Astronaut Bäte und der „Corona-Meteorit“

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE Quelle: Allianz

So langsam gehen dem obersten Allianzer wohl die Superlative aus. Nachdem er das Virus zuletzt mit einer Atombombe verglich, greift er jetzt zur Metapher des zerschmetternden All-Gesteinkörpers. Sein Unternehmen sieht er finanziell gut gerüstet, auch diesen Aufschlag zu überstehen.

Den Versicherungssektor insgesamt habe der Coronaausbruch „wie ein Meteorit“ getroffen, erklärte der CEO gegenüber Bloomberg. „Die Verluste für die Branche werden meiner Ansicht nach massiv sein”, glaubt Oliver Bäte.

Den Schutzschirm der Bundesregierung für den Warenverkehr begrüßt Bäte. Berlin habe aus der letzten Krise im Jahr 2008 gelernt. Gleichzeitig bemängelt der Allianz-CEO jedoch, dass es keinen vergleichbaren Schutzschirm auf europäischer Ebene gäbe. Trotz der Krise stehe die Dividendenzahlung außer Frage, der Assekuranzkonzern sei nicht auf Unterstützung angewiesen.

Zuletzt hatte Bäte die Idee eines staatlich-privaten Versicherungssystems gegen Großgefahren diskutiert und lag damit auf einer Wellenlänge mit dem Axa-Chef Thomas Buberl.

Bäte erklärte: „Wir sollten in Europa eine gemeinsame Lösung finden, weil wir eine Gefahrengemeinschaft sind. Ich wäre dafür, auf europäischer Ebene einen Fonds einzurichten, in den die Versicherungsbranche einzahlt und den man in Krisensituationen anzapfen kann – und zwar nicht nur für Pandemien, sondern auch für schwere Naturkatastrophen. Der Klimawandel wird so gravierende Folgen haben, dass es gut wäre, sich dafür ein Polster zuzulegen.“

Autor: VW-Redaktion

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