Munich Re hält trotz hoher Schadenbelastung an Gewinnzielen für 2021 fest

Konzernsitz der Munich Re. Quelle: Munich Re

Die Munich Re hält trotz einer hohen Schadenbelastung im dritten Quartal 2021 an ihrer Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr fest. So geht der bayerische Rückversicherer unverändert davon aus, einen Gewinn von 2,8 Mrd. Euro zu erzielen. In den ersten neun Monaten hat der Konzern ein Ergebnis von rund 2,1 Mrd. Euro erzielt.

Unternehmensangaben zufolge rechnet die Munich Re durch Sturmtief „Bernd“ in den Sparten Rückversicherung Schaden/Unfall sowie bei der Ergo eine Belastung von rund 600 Mio. Euro. Der Hurrikan „Ida“ verursachte in den USA Schäden von rund 1,2 Mrd. Euro. Nennenswerte Schäden durch Covid-19 seien im dritten Quartal dieses Jahres laut Rückversicherer nicht angefallen. Über die endgültigen Q3-Ergebnisse will die Munich Re wie geplant am 9. November 2021 berichten.

Die Munich Re schätzt die verheerenden Gesamtschäden infolge des Tiefdruckgebiets „Bernd“ im Juli auf 46 Mrd. Euro in Europa und auf 33 Mrd. Euro in Deutschland. Dies koste die Versicherer in Europa mehr als neun Mrd. und in Deutschland mindestens sieben Mrd. Euro. Eine steigende Inflation treibe die Schadensummen dabei nach oben. “Die hohen Schäden durch das extreme Hochwasser in Zentraleuropa und die Zunahme mittelschwerer Wetterereignisse wie Dürren oder Waldbrände treffen Bereiche mit teilweise nicht risikoadäquaten Preisen und Bedingungen”, sagte Vorstandsmitglied Doris Höpke.

Zudem schätzt der Risikomanager RMS die gesamten versicherten Onshore- und Offshore-Schäden in den USA auf 31 bis 44 Mrd. US-Dollar. Die Ratingagentur Fitch beziffert die Schäden jüngst auf eine Summe zwischen 15 und 25 Mrd. US-Dollar.

Autor: VW-Redaktion

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