Vertriebsvorstand Brüß: „Die Gothaer wird sich im zweiten Halbjahr auf Arbeitskraftabsicherung und Altersvorsorge fokussieren“

Oliver Brüß, Vorstand Gothaer, Quelle: Unternehmen.

Fast alle Marktbeobachter rechnen im zweiten Halbjahr mit einem post-Corona-Nachholeffekt. Wie der gestaltet werden soll und was dafür nötig ist, weiß Gothaer Vertriebsvorstand Oliver Brüß. Im Interview erklärt er die Pläne des Versicherers mit Sitz in Köln.

VWheute: Auf welche Produktgruppen und /oder Tarife werden Sie sich im zweiten Jahr vertrieblich fokussieren?

Oliver Brüß: Im zweiten Halbjahr werden wir uns auf die Themen Arbeitskraftabsicherung und Altersvorsorge fokussieren (Redaktionelle Anmerkung: VWheute hat die Entwicklung antizipiert und bereits im Mai ein BU-SCHLAGLICHT veröffentlicht). Außerdem werden wir den Tarif MediZDuo weiter aktiv in den Vordergrund stellen und im Herbst eine Kampagne zum Thema Lebensphasen starten.
Für Firmenkunden läuft seit dem Frühjahr eine Modernisierungsoffensive Gewerbe, im Herbst starten wir eine Erhöhungsaktion bAV. Die Themen Cyber, Rechtsschutz und Bausparen werden ganzjährig gespielt.

VWheute: Mit welchen Mitteln möchten Sie den Vertrieb in Position bringen?

Oliver Brüß: Um den Exklusivvertrieb in Position zu bringen setzen wir auf ein Zusammenspiel aus der Bereitstellung von gut geplanten Kampagnen, einem großen Schulungsangebot zu Themen wie ganzheitliche Beratung und Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Die Videoberatung und elektronische Unterschriften sind nicht mehr wegzudenken und gehören zum Alltag der Agenturen.  Für die ganzheitliche Beratung stellen wir den Agenturen die neue App „GothaerMeinFinanzPlan“ zur Verfügung, mit der nach Erfassung aller relevanten Daten eine vollumfängliche auf den Kunden zugeschnittene Lösung erreicht werden kann.

VWheute: Corona hat den digitalen Wandel beschleunigt, welche Auswirkungen hat das auf ihren Vertrieb?

Oliver Brüß: Das Thema Digitalisierung stand auch schon vor Corona ganz oben auf unserer Agenda, bei Themen wie BiPro sind wir einer der Vorreiter.

Die letzten Monate haben aber zwei Dinge bewirkt: Zum einen haben viele Kunden und Vermittler ihre Scheu vor Instrumenten wie Videoberatung verloren. Gerade bei einfacheren Themen werden sich die entsprechenden Tools jetzt etablieren. Zum anderen hat sich aber auch gezeigt, wie wertvoll der persönliche Kontakt gerade bei komplexeren Themen ist. Die persönliche Beratung vor Ort in der Agentur oder beim Kunden hat also weiterhin eine große Bedeutung.

VWheute: Welche vertrieblichen Ziele haben Sie bis Ende 2020?

Oliver Brüß: Wir werden alles daran setzen, in der zweiten Jahreshälfte die fehlenden Umsätze aus dem Lock-Down auszugleichen und so unsere gesteckten Ziele noch zu erreichen.

Im Fokus steht dabei aber wie immer die optimale Beratung und Unterstützung unserer Kunden, um einen Bestandsabrieb und Storno zu vermeiden. So sichern wir auch die wirtschaftliche Stabilität und Überlebensfähigkeit unserer Vertriebspartner.

Autor: VW-Redaktion, Fragen stellte Maximilian Volz

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