Allianz schließt Kauf eines italienischen Versicherers ab

Allianz kauft in Italien zu. Bild von MLbay auf Pixabay.

Da kommt selbst Oliver Bäte außer Atem: Vorstandswechsel, US-Fonds-Skandal, Gerüchte über LV-Portfolioverkauf in den USA, tatsächlicher LV-Portfolioverkauf in der Schweiz. Den Schlusspunkt der vergangenen Woche bildete der Kauf der Aviva Italia. Zuvor wurde bereits eine weitere Aviva-Tochter übernommen.

Keine Überraschung: Allianz Italia hat wie angekündigt die Transaktion zur Übernahme von Aviva Italia S.p.A. abgeschlossen, das ist die italienische Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaft der Aviva-Gruppe – VWheute berichtete. Die Transaktion hat einen Wert von rund 330 Millionen Euro.

Es handelt sich um ein Portfolio mit gebuchten Bruttoprämien von rund 400 Millionen Euro, das zu gleichen Teilen auf die Geschäftsbereiche Kraftfahrtversicherung sowie sonstige Schaden- und Unfallversicherungen entfällt. Der Abschluss der Transaktion stärkt die Position der Allianz S.p.A. als Nummer Drei in der italienischen Sachversicherungsbranche und erhöht den Marktanteil des Unternehmens um etwa einen Prozentpunkt.

Aviva und die wilde Allianz-Woche

Die Aviva-Chefin Amanda Blanc, seit Juli 2020 im Amt, ist aktuell im Reduzierungsmodus und strukturiert die Führung um. Davon profitiert speziell die Allianz, die bereits das Geschäft in Polen übernahm. Allerdings schlagen auch andere Häuser zu, das Frankreichgeschäft übernahm beispielsweise Aéma. Wer mehr über Blancs Pläne für Aviva wissen möchte, kann an dieser Stelle nachlesen.

Wer dagegen das kunterbunte Treiben der Allianz in dieser Woche nachvollziehen möchte, dem sind folgende Geschichten zunutze:

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Auch wenn die Presse da immer gern das Wort “Verkauf eines LV-Bestands” in den Mund nimmt und Run-Off ein Garant für aufgeheizte Diskussionen ist, muss man wohl nüchtern aus der Sicht eines Mitbewerbers feststellen, dass es sich in diesem Fall in der Schweiz weder um einen Verkauf von LV-Verträgen (das gibt es ohnehin so gut wie nie) noch um den Verkauf eines gesamten Lebensversicherungs-Unternehmens! Es ist vielmehr eher eine reine Hedging-Transaktion, also eigentlich etwas extrem Unspektakuläres für Kunden, eher etwas Regulierungs-Optimierung…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

elf − 4 =