Wie ein Zinsrückgang um 50 Basispunkte die Solvenz eines Lebensversicherers um bis zu 26 Prozent belastet

Mit sinkenden Zinsen wird die garantierte Mindestverszinsung immer teurer. Immer längere laufende Anleihen werden jetzt stark nachgefragt. Deutsche Lebensversicherer müssten für rund 150 Mrd. Euro dreißigjährige Anleihen kaufen, nur um wieder die Zinssensitivität zu erreichen, der sie Anfang 2018 ausgesetzt waren. Das wirkt sich wiederum negativ auf den Zinstrend aus.

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Den Fluch der Niedrigzinsen mit Autobahnen bekämpfen

Autobahn

Spricht jemand fünf Mal Candyman in einen Spiegel, erscheint die Gruselfigur und jagt den Rufer. Spricht ein Finanzvorstand dreimal Mario Draghi in ein volles Bankschließfach, kommt dieser und senkt die Zinsen. Ok, das war ausgedacht, aber Fakt ist, dass die EZB seit März 2016 den auf null gesenkten Leitzins nicht verändert. Das birgt für die Versicherer zunehmend Probleme, Abhilfe könnte ein alter Bekannter schaffen.

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Zitzmann: „Mario Draghi geht zu weit“

Überzieht die EZB ihr Mandat? „Ja, eindeutig“, sagt der Vorstandschef der Nürnberger Versicherung, Armin Zitzmann. Er prophezeit, dass das Schlimmste für Sparer erst noch komme. „In Nürnberg hat gerade die Sparkasse langlaufende Sparverträge gekündigt, weil sie keine hohen Zinsen mehr zahlen kann, wenn sie selbst Minuszinsen zahlt. Die EZB-Politik trifft also alle Sparer-Generationen in Deutschland“, sagt Zitzmann dem Handelsblatt.

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