Zankapfel BSV: Ralph Lauren verklagt Factory Mutual Insurance Co

Bild: Ralph Lauren, 888 Madison Avenue, New York. Quelle: Unternehmen.

Der Modekonzern Ralph Lauren hat eine bedeutende BSV-Klage eingereicht. Die Factory Mutual Insurance Co. (FMI) habe versucht, die Covid-19-Abdeckung in eine begrenzte und limitierte Absicherung umzuwandeln und das Unternehmen in diese “hineinzuzwängen”. Die ursprüngliche Absicherungsvereinbarung sei wesentlich breiter. Das Vorgehen des Versicherers sei nicht auf diesen Fall beschränkt, argumentiert der Kläger und öffnet weiteren Klagen das Tor.

Dieser Fall wird kompliziert und einige Anwälte reich machen, es wird auf jedes Wort der Police und Vereinbarungen ankommen. Die ursprüngliche Police des Modehauses habe einen Umfang von 700 Mio. US-Dollar, inklusive einer “Gefahrenabwehr für übertragbare Krankheiten und deren Folgen” (“communicable disease response”). Diese beinhalte auch das Säubern, Entfernen und Entsorgen von versicherten Objekten, wenn diese von der versicherten Gefahr betroffen sind, heißt es in der in New York eingereichten Klage.

Gegenüber dem Vorjahr hatten die Shops Verluste in Höhe von 77 Prozent zu verkraften, der Großhandel 93 Prozent. Nun wird bei Ralph Lauren geschaut, welche Police für den Verdienstausfall wegen Schließung und Reinigung der Shops aufkommt. Laut Klage versuche FMI seine Ausgaben durch Umschichtung der Deckung zu reduzieren.

Der Versicherer habe laut Anklage “bewusst versucht”, Ralph Lauren und “andere Kunden” in eine einseitige begrenzte Versicherung für übertragbare Krankheiten zu überführen, die communicable disease coverage. Laut einem “Insider” habe diese ein Deckungslimit von einer Million US-Dollar, mit der das Modehaus nicht weit kommen wird, das Unternehmen soll im Jahr 2018 einen Umsatz von über sechs Milliarden US-Dollar erreicht haben.

Der Angegriffene möchte sich zu den Vorwürfen nicht medial äußern und verweist auf den laufenden Prozess. Wie die Chancen der Klage stehen, ist schwierig einzuschätzen, es wird auf die Formulierung der Bedingungen und Vereinbarungen ankommen.

In der letzten Woche haben die US-Versicherer ihren dritten BSV-Sieg in Folge eingefahren. Ein Richter des District of Columbia urteilte, dass die erzwungene Schließung der Restaurants in Washington keinen direkten physischen Verlust begründen.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

eins × 5 =