Wer erhöht, wer senkt? Weitere Lebensversicherer geben Überschussbeteiligung bekannt

Wie ist es aktuell um die deutschen Lebensversicherer bestellt? Bildquelle: mohamed Hassan auf Pixabay

Kurz vor den Feiertagen haben weitere Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligung für 2023 bekannt gegeben. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG hält sämtliche geltenden Überschusssätze für klassische Rentenversicherungen stabil. Die Inter folgt hingegen dem Beispiel der Allianz.

So weist für das Jahr 2023 eine laufende Verzinsung der Sparanteile von 2,0 Prozent aus (2022: 2,0 Prozent). Die Gesamtverzinsung bleibt unverändert bei 2,1 Prozent. Im fünften Jahr in Folge hält die HanseMerkur Lebensversicherung AG ihre laufende Verzinsung stabil bei 2,0 Prozent. Zusätzlich erhalten die Kunden einen Schlussüberschuss, und ihnen wird die Beteiligung an den Bewertungsreserven gutgeschrieben. Damit liegt die Gesamtverzinsung der Verträge bei 2,1 Prozent. Die Risikoüberschüsse in den Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie beim Sterbegeld bleiben ebenfalls konstant.

„Wir freuen uns, dass unsere Kunden im kommenden Jahr noch stärker von unseren guten Ergebnissen profitieren – in Form einer höheren Gesamtverzinsung. Unsere Konditionen für das kommende Jahr sind im aktuellen Sparzinsumfeld ohne Frage sehr attraktiv. Gleichwohl bleibt das neue Kapitalmarktumfeld für die Branche anspruchsvoll. Wir stellen uns dieser Herausforderung und spielen dabei die Leistungsstärke unserer Kapitalanlage aus, die unabhängige Dritte erst jüngst wieder eindrucksvoll bestätigt haben.“

Michael Solf, Vorstandssprecher der Inter Versicherungsgruppe

Die Inter Lebensversicherung erhöht für das kommende Jahr die laufende Gesamtverzinsung. Für Neu- und Bestandskunden liegt sie in 2023 nun bei 2,25 Prozent (Vorjahr 2,00 Prozent). Einmalanlagen werden wieder gleichgestellt und erhalten ebenfalls 2,25 Prozent (Vorjahr 1,75 Prozent). Hinzu kommen Schlussüberschussanteile – beim laufenden Beitrag liegt die Gesamtverzinsung damit bei durchschnittlich 2,73 Prozent (Vorjahr 2,52 Prozent).

Die Swiss Life Deutschland setzt bei der Überschussbeteiligung für 2023 auf Stabilität. Die Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschussbeteiligung und Beteiligung an den Bewertungsreserven bleibt unverändert. Der Konzern Versicherungskammer und die Bayerische wollen sogar mehr gewähren. Auch die Alte Leipziger und die Nürnberger setzen 2023 auf Stabilität. 

Während die Ergo und die LV1871 weiterhin auf Stabilität setzen, folgt der Volkswohl Bund dem Vorbild der Allianz Leben, Signal Iduna und der R+V. Die in Berlin ansässige Ideal Lebensversicherung a.G. bietet ihren Kunden auch für das kommende Jahr eine laufende Verzinsung von 3,0 Prozent – zusätzlich entfallen die Zinsabschläge für Einmalbeiträge. Die Signal Iduna und die Condor Leben folgen dem Branchentrend und erhöhen für 2023 die Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung. Anfang Dezember 2022 hatte der mächtige Lebensversicherungsarm des Münchener Konzerns zum ersten Mal seit 15 Jahren seine Gesamtverzinsung erhöht.

Autor: VW-Redaktion

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