Aktuare schießen gegen Gesundheitspolitik

Die DAV-Experten Wiltrud Pekarek und Roland Weber machen ihrem Ärger Luft. Mit Nachdruck fordern sie für die private Krankenversicherung stabilere Beitragsentwicklungen sowie Alternativen für verschiedene (auch nicht vorhersehbare) Lebenslagen. In der Verantwortung sehen der ALH- sowie der Debeka-Vorstand vor allem die Politik. Gesetzliche Vorschriften seien veraltet. Und auch der öffentliche Eindruck, dass Erhöhungen in der PKV stärker wären als in der GKV sei irreführend. Die wiederholte Kritik offenbart auch, dass die Branche mächtig unter Zugzwang steht.

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Bittere Niederlage für die Axa

Die Axa Kranken muss eine juristische Schlappe hinnehmen. In einem Streitfall um Prämienanpassungen kam das Landgericht Berlin zu dem Schluss, dass diese ab dem 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2019 unwirksam und der Kläger nicht zur Zahlung des Erhöhungsbeitrags verpflichtet war (Urteil vom 21.04.2022, Az. 4 O 138/21, noch nicht rechtskräftig).

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Wiltrud Pekarek im Interview zur Lage der PKV: „Prävention ist kein großer Hebel, um im Moment Kosten einzusparen“

Wiltrud Pekarek kennt als Vorstand der Alten Leipziger-Hallesche und Vorsitzende des Ausschusses Krankenversicherung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) die Marktmechanismen in der PKV. Dass deren Wert durch unnötige und unerklärbar hohe Beitragssprünge infrage gestellt wird, will die Expertin unbedingt vermeiden. Ist es ein Kampf gegen Windmühlen? Ein Interview.

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Beitragsanpassungen in der PKV: So kalkulieren die zwölf größten Anbieter

Paradox, aber die privaten Krankenversicherer profitieren von der Pandemie. Dies zeigt eine Umfrage der Zeitschrift Versicherungswirtschaft unter den Top-12-Gesellschaften. Die Beitragsanpassungen haben unterschiedliche Gründe. Die Reform der Kalkulationsvorschriften indes lässt weiter auf sich warten. Die neue Bundesregierung will sich im Versicherungsbereich zunächst mit anderen Fragestellungen beschäftigen.

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Coronazuschlag empört Privatversicherte

Die neun Millionen privat Kranken- und Pflegeversicherte erhalten dieser Tage Post vom Versicherer: So müssen Normalversicherte 3,40 Euro im Monat und beihilfeberechtigte Beamte und ihre Angehörigen 7,30 Euro für einen Coronazuschlag zahlen. Verfassungsrechtlich sei das bedenklich, erklärt der PKV-Verband.

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PKV-Vorsitzender Ralf Kantak kritisiert pauschale Zuschüsse auf Kosten der Steuerzahler

Im Jahr 2022 muss das deutsche Gesundheitssystem nicht nur die akute Corona-Krise bewältigen, sondern auch auf die gravierenden Folgen des demografischen Wandels ausgerichtet werden. Die Krisenbewältigung verlangt Schnelligkeit, die Demografie erfordert Nachhaltigkeit – und beides muss gleichzeitig passieren. Die neue Bundesregierung steht also unter großem Druck. Dem neuen Gesundheitsminister Prof. Lauterbach haben wir dazu unsere Unterstützung nach besten Kräften zugesagt. Ein Gastbeitrag des PKV-Vorsitzenden Ralf Kantak.

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Aktuare schrauben am PKV-System

Die privaten Krankenversicherer haben es nicht leicht. Vor allem die für Versicherte nicht nachzuvollziehenden Beitragssprünge stehen in der öffentlichen Kritik. Die DAV hat nun einen Vorschlag unterbreitet, die Kritikpunkte mit einer überschaubaren rechtlichen Korrektur zu beseitigen. Der Ansatz ist ein fixer Schwellenwert von maximal fünf Prozent, unter Berücksichtigung der Rechnungsgrundlage Rechnungszins, um Beiträge rechtzeitig anzupassen.

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Werbung für ärztliche Fernbehandlungen: Ottonova verliert vor dem BGH

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat vor dem für Wettbewerbsrecht zuständigen I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes eine Niederlage hinnehmen müssen. Die vom Start-up betriebene Werbung für die Fernbehandlung in seiner alten und auch in seiner neuen Fassung war laut der Karlsruher Richter nicht rechtmäßig (AZ: I ZR 146/20). Ottonova selbst zeigt sich dennoch optimistisch für die Zukunft der digitalen ärztlichen Fernbehandlung.

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PKV-Beiträge steigen auch 2022

Die privaten Krankenversicherer stecken in einer Spirale. Ihre Bedingungen gewähren Top-Leistungen, die die Kosten steigen lassen, sodass die Beiträge regelmäßig angepasst werden müssen. Im Jahr 2022 wird „rund ein Viertel“ der Privatversicherten betroffen sein, schreibt der PKV-Verband offen. Allein sind die privaten mit dem Problem des Kostenanstiegs nicht.

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PKV: BGH schafft bei Rückforderungsansprüchen nach einer Prämienanpassung klare Fakten

Ist es ein Erfolg für die PKV? Der Bundesgerichtshof hat in einem Fall einen möglichen Anspruch auf Rückzahlung der bis zum 31. Dezember 2014 gezahlten Erhöhungsbeträge als verjährt angesehen. Zudem hat er konkretisiert, welche formellen Ansprüche eine Beitragsanpassungsmitteilung erfüllen muss. Die Axa ist zufrieden, doch das Urteil setzt betroffene PKV-Kunden unter Zeitdruck. Die Folge könnte eine Prozesswelle sein.

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WIP-Leiter Frank Wild: „Das ins Spiel bringen einer Bürgerversicherungslösung wirkt krampfhaft gewollt“

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kam jüngst in einer Studie zu dem Ergebnis, dass ärmere Menschen häufiger und früher pflegebedürftig werden als Gutverdiener. Demnach seien armutsgefährdete Männer im Durchschnitt knapp sechs Jahre früher auf Pflege angewiesen sind als Besserverdiener. Kritik gibt es nun vom PKV-Verband.

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PKV unter Druck: Ampel prüft GKV-Wechseloption für Beamte

In der Gesundheitspolitik könnte sich möglicherweise eine große Reform abzeichnen. Nach Angaben des Business Insider verhandelt eine Arbeitsgruppe eine grundlegende Wechsel-Möglichkeit von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung. Noch können Beamte aktuell zu Beginn ihrer Laufbahn zwischen gesetzlicher und privater Absicherung wählen. Danach kann nicht mehr ohne Weiteres gewechselt werden. Privaten Anbietern droht ein Beben.

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Strukturproblem in der PKV? OLG urteilt final gegen Prämienanpassung im Fall Axa

Erneut hat ein Gericht eine PKV-Beitragserhöhung für ungültig erklärt. Im Kern des Streits stehen die Beitragskalkulation, die Verwendung von Limitierungsmitteln sowie formale Aspekte. Die betroffene Axa spricht von einem Einzelfall und ist trotz des rechtskräftigen Urteils der Auffassung, richtig kalkuliert zu haben. Doch sowohl der Axa wie auch der DKV drohen neue Prozesse, denn der im vorliegenden Fall erfolgreiche Anwalt Knut Pilz sieht „Angriffspunkte für materiell unwirksame Prämienanpassungen bei mehreren Versicherern“.

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„Lauf, Forrest lauf!“: Debeka-Vorständin Biederbick über moderne Hilfsmittel und die Grenzen der Solidargemeinschaft
 Top-Entscheider exklusiv 

Gelegentlich müssen wir uns klarmachen, dass die realen Grenzen in der (Medizin-)Technik weiter liegen als wir vermuten. Doch nicht alles, was möglich ist, kann in der Breite finanziert werden, weiß Debeka-Vorständin Annabritta Biederbick. Sie stellt in ihrer Kolumne unbequeme und absolut nötige Fragen hinsichtlich Moral, Kosten und Grenzen der Solidar­gemeinschaft.

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PKV: Warum Deutschland trotz überdurchschnittlich hoher Risikoprävalenz gut durch die Coronakrise kommt

Wie haben sich bislang die europäischen Gesundheitssysteme bei der Bewältigung der Corona-Pandemie eigentlich geschlagen? Dieser Frage ist das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung (WIP) nachgegangen. Eines der Ergebnisse: Deutschland ist bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Im Ländervergleich verzeichnete Deutschland die drittniedrigsten Infektionszahlen und die fünftniedrigsten Todesfälle.

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75 Jahre Versicherungswirtschaft: „Pflichtlektüre, die ich bis heute mit Gewinn lese“

Kurz nach Kriegsende von Alex Möller mit Weitsicht initiiert, berichtete die Versicherungswirtschaft neben aktuellen Versicherungsthemen über die Wirkungen der Währungsumstellungen von der Reichsmark zur D-Mark und von der D-Mark zum Euro, von der Finanzkrise 2008, von der Entwicklung zum vereinten Europa, von der Wiedervereinigung Deutschlands und von den ständigen Anpassungen des Wettbewerbs im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft. Einblick vom ehemaligen Debeka-Chef Peter Greisler.

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PKV: Ziehen Privatversicherte in der Corona-Impfstoffverteilung den Kürzeren?

Seit Langem wird über Sinn und Zweck des dualen Krankenversicherungssystems gestritten. Die Befürworter einer „Bürgerversicherung“ oder auch von „Kopfprämien“ beanstanden mit erheblichem Aufwand und beträchtlichem publizistischen Erfolg die von ihnen so bezeichnete „Zweiklassen-Medizin“ und die damit verbundene „soziale Ungerechtigkeit“, deren Beseitigung nur durch die Abschaffung der PKV gelingen könne. In der Impfstoffdiskussion dreht sich das Bild. Ein Debattenbeitrag von Prof. Dr. Theo Langheid aus dem VersBlog.

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PKV im Leistungscheck: Wie gut in Pandemiezeiten?

Wie wird sich das Gesundheitswesen in Deutschland in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Treiber werden das Geschehen dominieren? Diesen Fragen geht die Marktstudie „Die Rolle der privaten Krankenversicherung im Gesundheitssystem der Zukunft“ des Unternehmens adesso insurance solutions in Kooperation mit den Versicherungsforen Leipzig nach. Studien zur Entwicklung eines Marktes leiden häufig darunter, dass lediglich eine Innensicht der Beteiligten vermittelt wird. Dieser Problematik geht die vorliegende Erhebung durch ihr Design aus dem Weg. Von Oliver von Ameln.

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Gesundheitswesen: 40 Prozent der Versicherten halten Beitragssteigerungen in PKV und GKV für unbegründet

Die Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) sorgen immer wieder für Zündstoff. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Insurtechs PBM Personal Business Machine AG und des IT-Dienstleisters Adesso SE hat sich 52 Prozent der Deutschen kürzlich der Beitrag ihrer Krankenversicherung erhöht. Dies betreffe zwar die Krankenkassen und PKV-Unternehmen gleichermaßen. Allerdings scheinen die Versicherer den Anstieg der Beiträge nicht wirklich gut zu erklären.

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Nach Urteil zu PKV-Prämienanpassung: Zweistellige Millionenforderungen, „Heilungsversuche“ und heikle Fragen

Das kürzlich erfolgte BGH-Urteil zur Prämienanpassung in der PKV wird viele weitere nach sich ziehen. Allein die Kanzlei Pilz hat 2.000 weitere Klagen laufen und spricht von „über 5.000 Euro zuzüglich Zinsen“ als „durchschnittlichen Rückerstattungsbereich“. Das wären in der Summe zehn Millionen zuzüglich Anwalts- und Gerichtskosten. Einige Versicherer versuchen laut dem Experten derzeit alte Prämienfehler zu heilen, was „rechtlich mehr als zweifelhaft“ sei. Ein neues Kapitel in der PKV-Prämien-Geschichte ist eröffnet eventuell mit der Bafin als neuen Mitspieler.

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BSV trübt Stimmung bei den Versicherern: „Es ist ein Bild entstanden, als würden wir uns weigern, unserer Verantwortung gerecht zu werden“

2020 war in jeglicher Hinsicht ein Ausnahmejahr: Kaum ein Wirtschaftszweig in Deutschland blieb von Corona verschont. Versicherer scheinen mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, die PKV sieht sogar eine Trendwende in der Vollversicherung. Nur die BSV-Debatte trübt das Gesamtbild. Erkenntnisse aus der diesjährigen digitalen Jahrespressekonferenz des GDV.

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BdV-Kritik: „Bundesgerichtshof zementiert die Intransparenz diverser privater Krankenversicherer“

Der Bund der Versicherten (BdV) sieht das jüngste BGH-Urteil zu den Prämienanpassungen in der PKV kritisch. So könnten die Versicherte zwar die Erhöhungsbeträge zunächst zurückfordern, wenn die Gründe für die Erhöhung unvollständig mitgeteilt wurden. Im Gegenzug würden dann aber die zukünftigen Beiträge besonders stark steigen, befürchten die Verbraucherschützer.

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PKV-Direktor Reuther rechnet wegen Corona mit Zusatzbelastungen von über einer Milliarde Euro

Corona dürfte in diesem Jahr deutliche Spuren in der Bilanz der privaten Krankenversicherer (PKV) hinterlassen. „Bei den Sonderaufwendungen für die Corona-Pandemie rechnen wir mit einer Zusatzbelastung von etwas über einer Milliarde Euro“, konstatiert PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Auf die aktuellen Beitragsanpassungen habe die Pandemie jedoch keinen Einfluss.

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