Scor und Covéa begraben das Kriegsbeil
 VWheute Sprint 

Konzernsitz von Scor in Paris. Quelle: Scor

Die öffentliche Schlammschlacht zwischen dem französischen Rückversicherer Scor und Covéa scheint ein Ende gefunden zu haben. Beide Streithähne haben sich nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von Covéa auf einen Vergleich geeinigt.

So gewährt Covéa dem Rückversicher für fünf Jahre eine Call-Option auf seine Aktien zu einem Ausübungspreis von 28 Euro pro Aktie. Zudem verpflichte sich das Unternehmen, in den nächsten sieben Jahre keine Aktien von Scor zu kaufen. Zudem will Covéa rund 20 Mio. Euro vor Steuern an Scor zahlen. Außerdem wollen beide Seiten auf rechtliche Schritte gegeneinander verzichten.

Der französische Versicherer Covea buhlte ab 2018 um Scor, dann wurde das Kaufangebot plötzlich zurückgezogen, der Aktienkurs des Umworbenen purzelte. Sofort kamen Vorwürfe gegen Covea auf, denn deren CEO Thierry Derez saß im Verwaltungsrat von Scor und soll für das Angebot Insiderinformationen genutzt haben. Ein Handelsgericht hat sich nun mit dem Fall beschäftigt und eine Millionenstrafe ausgesprochen.

Für Covea war die Angelegenheit mit dem Rückzug der Offerte eigentlich beendet, zuvor beschwerte sich das Unternehmen allerdings noch, dass sich Scor “feindselig” verhalten habe. Das Unternehmen kaufte danach Partner Re; nur um im Anschluss die Offerte zurückzuziehen. Das ursprüngliche Angebot an Partner Re war VWheute ein eigenes SCHLAGLICHT rund um die schillernde Unternehmerfamilie Agnelli wert.

Autor: VW-Redaktion

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