Global-CEO Wang: „Es ist am Ende nicht immer der höchste Kaufpreis oder das höchste Gehalt, das entscheidet“

Von 25 auf 32 Zukäufe: Die Global-Gruppe hat ihr Übernahmetempo in den vergangenen zwei Jahren massiv verschärft. Geht es nach CEO Thomas Wang, steht die Konsolidierung im DACH-Raum erst am Anfang – und dank einer frisch vereinbarten Refinanzierung hat der Kölner Makler den Fuß fest auf dem Gaspedal. Wohin die Reise geht, zeigen die eigenen Bücher: Bereits über 50 Prozent der Courtage-Einnahmen stammen aus dem boomenden Geschäft mit Specialty Lines und MGAs.

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Versicherer vernachlässigen Bestandsmanagement: „Wenn wir das Problem nicht selbst lösen, wird der Regulator kommen“

Eine Studie der Unternehmensberatung Horváth und der Mehrfachagentur Loyago, die VWheute vorab vorliegt, deckt gravierende Defizite in der Betreuung von Bestandskunden auf. Während jährlich bis zu zwölf Milliarden Euro an Bestandsprovisionen an den Vertrieb fließen, betreut rechnerisch fast jeder zweite Versicherer über 30 Prozent seiner Kunden nicht aktiv, jeder Vierte über 50 Prozent. Branchenexperte und Loyago-Gründer Marco Adelt rät im Gespräch mit der Redaktion dazu, die Problematik selbst in die Hand zu nehmen, bevor es die Aufsicht tut. In der „Value for Money“-Debatte steht die Branche unter Druck.

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„Muss man auch loslassen können“: Wie die Allianz aus Online-Abbrechern treue Agenturkunden macht

Mit 7.600 Agenturen setzt die Allianz hierzulande weiterhin voll auf die Fläche. Wie sich diese Zahl mittels einer Omnichannel-Strategie stabil halten lässt, schilderte Andreas Schmid (Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG) auf der ersten ITW-Vertriebskonferenz von Prof. Dr. Florian Elert in Köln. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die neue, 200-köpfige Digitale Vertriebseinheit (DVE). Ihr Clou: Sie bringt Kunden in die Agenturen, „die ansonsten dort nie angekommen wären“. Zudem berichtete Schmid, warum Kunden vor Ort teurere Preise im Vergleich zu Allianz Direct bereitwillig hinnehmen und wie der Konzern aus weniger Beratung mehr Abschlüsse generiert.

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Rückversicherer sorgen sich nicht um KI-Risiken und mächtige Makler, sondern um Inflation, Data-Center und PFAS-Schäden

Machtkampf, Klimakrise und die Jagd nach Rendite: Gestern lud Professor Stefan Materne zur 22. Ausgabe des Rückversicherungs-Symposiums der TH Köln. Die rund 470 Gäste erlebten eine lebhafte Podiumsdebatte mit Alexander Zeller (Gen Re), Lauren Kent (Axis Re), Dirk Spenner (Gallagher Re) und Laurent Montador (Arundo Re). Die Panelisten diskutierten über den drohenden KI-Ausschluss, die zunehmende Marktmacht der Makler, staatliche Schutzschirme gegen Klimaschäden sowie die Bereitschaft, angesichts sinkender Preise konsequent auf unrentables Geschäft zu verzichten.

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KI-Wettlauf: Allianz überholt Axa und klettert an die Spitze  

Die Allianz setzt sich an die Spitze der digitalen Transformation im Versicherungssektor. Im aktuellen Evident AI Index for Insurance belegt der Münchner DAX-Konzern den ersten Platz unter 30 weltweit führenden Versicherern. Der Branchenriese untermauert seinen Führungsanspruch beim großflächigen Einsatz künstlicher Intelligenz. Im Jahr zuvor rangierten die Münchner auf Platz zwei hinter der Axa.

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Vom tiefen Misstrauen zur dosierten Offenheit: Wie Versicherer lernten, mit den Medien zu sprechen

Versicherer lieben das Diskrete und arbeiten auf langfristige Dekaden hin – Medien leben von der schnellen Schlagzeile und der Faszination am Drama. Trotz einer riesigen Schnittmenge herrschte zwischen den beiden Lagern lange Zeit mediale Funkstille. Das änderte sich, als die Allianz eine radikale Kehrtwende vollzog und unter Henning Schulte-Noelle und Emilio Galli Zugaro die Pressestelle wie einen Strukturvertrieb organisierte. Andere Marktteilnehmer folgten. Ein Blick zurück auf den tiefgreifenden Kulturwandel in den Chefetagen der deutschen Versicherer.

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Florian Elert: „Die größte Veränderung könnte im Schadenfall liegen – wenn KI-Tools beginnen, aktiv in die Schadensteuerung einzugreifen“

Auf der von Prof. Dr. Florian Elert initiierten ITW-Vertriebskonferenz dreht sich diesen Donnerstag alles um die Zukunft der Assekuranz. Dort präsentiert der Wissenschaftler exklusiv seine neueste Studie zum KI-Einsatz im Vermittleralltag. VWheute sprach vorab mit ihm über die Kernergebnisse der Umfrage: Warum Verbraucher künftig immer besser informiert in Verkaufsgespräche gehen, für welche Produkte sie sich sogar einen direkten digitalen Abschluss vorstellen können und warum generative KI im Schadenfall die Karten völlig neu mischt.

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Talanx-Finanzchef Wicke über Berichtspflichten: „Es werden Unternehmen gequält, es werden Mitarbeiter mit sinnbefreiten Aufgaben befasst“

In der Versicherungswirtschaft wächst der Unmut über die Belastung durch Berichtspflichten. Talanx-Finanzchef Jan Wicke wurde auf der GDV-Konferenz zur Versicherungsregulierung sehr konkret: „Nehmen Sie die EU-Taxonomie weg!“, forderte der Manager die Politik auf. Die geplante IRRD-Richtlinie, die den Versicherern Sanierungspläne nach dem Vorbild der Bankenbranche auferlegen will, kritisierte Wicke als unüberlegtes „Bürokratiemonster“, das die Besonderheiten des Geschäftsmodells verkenne. GDV-Präsident Norbert Rollinger warnte in Berlin vor „Wohlstandsverlusten“ infolge überbordender Regulierung.

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VersicherungswirtschaftClub zur Cyberversicherung: „Wenn wir Kumulereignisse simulieren, kommen für mich überraschend niedrige Werte heraus“

Der deutsche Cyberversicherungsmarkt ist 15 Jahre alt geworden und damit längst den Kinderschuhen entwachsen. Die Zwischenbilanz kann sich nach zähem Start sehen lassen: Das Geschäftsmodell funktioniert vielerorts erstaunlich gut. „Wir sind im Cyberbereich sehr profitabel“, ließ Signal-Iduna-Vorstand Fabian Schneider im VersicherungswirtschaftCLUB durchblicken. Jens Krickhahn, Cyberchef von Allianz Commercial, erklärte, warum die Münchener ihr Neugeschäft an den Assekuradeur Coalition auslagern – und Marcel Armon von Aon sowie Laura Selbach-Otto von der Bankengruppe ODDO BHF schilderten ihre Erwartungen an die Versicherer.

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Thofern: „Die Erwartungshaltung sinkender Preise haben viele Akteure – wir auch“

Wie weich wird er denn nun werden, der Rückversicherungsmarkt? Dass sich der Marktzyklus nach langer Zeit wieder zugunsten der Erstversicherer entwickelt, davon ist Jan-Oliver Thofern, Chairman Aon & CEO Reinsurance Solutions, überzeugt: „Die Erwartungshaltung sinkender Preise haben viele Akteure – die Kunden haben sie, wir haben sie und die Finanzmärkte haben sie auch“, sagte Thofern auf seinem letzten „Aon Marktforum“ in Hamburg. Dort erklärte Nürnberger-Allgemeine-Chefin Christine Kaaz, welche Rolle die Rückversicherer beim geglückten Turnaround des Unternehmens spielten.

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Norbert Rollinger: „Der Staat ist nicht der bessere Fondsmanager“

Im Juni feiert die Zeitschrift Versicherungswirtschaft 80-jähriges Jubiläum und die Redaktion hat prominente Manager über Themen zu Wort kommen lassen, die sie derzeit umtreiben. Für R+V-Chef Norbert Rollinger sind es Fragen um soziale Sicherung, den demografischen Wandel oder die Erhaltung von Wohlstand für kommende Generationen. „Überall stellt sich dieselbe Grundsatzfrage: Setzt die Politik auf Partnerschaft und Vertrauen in bewährte Strukturen, oder greift sie dirigistisch in funktionierende Märkte ein?“

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Bafin-Sonderprüfungen: Erschreckend hohe Mängelquote bei deutschen Versicherern

Mit einer ungewöhnlich detaillierten Kleinen Anfrage hat die Linksfraktion von der Bundesregierung Aufklärung über die Aufsichtspraxis der Bafin bei der Allianz gefordert. Dem Handelsblatt liegen die Antworten nun vor: Sie offenbaren eine erschreckend hohe Beanstandungsquote bei deutschen Versicherern. Die konkreten Allianz-Details blieben dagegen vage.

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Sicher vor dem Hackerangriff, hilflos danach: Warum die Wiederherstellung von Daten der eigentliche Knackpunkt ist

Der IT-Sicherheitsexperte und -Krisenmanager Linus Neumann ruft IT-Verantwortliche zu einem Kurswechsel beim Schutz vor Cyberangriffen auf. Oft hieße es in den Unternehmen: „In der Prävention sind wir super aufgestellt, die Detektion haben wir uns mal angeschaut und über die Wiederherstellung haben wir uns noch nie Gedanken gemacht“, sagte Neumann auf dem Gewerbetag des Versicherers HDI. Dabei sei die Wiederherstellung besonders wichtig, „um den Schaden irgendwie einzugrenzen“. Versicherungsmaklern verriet der IT-Profi, wie sie sich am besten vor Trojanern und Co. schützen – und warum Hacker auf „gute“ Bewertungen ihrer Opfer angewiesen sind.

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Signal Iduna will bei ausufernden KI-Kosten wachsam bleiben

Signal-Iduna-CEO Torsten Uhlig hat sich erneut in die Debatte über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland eingeschaltet. „Das Fundament unserer Gesellschaft ist die Eigenverantwortung mündiger Bürgerinnen und Bürger“, sagte Uhlig in Hamburg im Rahmen der Bilanzpressekonferenz des Versicherers. Mit Blick auf die Altersvorsorgereform kündigte der CEO an, zum 1. Januar 2027 mit neuen Produkten an den Start gehen zu können. Besonders wichtig ist dem Konzern, die Produktivität bis 2030 um 15 Prozent zu steigern. Dabei setzt man vor allem auf künstliche Intelligenz (KI) – und will zugleich auf die steigenden KI-Kosten achten, die etwa in den USA bereits für massive Belastungen in den Unternehmen sorgen.

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Die Illusion der Wende: Warum die Wohngebäudeversicherung vor einer strategischen Zäsur steht

Ein schadenarmes Jahr heilt keine strukturellen Defizite. Wer das Neugeschäft zu billig einkauft, produziert die Sanierungsfälle von morgen – und das lässt sich im Nachgang rechtlich kaum korrigieren. Ein Plädoyer von Dr. Per-Johan Horgby (Württembergische Versicherung) und Dr. Dirk Schmidt-Gallas (Simon-Kucher) für mehr Kalkulationsdisziplin, granulare Risikobepreisung und eine mutige vertriebliche Kommunikation, solange die Branche noch selbst gestalten kann.

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Initiative „ThinkTankVorsorgeVertrieb“ will „nicht nur Probleme wälzen, sondern Lösungen finden“

Kostendeckel, Zillmerungsverbot und der Trend zum Do-it-yourself-Investment via Neobroker: Der Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten steht vor einem radikalen Umbruch. BCA-Vorstand Bastian K. Roeder, HdB-Gruppe-Geschäftsführer Alexander Gronau und Bayerische-Manager Maximilian Buddecke warnen vor fatalen Folgen und sprechen im Interview Klartext darüber, für welche Kunden sich Beratung künftig noch lohnt und warum sie den „ThinkTankVorsorgeVertrieb“ ins Leben gerufen haben.

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Junge Kunden verlieren Interesse an Social-Media-Kanälen der Versicherer

Die Social-Media-Strategien der Versicherer verlieren ausgerechnet bei jungen Kunden an Wirkung. Während die Branche ihre Kommunikation insgesamt weiter digitalisiert, sinkt die Bedeutung von Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Kölner Forschungs- und Beratungsinstituts Sirius Campus.

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Entwarnung für das Kernsegment der PKV: Wirtschaftsweise dämpfen Hoffnungen auf schnelle Beamten-GKV

Kommt die Bürgerversicherung durch die Hintertür? Im neuen Frühjahrsgutachten 2026 rechnet der Sachverständigenrat Wirtschaft die Effekte einer GKV-Pflicht für Beamte durch. Das Ergebnis ist eine finanzpolitische Zwickmühle: Während die gesetzlichen Kassen langfristig entlastet würden, droht den staatlichen Haushalten in einer langen Übergangsphase eine erhebliche Mehrbelastung. Für die PKV gibt das Gutachten vorerst Entwarnung, da der Rat statt radikaler Schnitte lediglich eine graduelle, freiwillige Öffnung über die pauschale Beihilfe vorschlägt.

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EZB-Stresstest: Kursverluste bei Private Credit treffen Versicherer härter als Banken

Eine schwere Krise am boomenden Markt für Private Credit würde die europäische Assekuranz im Mark treffen. Nach einer aktuellen Simulationsrechnung der Europäischen Zentralbank (EZB) drohen Versicherern weit höhere absolute Verluste als dem Bankensektor. Woran liegt das?

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Olivia Pauthner wird Deutschlandchefin von Allianz Partners

Vom Vorzimmer des CEO auf den Chefposten: Ab Juni 2026 leitet Olivia Pauthner das Deutschlandgeschäft von Allianz Partners. Damit nutzt die 36-Jährige das Büro von Konzernchef Oliver Bäte als klassischen Karriere-Turbo – ein bewährter Sprungpfad. Sowohl auf der Holding-Ebene als auch bei der in Paris ansässigen Tochter Allianz Partners tut sich gerade personell vieles.

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Jobabbau wegen KI: „Am Ende ist jeder Einzelne auch selbst dafür verantwortlich, die Zeichen der Zeit zu lesen und die Umschulung anzunehmen“

Auf der InsureNXT prallten die Meinungen bezüglich des KI-bedingten Stellenabbaus ungeschminkt aufeinander. Während ver.di-Expertin Martina Grundler den Versicherern mangelnde Ehrlichkeit bei den anstehenden Entlassungen vorwirft und ein Recht auf Umschulung fordert, befürchtet Unternehmensberater Roland Grimm, dass die von den Gewerkschaften geforderten sozialen Leitplanken in einer starren, bürokratischen Überregulierung enden. Derweil sieht Getsafe-CEO Christian Wiens keine große Zukunft für Sachschadenbearbeiter und plant, das durch KI eingesparte Geld über günstigere Produkte an die Kunden weiterzugeben. Einen anderen Weg schlägt GGW-CIO Nicolas von Simson ein: Er plant keinen Personalabbau, sondern will eingesparte Kapazitäten direkt für organisches Wachstum wie Cross- und Up-Selling nutzen.

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„Unsere Branche stagniert“: Alina vom Bruck warnt vor Kundenexodus im Lebengeschäft

Alina vom Bruck stellt den deutschen Lebensversicherern kein erfreuliches Zeugnis aus. „Auch wenn wir als Branche und die Presse von Stabilität sprechen, wenn wir innen hereingucken, sind die Zahlen nicht unbedingt so ermutigend“, erklärte die BarmeniaGothaer-Managerin auf einer Fachveranstaltung in Köln. Zwar zeigten die reinen Beitragseinnahmen oberflächlich betrachtet ein Wachstum oder zumindest Schwankungen über Einmalbeiträge, doch das eigentliche Kerngeschäft erodiere. In den Bereichen der normalen Altersvorsorge und der Biometrie gebe es kein reales Wachstum mehr. „Unsere Branche stagniert“, bilanziert vom Bruck.

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Insurlab Germany: „Viele gute Ideen scheitern nicht an der Technologie, sondern tatsächlich an mangelnder Kenntnis von der realen Welt, in der sie funktionieren sollen“

Die Branche schaut heute gespannt nach Köln, wo auf der insureNXT Top-CEOs wie Klaus-Jürgen Heitmann, Norbert Rollinger oder Fabian Rupprecht über die digitale Transformation diskutieren. Im Vorfeld sprach VWheute mit den Köpfen hinter dem Innovations-Hub. Peter Stockhorst, Vorstandsvorsitzender des Insurlab Germany, und dessen Geschäftsführer Philipp Nolte erklären im Doppelinterview, was erfolgreiche Insurtechs auszeichnet, warum SaaS-Anbieter den Markt aufrollen und wie die insureNXT zum entscheidenden Taktgeber der neuen Branchenära geworden ist.

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Allianz: Schäden durch Iran-Konflikt könnten Folgen von Ukraine-Krieg übertreffen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Welt sieht in bewaffneten Konflikten inzwischen ein Top-Risiko. Vor allem in Deutschland zeigen sich Manager besorgt über das Gefahrenpotenzial von Kriegen, wie aus einer Umfrage des Industrieversicherers Allianz Commercial hervorgeht. Mit Blick auf den Iran-Konflikt warnt man dort vor „erheblichen Verlusten“, die die Versicherungsbranche insbesondere im Bereich Politische Gewalt und Terrorismus (PVT) treffen könnten. Entsprechende PVT-Schadenfälle könnten laut Allianz-Einschätzung höher ausfallen als beim Ukraine-Krieg.

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Wird BarmeniaGothaer ein Standardprodukt anbieten? „Wir prüfen das intensiv“

„Lobbyarbeit ist kein Automatismus. Nicht immer setzt sich das fachlich stärkste Argument in der Politik durch“, kommentiert Frank Lamsfuß die Reform der privaten Altersvorsorge. Der Vertriebsvorstand der BarmeniaGothaer kritisiert, dass die Pläne nicht zu Ende gedacht worden seien. „Typisch deutsch ist leider, dass man vereinfachen will – und am Ende neue Regulierung schafft.“ Es gibt aber auch gute Elemente im vorliegenden Konzept, sagt der Manager. Ein Gespräch.

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ARD-Sendung über Kfz-Versicherer: „Das Kürzungsverhalten hat unglaublich zugenommen“

Wer in Deutschland unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, wiegt sich meist in Sicherheit. Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners muss den Schaden regulieren. So sieht es das Gesetz vor. Ein Bericht der ARD-Sendung Marktcheck suggeriert, dass Versicherer sich ihren Pflichten entziehen. Die vorgeworfene Methode: eine systematische Kürzung von Gutachten und Rechnungen. Im Bericht fallen prominente Namen.

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Norbert Porazik im Interview: „Würden wir Gebühren einführen, wäre das kein Renditekick“

3.000 neue Makler, zweistelliges Wachstum, aber kein Börsengang in Sicht. Norbert Porazik, Co-CEO der Infitech-Gruppe und Geschäftsführer der Fonds Finanz, spricht im Exklusiv-Interview über die 2025er-Geschäftszahlen, die Sorgen der Makler und Potenziale der Riesterreform, warum er Fusionen der Konkurrenz gelassen entgegensieht und weshalb Gebühren für Makler auch unter Private-Equity-Einfluss ein Tabu bleiben.

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Millioneninvestment in Ditto: Heal Capital wettet auf „Google-Maps-Effekt“ für Patienten

Das niederländische Start-up Ditto ging 2025 mit dem Versprechen an den Markt, Arztgespräche mithilfe von KI in eine einfache Sprache zu übersetzen. 100.000 App-Downloads sollen mittlerweile zu Buche stehen. Prominente Schützenhilfe für das Geschäftsmodell kommt jetzt aus Berlin. Heal Capital, Investmentvehikel der PKV-Branche, führt eine Seed-Finanzierung über 7,6 Millionen Euro für das Rotterdamer Unternehmen an. Ein Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist für 2026 geplant.

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„Es ist immer einfach, die Schuld auf den GDV zu schieben“

Nach langatmigen Verhandlungen wurde im März der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge vorgestellt. Hinter den Kulissen wird die politische Entscheidung jetzt aufgearbeitet. Wie beeinflusst sie das Geschäft? Wie müssen Produkte nachjustiert werden? Aber auch der Frage, wie es zu einer Lösung kam, die den Versicherern nicht gerade hilft, muss sich die Branche stellen. Mit einem Lobbybudget von über 15 Millionen Euro steht die Assekuranz mit dem GDV zwar an der Spitze der politischen Interessenvertretung, konnte den Systembruch jedoch nicht verhindern. VWheute hört, dass der GDV in den Diskussionen „allein auf weiter Flur“ stand.

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VWClub über KI-Readiness der Versicherer: „Wir haben nicht die Manager und nicht die Vorstände, die damit umgehen können“

Deutsche Versicherungsvorstände werden nicht müde, ein Loblied auf die künstliche Intelligenz zu singen: Doch wie gut kann die Branche KI wirklich? Tech-Experte Marco Adelt befürchtet, dass die Führungsebene einer erfolgreichen KI-Strategie im Wege stehen könnte. Versicherungs-CEO Stefanie Schlick betonte im „VersicherungswirtschaftCLUB“: „KI kann uns besser machen“ – sofern auch das Top-Management bereit sei, „ständig dazuzulernen“. Ob Mitarbeiter der Versicherungsbranche bald um ihren Job bangen müssen, galt es ebenfalls zu diskutieren.

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Neuer Zusatzjob für Bäte, Umzug für Underwriter: Allianz Commercial lagert komplettes Cyber-Neugeschäft auf Coalition aus

Als das Cyber-Insurtech Coalition Anfang 2023 überraschend Allianz-Chef Oliver Bäte für seinen Verwaltungsrat gewann, war das eine kleine Sensation. Nun wird der Top-Manager, der den Münchener Assekuranzriesen stets so agil wie ein Start-up aufstellen wollte, noch mehr seiner wertvollen Zeit für die Amerikaner aufwenden: Bäte zieht fest in den Coalition-Vorstand ein. Der Grund ist ein Paukenschlag: Allianz Commercial überträgt ihr gesamtes Cyber-Neugeschäft auf das US-Unternehmen. Doch was bedeutet dieser radikale Schritt für die hauseigenen Cyberspezialisten der Allianz?

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BDVM-Präsident Thomas Billerbeck verkauft sein Maklerhaus an GGW

Paukenschlag in der deutschen Maklerschaft: Die renommierte Billerbeck GmbH aus dem Raum Hannover schließt sich nach Informationen von VWheute der Leading Brokers United (LBU), dem Maklerarm der GGW Group, an. Was vordergründig wie eine klassische Nachfolgeregelung aussieht, birgt auf Verbandsebene immense politische Brisanz: Thomas Billerbeck, der das Traditionshaus führt, ist amtierender Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) – und wechselt nun mitten in der hitzigen Debatte um die Maklerkonsolidierung ins Lager der Großinvestoren. GGW belässt es jedoch nicht bei einer Übernahme und verkündet zeitgleich den Kauf des Hamburger Maklers Nutzinger Zucker.

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Innendienst stärker gefährdet als Außendienst: Wie gefährlich ist das Rationalisierungspotenzial durch den Einsatz von KI für das Personal?

Allianz und Ergo drehen an der Personalschraube. Werden diese Beispiele Nachahmer in der deutschen Versicherungswirtschaft finden? Aus der Branche hört VWheute auf diese Frage einige Ja-Stimmen. Der Arbeitgeberverband AGV prognostiziert, „dass auch andere Unternehmen der Branche KI einsetzen werden, um in denjenigen Bereichen, die KI-gestützt betrieben werden können, Personalkapazitäten einzusparen“. R+V, Axa oder die Generali lassen sich bei der Debatte nicht in die Karten schauen.

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Tarifabschluss-Einigung: Gehaltsplus und kürzere Laufzeit

Nach dem ergebnislosen Auftakt im März haben sich der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) und die Tarifkommission am 30. April 2026 auf einen neuen Tarifvertrag für den angestellten Außendienst geeinigt. Die rund 32.000 Betroffenen erhalten höhere Bezüge und profitieren von strukturellen Verbesserungen bei den Mindestgehältern.

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Nach Spekulationen: Allianz Global Investors führt aktiv gemanagte ETFs offiziell ein

Jetzt ist es offiziell: Nach monatelangen Marktspekulationen bestätigt Allianz Global Investors (AllianzGI) den Einstieg in den europäischen ETF-Markt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 rollt der Asset-Manager aktiv gemanagte ETFs in mehreren Ländern aus. Ausschlaggebend war eine erfolgreiche Premiere in Taiwan. Dass Versicherer eigentlich das Feld meiden, hat mit der Kannibalisierung der eigenen Produkte zu tun.

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Allianz-Manager Müller: „Wir sind im Large-Corp-Bereich Haftpflicht knapp profitabel, bleiben aber hinter den eigenen Erwartungen zurück“

Deutschland deindustrialisiert, die Energiepreise bleiben strukturell hoch und in den USA explodieren die Haftpflichtschäden. Lennart Müller, Chief Underwriter Liability bei Allianz Commercial (AGCS), zeichnet auf der VVB-Jahrestagung ein düsteres Bild der deutschen Industrie – mit unmittelbaren Folgen für die Versicherungswirtschaft. Müller verdeutlicht, warum die Inflation für Haftpflichtversicherer ein hartnäckiges "Long-Tail-Problem" bleibt und weshalb der Fokus auf das Einzelrisiko die klassische Portfoliostreuung zunehmend ablöst.

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Getsafe-Chef Wiens: Insurtechs haben gegenüber Versicherern „technisch einen unaufholbaren Vorsprung“

Kein Personalaufbau, aber maximale Skalierung: Nach dem Strategiewechsel zum reinen Assekuradeur launcht Getsafe eine Zahnzusatz-Police mit zehnjähriger Preisgarantie. Im Zuge der Übernahme von helden.de kündigt CEO Christian Wiens noch für dieses Jahr weitere Akquisitionen an – und das komplett ohne frisches Kapital. Wie es um die Entwicklung der eigenen KI-Schadenagenten steht und warum das Unternehmen trotz früherer Kaufangebote unabhängig bleibt, verrät er im Gespräch mit VWheute.

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Gutverdiener-Exodus in die PKV? „Ich glaube nicht daran“, sagt der PKV-Verbandsdirektor

Die private Krankenversicherung (PKV) befindet sich aktuell in einer ungewohnt komfortablen Lage – zumindest, was die Schärfe der politischen Auseinandersetzung anbetrifft. Der Reform-Notstand bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zieht derzeit alle Blicke auf sich. Doch für Genugtuung sieht PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther wenig Spielraum. Mit einer nachhaltigen politischen Entspannung für die PKV rechnet er nicht: „SPD und Grüne haben die Idee der Bürgerversicherung in unterschiedlichen Schattierungen nicht aufgegeben“, warnte er auf einer Fachtagung in Köln.

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Zurich-Manager Nussbaumer: „Die Zahl der Stellen wird wahrscheinlich sinken, das lässt sich kaum vermeiden“

Dass die Branche oft zu langsam und zu stark von alten Mustern geprägt ist, von denen man sich lossagen muss, glaubt Zurich-COO Horst Nussbaumer. „KI wird dabei eine entscheidende Rolle spielen, zumal auch die Kundenerwartungen an uns noch einmal deutlich steigen werden.“ Ein aktives Abbauprogramm von Stellen ist beim Versicherer kein Thema. „Vielmehr geht es darum, dass sich Jobprofile verändern“, sagt Nussbaumer im Gespräch mit VWheute.  

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Von Bomhard: „Ist die Sorge um ausreichende Unabhängigkeit wirklich begründet? Ich halte derartige Bedenken für überzogen“

Wenn am 29. April die Aktionäre der Munich Re zur ordentlichen Hauptversammlung zusammenkommen, wird die Atmosphäre in der bayerischen Landeshauptstadt möglicherweise von einem Gefühl des kontrollierten Umbruchs geprägt sein. Im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlichte der Rückversicherer das Redemanuskript von Nikolaus von Bomhard. Der Aufsichtsratschef, der sich Ex-Munich-Re-Chef Joachim Wenning als Nachfolger wünscht, äußert sich darin kritisch über Stimmen aus Investorenkreisen und seitens einiger Stimmrechtsberater, die sich dagegen aussprechen, dass ehemalige Vorstandsmitglieder in den  Aufsichtsrat wechseln, wenn beabsichtigt ist, dort den Vorsitz zu übernehmen.

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Digitaler, aber nicht schlanker: Warum Versicherer und Makler ihren Vertrieb neu ordnen müssen

Bis zu 20 Prozent Effizienzpotenziale liegen in vertriebsnahen Innendienst- und Backoffice-Einheiten vieler Versicherer und Maklervertriebe brach, zeigen Analysen von Sopra Steria. Gleichzeitig steigt der Druck durch Marktkonsolidierung, digitale Lösungen, anspruchsvollere Vertriebspartner und knappe Personalressourcen. Wie Reorganisation helfen kann, Vertrieb, Service und Steuerung wirksamer aufzustellen. Ein Gastbeitrag von Petra Weber und Thorsten Voith von Voithenberg.

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Frank Sommerfeld: „Die etablierten Methoden der Prämienkalkulation stoßen an ihre Grenzen“

Autonomes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern wird auch auf europäischen Straßen Realität. Städte wie Hamburg, München und Oslo testen bereits autonome Mobilitätsdienste auf Level 4, bei denen Fahrzeuge in klar definierten Einsatzgebieten völlig selbstständig operieren. Mit dem technologischen Fortschritt wachsen jedoch auch die Anforderungen an die Versicherungsbranche. Frank Sommerfeld, CEO Allianz Versicherungs-AG, analysiert die Entwicklungen in einem Gastbeitrag für VWheute.

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„Keine Entscheidung getroffen“: Versicherer bei Entlastungsprämie zurückhaltend

Ist die Entlastungsprämie ein „Rohrkrepierer“, wie Verdi-Chef Frank Werneke bereits mutmaßt? Klar ist: Der Vorstoß der Bundesregierung, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen steuer- und abgabenfreien Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro auszahlen dürfen, erntet viel Kritik – vor allem von den Unternehmen selbst. Die Drogeriemarktkette Rossmann will zwar zahlen, viele andere namhafte Konzerne halten sich allerdings auffällig zurück. Und die Versicherer? VWheute hat sich bei acht Unternehmen umgehört. Auch der Arbeitgeberverband der Branche bezog Stellung.

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Thomas Bischof kritisiert „absurde Ineffizienz gemeinsamer Prozesse“ zwischen Maklern und Versicherern

Wenn Thomas Bischof über KI spricht, denkt er an neue Kollegen. Der Vorstandschef der Gothaer und Barmenia Allgemeine beschreibt ihn bei einem Vortrag auf dem Finlex Summit in Frankfurt als „wahnsinnig motiviert, unglaublich happy, was zu machen, und extrem kompetent“. Er könne alles suchen, alles finden und „ganz toll reden“. Aber es gibt einen Haken: Er wisse wenig und mache Fehler. Für den Bereich der Vermögensschadenhaftpflicht sieht der Manager angesichts von KI keine fundamentale Erschütterung der Prinzipien. „Das Instrument ist immer noch wichtig.“

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Jürg Schiltknecht: „Die Fusion hat positive Auswirkungen auf Helvetia Deutschland“

Die Integration der ehemaligen Baloise Deutschland in den Helvetia-Konzern soll den Versicherer nicht nur in die Top-Riege der deutschen Maklerversicherer katapultieren, sondern auch eine neue Ära der Profitabilität einläuten. Deutschlandchef Jürg Schiltknecht zeigt sich auf dem Capital Markets Day kämpferisch und betont die strukturelle Ähnlichkeit der beiden Fusionspartner als Hebel für den Erfolg. Insgesamt verspricht Schiltknecht bis 2028 Synergien in Höhe von 70 Millionen Schweizer Franken. Davon stammen 45 Prozent aus dem Personalabbau und weitere Teile aus dem Standortwechsel sowie Effizienzgewinnen.

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Guido Bader: „Keine Abschlussprovision zu zahlen, wäre eine Unverschämtheit gegenüber unseren Maklern, die vorne die Arbeit vollbringen“

Der Zusammenschluss der Stuttgarter Versicherungsgruppe und der Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) soll im Oktober 2026 vollends unter Dach und Fach gebracht werden. „Größe wird zunehmend wichtig“, betonte Ulrich Mitzlaff, der den Gleichordnungskonzern zusammen mit Guido Bader leitet, bei einem Pressegespräch. Mit Blick auf die ausufernden Gesundheitsausgaben, die auch bei der SDK heftig ins Kontor schlagen, mahnte Mitzlaff politische Reformen an. Die Altersvorsorgereform begreift Co-Chef Bader wiederum als Chance – der Konzern tüftelt an einem marktfähigen Altersvorsorgedepot, das dem kostengünstigeren Standardprodukt ab dem 1. Januar 2027 Paroli bieten soll.

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R+V Versicherung fährt Rekordergebnis ein und geißelt „klaren Angriff auf die Marktwirtschaft“

Dank eines außergewöhnlich niedrigen Schadenaufkommens hat die R+V Versicherung im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordgewinn eingefahren. Das Konzernergebnis nach IFRS vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um satte 70 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. R+V-Chef Norbert Rollinger schaut aber bereits mit Sorge auf das kommende Jahr: Zwar will der Genossenschaftsversicherer pünktlich zum Start der Altersvorsorgereform am 1. Januar 2027 mit eigenen Leben-Produkten mitmischen – doch gleichzeitig erwartet der CEO, dass im Zuge der Reform „eine gewisse Kannibalisierung einsetzt“.

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Teure Integration: iptiQ-Übernahme reißt Loch in die Allianz-Direct-Bilanz

Die Expansionsstrategie der Allianz Direct hinterlässt tiefe Spuren in den Büchern. Im Geschäftsjahr 2025 weitete sich der versicherungstechnische Verlust auf über 117 Mio. Euro aus. Getrieben wurde dieser Ergebniseinbruch vor allem durch die Verschmelzung des von der Swiss Re zugekauften europäischen P&C-Geschäfts von iptiQ. Das offenbart der jüngste SFCR-Bericht.

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Dirk Schmidt-Gallas: „Sach bleibt ein Stresstest für Profitabilität, und Leben bekommt mehr Wettbewerbsdruck“

"Beitragsanpassungen sind ein Abbild der ökonomischen Realitäten. Versicherer passen jährlich an, weil sie schlicht der Kostenentwicklung hinterherrennen", sagt Dr. Dirk Schmidt-Gallas. Der Senior-Partner und Gründer der globalen Versicherungspractice bei Simon-Kucher, spricht im zweiten Teil des VWheute-Interviews über das richtige Preisniveau in der Wohngebäudesparte, die Folgen der Bafin-Untersuchungen bei Kfz-Rabatten und wie Lebensversicherer den Anschluss an Neobroker nicht verlieren.

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Signal-Iduna-Chef Torsten Uhlig warnt vor Bedeutungsverlust der Versicherer und staatlicher Dominanz

Anfang Juni wird Torsten Uhlig die Geschäftszahlen des Versicherers Signal Iduna erstmals als CEO präsentieren. Einen ersten Blick ins Zahlenwerk ließ er aber bereits bei einem Pressegespräch in Hamburg zu: Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 2025 mit über 7,2 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert und auch das Neugeschäft überschritt erstmals die Marke von 400 Mio. Euro. Doch wie lange die Wachstumsstory des Konzerns noch anhalten wird, ist ungewiss. Uhlig ist überzeugt, dass nicht zuletzt das Altersvorsorgereformgesetz die Branche gehörig unter Druck setzen wird. Wenn sich diese nicht transformiere, laufe sie Gefahr, „gegebenenfalls zu verschwinden in einigen Segmenten“, warnte Uhlig. Die Rolle des Staates bei der Reform kritisierte er scharf.  

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