Allianz Direct zündet auch in Spanien den Check24-Turbo

Büroraum der Allianz-Direct in München, Quelle: Allianz Direct

Die Allianz Direct will in Spanien künftig auch Kfz-Versicherungen über das Vergleichsportal Check24 vertreiben. Dafür sind die Unternehmen eine strategische Partnerschaft eingegangen. Von der Kooperation versprechen sich beide Seiten ein zusätzliches Wachstum und mehr Rentabilität.

„Wir schätzen die Transparenz, die Vergleicher in den Markt bringen und Kunden helfen, das beste Angebot zu einem wettbewerbsfähigen Preis zu finden. Wir sind zuversichtlich, dass Allianz Direct durch diese Partnerschaft in Spanien wachsen wird“, kommentiert Sita Schwenzer, CEO der Allianz Direct Spanien, die neue Partnerschaft.

„Dieses Projekt gibt uns die Möglichkeit, auf dem spanischen Versicherungsmarkt weiter zu wachsen. Es ist eine große Chance, mit einem renommierten Unternehmen wie Allianz Direct zusammenzuarbeiten. Allianz Direct bringt nicht nur große Erfahrung im Versicherungsmarkt mit, sondern setzt auf ein innovatives Modell, welches den Kunden eine Vielzahl von Vorteilen bringt, um digital Versicherungen abzuschließen. Diese Zusammenarbeit wird es uns ermöglichen, gemeinsam den Weg für die dringend benötigte Digitalisierung des Versicherungswesens in Spanien zu ebnen“, ergänzt Timm Sprenger, CEO Check24 Spanien.

Der Direktversicherer der Allianz lässt sich seit September wieder voll bei Check24 listen. Man wolle den Kunden durch einfache Self-Service-Prozesse und attraktive Preise begeistern, kommentierte CEO Philipp Kroetz den Schritt zurück zum Vergleichsportal. 2019 war der Direktversicherer ausgeschieden und wollte damit dem Vorbild der Huk24 folgen, die bereits seit 2017 in keinem Vergleichsportal mehr zu finden ist.

Ausgezahlt hat sich der Schritt für die Münchener nicht. Während die Huk24 das Ende der Kooperation mit Check24 gut überstanden hat und heute über 2,8 Millionen Kunden zählt, musste die Allianz Direct seither deutliche Kundenverluste hinnehmen.

Der Gesamtbestand, der bei der Allianz Direct versicherten Kraftfahrzeuge, verringerte sich Ende 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent und betrug laut Geschäftsbericht noch 334.661 Stück. Die Bruttobeitragseinnahmen nahmen gegenüber 2020 sogar um 17 Prozent auf 136,5 Mio. Euro ab. Bisher steht das Unternehmen in den roten Zahlen. Auch die Schaden-Kosten-Quote ist mit knapp 132 Prozent noch sehr hoch.

Mit dem Einstieg in das Portal ab September 2022 ist die Allianz Direct nun der 49. Anbieter – einer unter sehr vielen. Nach Angaben der Assekuranz – die sich im Vorstand derzeit enorm verstärkt hat – sollen weitere Details zur strategischen Weiterentwicklung im Herbst bekannt gegeben werden.

In Spanien ist die Allianz Direct bereits seit Oktober 2021 aktiv. Damit ist der iberische Staat neben Deutschland, den Niederlanden und Italien, das vierte Land, in dem Allianz Direct Kfz-Versicherungen über seine europäisch geschaffene Plattform vertreiben will.

Bereits 2018 hatte der Allianz-Chef im Kfz-Geschäft zum Generalangriff auf den großen Konkurrenten Huk24 geblasen. Da diese Sparte in den meisten Ländern gleich ist, sollte ein Konzern mit einer Software, einem Computerzentrum und einer Entwicklungsabteilung geschaffen werden – mit dem Ziel, viel Geld einzusparen.

2019 wurde dann Vollzug gemeldet: Der Mutterkonzern Allianz SE kaufte der Allianz Deutschland die Tochter Allsecur ab und gab ihr den heutigen Namen Allianz Direct. Doch das erste Jahr verlief so ganz anders als von den Konzernbossen geplant und angedacht.

Autor: VW-Redaktion

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