Stachon: „Versicherungen sind weniger emotional als ein Autokauf“ – Kooperation von Generali und Volvo wird ausgebaut

Volvo und Generali Kooperation. Bild: TD

Die „Generali ist neuer Versicherungspartner für Schwedenleasing von Volvo“, titelte VWheute Mitte Dezember des letzten Jahres. Nun hat der Versicherungskonzern im Rahmen der Wintertestfahrten des schwedischen Autoherstellers in Berchtesgaden die Kooperation genauer vorgestellt.

Für Generali-Vorstand David Stachon ist der Grund für die Partnerschaft simpel: „Wir haben beschlossen mit Volvo in eine strategische Partnerschaft zu gehen, weil vor allen Dingen die Philosophie gut zusammenpasst“.

Dies betreffe „vor allem den Blick auf Mobilität“ und den Mut Dinge anzugehen, „die vielleicht in der Branche noch nicht so alltäglich sind“. Zudem würden die Unternehmen dieselben Ansichten zum Thema „Mobilität und Autofahren“ teilen. Dabei bringe die Generali laut Stachon vor allem das ein, was sie ausmache, nämlich die problemlose Schadenabwicklung, „wenn dann doch mal etwas passiert“.

180 Kilometer pro Stunde

Volvo selbst sieht die Ziele für 2020 vor allem unter zwei Überschriften: „Volvo Recharge“ im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie sowie die „180 Stundenkilometer positiv absichern“, also die Höchstgeschwindigkeit der eigenen Autos begrenzen, um Gefahren und Umweltschäden zu mindern. So formulierte es Thomas Mengelkoch, CFO von Volvo Cars Germany.

Dabei habe das Unternehmen Partner gesucht, „die den Mut haben, mit Volvo gemeinsam Produkte an den Kunden zu bringen“. Aber Mut sei das eine, „Attraktivität das andere.“ So gebe man bereits 35 Prozent auf Recharge-Fahrzeuge, und zwar nicht zu Lasten der Händler.

Stachon betonte indes, dass die Versicherung auch bei einem Tempo von 180 Stundenkilometern noch ein hohes Risiko tragen muss. Für die Generali würde sich daher vielmehr rechnen, „welcher Fahrer wo welches Fahrzeug“ fährt.

Die Frage nach einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen wollte der Generali-Vorstand nicht direkt beantworten. „Ich finde, dass es in die richtige Richtung geht“, Fahrzeugen eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit vorzugeben, sagte Stachon.„Ob wir ein generelles Tempolimit brauchen“, sei aber eine Frage der Politik, erklärt Stachon.

Autor: Tobias Daniel

Anmerkung: Die genannte Meldung zur Kooperation von Volvo und Generali aus dem Dezember 2019.

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