OLG Köln stärkt D&O-Versicherer im Greensill-Fall – was folgt daraus?

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit einem richtungsweisenden Urteil die Position eines D&O-Versicherers gestärkt, der einen Vertrag aufgrund arglistiger Täuschung anfechten wollte. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine D&O-Police, sondern um jene, die die früheren Manager der insolventen Greensill-Bank schützen sollte. Dass das Kölner Urteil außerdem an zentralen Vertragsklauseln rüttelt, hat die D&O-Experten Bastian Finkel und Ulrich Ruchatz von der Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD) zu einer rechtlichen Einordnung veranlasst.

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Greensill und die 7-Mrd.-Dollar-Nachwehen für Versicherer

Der Zusammenbruch des vom Zweigespann Lex Greensill und Gupta gesteuerten kurzlebigen Forderungsverbriefungsimperiums zeigt auch Auswirkungen für die Assekuranz. Es geht um möglicherweise wegen Non-disclosure ungültige Kreditversicherungspolicen und die Haftung der australischen Operation der Maklergruppe Marsh, welche den Kredit-Underwriter vielleicht etwas zu stark verhätschelt haben könnte.

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Zurich fechtet Klage von Greensill-Insolvenzverwalter „vehement“ an

Die Pleite der Bremer Greensill-Bank hat nun auch ein juristisches Nachspiel in Großbritannien: Der Insolvenzverwalter des Kreditinstituts fordert von der Zurich einen Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe - und klagt jetzt vor einem Londoner Gericht. Es geht um Ansprüche des Rohstoffhandelsfirma Liberty Commodities, Teil von GFG um den britisch-indischen Stahlbaron Sanjeev Gupta.

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White Oak fordert 143 Mio. Dollar von Marsh

Ein von Tokio Marine angeführtes Konsortium hat die australische Finanzgruppe Greensill zu Fall gebracht, weil milliardenschwere Kreditabsicherungen nicht verlängert wurden. Marsh war für die Platzierung von Kreditausfallrisiken von Greensill verantwortlich und hätte die desolate Lage des Unternehmens verschwiegen, argumentiert der US-amerikanische Vermögensverwalter White Oak und zieht vor Gericht.

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Credit Suisse nimmt Versicherer im Fall Greensill in die Pflicht

Die Vermögensverwaltungssparte der Schweizer Großbank hat 18 Versicherungsansprüche in Bezug auf die eingefrorenen Supply-Chain-Finance-Fonds in Verbindung mit dem Fall Greensill angemeldet. Die Forderungen haben ein Gesamtvolumen von 2,2 Mrd. Dollar. Der Bank zufolge entspricht dies allen Versicherungsansprüchen im besagten Fall.

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Japans Versicherer Tokio Marine klagt an: Greensill habe sich Policen in betrügerischer Absicht beschafft

Unternehmen, die mit dem insolventen britischen Finanzier Greensill in Verbindung stehen, haben nach Angaben von Tokio Marine in betrügerischer Absicht Versicherungen abgeschlossen. Der japanische Versicherer fügte hinzu, dass er nicht beabsichtige, die Policen auszuzahlen und sich "energisch" gegen alle rechtlichen Ansprüche verteidigen werde. Derweil strebt Credit Suisse weiterhin eine Entschädigung durch Versicherer an, um den Anlegern der Lieferkettenfinanzierungsgeschäfte ihr Vermögen zurückzugeben.

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