Allianz trennt sich von Lebensversicherungsbestand in Frankreich
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Das französische Insurtech +Simple will nun auch den deutschen Versicherungsmarkt erobern, Quelle: Bild von Tumisu auf Pixabay

Neuer Run-off: Die Allianz verkauft ihr Lebensversicherungsgeschäft in Frankreich an die CNP Assurances. Der geschlossene Bestand umfasst mehr als 20.000 Lebens- und Kapitalisierungspolicen mit einer Bilanzsumme von 2,1 Mrd. Euro. Die Policen – darunter 60 Prozent fondsgebundene Lebensversicherungen – waren unter den Namen „Excelis“ und „Satinium“ an Privatkunden verkauft worden. 

Die Allianz hatte die Lebensversicherungen von 2009 bis 2019 über Banque Postale Group, die Muttergesellschaft von CNP Assurances, vertrieben. Die Allianz will sich angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen in mehreren Ländern von ihren Lebensversicherungsbeständen trennen. Bereits im September 2021 wurde bekannt, dass die Allianz Medienberichten zufolge wohl ein großes US-Lebensversicherungs-Portfolio verkaufen will. Auch Schweizer Medien berichteten, dass die Allianz Suisse vor dem Verkauf von Lebenspolicen steht. Anfang Oktober schlossen die Allianz Suisse und Resolution Re eine Rückversicherungslösung für den Altbestand an Einzellebensprodukten ab. Der Bestand hat ein Rückstellungsvolumen von rund vier Mrd. Schweizer Franken. Zu den finanziellen Aspekten wurde Stillschweigen vereinbart.

„Wir begrüßen den Abschluss dieser Transaktion, die voll und ganz unserer Strategie entspricht, indem sie dazu beiträgt, unser Betriebsmodell zu vereinfachen“, kommentiert Fabien Wathlé, CEO von Allianz France. „Wir freuen uns sehr über den Abschluss dieser Transaktion, die die Position von CNP Assurances als alleiniger Versicherer von La Banque Postale stärkt und ein wesentlicher Bestandteil unserer Bemühungen ist, unser verwaltetes Vermögen umzugestalten, dessen Portfolios hauptsächlich in fondsgebundene Produkte investiert sind. Die Kunden der La Banque Postale, die von diesen Übertragungen betroffen sind, können sich auf die Kontinuität der Verwaltung ihrer Verträge und unsere Entschlossenheit verlassen, ihnen den bestmöglichen Service zu bieten“, ergänzt Stéphane Dedeyan, CEO von CNP Assurances.

Autor: VW-Redaktion

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