Oliver Bäte spricht in Davos über hohe Krankenstände, Extremismus und das Demografieproblem: „Niemand über 50 Jahre wird für Rentenkürzungen stimmen“

Allianz-Chef Oliver Bäte warnte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor falschen Anreizen, die die Spaltung westlicher Gesellschaften begünstigten. Das größte Problem von Demokratien sei, „dass sie scheitern, wenn Sonderinteressen zur Mehrheit werden“. Der Top-Manager meinte damit nicht Lobbygruppen im klassischen Sinn, sondern die fortschreitende Alterung der Bevölkerung, wodurch die Anliegen junger Menschen zu kurz kämen. Mit Blick auf Deutschland kritisierte Bäte eine wachsende Bequemlichkeit nach dem Motto: „Ich habe Anspruch auf alles – und ich bin zu nichts verpflichtet.“

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Axa-CEO Thomas Buberl in Davos: „Meine große Sorge ist, ob wir in Europa die Kurve bekommen“

Axa-Chef Thomas Buberl sieht in künstlicher Intelligenz (KI) eine „phänomenale Chance“ für Europa, allerdings seien die KI-Projekte zu stark auf Kosteneinsparungen und zu wenig auf Wachstum ausgerichtet. Der Top-Manager hinterfragte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, „wie das Europa von morgen“ aussehen solle, und forderte weitreichende Wirtschaftsreformen. Statt auf US-Zölle blickt der CEO zuvorderst auf Handelshemmnisse innerhalb der EU, die es abzubauen gelte. Buberl war der einzige Europäer in einer Diskussionsrunde, an der unter anderem Alphabet-CIO Ruth Porat und Salesforce-Chef Marc Benioff teilnahmen.

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Allianz-Chef Bäte warnt in Davos vor Vertrauensverlust in US-Finanzmärkte

Kurzfristiges Denken verstellt nach Ansicht von Allianz-Chef Oliver Bäte häufig den Blick auf strukturelle Risiken an den Kapitalmärkten. „Wir neigen dazu, sehr kurzfristig zu schauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Münchener Versicherers am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Aufgabe institutioneller Investoren sei es, „durch das Rauschen hindurchzusehen und nach dem Signal zu suchen“. Risiken hätten sich über einen langen Zeitraum aufgebaut. Die zentrale Frage sei weniger, warum sich diese bislang noch nicht vollständig in den Marktpreisen widerspiegelten, sondern „wie wir unsere Kunden sicher halten“.

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Zurich bietet zehn Mrd. Dollar für Beazley

Paukenschlag zum Jahresbeginn: Die Schweizer Zurich Insurance Group buhlt um den britischen Spezialversicherer Beazley und hat schon ein zweites Angebot abgegeben. Der milliardenschwere Deal würde einen globalen Marktführer im Specialty-Geschäft mit ca. 15 Mrd. Dollar Bruttoprämien schaffen. Die Beazley-Aktie legt um über 40 Prozent zu, während die Zurich-Scheine knapp zwei Prozent verlieren.

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Markenoffensive in den USA: Ergo sponsert Messi-Club Inter Miami

Die Düsseldorfer Ergo-Gruppe treibt den Ausbau ihres Amerika-Geschäfts voran. Nach der Übernahme des US-Direktversicherers und Assekuradeurs Next Insurance, der mittlerweile unter dem Namen Ergo Next Insurance firmiert, geht der Versicherer eine prominente Partnerschaft mit dem Messi-Club Inter Miami ein. Wie Ergo am Samstag mitteilte, haben sich beide Seiten auf einen mehrjährigen Sponsoringvertrag verständigt.

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Neuzugänge in Hamburg: Howden Re wirbt erneut Manager von Marsh-Tochter Guy Carpenter ab

Unter Rückversicherungsmaklern setzt sich der Abwerbekampf um erfahrenes Personal fort. Trotz Rechtsstreitigkeiten mit Guy Carpenter holt Howden Re Enver Karapinar und Andreas Fricke ins Team nach Hamburg. Sie sollen das fakultative Geschäft der Briten in der DACH-Region ausbauen.

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Neodigital-Gründer Stephen Voss über Telematik: „Der Nutzen für viele Kunden ist schlicht zu abstrakt“

Telematik begleitet die Kfz-Versicherung nun seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Grundidee ist bestechend einfach: Wer umsichtig fährt, soll weniger bezahlen. Und dennoch bleibt die Verbreitung von Telematik-Tarifen in Deutschland überschaubar. Während andere Märkte deutlich höhere Durchdringungsraten erreichen, stagniert der deutsche Markt seit Jahren. Aus unserer Sicht als eigenständiger Versicherer, aber auch als Telematik-Technologieanbieter mit der We Enable GmbH, eine Tochter der Neodigital Versicherung AG, liegt das weniger an der Technik oder an regulatorischen Hürden – sondern vor allem an der Art und Weise, wie wir Telematik bislang denken und anbieten. Ein Gastbeitrag.

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Für eine Milliarde Dollar: Warburg prüft Verkauf des Londoner Maklers McGill

Die US-Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus erwägt laut Bloomberg den Verkauf des britischen Industrie- und Rückversicherungsmaklers McGill & Partners. Erste Gespräche mit potenziellen Beratern zur Prüfung von Optionen für das Unternehmen sollen bereits stattgefunden haben. Bei einem möglichen Deal könnte McGill mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden.

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Nach Anlageskandal bei Versorgungswerk: „Ist dieses System eigentlich in Ordnung oder woran erkrankt es?“

Das Frankfurter Beratungshaus Faros hat den Anlageskandal rund um das Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte zum Anlass genommen, um grundlegende Strukturreformen im deutschen Pensionswesen einzufordern. Das Management und die Aufsicht der Einrichtungen seien nicht auf der Höhe der Zeit, monierten die Fachleute bei einer Presseveranstaltung. Zum Vorbild erkoren sie Großbritannien, das einst vor ganz ähnlichen Herausforderungen stand.

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Allianz vergibt KI-Großauftrag an US-Firma Anthropic

Das KI-Unternehmen Anthropic soll den Einsatz künstlicher Intelligenz innerhalb der Allianz professionalisieren. Die Münchener sind mit dem 2021 von ehemaligen Mitarbeitern von OpenAI gegründeten Unternehmen eine Partnerschaft mit drei Schwerpunkten eingegangen: KI für die Beschäftigten, Automatisierung durch agentenbasierte KI und Compliance.

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Rückversicherung: Preise entwickeln sich auf das Niveau von 2022 zurück

Die Profitabilität globaler Rückversicherer wird 2026 zwar leicht zurückgehen, aber auf einem soliden Niveau bleiben. Die Vertragsverlängerungen zum 1. Januar zeigten laut der Ratingagentur Fitch weitere Rückgänge bei risikoadjustierten Preisen in den meisten Sparten. Dies entspricht dem „verschlechterten“ Ausblick für die Branche, der für das Jahr zwar etwas schwächere, aber weiterhin stabile operative und geschäftliche Rahmenbedingungen prognostiziert werden. Die Preise liegen deutlich über dem Tiefpunkt von 2018.

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Erfolgsformel für Open Finance & FiDA: „Zielgruppe gezielt segmentieren, Services mit echtem Mehrwert entwickeln und deren Monetarisierung strategisch vorbereiten“

Mit der Financial Data Access Regulation (FiDA) macht die EU ab 2026 den Weg für Open-Finance-Angebote frei. Durch das Zusammenspiel mit Open Finance entsteht ein neues Ökosystem, das die Spielregeln im Finanzsektor grundlegend verändert. Doch was erwarten Kunden eigentlich in diesem Kontext? Die neue KPMG-Studie „Open Finance und FiDA im Retail-Geschäft“ mit über 3.000 Befragten liefert Antworten. Und zeigt Versicherern, Banken und Fintechs, wie sie sich jetzt strategisch positionieren sollten.

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Hello Mr. AI-Agent: Wie künstliche Intelligenz die Versicherungsprozesse verändert

In den kommenden zwölf bis 24 Monaten wird sich die Versicherungswirtschaft in Richtung (teil-)autonomer KI-Agenten bewegen. Davon ist Helmut Körfer, Head of Sales bei der msg nexinsure AG, überzeugt. Im Gastbeitrag für VWheute beschreibt er, wie man KI-Agenten in betriebliche Abläufe des Versicherungsprozesses integriert.

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Berkshire Hathaway stößt Allianz vom Thron

Der Abschied von Warren Buffett fällt in eine Phase operativer Stärke für Berkshire Hathaway: Gemessen an den sogenannten Non-Banking-Assets ist der US-Konzern erstmals zum weltweit größten Versicherer aufgestiegen – und hat damit die Allianz entthront, wie aus einem aktuellen Ranking des Analysehauses AM Best hervorgeht. Doch der Führungswechsel bei Berkshire Hathaway mit Greg Abel an der Spitze scheint nicht alle Investoren zu überzeugen.

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Schwache Absatzzahlen: Huk-Coburg stellt Geschäft mit Auto-Abos ein

Autonomes Fahren zwingt die Huk-Coburg in neue Geschäftsfelder einzusteigen. Dabei laufen versicherungsfremde Aktivitäten wie der Gebrauchtwagenverkauf nicht optimal. Das Auto-Abo wurde eingestellt. Ebenso erfuhr VWheute, ob die 2016 gestartete Huk-Autowelt bereits die Gewinnschwelle erreicht hat.

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Klickhits 2025: Skandale, Jobabbau und Exklusiv-Content

Die Fusion zwischen Helvetia und Baloise, der Verkauf der Nürnberger an die VIG oder die Tarifverhandlungen in der Assekuranz bewegten die Branche und unsere Leser. Daneben wurden traditionell viele Personalwechsel geklickt, ebenso die Streitfälle der Kunden mit Versicherern sowie exklusive Interviews, etwa mit GGW-Gründer Tobias Warweg oder Allianz-Managerin Lucie Bakker. VWheute verabschiedet sich in die Weihnachtsferien und blickt zurück auf die meistgelesenen Beiträge des Jahres 2025.

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Aggressive Wachstumsstrategie: Howden wirbt 200 Mitarbeiter von US-Makler Brown & Brown ab

Der britische Versicherungsmakler Howden sorgt mit einer spektakulären Abwerbeaktion für Aufsehen. Binnen weniger Stunden sollen rund 200 Mitarbeiter des Wettbewerbers mit Sitz in Daytona Beach zu den Londonern gewechselt sein. Betroffen ist vor allem die Employee-Benefits-Sparte der Hays Companies. Das ist ein Geschäftsbereich, den Brown & Brown 2018 erworben hatte.

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EU-Kleinanlegerstrategie: Versicherer und Vermittler bleiben skeptisch

Die EU-Kleinanlegerstrategie – in Brüssel auch als Retail Investment Strategy (RIS) geläufig – nimmt Formen an: Nach jahrelangem Ringen haben Europäisches Parlament, Rat und Kommission nun ihre Trilog-Verhandlungen abgeschlossen. Doch das Echo aus der hiesigen Versicherungs- und Vermittlerbranche fällt verhalten aus. Das neue Regelwerk ist aus Sicht der Versicherungswirtschaft trotz erreichter Vereinfachungen „immer noch zu kompliziert“. Vermittlerkreise begrüßen, dass ein drohendes Provisionsverbot „endgültig vom Tisch ist“, monieren jedoch „eine ganze Palette“ neuer Regularien, die den Vertrieb „noch mehr belasten werden“.

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Warum deutsche Krankenversicherer den globalen Standard verfehlen

Krankenversicherer weltweit müssen ihr Selbstverständnis neu definieren – vom Kostenträger zum
aktiven Gestalter digitaler Gesundheitsversorgung. Eine neue Benchmark-Studie der Boston Consulting Group zeigt: Deutsche Anbieter verfügen im internationalen Vergleich über starke Vertriebsstrukturen, bei technischen Fähigkeiten und datengetriebenem Management liegen sie jedoch deutlich zurück. Die Analyse offenbart strukturelle Lücken und ein beträchtliches Modernisierungspotenzial.

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Carsten Zielke: Solvenz deutscher Lebensversicherer weiter solide, doch Riester-Reform erhöht den Druck

Die deutschen Lebensversicherer sind finanziell robust aufgestellt, doch die geplante Reform der geförderten Altersvorsorge bedroht ihr Geschäftsmodell und damit auch die Zukunftsaussichten der Branche. Zu dieser Einschätzung kommt der Analyst Carsten Zielke auf Basis seiner aktuellen Solvency II-Studie. Vor Journalisten warnte Zielke vor einer „Risikofalle“, die Lebensversicherer gefährden könne – vor allem jene, die allzu sehr auf deutsche Staatsanleihen setzten.

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Großteil der Österreicher bleibt GVNW erhalten

Anfang des Jahres nahm der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) zunächst zur Probe 21 neue Mitglieder aus Österreich auf. Sie bekamen eine Testmitgliedschaft mit der Möglichkeit, die deutschen Strukturen als Alternative zur Gründung eines eigenen Verbands zu prüfen. Wie VWheute erfahren hat, haben nur drei Unternehmen von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Der Rest bleibt an Bord und öffnet Türen für neue Mitglieder.

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Ex-HDI-Vorstand Lixenfeld gründet KI-Beratung

Der ehemalige HDI-Lebensversicherungschef und BCG-Mann Sven Lixenfeld macht sich mit dem KI-Berater Agentic Fox selbstständig. Noch ist die Firma mit Sitz in Leverkusen nicht im Handelsregister eingetragen, aber schon mit Entwicklung sowie Vertrieb aktiv und mit ersten Kunden in Kontakt. Mithilfe von Agentic AI ersetzt die Firma Stellen in komplexeren Prozess- und Servicebereichen mit „digitalen Mitarbeitern“, wie Lixenfeld sie bezeichnet. Statt eines Gehalts zahlt der Kunde eine monatliche Gebühr.

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Bangsgaard wird CEO der GGW-Tochter Wecoya

"Wir werden die Nachfolge weitgehend intern regeln", kündigte GGW-Gründer Tobias Warweg kürzlich im VWheute-Interview an, als es um die Neubesetzung des CEO-Postens bei der Assekuradeurs-Tochter Wecoya ging. Nun ist es offiziell: Balticfinance-CEO Peter Bangsgaard ersetzt Thomas Zimmermann, der das Unternehmen Ende des Jahres aus persönlichen Gründen verlässt. Die Rolle von Tim Lamm wurde auch bestimmt. Man ist nur noch auf der Suche nach einem Chief Insurance Officer.

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„Ambition 2030“ klingt nicht ambitioniert: Munich Re setzt den Fokus auf Profitabilität statt Wachstum

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re steuert auf einen erneuten Rekordgewinn von sechs Mrd. Euro im laufenden Jahr zu. Für den scheidenden Konzernchef Joachim Wenning markiert dies den krönenden Abschluss seiner Amtszeit und eine deutliche Übererfüllung der Fünfjahresstrategie, die Ende 2025 endet. Die Erwartungen sind entsprechend hoch, wenn Wennings Nachfolger, der bisherige Finanzvorstand Christoph Jurecka, heute die neue Strategie "Ambition 2030" präsentiert. Die ersten Eckpunkte sind bereits bekannt. Der Gewinn und Umsatz sollen steigen, aber nur im Rahmen der Analystenerwartungen.

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Helvetia Baloise streicht zwischen 260 und 330 Stellen in Deutschland

Dass bei einer Fusion Jobs wegfallen, war abzusehen. Die Führungsspitze der Helvetia Baloise mied allerdings das Thema bislang. Neben der Schweiz ist Deutschland das einzige Land, in dem beide Marken vertreten sind, und genau hier wird nun der Rotstift angesetzt. Der neu entstandene Schweizer Versicherungskonzern bestätigte inzwischen einen Reuters-Bericht, wonach in den nächsten drei Jahren bis zu 2.600 Stellen wegfallen werden.

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Telematik: DEVK plant Wiedereinstieg, Allianz Direct wartet auf bessere Technik

2015 gab es eine Riesenwelle der Euphorie, dass die Telematik-Komponente sich als Standard-Produkt der Kfz-Versicherung etablieren würde. Doch die hohen Kosten, technische Probleme und die geringe Nachfrage führten dazu, dass viele Assekuranzhäuser die Projekte wieder einstampften. Übrig sind die größten Kfz-Player geblieben und teilen sich den Markt auf: Huk-Coburg weist 700.000 Telematik-Verträge auf, die Allianz hat hierzulande 800.000 im Bestand. Die Tochter Allianz Direct macht den Markteintritt von der technologischen Entwicklung abhängig. DEVK hat bereits konkretere Pläne, wie VWheute erfuhr.

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Warweg über teure Preise am Maklermarkt: „Würden Sie von Ihrem privaten Geld mehr als das Zehnfache vom Jahresgewinn für ein Unternehmen bezahlen, das organisch nicht wächst?“

Tobias Warweg hat die GGW Group innerhalb kürzester Zeit zum umsatzstärksten Versicherungsmakler Deutschlands aufgebaut. Allerdings warnt er: "Mit dem Erfolg steigt automatisch die Gefahr, dass man abhebt." Gleichzeitig sei die Firma so aufgestellt, dass sie nicht von seiner Person abhängig sei, betont er. Im Interview mit VWheute sprechen der GGW-Gründer und sein Team rund um Benjamin Wess und Nick Lambertz über Expansionspläne, Führungskultur und den Leistungsgedanken. Auch zu den Spekulationen über einen Personalabbau bei GGW liefern die Manager eine Antwort.

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Bafin entzieht Babcock-Pensionskasse die Geschäftserlaubnis

Die Finanzaufsicht hat der angeschlagenen Babcock-Pensionskasse am 29. Oktober die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts widerrufen. Hintergrund ist die anhaltende Unterdeckung: Die Kasse konnte die gesetzlich vorgeschriebene Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und legte der Aufsicht auch keinen tragfähigen Sanierungsplan vor. Die Pensionskasse überstand 2002 die Pleite ihres Trägerunternehmens Babcock-Borsig, weil sie als Versicherungsverein rechtlich eigenständig organisiert ist. Es folgten turbulente Zeiten.

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GGW kauft erste Makler in Österreich

Der nach Umsatz größte Makler Deutschlands gründete Anfang Januar seine österreichische Tochter GGW Versicherungsmakler GmbH. Nach fast einem Jahr werden die ersten Zukäufe an den Standorten Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten vermeldet. Eigentlich macht der Hamburger Makleraufkäufer nicht jede Akquisition publik. "Wir sehen darin keinen Vorteil", sagte kürzlich GGW-Gründer Tobias Warweg gegenüber VWheute.

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Warum die Haftungsrisiken für Manager explodieren

Die Führungskräfte in Unternehmen sehen sich wachsenden Risiken ausgesetzt – neben Cybergefahren birgt vor allem die weltweit steigende Zahl von Insolvenzen erhöhtes Potenzial für Haftungsfälle. Das geht aus der Studie „D&O Insurance Insights 2026“ des Industrieversicherers Allianz Commercial hervor, die VWheute vorab vorliegt. Demnach stehen die Manager „unter wachsender Beobachtung durch Aktionäre und Aufsichtsbehörden“. Vor allem in den USA ist das juristische Umfeld für Führungskräfte schwieriger geworden.

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Michael Diekmann übernimmt Prestigeposten bei Bayern München

Der ehemalige CEO und amtierende Vorsitzende des Allianz-Kontrollgremiums rückt in den Aufsichtsrat von Bayern München. Der Versicherer besitzt wie Sportausrüster Adidas und Autobauer Audi 8,33 Prozent der Anteile am bekannten Fußballverein. Diekmann, 70 Jahre alt, folgt auf den ehemaligen Allianz-Mann Werner Zedelius, der nach zehn Jahren aus dem Amt ausscheidet.

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Huk-Coburg steigt in den Neuwagenhandel ein

Die Kfz-Sparte trägt rund 60 Prozent zum Gesamtumsatz der Huk-Coburg bei. Doch klimabedingte Schäden, die allgemeine Inflation sowie steigende Preise bei Ersatzteilen und wachsende Lohnkosten in den Werkstätten erschweren es, schwarze Zahlen zu schreiben. Ferner macht sich CEO Klaus-Jürgen Heitmann Sorgen um den Durchbruch des autonomen Fahrens, der das Geschäftsmodell der Kfz-Versicherer gefährdet. Um dem entgegenzuwirken, haben die Coburger viele Ideen, darunter auch den Einstieg in den Neuwagenhandel, wie er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) verriet.

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Global-CEO Wang über Kaufinteressenten: „Wir werden sehr gut am Kapitalmarkt wahrgenommen“

"Wir machen das zum dritten Mal", sagte Thomas Wang auf dem Insurance Summit und meinte damit den Investorenwechsel bei der Global Gruppe. Der CEO des zum Verkauf stehenden Kölner Maklerverkäufers ist zuversichtlich, dass es zu einem Deal kommt. Weitaus offener zeigte er sich bei Details über die eigenen Zukäufe und wie viel inzwischen das eigene MGA-Portfolio zum Gesamtumsatz beiträgt.

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„Es braucht keine zehn großen digitalen Anbieter da draußen. Das gibt es in keiner anderen Industrie“

Insurtechs sollten etablierten Direktversicherern eigentlich einst Konkurrenz machen. Allerdings ist nur eine Handvoll der jungen Firmen noch übrig. Mit KI erfolgt nun der nächste Technologiesprung und wie reagieren darauf die Online-Schwergewichte Allianz Direct und Clark? Antworten darauf lieferten Uwe Stuhldreier und Benedikt Kalteier auf dem Insurance Summit und sinnierten über die Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von KI sowie über eine mögliche Konsolidierung unter Direktversicherern, Insurtechs und Vergleichsportalen.

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Müller schließt Wefox-Verkauf aus: „2025 wird das erste Jahr sein, in dem wir profitabel sein werden“

Joachim Müller hat sich für den Job als Wefox-Chef „breitschlagen“ lassen, wie er auf dem Handelsblatt Summit mit einem Augenzwinkern anmerkte. Ein gutes Jahr nach seiner Berufung scheint der ehemalige Allianzer dem Ruf des Sanierers gerecht geworden zu sein. Von dem einst mit 4,5 Mrd. Dollar bewerteten Start-up ist heute nicht mehr viel übrig. Wefox, das ein Comeback in Deutschland derzeit ausschließt und nur noch in drei Ländern aktiv ist, soll 2025 schwarze Zahlen schreiben.

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KI frisst Jobs – auch in der Assekuranz

In zehn Jahren wird ein erheblicher Teil der heutigen Tätigkeiten in Versicherungen verschwunden oder radikal umgebaut sein. Das ist keine Science-Fiction, sondern die logische Folge eines technologischen Umbruchs, den viele noch unterschätzen. Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir arbeiten – leise, schnell, unumkehrbar, schreibt Robin Kiera im Gastbeitrag für VWheute. Die entscheidende Frage ist: Wird die Assekuranz Opfer oder Gestalter dieser Entwicklung?

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Montagskolumne mit Eberhard Sautter: „Lasst uns zum Longevity-Land Nr. 1 werden“

Longevity ist ein Trendthema mit Lifestyle-Charakter. Ob Kältekammer, Superfood oder Mikroplastikentgiftung – ständig geht es um den neuesten Biohack. Wie wir uns selbst optimieren können, wird möglichst von Prominenten vorgeführt und lässt sich außerdem in eine Art Zauberformel gießen, die sich per Buchkauf erwerben oder auf Social Media mal eben lernen lässt. Nur reicht es nicht, Longevity als „Human-Interest“-Thema zu betrachten.

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Generali steigt in zweite Bieterrunde um GamaLife ein

Die Verhandlungen um GamaLife schreiten voran. Generali sowie die an der Mailänder Börse notierte BFF Bank und die französische Bankengruppe BPCE sind in die zweite Runde des Bieterverfahrens um den Kauf des portugiesischen Leben-Konsolidierers vorgestoßen. Der britische Finanzinvestor Apax Partners, der GamaLife 2019 gegründet hatte, strebt Medienberichten zufolge eine Bewertung von rund 600 Millionen Euro an.

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ESG-Analyst Zielke glaubt, dass Munich Re Aktivitäten ums Klima herunterfährt

Die Corporate Sustainability Reporting Directive – kurz: CSRD – ist nach wie vor nicht in deutsches Gesetz überführt worden – trotzdem haben viele hiesige Versicherer bereits „inhaltlich auf die neuen Anforderungen umgestellt und ihre ESG-Performance deutlich gesteigert“, lobt Analyst Carsten Zielke. Er und sein Team haben die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Branche genauer unter die Lupe genommen. Welche Versicherer mit ihren Berichten positiv wie negativ herausstechen, warum die Unterschiede bei Qualität, Tiefe und Stringenz zunehmen und weshalb sich Zielke enttäuscht von der Munich Re zeigt, erläuterte er in einem Pressegespräch.   

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Zurich-Chef Greco: „Man kann nicht einfach Kapital nehmen und loslegen – das wäre Selbstmord“

Der Schweizer Versicherer Zurich schaut mit großer Zuversicht auf das kommende Jahr und darüber hinaus. „Wir fühlen uns gut damit“, erklärte Konzernchef Mario Greco mit Blick auf den Ende 2024 gestarteten neuen Dreijahresplan – „ungeachtet des Lärms in der Welt und der Gefahren“, wie der CEO auf dem Investorentag hinzufügte. Wachsen will der Konzern insbesondere im Specialty- und Middle-Market-Segment, aber auch im Leben-Geschäft. Ein Sonderlob von Greco gab es für Deutschlandchef Carsten Schildknecht – der seinerseits hehre Ambitionen für den deutschen Markt vorstellte.

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Künstliche Intelligenz: „Trotz hoher Nachfrage ist die Versicherbarkeit von Gen-AI-Risiken derzeit eingeschränkt“

Gen AI stellt einen bedeutenden Fortschritt in der künstlichen Intelligenz dar. Im Gegensatz zur traditionellen KI, die Daten analysiert, um Prognosen oder Klassifizierungen zu erstellen, ist Gen AI in der Lage, neue Inhalte zu generieren – von Texten und Bildern über Programmcodes bis hin zu Sprache. Während traditionelle KI auf bestehenden Datenmustern basiert, erzeugt Gen AI Ergebnisse, die nicht explizit im Trainingsmaterial enthalten sind. Das birgt auch Risiken. Die Versicherungswissenschaftler Martin Eling, Ruo (Alex) Jia und Tianyang Wang beleuchten die Lage.

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KI in der Assekuranz: „Früher habe ich Akten gestapelt“

Wer heute durch die Großraumbüros großer Versicherer oder die Arbeitsplätze mittelständischer Maklerhäuser geht, spürt den Wandel nicht an Robotern oder blinkenden Terminals, sondern an der Atmosphäre, schreibt Personalexperte Hans Steup bei VWheute. „Gespräche sind kürzer, Bearbeitungszeiten niedriger und Doppelprüfungen seltener.“ KI spielt dabei eine immer größere Rolle. Ein Gastbeitrag über Personal, Automatisierung und die Sorge vor Entlassungen.

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Allianz erhöht Ausblick für 2025

Der Münchener Versicherungskonzern steigert in den ersten neun Monaten des Jahres sein operatives Ergebnis auf 13,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Wert noch auf 11,8 Mrd. Euro. Das kommunizierte die Allianz am Vorabend der Präsentation der Q3-Zahlen. Der DAX-Konzern peilt mit Blick auf das Gesamtjahr das obere Ende der definierten Zielspanne an.

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Talanx kündigt für 2026 Konzernergebnis von rund 2,7 Mrd. Euro an

Kurz vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse für die ersten neun Monate des laufenden Jahres kommuniziert der Talanx-Konzern seine Ergebnisprognose für 2026. Dann soll ein Gewinn von rund 2,7 Mrd. Euro zu Buche stehen. Ursprünglich war mehr Zeit zur Erreichung dieses Ziels eingeplant. Auch einen Rechtsformwechsel verkündet die Gruppe. Die Talanx AG wird in eine Europäische Aktiengesellschaft umgewandelt.

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„Der Markt hat schlicht zu wenige Leute“

In der Assekuranz herrscht Personalmangel. Das beobachtet auch Carsten Lüthgens, ehemaliger Versicherungsvorstand und heute Personalberater bei Clever Match. Der durchschnittliche Versicherungsmakler sei 57 Jahre alt und bei den Versicherern sehe es nicht viel besser aus. „In den nächsten Jahren werden viele in Rente gehen, Bestände werden verkauft, Wissen geht verloren.“ Mit jedem Abgang, so Lüthgens, verschärfe sich die Frage, „wie eigentlich die Pyramide nach oben zusammenkommt – also wer in Zukunft die Vorstandspositionen übernimmt“.

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Nico Greiner: „KI ersetzt keine Menschen oder Versicherer, aber sie wird jene verdrängen, die sie ignorieren“

In der Industrie und im Technologiesektor rollt die Entlassungswelle. Ganze Abteilungen werden ersetzt, weil KI administrative oder analytische Aufgaben schneller, günstiger und oft präziser erledigt. Doch in der Versicherungswirtschaft zeigt sich ein überraschend anderes Bild: Hier fehlen Fachkräfte – quer durch die Organisation. Vom Underwriting bis zum Vertrieb sind die Recruiting-Abteilungen weiter im Dauereinsatz. Was auf den ersten Blick nach digitaler Rückständigkeit klingt, ist in Wahrheit ein Signal für Stabilität und Transformationstempo mit Augenmaß, kommentiert Nico Greiner, Partner bei der PPI AG.

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Altersvorsorge-Reform: „Kunden wurden in den letzten zwei bis drei Jahren sehr verwirrt“

Der Druck auf die deutsche Altersvorsorge wächst und damit auch auf die Politik, Reformen einzuleiten. Das wurde beim parlamentarischen Abend der Generali am Donnerstagabend einmal mehr deutlich. Melanie Kramp-Gerstner, Chief Customer Officer des Versicherers, sprach von einer „extrem unzufriedenstellenden“ Entwicklung. Vor allem der Kunde sei in den letzten Jahren verwirrt und verunsichert worden.

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VersicherungswirtschaftCLUB: „Ein 150- bis 200-Mrd.-Dollar-Event wird kommen, und die Rückversicherer müssen zahlen können“

Rückversicherer gelten als Stabilitätsanker im globalen Finanzsystem. Doch die Welt wird komplexer – und die Diskussionen über ihre Rolle intensiver. Es gab also viel zu besprechen beim jüngsten VersicherungswirtschaftCLUB: Drei führende Köpfe von Swiss Re, Aon und Gen Re redeten Klartext über Marktzyklen, Klimawandel, Cyber- und Georisiken – sowie über die Frage, wie es denn nun um das Miteinander zwischen Erst- und Rückversicherern bestellt ist. Insgesamt befinde sich der Markt in einer Phase relativer Stabilität, hieß es in Karlsruhe.

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Daniela Rode über KI-Regulierung: „Es wäre uns als Branche immens wichtig, dass Regressionsmodelle keine KI im Sinne des AI-Acts sind. Man muss wirklich die Kirche im Dorf lassen“

Künstliche Intelligenz wird mannigfaltig bei Versicherern eingesetzt. Deshalb sei die Zeit mittlerweile vorbei, in der die Bafin jeden einzelnen Use-Case bei den Unternehmen anschaut, sagte Sebastian Schnitzler auf der Konferenz der Aufsichtsbehörde. Dennoch sieht sich die Versicherungsbranche durch die EU-KI-Verordnung (AI Act) mit der Gefahr einer Doppelregulierung konfrontiert. Daniela Rode, Vorständin bei der Signal Iduna, forderte eine praxistaugliche Aufsicht und eine klare Definition des Begriffs KI.

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