Allianz macht Aktionäre glücklich: Bäte vollzieht größtes Rückkaufprogramm seit 2017

Oliver Bäte in Davos 2026 (Bildquelle: World Economic Forum Copyright World Economic Forum Harold Cunningham / flickr / https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de)

Wie Munich Re kündigt auch die Allianz vor der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse 2025 ein Aktienrückkaufprogramm an. Oliver Bäte, der vor etwa zehn Jahren die Leitung der Allianz übernahm, hat die Kapitalrückführung an die Aktionäre zu einer Priorität seiner Amtszeit gemacht. Schließlich muss das „überschüssige“ Kapital aus den vergangenen profitablen Jahren sinnvoll verwendet werden.

Wenn ein Unternehmen sehr erfolgreich ist und hohe Cash-Reserven hat, aber aktuell keine sinnvollen Firmenzukäufe (M&A) oder großen Investitionen tätigen kann, ist ein Aktienrückkauf sinnvoll. Da der Unternehmensgewinn nun auf weniger Aktien verteilt wird, steigt der Gewinn pro Aktie, selbst wenn der Gewinn absolut gleich geblieben ist. Dies macht die Aktie für Investoren optisch attraktiver und führt oft zu einem steigenden Kurs.

Unter Bätes Amtszeit gab es wenig große Zukäufe (z.B. Avivas Bestand in Polen für 2,5 Mrd. Euro), dafür viele kleine Deals und hohe Investitionen in Digitalisierung, aber auch eine Milliardenstrafe im Zuge der „Structured Alpha“-Hedgefonds.

Kapital für Aktienrückkäufe war immer vorhanden. So auch dieses Mal: Am Mittwochabend vor der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse für 2025 am Donnerstag kündigte die Allianz an, weitere zusätzliche Aktien im Wert von bis zu 2,5 Mrd. Euro (3 Mrd. Dollar) zurückzukaufen. Das ist das größte Rückkaufprogramm seit 2017. Seitdem hat die Allianz eigene Aktien für 16 Mrd. Euro erworben. Das neue Programm soll im März 2026 starten und spätestens bis 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.

Mit Blick auf das anstehende Zahlenwerk rechnen Analysten laut Konsensschätzungen mit einem Quartalsgewinn je Aktie von 7,41 Euro. Im Vorjahreszeitraum verdiente Europas größter Versicherer 6,31 Euro. Im Herbst kündigte die Allianz, dass der operative Gewinn für 2025 zwischen 17,0 bis 17,5 Mrd. Euro liegen dürfte. In der Vergangenheit hat die Allianz die Erwartungen regelmäßig übertroffen. 

Autor: VW-Redaktion