Neue Kundenplattform: Debeka holt Software von SAP-Rivalen Salesforce

Zentrale der Debeka in Koblenz, Quelle: Unternehmen.

Die Debeka will besseren Service für ihre Kunden bieten. Dafür optimiert sie die technischen Prozesse ihrer Mitgliederbetreuung mit einem neuen Customer-Relationship-Management. Es handelt sich dabei nicht um eine Eigenentwicklung, sondern die Cloud-basierte IT-Lösung stammt von Salesforce, dessen CRM-Systeme bereits bei der R+V oder der Zurich im Einsatz sind.

Viele Versicherer hierzulande setzen noch auf Eigenentwicklungen, andere hingegen kaufen CRM-Anwendungen von SAP oder eben das vom IT-Dienstleister Salesforce. Laut Debeka soll die neue Plattform die Kundenbetreuung weiter in den Fokus rücken und somit das Angebot des Serviceversicherers verbessern. Die neue IT-Lösung soll alle kundennahen Bereiche künftig besser vernetzen und damit auch die Beratungsqualität steigern. Die Plattform bietet beispielsweise eine verbesserte Kundenkontakthistorie, die allen Mitarbeitern zu Verfügung steht. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der Debeka im Bereich Kundenzentrierung. Dafür sollen alle kundenseitigen Bereiche auf einer gemeinsamen Plattform miteinander vernetzt werden.

Für Salesforce ist die Debeka ein weiterer großer Kunde, mit dem der 1999 gegründete Softwarekonzern seinen ersten Platz am Weltmarkt unterstreicht. Vergangene Woche legte die US-Firma Zahlen vor. Im abgelaufenen zweiten Quartal steigerte Salesforce den Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr dürften die Erlöse bei maximal 31 Mrd. Dollar liegen, teilte der SAP-Rivale mit.

Accenture soll neues System einführen

„Als genossenschaftlich geprägtes Unternehmen verfolgen wir seit jeher eine starke Kundenzentrierung. Sie ist quasi der Kern unseres Handelns. Mit dem neuen Customer-Relationship-Management soll dieser Gedanke weiterverfolgt werden“, so Paul Stein, das für Vertrieb, Marketing und Service zuständige Vorstandsmitglied der Debeka. Die Debeka setzt bei dem Projekt neben Salesforce außerdem auf die Unterstützung des Beratungsunternehmens Accenture. Gerade bei der Einführung des neuen Systems soll Accenture helfen.

Die Plattform ist nur ein Teil einer umfassenden Modernisierung bei der Debeka. Was sie umfasst und auf welche Probleme die Koblenzer dabei stießen, hat VWheute in einer umfassenden Geschichte analysiert.

Autor: VW-Redaktion

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