Versicherungsbetrug und Bestechlichkeit: “Polizistin” muss ins Gefängnis

Gefängnis für Polizei-Mitarbeiterin wegen Betrug. Bild von WikimediaImages auf Pixabay.

Status schützt vor Strafe nicht: Weil sie Unbefugten Zugang zu verschlossenen Berichten ermöglichte und eine Versicherung betrog, muss die Mitarbeiterin einer Polizeistelle ins Gefängnis.

Kendra Coles hatte Zugang zu Informationen, die Menschen Geld wert waren. Das nutzte das Mitglied des Metropolitan Police Department in Washington, D.C. über Jahre zur Bereicherung. Coles arbeitete mit sogenannten “Läufern” zusammen, das sind Personen, die Anwälte und Unfallopfer zusammenbringen. Sie nutzte eine Änderung der Rechtslage für ihr Geschäft.

Vor dem Jahr 2015 konnten die Läufer potenzielle Mandanten noch über Polizeiberichte und aktuelle Verkehrsunfälle beschaffen. Ab dem Jahr 2015 war der Zugang zu den Berichten stark eingeschränkt. An dieser Stelle kam Coles zum Zug, gegen Bargeld stellte sie den Runnern die Berichte zur Verfügung. Den Zugriff ermöglichte ihr ihre Position im Departement. Sie erhielt laut Gericht etwa 400 bis 500 Dollar pro Woche, das summierte sich in zwei Jahren auf rund 40.000 Dollar.

Der Betrug

Auch sonst war Coles ebenso findig wie moralisch flexibel. Ende Juni 2017 benötigte sie für eine Autoreparatur eine niedrige vierstellige Summe. Zudem hatte sie 1.500 Dollar an unbezahlten Strafzetteln und Gebühren gesammelt. Statt das Geld aus der Berichtsbetrügerei zu verwenden, dachte sie sich einen Komplott mit einem Freund der Familie aus, um das Auto verschwinden zu lassen. Das Ziel war die Versicherungssumme, der Plot überraschend spektakulär. Ein Mitverschwörer setzte das Auto in Brand, Coles kassierte von ihrem Versicherer über 1.000 Dollar. Die Staatsanwaltschaft kam ihr auf die Schliche und machte eine weitere Rechnung auf:

“Bestechlichkeit eines Amtsträgers” und Verschwörung zum Versicherungsbetrug ergeben eine 78-tägige Haft an den Wochenenden, drei Jahre Bewährung und 6.000 Dollar Rückzahlung an den Versicherer. Abgerundet wurde das ganze mit einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Dollar.

Autor: VW-Redaktion

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