Swiss Re hält trotz Corona an Finanzzielen fest

Konzernsitz der Swiss Re am Mythenkai in Zürich. Quelle: Swiss Re

Die Swiss Re hat in den vergangenen Monaten spürbar unter der Corona-Pandemie gelitten. Dennoch hält der Schweizer Rückversicherer an seinen bisherigen Finanzzielen fest. So liege der Fokus auf einer erstklassigen Kapitalausstattung und einer konstanten oder höheren Dividende, hieß es anlässlich des Investorentages am vergangenen Freitag.

Dabei strebt der Rückversicherer an, dass das Eigenkapital durchschnittlich sieben Prozent mehr Ertrag abwerfen soll als zehnjährige US-Staatsanleihen.

In der Sparte Corporate Solutions peilt die Swiss Re für 2021 eine Schaden-Kostenquote von 98 Prozent oder darunter an. Zudem sei der Turnaround in dieser Sparte auf einem guten Weg, heißt es weiter. In der Schaden- und Unfallversicherung peilt die Swiss Re für das kommende Jahr eine Combined Ratio von 96 Prozent oder niedriger an. Die Lebenssparte sieht Konzernchef Christian Mumenthaler 2020 trotz Corona weiterhin in der Erfolgsspur.

“Wir fokussieren uns darauf, unsere Finanzziele zu erreichen und unsere Prioritäten im Kapitalmanagement umzusetzen. Wir gehen davon aus, dass sich Covid-19 nur auf die Ertragskraft und nicht auf die Kapitalstärke der Gruppe auswirken wird und sich die Risikoexponierungen künftig verringern werden.”

Christian Mumenthaler, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020 verbuchte der Rückversicherer unter dem Strich einen Verlust von 691 Mio. US-Dollar. Wesentliche Gründe dafür sind die Schadenbelastungen durch Corona und Naturkatastrophen. Zum Vergleich: Nach dem ersten Halbjahr 2020 stand bei der Swiss Re noch Verlust von 1,135 Mrd. US-Dollar in den Geschäftsbüchern.

Die Schäden aus Naturkatastrophen und Man-made-Ereignissen beliefen sich Unternehmensangaben zufolge im gleichen Zeitraum auf 1,5 Mrd. US-Dollar. Die Naturkatastrophenereignisse im dritten Quartal lagen nach Angaben der Swiss Re über den Schadenerwartungen. Besonders ins Gewicht fielen dabei laut Rückversicherer die Hurrikane “Laura” und “Sally”, die Waldbrände an der US-amerikanischen Westküste und die Stürme im mittleren Westen der USA sowie die Überschwemmungen am Jangtse und den Taifun “Haishen”. Bei den menschengemachten Katastrophen hinterließ vor allem die Explosion in Beirut ihre Spuren in der Geschäftsbilanz.

Autor: VW-Redaktion

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