Swiss-Re-Experte Balz Grollimund: „Eine weniger schadenintensive erste Jahreshälfte bedeutet nicht weniger Risiko“
Waldbrände können aufgrund lang anhaltender Dürreperioden verheerender ausfallen (Symbolbild). Quelle: jlujuro/Pixabay
Das Naturkatastrophenrisiko steigt, wenngleich eher im Verborgenen. Vor dieser Entwicklung warnt ein Bericht des Rückversicherers Swiss Re. Die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen lagen im ersten Halbjahr 2026 mit 16 Prozent deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Doch ein einziger großer Hurrikan, ein starkes Erdbeben oder ein schwerer Waldbrand könne „das Bild rasch verändern“, mahnt Balz Grollimund, Head Catastrophe Perils bei Swiss Re. Die jüngsten Waldbrände in Europa würden zeigen, dass höhere Temperaturen und trockenere Bedingungen große Waldbrände begünstigen. Gleichzeitig steigen die potenziellen Schäden, da immer mehr Wohngebäude, Unternehmen und Infrastruktur in gefährdeten Gebieten gebaut werden.
