zentralen Verhandlungsfaktor”

Die jüngsten Ereignisse im Iran und die militärische Eskalation in der Golfregion sind für viele Menschen mit Sorge, Betroffenheit und auch persönlicher Angst verbunden. Hinter den Meldungen stehen Schicksale, Unsicherheit und menschliches Leid. Zugleich entsteht für Unternehmen und Risikoverantwortliche ein Handlungsauftrag, die Lage auf kurzfristige Marktreaktionen in einzelnen Sparten und in die mittel- bis langfristige Stabilität der großen internationalen Versicherungsprogramme in Sach- und Haftpflicht zu bewerten. Eine Analyse von Alexander Skorna und Niclas von Bernstorff.

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Blockade der Straße von Hormus: Analysten bezweifeln, dass US-Versicherungspläne die Krise lösen können

Mit dem Iran-Krieg ist die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz zum Erliegen gekommen. Versicherer haben den Schutz gegen Kriegsrisiken entweder eingeschränkt oder die Raten für Schiffe, die im Golf operieren, kräftig nach oben gezogen. Während die US-Regierung mit staatlichen Garantien versucht, den Warenstrom wiederzubeleben, warnen Experten vor der Unzulänglichkeit dieser Maßnahmen. Ein aktueller Bericht von Morningstar DBRS legt dar, warum direkte staatliche Eingriffe ins Versicherungsgeschäft das Problem eher verschärfen könnten.

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Gallagher Re: „Der Bedarf an Absicherungen gegen Cyber-Extremrisiken wächst“

Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re zeigt in einem aktuellen Whitepaper unter dem Titel „Cyber and Property Combined Covers: Buying the Tail More Efficiently" auf, wie die Kombination von Cyber-Extremrisiken mit unkorrelierten Sach-Katastrophenrisiken die Preise senken und die Effizienz für Zedenten steigern könnte. Während in den Rating-Märkten bereits Transaktionen stattfinden, könnte eine skalierbare und langfristige Lösung im Bereich der Insurance-Linked Securities liegen, schreibt das Unternehmen.

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Moody´s: „Auswirkungen des Iran-Konflikts vorerst begrenzt, Risiken steigen bei anhaltenden Störungen“

Die Ratingagentur Moody’s erwartet für Versicherer im Golf-Kooperationsrat (GCC) kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen durch den aktuellen Iran-Krieg. Während die direkten Schadensmeldungen minimal bleiben dürften, könnten eine anhaltende Instabilität und sinkende Vermögenswerte die Branche langfristig unter Druck setzen.

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Iran-Krieg: S&P prognostiziert erhebliche versicherte Verluste und weitreichende Auswirkungen für Rückversicherer

Die Ratingagentur S&P Global Ratings erwartet, dass der Konflikt im Nahen Osten die Ergebnisentwicklung der globalen Rückversicherer im Jahr 2026 belastet. Insbesondere im Spezialgeschäft dürfte die Branche mit zusätzlicher Unsicherheit und spürbaren Ergebnisschwankungen konfrontiert sein. Die Kapitalausstattung der Rückversicherer sei aber stark genug, um ein mögliches Risiko einer Verschlechterung der Kreditqualität abzufedern.

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Kfz-Policen: Verivox rechnet vor, wie hoch die Aufschläge für ältere Fahrer sind

Mit zunehmendem Alter steigen die Prämien in der Kfz-Versicherung deutlich. Nach Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox zahlt ein 85-jähriger Autofahrer unter identischen Tarifmerkmalen für eine Vollkaskopolice bis zu 172 Prozent mehr als ein 55-Jähriger. Bereits ab 65 Jahren beginnen Versicherer, altersbedingte Zuschläge zu erheben.

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Branchenstimmung kühlt ab

Die Stimmung in der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich zum Jahresende 2025 eingetrübt. Nach den aktuellen Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests für das vierte Quartal geht das Geschäftsklima spürbar zurück. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre derzeitige Lage noch als solide, doch die Prognosen für das Jahr 2026 fallen zunehmend vorsichtig aus. Einen heftigen Stimmungsdämpfer gab es in der Schaden- und Unfallversicherung.

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Urteil mit Sprengkraft: Kevin Spacey, „House of Cards“ und die Angst der Versicherer vor dem Präzedenzfall

In Los Angeles hat der Prozess um den finanziellen Kollaps der Erfolgsserie „House of Cards“ begonnen. Im Zentrum steht die Frage, ob der tiefe Fall von Weltstar Kevin Spacey ein Fall für die Assekuranz ist. Die Produktionsfirma MRC behauptet, Spaceys Sexsucht sei im Rahmen der Versicherungspolice als gedeckte Krankheit einzustufen. Die einstige Allianz-Tochter Fireman’s Fund hält dagegen.

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HSBC startet Verkaufsprozess für Leben-Geschäft in Singapur

Die britische Großbank HSBC hat den Verkaufsprozess für ihr Lebensversicherungs-Produktgeschäft in Singapur eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Mit der Transaktion soll ein Unternehmenswert von über einer Milliarde US-Dollar angestrebt werden. Die Bank sondiere bereits das Interesse potenzieller Käufer.

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Neuberger Berman prüft Ausbau des Versicherungsgeschäfts

Der Vermögensverwalter Neuberger Berman zieht laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters die Erweiterung seines Engagements im Versicherungsgeschäft in Betracht. Die Amerikaner sollen unter anderem die Gründung einer eigenen Einheit, über die sich Lebensversicherungsbestände erwerben ließen, prüfen.

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Nachhaltigkeitsberichterstattung: „Die Vorschläge sind bisher noch viel zu komplex und verursachen hohen Umsetzungsaufwand“

Der Rat der Europäischen Union hat heute das Nachhaltigkeits-Omnibus-Paket beschlossen und wichtige Änderungen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf den Weg gebracht. Künftig sollen Unternehmen erst ab einer Größe von mindestens 1.000 Mitarbeitern und einem Nettoumsatz von 450 Millionen Euro berichtspflichtig sein. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen begrüßt die Entscheidung, übt aber auch Kritik.

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Im Alltag sicher, unterwegs oft brenzlig – Versicherer fordern schärfere Regeln beim Transport von Lithium-Batterien

Der Branchenverband GDV hält die Vorschriften, die für Transport und Lagerung von Lithium-Batterien gelten, für zu lax und fordert daher strengere Auflagen. Für die Batterien, die sich laut GDV inzwischen zur Brandursache Nummer eins auf Containerschiffen entwickelt haben, sollte demnach eine eigene Gefahrgutklasse gelten. Außerdem fordern die Versicherer „klar abgegrenzte Lagerbereiche, bauliche Trennungen und ausreichend Abstand“, um verheerende Kettenreaktionen im Ernstfall einzudämmen.

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Verdi verhandelt mit AGV über KI-Transformation: Ergo-Tarifvertrag soll als Vorbild dienen

Die Ergo streicht im Zuge der KI-Transformation 1.000 Stellen in den nächsten fünf Jahren. Die Gewerkschaft ver.di setzte beim sozialen Rahmenplan den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und den Erhalt großer Verwaltungsstandorte durch. Ähnliches will sie für die gesamte Branche erreichen. Denn Ende März stehen Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) an.

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Französischer Senat holt sich Cyberdeckung von Descartes

Descartes Insurance hat die Ausschreibung des französischen Senats für die Absicherung der digitalen Risiken der Institution gewonnen. In Partnerschaft mit dem Makler Foch Assurances, welcher als Zuschlagsempfänger des Dienstleistungsauftrags hervorging, setzte sich das Unternehmen mit seiner Flaggschiff-Lösung „Cyber Shutdown Cover“ durch.

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Warum IT-Architekturen in den Fokus der Regulatorik geraten

IT-Architekturen bilden das Rückgrat moderner Versicherungsunternehmen – fachlich, prozessual und zunehmend auch regulatorisch. Mit der wachsenden Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle und ihrer technischen Basis rücken sie stärker in den Fokus der Aufsichtsbehörden. Warum die Branche die Regulatorik auch als Chance begreifen sollte, erläutert Christian Nölke, Principal Consultant der adesso SE, in einem Gastbeitrag.

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Monte dei Paschi nimmt Mediobanca von der Börse

Wer Mediobanca kontrolliert, kontrolliert Generali – und damit den einflussreichsten Investor Italiens. Seit gestern ist bekannt, dass Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) die volle Kontrolle über Mediobanca übernimmt. Was mit der Marke und der Börsenplatzierung geschieht, wurde auch geregelt.

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