Claimsforce-Chef Mahlow: „Transformation der Schadenbereiche kann nur über eine signifikante Technologisierung und Digitalisierung erfolgen“

Nils Mahlow, Gründer und CEO von Claimsforce. Quelle: Unternehmen.

Kooperationen sind etwas Schönes, ebenso wie aussagekräftige Pressemitteilungen. Als der Anbieter für volldigitale Schadenbearbeitung MSG Nexinsure eine Zusammenarbeit mit dem Insurtech Claimsforce „360°-Digitalisierung der Schadenprozesse“ ankündigte, blieb nebulös, was genau damit gemeint war. Zeit für ein Gespräch mit Nils Mahlow, Gründer und CEO von Claimsforce, unterstützt von Jens Stäcker, Vorstand bei MSG.

VWheute: Herr Mahlow, ihre Zusammenarbeit will eine 360°-Digitalisierung der wesentlichsten Schadenprozesse von Versicherungsunternehmen ermöglichen. Mir ist nicht klar, was das bedeutet.

Nils Mahlow: Das bedeutet, dass alle Parteien im Schadenprozess durch Claimsforce Technologien digital in den Schadenfall eingebunden werden. Endkunden über den Claimsforce Status Tracker, Regulierer und Schadenbearbeiter über umfangreiche mobile sowie Desktop-Technologien und Versicherer darüber hinaus u.a. über Claims Analytics Tools.

VWheute: Ok verstanden, Sie wollen zudem die „digitale Transformation der Schadenbereiche unterstützen“. Was kann man sich darunter konkret vorstellen?

Nils Mahlow: Wir als Claimsforce sind davon überzeugt, dass die Transformation der Schadenbereiche nur über eine signifikante Technologisierung und Digitalisierung erfolgen kann. Die hierfür notwendigen technologischen Lösungen müssen im Kern zwei Anforderungen erfüllen: 1.) Konsequent auf den Nutzer zugeschnitten sein, d.h. bei jedem Nutzer (nicht nur Endkunden sondern auch Sachbearbeiter, Regulierer etc.) echte Begeisterung wecken 2.) Technologien müssen einen viel höheren Anteil an inhärenter Fachlichkeit bieten, damit Arbeitsprozesse transformiert werden können (z.B. KI-gestützte Erkennung von Schaden Bearbeitungsmustern)

VWheute: Sie wollen mit ihrem „Komplettsystem branchenweit Standards in Sachen Digitalisierung setzen“. In welchen Bereichen, was kann ihr System besser als andere?

Jens Stäcker: Verbindung der msg.Insurance Suite in einem kollaborativen, digitalen Ökosystem mit innovativen Frontend-Experten wie Claimsforce und Service-Plattform-Experten der SDA SE.

Was kann das System besser: Nutzerfreundliche, nahtlose End-to-End-Prozesse im Neu- und Bestandskundengeschäft, einfacher Go to Market von innovativen Versicherungsprodukten und Services und Kosteneffizienz durch automatische Verarbeitung von Prozessen.

VWheute: Wie hilft ihr System den Versicherern?

Nils Mahlow: Versicherer erhöhen durch die innovativen Claimsforce Technologien nachweislich die Zufriedenheit der Endkunden im Schadenfall und durch die KI-gestützten Bearbeitungsweisen optimieren Versicherer die Schadenkosten.

VWheute: Was beinhaltet die Kooperation, welche Vorteile haben die Unternehmen und Kunden dadurch?

Durch die Kooperation garantieren MSG Nexinsure und Claimsforce eine perfekte Integration der beiden jeweiligen Systeme ohne zusätzliche Integrationsaufwände für Versicherer.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.