Allianz-Vorstand Priebe wertet AV-Reform als Chance für Lebensversicherer

Die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge muss Anfang Mai nur noch den Bundesrat passieren – und dann könnte es am 1. Januar 2027 auch schon losgehen. Allianz-Leben-Vorstand Volker Priebe sieht in der Reform „viele, viele Chancen“ für die Lebensversicherer, da die geplanten Auszahlpläne der Fondsindustrie auch Schwächen offenbarten, erklärte er auf der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).

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Debatte um Wechsel aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat: Von Bomhard erntet Applaus, Wenning-Entscheidung bis Ende des Jahres

Zumindest akustisch erhält Munich-Re-Aufsichtsratschef Nikolaus von Bomhard Zustimmung von den Aktionären. Vorangegangen war eine Rede auf der Hauptversammlung, in der sich der Chefkontrolleur dagegen aussprach, ehemaligen Vorstandsmitgliedern, auch nach einem Cooling-off, den Weg an die Aufsichtsratsspitze zu verwehren. Ob Ex-Chef Wenning als Nachfolger des 2028 ausscheidenden von Bomhard zur Wahl gestellt wird, soll bis zum Jahresende entschieden werden.

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Kommentar: Wer wird von Bomhards Nachfolger?

In wenigen Stunden startet die 139. ordentliche Hauptversammlung der Munich Re. Ein Punkt, den Nikolaus von Bomhard behandeln wird und der im Vorfeld bereits für Aufsehen sorgte, ist die Frage, wer 2028 die Nachfolge den renommierten Aufsichtsratschefs übernehmen wird. Von Bomhard wünscht sich eine interne Lösung und bringt schon jetzt Joachim Wenning ins Spiel. Der Chefkontrolleur weiß, dass er Überzeugungsarbeit leisten muss. Ist das die beste Lösung für die Munich Re? Ein Kommentar von Chefredakteur Michael Stanczyk.

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Nächster Zukauf für Leading Brokers United

Die GGW GmbH übernimmt den Remscheider Versicherungsmakler Koch + Pillmann GmbH + Co. KG. Das Traditionshaus wird als Partnerunternehmen in das Netzwerk der Maklerholding Leading Brokers United eingegliedert. Koch + Pillmann ist seit über fünf Jahrzehnten im Bergischen Land aktiv und betreut ein Portfolio, das von Industrie- und Gewerbekunden bis hin zu Privatmandaten reicht.

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Schrögenauer verlässt LV 1871

Nach neun Jahren im Vorstand des Münchener Lebensversicherers LV 1871 legt Hermann Schrögenauer seine Ämter nieder. Der Manager war seit 2017 für den Versicherungsverein tätig und führte die Ressorts Vertrieb und Marketing. „Dieser Schritt erfolgt auf eigenen Wunsch im besten Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat“, heißt es in einer Mitteilung.

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„Dann mache ich das Geschäft nicht richtig“: Warum Dela-Deutschland-Vertriebschef Diegel eine Million Kunden für möglich hält

Dietmar Diegel ist seit eineinhalb Jahren für den Vertrieb des niederländischen Versicherers Dela im deutschen Markt zuständig. Der Rheinländer soll dazu beitragen, dass sich die Deutschen bewusster werden über eigene Endlichkeit – oder etwas schnöder formuliert: Ihre eigene Bestattung absichern. Eine Media-Kampagne über das Lebensende soll für das Thema sensibilisieren. „Extrem zufrieden“ sei man damit, sagt Diegel gegenüber VWheute und erklärt, wie das Unternehmen aus Eindhoven trotz kultureller Hürden die Hinterbliebenenvorsorge in Deutschland aus der Nische holen will.

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Hannover-Re-Finanzchef Hermelingmeier: „Wenn Preise in einzelnen Märkten sinken, können wir Geschäft deutlich länger profitabel zeichnen als andere“

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück blickt auf eine Phase außergewöhnlicher Profitabilität zurück, stellt sich aber auf ein verändertes Marktumfeld ein. Nach drei Jahren mit attraktiven Margen und hohem Preisniveau nimmt das Angebot an Rückversicherungskapazität derzeit deutlich zu und übersteigt das ebenfalls gewachsene Nachfragevolumen. Finanzvorstand Christian Hermelingmeier beobachtet in den Vertragserneuerungsrunden einen intensiveren Wettbewerb, betont jedoch die Stabilität der Branche: „Wir erleben derzeit einen weicher werdenden Markt, wir befinden uns aber nicht in einem weichen Markt“, sagt er im Interview mit der Börsen-Zeitung.

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Volkswagen-Captive: „Wir verlassen Irland nicht, weil es uns dort nicht gefällt“

Lange Zeit waren Irland und Luxemburg das Mekka für konzerneigene Rückversicherer. Doch der Wind hat sich gedreht: Während die Deutsche Telekom ihre Captive direkt in Deutschland gründete, holte Volkswagen seine Einheit nach 35 Jahren aus Irland zurück nach Braunschweig. Auf der VVB-Jubiläumstagung gaben David Bruckschen (Telekom) und Tibor Böttcher (VW) exklusive Einblicke in ihren Bafin-Lizenzierungsmarathon und erklärten, warum auch die Sprache und die Unternehmenskultur den Ausschlag für die Heimkehr gaben.

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Allianz nimmt Strategiewechsel bei LV= vor

Der Münchener Versicherungskonzern Allianz vollzieht auf dem britischen Markt eine Kehrtwende. Entgegen der ursprünglichen Planung, die traditionsreiche Marke LV= vom Markt zu nehmen und durch das eigene Branding zu ersetzen, setzen die Münchener nun auf Kontinuität. Wie Allianz UK mitteilt, wurde eine neue, mehrjährige Partnerschaft mit dem Versicherungsverein LV= vereinbart. Damit bleibt der Markenname im Privatkundengeschäft für die Sparten Hausrat, Kfz und Tierkrankenversicherungen erhalten.

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Viridium führt Gespräche mit französischen Lebensversicherern

Kein französischer Lebensversicherer verkaufte jemals seine Altbestände an eine Run-off-Plattform. Wenn es nach Tilo Dresig ginge, könnte Viridium so einen Deal zum ersten Mal durchziehen. Auch hierzulande führt der Bestandsspezialist aus Neu-Isenburg mehrere Gespräche, wie CEO Dresig in einem Pressegespräch erläuterte, und informierte, wie stark die Inflation die Migrationskosten treibe. Deshalb forciere man den KI-Einsatz, um Kosten zu sparen. Einen Aufkauf einer konkurrierenden Run-off-Plattform, zum Beispiel Athora Deutschland, schließt er nicht aus.

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Job-Umbau bei Ergo: Sachbearbeiter im Kranken-Geschäft werden weniger, Bedarf in Lebenssparte steigt

„Wir wollen nicht in eine Situation kommen, in der wir Arbeitsplätze abgebaut haben und sich dann herausstellt, dass die Technologie noch nicht an einem Punkt ist, an dem sie das liefert, was man sich von ihr versprochen hat“, mahnt Ergo-Vorständin Lena Lindemann im Gespräch mit Bloomberg. Bis zum Jahr 2030 hat sich der Düsseldorfer Konzern vorgenommen, im Zuge von KI jährlich rund 200 Stellen in Deutschland abzubauen. Insgesamt geht es um rund 1.000 Arbeitsplätze. Das Management agiert betont vorsichtig, um die operative Stabilität nicht zu gefährden.

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15-Prozent-Darlehen: Wächst der Schuldenberg von Wefox schneller, als Müller sanieren kann?

Nach einem rasanten Absturz und der harten Abwicklung des Deutschlandgeschäfts sollte für Wefox der „zweite Frühling“ beginnen. Doch keine sechs Monate später ist von dieser Euphorie nichts geblieben. Laut Manager Magazin kämpft CEO Joachim Müller stattdessen hinter den Kulissen mit harten Bandagen gegen den Totalverlust der Kontrolle – und interne Dokumente offenbaren nun, wie verzweifelt die Lage wirklich ist.

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US-Insurtech Openly erweitert Allianz-Partnerschaft

Das Bostoner Start-up Openly sichert sich frisches Kapital für seine Expansion im US-Wohngebäudeversicherungsmarkt. Die aktuelle Wachstumsfinanzierungsrunde wurde von den bestehenden Investoren Eden Global Partners, Advance Venture Partners und Gradient angeführt, mit strategischer Beteiligung von der Allianz-Tochter Allianz X. Zusätzlich hat Openly seine langfristige Rückversicherungs-Partnerschaft mit Allianz Re ausgebaut.

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Allianz in enger Auswahl für Übernahme von HSBC Life Singapore

Die britische Großbank HSBC treibt den Umbau ihres Asien-Geschäfts voran und hat den Bieterkreis für ihre Versicherungseinheit in Singapur offenbar eingegrenzt. Laut Bloomberg befinden sich der Münchner Allianz-Konzern sowie die japanischen Versicherer Dai-ichi Life und Sumitomo Life in der engeren Auswahl für HSBC Life Singapore. Die ausgewählten Interessenten sollen an verbindlichen Offerten arbeiten, die in den kommenden Wochen eingereicht werden könnten.

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Zurich Deutschland lässt sich bei der Run-off-Frage Zeit

Die Zurich Gruppe Deutschland hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr verdient und auch seine Bruttoprämieneinnahmen kräftig nach oben geschraubt. Nach einem durchwachsenen Vorjahr im Schaden/Unfall-Segment, das von zwei Großschäden geprägt war, fand der Versicherer auch im Hauptgeschäftsfeld wieder zurück in die Erfolgsspur. Wachstumschancen verspricht sich CEO Carsten Schildknecht nicht zuletzt vom Zukauf des Spezialversicherers Beazley únd der geplanten Altersvorsorgereform. Eilig hat es der Konzern insbesondere beim KI-Ausbau, hingegen hat ein Verkauf des Lebensversicherungsbestandes keine Priorität mehr.

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Le Foyer feiert Rekorddividende und erteilt Käufern eine Absage

Trotz eines günstigen Verkaufszeitfensters und einer Kurs-Buchwert-Relation von bis zu 250 Prozent bleibt der luxemburgische Primus Le Foyer standhaft. CEO Marie-Hélène Massard setzt auf eine zweigleisige Strategie aus regionalem Kerngeschäft und internationalen Vermögensstrukturen – unterstützt durch eine Steuerquote von nur 15 Prozent und eine massive Solvabilitätsmarge. Das offenbarte die Hauptversammlung.

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LV 1871 steigert Gewinn und Beitragseinnahmen

Der Versicherer LV 1871 hat seine Ertragslage im Geschäftsjahr 2025 deutlich verbessert. Der Rohüberschuss legte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf rund 173 Mio. Euro zu. Die gebuchten Bruttobeiträge des Münchner Unternehmens wuchsen um knapp sieben Prozent auf 755 Mio. Euro. Freude bereitete vor allem das Einmalbeitragsgeschäft.

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Itzehoer verdient mit Kfz-Versicherungen noch kein Geld

Die Itzehoer hat 2025 das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erzielt, doch im wichtigsten Geschäftsfeld bleibt die Ertragslage angespannt. Trotz eines Rekordüberschusses von 21 Mio. Euro verdienen die Norddeutschen in der Kraftfahrtversicherung weiterhin kein Geld. Dieses Jahr will die Itzehoer nun endlich wieder profitabel werden und sowohl in der Kasko- als auch in der Kfz-Haftpflicht wieder „im Ertragsbereich“ landen. Großen Wert legt Vorstandschef Uwe Ludka auf die Stärkung der Eigenmittelbasis des Unternehmens, wie er vor der Presse ausführte.

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Personaleinsparungen nicht das Ziel: Swiss-Re-Chef-Berger rechnet mit größerem Volumen dank KI

70 Prozent. So hoch ist die Anwendungsreite bei KI-Tools, die der Schweizer Rückversicherer Swiss Re in der Breite einsetzt, sagt Andreas Berger in einem Interview mit NZZ. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass die restlichen 30 Prozent Verweigerer sind, ergänzt der CEO. „Das ist ja ein Prozess. Nicht alle steigen im gleichen Tempo ein.“ Die Produktivitätssteigerung beträgt in manchen Bereichen bis zu 80 Prozent.

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Coalition-Manager Bittig: „Gambling-Mentalität“ im Cyber-Markt verhindern

Nach der Sanierungswelle der Jahre 2021 bis 2023, die durch Ransomware-Schäden und Kapazitätsengpässe geprägt war, ist der Cyberversicherungsmarkt in eine weiche Phase mit sinkenden Prämien übergegangen. Konstantin Bittig sieht die Branche derzeit in einer „Gambling-Phase“. Der Underwriting-Manager Germany beim Assekuradeur Coalition fordert mehr Verständnis für die Technik.

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R+V muss schwächelnden Geno-Banken-Vertrieb kompensieren

Die R+V konnte sich jahrzehntelang auf den robust laufenden Bankvertrieb über die Volksbanken und Raiffeisenbanken verlassen. Infolge sinkender Filialbesuche werden jedoch bei Weitem nicht mehr so viele Bankkunden an die Versicherungspartner der R+V weitervermittelt wie gewohnt. „Statt bis zu 320.000 Überleitungen pro Jahr sind es inzwischen weniger als 200.000“, beziffert Vertriebsvorstand Jens Hasselbächer den Schwund. Wie sieht die Gegenstrategie des genossenschaftlichen Versicherers aus?

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Marshberry: Maklerverkäufe werden schwieriger

Die Zeiten, in denen die Umsätze europäischer Makler fast automatisch mitwuchsen, sind aus Sicht des Beratungshauses Marshberry vorbei. Steigende Prämien und knappe Kapazitäten auf Seiten der Versicherer hielten den Wachstumsmotor vielerorts verlässlich am Laufen – doch diese Ära gehe nun zu Ende, prognostizieren die Berater in einem Bericht, der VWheute vorab vorliegt. Demnach muss Wachstum wieder aktiver im Vertrieb erarbeitet werden: Durch bessere Prozesse, klare Spezialisierung, technologische Stärke und nicht zuletzt durch disziplinierte Übernahmen – wobei Größe allein keine Rettung verspricht. Hier kommen die Hintergründe zur Blut-, Schweiß- und Tränen-These von Marshberry.

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Neuausrichtung bei Generali: Nuno Antunes tritt in die Fußstapfen von Filippo Cinelli

Stabwechsel im globalen Maklergeschäft der Industrieversicherungstochter der Generali: Mit Nuno Antunes gewinnt Generali Global Corporate & Commercial einen erfahrenen Strategen, der u.a. bei AGCS, HDI Global und Everest arbeitete und nun das Erbe von Filippo Cinelli antritt. Die deutsche Einheit verabschiedet derzeit Gründungschef Hans-Peter Klebe, der seinen Posten an Matthias Arnold übergibt.

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VIG Re beruft Michael Klikovits zum Leiter Finanzen

Die Vienna Insurance Group (VIG) gab in diesen Tagen bekannt, ihr Vorstandsteam von sieben auf acht Personen zu erweitern – und auch die Rückversicherungstochter VIG Re meldet nun Zuwachs in der Führungsetage: Der langjährige VIG-Manager Michael Klikovits wurde mit Wirkung zum April 2026 zum Head of Finance berufen. 2025 erzielte VIG Re einen Gewinnsprung, Klikovits soll künftig das neue Strategieprogramms des Prager Unternehmens eng begleiten.

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SPD will bei Pflichtversicherung nicht nachgeben: „Mit einem Opt-out – dann können wir die Sache auch lassen“

Wird es eine Versicherungspflicht für Elementarschäden geben, aber mit Ausstiegsmöglichkeit? Aus Sicht des SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner gilt es, dies zu verhindern: ein Opt-out dürfe keine Option sein. „Wenn ich die Möglichkeit eröffne, sich auszuklinken, dann gehe ich das Problem überhaupt nicht an, das ich eigentlich beseitigen will“, sagte der Politiker bei einer Fachtagung des Bundes der Versicherten. Widerspruch kam von Anja Käfer-Rohrbach vom Versichererverband GDV. Der Sachverständige und frühere Gothaer-Vorstand Hartmut Nickel-Waninger forderte im Falle einer Versicherungspflicht, dass der Staat die zusätzlichen Einnahmen aus der Versicherungssteuer in präventive Maßnahmen umleiten sollte.

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ALH zieht Bilanz: Rekord-Neugeschäft, Einstieg in Private Debt und KI-Offensive gegen die Demografie-Lücke

Bis 2035 verliert die ALH Gruppe jeden vierten Mitarbeiter. Für CEO Christoph Bohn wird die Technik nun zum entscheidenden Rettungsanker gegen den Personalverlust. Dass dieser Kraftakt gelingen kann, davon ist Vertriebschef Christian Pape überzeugt: Der ehemalige Axa-Manager war bei seinem Antritt als Vertriebsvorstand selbst vom hohen Digitalisierungsgrad der ALH überrascht, wie er auf der Bilanzpressekonferenz einräumte. Das Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2025 gibt ein gemischtes Bild ab: Während das Kerngeschäft Leben einen Neugeschäftssprung von über 52 % feiert, trüben teure Großschäden und die Kostenexplosion in der Krankensparte die Bilanz.

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Aegon verkauft britisches Geschäft an Standard Life

Der niederländische Versicherungskonzern Aegon treibt seinen radikalen Umbau voran und verkauft sein britisches Versicherungsgeschäft für rund zwei Milliarden Pfund an den Rivalen Standard Life. Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 750 Millionen Pfund sowie einer Beteiligung von 13,5 Prozent an Standard Life zusammen. Mit diesem Anteil avancieren die Niederländer zum größten Aktionär des britischen Versicherers, noch vor der japanischen MS&AD und der Aberdeen Group, und sichern sich zudem einen Sitz im Verwaltungsrat.

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VHV trotzt Kfz-Krise mit Rekordzahlen und erwägt Riester-Offensive

Die VHV liefert Rekordzahlen ab: Trotz massiver Prämiensprünge im Kfz-Sektor bleiben die Kunden treu, während das operative Ergebnis um über 60 Prozent nach oben schnellt. Doch Konzernchef Thomas Voigt nutzt die Gunst der Stunde für einen radikalen Umbau. KI soll künftig nicht Personal einsparen, sondern das Überleben des Betriebs sichern, wenn bis 2030 jeder vierte Arbeitsplatz durch natürliche Fluktuation vakant wird. Während sich das Management bei IT-Details und Investitionen bedeckt hält, zeigt man sich für die 16.000 Riester-Kunden im Bestand offen für neue Wege.

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Helvetia und Baloise aktivieren Vertriebsplan für deutsche Makler

Am 5. Mai 2026 startet der deutsche Baloise-Vertrieb unter der Marke Helvetia eine neue Identität. Im Zuge der Fusion von Helvetia und Baloise erfolgt die Harmonisierung der Produktlandschaften wie angekündigt ab Mai zuerst für Makler, ab Juli folgt der Exklusivvertrieb. Wie aus den FAQs herauszulesen ist, muss sich der Vertrieb auf einige Umstellungen gefasst machen. Tarife werden integriert und ausgewählte Produkte für das Neugeschäft geschlossen. Bis 2027 sind die Risikoträger separat nach den bisherigen Versicherungsgesellschaften aufgeteilt.

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Lemonade macht Fortschritte bei Sanierung des deutschen Bestandes

Der US-Digitalversicherer Lemonade treibt seine Expansion in Europa voran. Vor allem in Großbritannien verbuchte das Unternehmen starke Zuwächse. Auf dem Kontinent, wo die New Yorker in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland tätig sind, blieb das Plus verhaltener. Speziell im deutschen Markt tut sich Lemonade schwer – das Prämienvolumen sackte weiter ab, jedoch operiert das Unternehmen hierzulande inzwischen in den schwarzen Zahlen.

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Licht und Schatten bei der Alten Oldenburger

Die Alte Oldenburger Krankenversicherungsgruppe muss im Geschäftsjahr 2025 Verluste im Kundenbestand hinnehmen. Deren Zahl fiel von 321.674 auf 318.881. 2020 hatte der Bestand noch über 330.000 Versicherte. Die Summe der Vollversicherten, die 91 Prozent des Geschäfts ausmachen, entwickelte sich positiv. Das Zusatzgeschäft schwächelt. Der Bruttoüberschuss klettert insgesamt von 42,9 Mio. Euro auf 72,1 Millionen Euro.

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Huk24-Ergebnis steigt um über 44 Millionen Euro

Seit zwei Jahren kümmern sich Christoph Samwer und Daniel Schröder im Duo um die Geschäfte des Onlineversicherers Huk24. Samwer führt die Ressorts Marketing und Vertrieb, Schröder leitet den Bereich Betrieb, Technik und Prozesse bei der Huk-Coburg-Tochter, die formal ohne eigene Angestellte auskommt. Das Modell bleibt effizient, wie eine Analyse der Geschäftszahlen 2025 offenlegt. Preiserhöhungen brachten dem Haus einen kräftigen Beitragsschub um 21,7 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Der Gewinn kletterte deutlich.

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Neodigital erreicht positiven Jahresüberschuss, wird die versicherungstechnischen Verluste aber nicht los    

Der Digitalversicherer Neodigital hat im Geschäftsjahr 2025 seine Bestände weiter ausgebaut und kann zudem einen leichten Jahresüberschuss verbuchen. Auch im operativen Geschäft lief es zuletzt besser, von einem versicherungstechnischen Gewinn ist das Unternehmen aber noch weit entfernt, wie der aktuelle SFCR-Bericht offenbart. Auch die Insolvenz der Tochter Hector Digital dürfte das Management noch länger beschäftigen.

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Debeka verliert beim Zuwachs der Vollversicherten an Fahrt

Die Koblenzer Debeka-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 Prämieneinnahmen in Höhe von insgesamt 17,7 Mrd. Euro generiert. Das Krankenversicherungsgeschäft trug 9,66 Mrd. Euro zu diesem Ergebnis bei. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert hier 17,8 Prozent darunter. Auslöser für den Sprung nach oben waren saftige Beitragsanpassungen. Insgesamt zählt der Marktführer 2,5 Millionen Vollversicherte. 2025 kamen 8.275 hinzu. Die Zugewinne von 2024 konnte die Debeka allerdings nicht halten.

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„Sehr gutes Schadenjahr“ beflügelt VPV

Die VPV Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 sowohl in der Lebens- als auch in der Schaden- und Unfallversicherung ein ordentliches Wachstum von jeweils mindestens vier Prozent verbucht. Zugleich legte der Gewinn in beiden Segmenten zu. Dass „keine größeren Schäden durch Naturkatastrophen“ auftraten, trug wesentlich dazu bei, dass die Schaden- und Kostenquote der Stuttgarter um mehr als zehn Prozentpunkte nachgab.

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Pläne für Elementarschadenversicherung: Urgewald keilt erneut gegen GDV

Die Umweltorganisation Urgewald hat ihren Ruf nach einer Elementarschadenversicherung nach dem Vorbild Frankreichs erneuert. Das 1982 eingeführte „CatNat“-System zeige, „wie ein solidarisches Modell auch in Deutschland aussehen könnte“, schreibt Urgewald in einem Bericht. Den Gegenentwurf des Branchenverbandes GDV kritisiert die Autorin und Aktivistin Anna Lena Samborski hingegen als „unsolidarisch und unnötig teuer“. Die Versicherungswirtschaft machte ihrerseits bereits deutlich, dass man das französische Modell für dysfunktional hält.

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BarmeniaGothaer-Tochter Prisma Life steigert Neugeschäft und Gewinn

Der in Liechtenstein beheimatete Lebensversicherer Prisma Life hat sein Neugeschäft im Jahr 2025 abermals gesteigert, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie noch im Vorjahr. Bei den Bruttobeitragseinnahmen stand ein leichtes Minus zu Buche, zugleich stieg der Gewinn deutlich. Der frischgebackene CEO Stefan Opel will an der bisherigen Produktstrategie festhalten, die auf den Vertrieb von fondsgebundenen Lebensversicherungen und Sterbegeldpolicen setzt.

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Hector Digital stellt Insolvenzantrag

Der Assekuradeur Hector Digital GmbH hat am 30. März beim Amtsgericht Münster Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das berichtet das Online-Portal Asscompact. Das Unternehmen kann seine vertraglich geschuldeten Leistungen demnach nicht mehr erbringen. Hector Digital war bei der Huk-Coburg-Tochter Neodigital Autoversicherung für die Vertrags- und Schadenbearbeitung im Bereich der Flottenversicherungen zuständig. Das Vertragsverhältnis wurde bereits fristlos gekündigt.

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Hendricks will mit neuer Spezial-Abteilung in Bankensektor vordringen

Der Spezialmakler Hendricks hat eine eigene Abteilung gegründet, die auf die Risiken für Finanzdienstleister zugeschnitten ist. Die Einheit, die am 15. April den Betrieb aufnimmt, wird von zwei erfahrenen Bankspezialisten geleitet: Regina Brune und Harald Kayser geben ihre jeweiligen Posten beim selben Tochterunternehmen des Bundesverbandes öffentlicher Banken auf, um zur Düsseldorfer Howden-Tochter zu wechseln.

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Alina vom Bruck: „Natürlich können wir unseren Kunden einen Verzicht auf Beratung anbieten, aber …“

Nach über zwei Jahrzehnten hat der Staat die Förderung der privaten Altersvorsorge reformiert. Alina vom Bruck, Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherung AG, zieht im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger eine gemischte Bilanz der frischen Regelungen. Während sie die Vereinfachung der Förderstruktur begrüßt, sieht sie in Sachen Beratungsqualität und der Absicherung im hohen Alter Defizite.

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Trump wirft State Farm und anderen Versicherern „grauenhaftes“ Verhalten vor

Die Wut der Brandopfer vom Januar 2025 hat ein neues Ventil gefunden. Wer nach der Zerstörung seines Heims durch die Flammen im bürokratischen Dickicht der Versicherer hängenblieb, bekommt nun Schützenhilfe aus dem Weißen Haus. Präsident Donald Trump schaltet sich jetzt persönlich in die Debatte ein und erhöht den Druck auf die US-Assekuranz. Besonders Branchenprimus State Farm gerät massiv unter Beschuss.

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Allianz hält an Anthropic-Partnerschaft fest

Das amerikanische KI-Startup Anthropic hat versehentlich Teile des Quellcodes seines KI-Modells Claude veröffentlicht. Die Ursache des Fehlers sei menschliches Versagen und keine Sicherheitslücke, heißt es. Sensible Kundendaten seien von der Veröffentlichung nicht betroffen gewesen. Es ist nicht die einzige Baustelle der Firma. Die Allianz, die im Januar eine Partnerschaft mit Anthropic eingegangen ist, bereiten die aktuellen Entwicklungen offenbar aber keine Sorgen.  

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Kombinierter Gewinn von Allianz, Axa, Generali und Zurich erreicht 32 Mrd. Euro, aber der Ausblick trübt sich ein

Die vier größten europäischen Erstversicherer Allianz, Axa, Generali und Zurich haben das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordergebnissen abgeschlossen. Trotz der sprudelnden Gewinne und einer starken Kapitalbasis signalisiert die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht eine vorsichtige Einschätzung für die kommenden Monate. Geopolitische Spannungen und ein Abschwung bei den Wachstumstreibern könnten die bisherige Dynamik bremsen.

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Bafin konkretisiert Regeln für Lösegeldversicherungen

Die Bafin veröffentlicht ein Rundschreiben, das eine sensible Materie behandelt. In dem Dokument werden die aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen festgelegt, unter denen Versicherer Lösegeldpolicen auf dem deutschen Markt anbieten dürfen. Das Papier ersetzt die bisherige Verwaltungspraxis auf Basis des Rundschreibens R 3/1998. Zu den wichtigsten Punkten zählen das Werbe- und Bündelungsverbot, die Laufzeitbegrenzung sowie die Verschwiegenheitspflichten.

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WTW baut EMEA-Geschäft um und befördert Michael Klüttgens

Der Berater- und Maklerkonzern Willis Towers Watson (WTW) hat seine Versicherungsberatung in der EMEA-Region auf neue Füße gestellt. Diese wird nicht mehr nach Ländern, sondern entlang der Sparten Schaden- und Unfallversicherung (P&C) sowie Lebensversicherung (Life) ausgerichtet. Für letztere Einheit ist der bisherige WTW-Nord- und Zentraleuropa-Chef Michael Klüttgens zuständig. Der Manager übernimmt damit eine Schlüsselrolle, um insbesondere KI-Anwendungen zügig länderübergreifend zu verbreiten.

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Howden formt globale Spezialeinheit für Versicherungsmathematik und Langlebigkeit

Der Versicherungsmakler Howden baut seine Analyse- und Beratungskompetenz aus. Die Londoner sichern sich über einen Zukauf die Dienste des „Insurance and Financial Services Consulting“-Teams von Hymans Robertson LLP. Intern bündelt Howden die Kräfte und lanciert offiziell die neue Sparte Howden Insurance Actuarial & Longevity.

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Zurich beruft Justen zum Chief Investment Officer

Ab dem 1. April 2026 wird Martin Justen offizieller Chief Investment Officer der Zurich Deutschland. Nachdem seine Vorgängerin Tatjana Helbing zum Jahresanfang die Position des Regional Chief Investment Officer Europe/Middle East (EME) in der Zurich Insurance Group übernahm, übte der 40-Jährige den Job bislang interimsweise aus.

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