Branche kommt gut durch Krise – doch bei einigen Lebensversicherern „brennt die Hütte“

Die Versicherungswirtschaft kommt gut durch die Corona-Krise. Das war der allgemeine Tenor auf dem 17. MCC-Kongress „Insurance Today and Tomorrow“. So konnte beispielsweise die R+V laut dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Rollinger bisher im Jahr 2020 ein Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Auch andere Versicherer berichten, dass die Assekuranzen in der Krise weiterhin voll handlungsfähig sind.

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R+V-Chef fordert LV-Branche auf, den Garantiezins freiwillig unter ein Prozent zu senken

Seit 2017 liegt der Höchstrechnungszins für klassische Lebensversicherungen bei 0,9 Prozent. Weil die Bundesregierung eine weitere Senkung wegen der Coronakrise vorerst vertagt hat, soll die Branche freiwillig den Garantiezins weit unter einem Prozent senken. Dafür plädiert Norbert Rollinger, Vorstandschef des nach Beitragseinnahmen zweitgrößten Lebensversicherers Deutschlands R+V .

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Athora-Chef Thimann: „Wir suchen nach langfristigem Garantiegeschäft“

„Die Lage der Lebensversicherer ist schwieriger geworden“, glaubt Christian Thimann. Allerdings sieht der Deutschlandchef von Athora noch „keine Panikverkäufe von Beständen, auch weil die Lebensversicherer die Situation kennen und Bewertungsreserven besitzen“. Im Gespräch mit der Versicherungswirtschaft spricht er über die Kriterien für einen Run-off und die Fantasie im Umgang mit Beständen.

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Bafin: Lebensversicherer sollen Garantiezins freiwillig senken

Die Finanzaufsicht Bafin empfiehlt den Lebensversicherern, den Höchstrechnungszins für klassische Policen im kommenden Jahr angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes kritisch zu hinterfragen. Marktbeobachter rechnen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht mehr mit einer politischen Entscheidung zu einer möglichen Absenkung des Garantiezinses. Die Ratingagentur Assekurata mahnt Medienberichten zufolge jedoch zur Vorsicht.

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Höchstrechnungszins soll vorerst nicht sinken
 VWheute Sprint 

Die geplante Senkung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2021 scheint wohl vorerst kein Thema mehr zu sein. So dürfte es für eine entsprechende Verordnung deshalb zu spät sein, die Lebensversicherer nach Angaben der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) mindestens ein halbes Jahr brauchen, um die Tarife entsprechend anzupassen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Brancheninsider.

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Allianz verkauft Lebenbestände in Belgien und schließt einen Run-off in der Heimat aus

Neuer Run-off: Die Allianz will ihren Bestand von rund 95.000 Lebensversicherungspolicen in Belgien loswerden. Käufer ist der Rückversicherer Monument Re mit Sitz auf Bermuda. Zu dessen Aktionären zählt auch die Talanx-Tochter Hannover Rück, die mit dem Finanzinvestor Cinven auch in Deutschland als Abwickler von Lebensversicherungen auftritt. Laura Gersch, Firmenvorständin Allianz Leben, erklärt VWheute exklusiv, warum ein Run-off in Deutschland keine Option ist.

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Makler auf Richtungssuche: Welche Produkte zahlen sich aus?

Ist das Lebengeschäft stehend K.O.? Die Zukunft nur noch Sach? Oder mangelt es deutschen Vertrieben einfach nur an Kreativität? Wenn es nach Maxpool-Chef Oliver Drewes geht, sind die Absatzpotenziale vielfältig wie nie zuvor – auch in der vielgescholtenen Lebensversicherung. Vorausgesetzt man agiert mit einer satten Portion Innovationskraft.

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Mehr Storno in der Lebensversicherung

Das Stornovolumen in der Lebensversicherung ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2018 um 13,8 Prozent auf 14 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht dem höchsten Wert seit fünf Jahren. Die Stornoquote in Bezug auf den Jahresbeitrag des mittleren Bestandes liegt bei 4,2 Prozent, erklärt Policen Direkt mit Bezug auf Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Verband hatte vor wenigen Tagen selbst Zahlen zur Altersvorsorge veröffentlicht und von einer Stornoquote auf „erfreulich niedrigem Niveau“ gesprochen.

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Die Lebensversicherung ist mal wieder der Prügelknabe – aber der Widerstand erstarkt

„Vor dem Aus“, „Abgrund“ schlechter „Deal“; LV-Berichterstattung ist selten positiv. Ein aktueller und sich auf eine Untersuchung des Bund der Versicherten (BdV) stützende Untersuchung ist da keine Ausnahme. Die Versicherer werden nicht gefragt, das übernimmt VWheute für die Kollegen. Die Antwort von Verband und Unternehmen ist eindeutig, die Studie sei schlicht schlecht.

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Lebensversicherung im Schleudergang, „besorgniserregende“ Solvenzquoten bei Run-off-Unternehmen

Die Solvenzquoten in der Lebensversicherung haben sich 2019 marktweit verschlechtert und die Aussichten für 2020 bleiben angesichts der negativen Zinsentwicklung „hart“. Steuert die Branche nicht um, drohen nach Einschätzung von Dr. Carsten Zielke und Axel Kleinlein weitere Run-Offs und sogar Pleiten. „Es braut sich etwas zusammen bei den Lebensversicherern“, sagte der Chef des Bundes der Versicherten am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie „Solvenzberichte auf dem Prüfstand – Die Branche driftet auseinander“.

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Dela-Chef Capellmann über Vertriebserfolge und die Neubewertung von Versicherungsrisiken wegen Corona

Seit zwei Jahren ist die DELA in Deutschland auf dem Markt – knapp 40.000 Kunden und 1.700 Makler konnten seitdem gewonnen werden. Doch für Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der DELA Lebensversicherungen in Deutschland, ist das erst der Anfang, wie er im Gespräch verrät. Natürlich hat Corona auch Capellmann beschäftigt, Infektionsrisiken müssen anders behandelt und Versicherungslösungen neu bewertet werden.

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Versicherungskaufmann betrügt LV-Kunden und offenbart Sicherheitslücke bei Versicherer

Gelegenheit macht Diebe – und Versicherungsbetrüger. Ein Bielefelder Versicherungskaufmann soll sich an Kundengeldern bereichert haben und steht aktuell vor Gericht. Er soll ruhende und offenbar vergessene Lebensversicherungen ohne Wissen und Zustimmung der Betroffenen aufgelöst und die Rückkaufwerte an sich selbst überwiesen haben. Er nutzte dafür nicht nur den eigenen Kundenstamm, was einen Versicherer in Erklärungsnöte bringen dürfte.

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Lebensversicherungsbestände: Planen Allianz und Generali Verkäufe im großen Stil?
 VWheute Sprint 

Zwei Big Player, ein noch größerer Plan. Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg zufolge wollen sich sowohl die Allianz als auch der italienische Versicherer Generali von ihren Lebensversicherungsaktiva trennen. In München spricht man in diesem Zusammenhang von einem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von bis zu neun Mrd. Euro. Generali ihrerseits forciert die Veräußerung eines französischen Leben-Portfolios.

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Lebensversicherer von Magic Johnson vergibt Notkredite an Kleinunternehmen

Die Hilfsprogramme der US-Regierung kommen nur stockend bei den unter dem Shutdonw leidenden Unternehmen an. NBA Legende Earvin „Magic“ Johnson, bekannt für sein einnehmendes Zahnpasta-Lächeln und seinen ansteckenden Optimismus, will aushelfen. Nicht durch eine Spende, sondern durch Kredite in Höhe von 100 Mio. Dollar, die sein Versicherer EquiTrust Life Insurance verleihen soll.

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Finanzpsychologie: Wie man Lebenbestände im Verkauf fair bewertet

Der Erfolg von solchen M&A-Aktivitäten ist im Wesentlichen von „weichen“ Faktoren wie der richtigen M&A-Strategie und „harten“ Faktoren wie dem Kaufpreis sowie einer hinreichenden Financial Due Diligence als Basis für die Unternehmensbewertung abhängig. Häufig sind M&A-Aktivitäten aber unprofitabel, sodass verhaltensorientierte Erklärungen für diese Vorhaben gesucht werden, die bei der Entscheidungsfindung unterbewusst auftreten. Es stellt sich daher die Frage, wie finanzpsychologische Fehler bei M&A-Transaktionen zu vermeiden sind, um wertsteigernde Kaufentscheidungen zu treffen. Von Torben Geppert.

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Investment-Insider berichtet: „Für Neuanleger kann die Shoppingtour losgehen“

Im Zuge von Corona droht die Wirtschaft drama­tisch einzubrechen. So werden viele Unternehmen zur Kurzarbeit, Entlassungen oder sogar Insolvenz gezwungen. Der MSCI World, der über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern abbildet, ist von sei­nem Hoch im Februar gerechnet bis Mitte März um über 30 Prozent gefal­len. Der Deutsche Aktienindex (DAX) musste sogar noch größere Verlus­te hinnehmen. Trotzdem sollte man nicht in Panik verfallen. Ein Beitrag aus dem Vertriebsmagazin „Der Vermittler“.

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Solvency II-Quoten der deutschen Lebensversicherer fallen

Trotz Schonfrist der Bafin haben einige Versicherer bereits ihre Quotenangaben veröffentlicht. Die Aufsicht hatte den Versicherern in der Corona-Krise einen Aufschub bei der Errechnung ihrer Solvency II-Angabe gewährt, doch einige Versicherer lieferten bereits. Die Quoten fielen insgesamt niedriger aus als im Vorjahr, sind aber noch vergleichsweise hoch.

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Lebensversicherung: „Höhe der Solvenzquote ist stets eine Momentaufnahme“

Geldanlage

Anfang April sollen die Lebensversicherer erneut ihre Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) offenlegen. Auch wenn die Aufsichtsbehörden die Frist anlässlich der Corona-Krise verlängert haben, sieht die Situation bis dato gut aus. Allerdings sei vermeintlich hohe Solvenzniveau jedoch unter verschiedenen Erwägungen zu relativieren, konstatiert Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata.

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Standmitteilungen der Lebensversicherer trotz Überarbeitung nicht immer transparent genug

Verbraucher erhalten von ihren Lebensversicherern noch immer keine ausreichenden Informationen über den aktuellen Stand ihrer Altersvorsorge. Dennoch haben viele Unternehmen ihre Kunden-Schreiben mittlerweile überarbeitet und die seit Juli 2018 geltenden Vorschriften weitgehend umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Transparenzstudie von Policen Direkt.

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Vatter: „Der Markt bietet ausreichend Zukunftspotenzial für die Lebensversicherer“

Das Geldvermögen der Bevölkerung in Deutschland ist 2019 um 4,5 Prozent auf einen Rekordwert von 6,3 Billionen Euro gewachsen. Wie die Deutsche Bundesbank im Januar mitteilte, setzte sich damit im vergangenen Jahr ein seit 2017 anhaltender Trend fort. Die Deutschen versuchen, der Zinsflaute mit Sparfleiß zu trotzen. Ein wesentlicher Beweggrund für das Sparen ist dabei die Vorsorge für die Zeit nach dem Erwerbsleben. Ein Gastbeitrag.

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Wie ein Zinsrückgang um 50 Basispunkte die Solvenz eines Lebensversicherers um bis zu 26 Prozent belastet

Mit sinkenden Zinsen wird die garantierte Mindestverszinsung immer teurer. Immer längere laufende Anleihen werden jetzt stark nachgefragt. Deutsche Lebensversicherer müssten für rund 150 Mrd. Euro dreißigjährige Anleihen kaufen, nur um wieder die Zinssensitivität zu erreichen, der sie Anfang 2018 ausgesetzt waren. Das wirkt sich wiederum negativ auf den Zinstrend aus.

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GDV: Gute Zahlen, offene Fragen und Kritik an Merkels Regierung

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht auf die Barrikaden. Offen kritisiert der Verband die Politik für ihr zögerliches Vorgehen, beispielsweise bei der Riester-Rente. Die Zahlen der Branche stimmen spartenübergreifend, allerdings gerieten die GDV-Vorstände und ihr Präsident Wolfgang Weiler bei Fragen nach den Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung gehörig in Erklärungsnot.

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„Keine angemessene Rendite“: Verbraucherschützer raten von Lebensversicherungen ab

Die Lebensversicherung steht weiterhin unter Dauerfeuer. Nun raten die Verbraucherschützer erneut von einem Abschluss entsprechender Policen ab. „Die Kosten von Renten- und Lebensversicherungen – egal ob staatlich gefördert oder nicht – sind so hoch, dass für Verbraucher keine angemessene Rendite zu erwarten ist“, warnt Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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DFSI: WWK Leben und Europa sind die zukunftssichersten Lebensversicherer

Hat die Lebensversicherung überhaupt noch eine Zukunft? Ja, wenn man einer Studie des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI) glauben will. Dafür wollen die Analysten insgesamt 60 Lebensversicherer einem „harten Faktencheck“ unterzogen haben. Das Ergebnis: Die WWK Leben ist am besten für die Zukunft gerüstet ist. Auf den Plätzen zwei und drei: die Huk-Coburg Leben und die Ideal Leben.

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Lebensversicherer: Wie die Branche den niedrigen Zinsen trotzen will

Es ist bekanntlich kein Geheimnis mehr: Die anhaltende Niedrigzinsphase macht den Lebensversicherern weiterhin zu schaffen. Ein aktuelles Patentrezept dagegen hat die Branche indes nicht – allenfalls Stellschrauben, um die Auswirkungen abzufedern. Aktuelle Beispiel: Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) empfiehlt, den Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung zum 1. Januar 2021 auf 0,5 Prozent zu senken.

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Allianz Leben reagiert auf die Zinsflaute

Die Allianz Lebensversicherung reagiert auf die anhaltende Niedrigzinsflaute und die Gesamtverzinsung moderat um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Der Münchener Lebensversicherer hat die laufende Verzinsung um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Bei den klassischen Verträgen liegt diese nun bei 2,5 Prozent, bei dem Konzept „Perspektive“ sind es 2,6 Prozent. Für die neueren Policen ohne Garantiezins sinkt die laufende Verzinsung von 2,9 auf 2,6 Prozent.

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