Allianz verkündet Deal über milliardenschweren Altbestand

Allianz und Resolution Re schließen eine Rückversicherungslösung über den Altbestand an Einzellebensprodukten ab Bild von Gerd Altmann auf Pixabay.

Die VWheute-Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern: Allianz Suisse und Resolution Re schließen eine Rückversicherungslösung für Altbestand an Einzellebensprodukten ab. Der Bestand hat ein Rückstellungsvolumen von rund 4 Milliarden Schweizer Franken. Zu den finanziellen Aspekten wurde Stillschweigen vereinbart.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes der letzten Jahre haben sich die Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft AG und das Rückversicherungsunternehmen Resolution Re auf eine “innovative Rückversicherungslösung zur Absicherung von Zinsversprechen” geeinigt. Der Deal kommt in Form und Umfang nicht überraschend – VWheute hatte ihn bereits ausführlich analysiert und vorangekündigt. Stark vereinfacht sieht das Geschäft vor, dass der “Backup-Partner” Resolution Re dem Lebensversicherer Allianz eine feste Verzinsung für seine Zinsversprechen gegenüber dem Kunden gibt und die Marktrisiken übernimmt. Dieser wird dadurch “kapitalfrei”.  Der Backup-Partner simuliert praktisch ein passgenaues Asset, das den garantierten Kapitalbedarf deckt und die Aufsichtsbehörden zufriedenstellt. Der Kunde bleibt dabei unberührt.

Im Sprech der Allianz heißt es: “Die Vereinbarung sieht vor, dass Resolution Re im Rahmen einer Quotenrückversicherung die Markt- und Versicherungsrisiken eines Altbestandes an Einzellebensprodukten der Allianz Suisse übernimmt.” Die Produkte des Portfolios, das ein Rückstellungsvolumen von rund CHF 4 Milliarden aufweist, werden nicht mehr vertrieben. Für die Kundinnen und Kunden “ändere sich nichts”, die Vertragsbeziehungen bleiben “unverändert”. Die Allianz Suisse Leben bleibt also Vertrags- und Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Lebenspolicen. Über den Rückversicherer Resolution Re erhalten die Versicherungsnehmerinnen und -nehmer eine zusätzliche Absicherung ihrer Leistungsansprüche gegenüber Allianz Suisse, schreibt das Unternehmen.

Das sagt der Lebensversicherer

Über die Konditionen der Transaktion vereinbarten beide Parteien Stillschweigen, sie erfülle aber “alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen”. Stefan Rapp, CFO der Allianz Suisse, betont: „Mit der innovativen Lösung stärken wir unsere bereits sehr solide Kapitalposition weiter und reduzieren gleichzeitig die Volatilität in der Solvenzquote. Damit sorgen wir dafür, dass unser Lebensgeschäft trotz der großen Herausforderungen zukunftsfähig ist und schaffen Raum für weiteres Wachstum.“

Autor: VW-Redaktion