Deutsche Bank steht vor Vertragsverlängerung mit Zurich und Talanx

Deutsche Bank - ein begehrter Partner für Versicherer. Quelle: Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist ein begehrter Partner für die Versicherer. Vor einigen Wochen noch wurde spekuliert, dass Allianz seinen Konkurrenten Zurich und Talanx den lukrativen Vertrag abluchst. Nun soll Deutschlands größtes Kreditinstitut mit den beiden vor einer Verlängerung der Partnerschaft stehen. Der alte „Branchenbekannte“ Manfred Knof habe die Ausschreibung für die Jahre 2023 bis 2032 vorgezogen.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) hat die Bank unter ihrem Verhandlungsführer, dem ehemaligen Allianz-Deutschlandchef Manfred Knof, entschieden, die Gespräche zunächst nur mit den beiden genannten Konzernen weiterzuführen. Demnach seien nach einer ersten Sondierungsrunde die Allianz, BNP Paribas Cardif, Talanx und die Zurich übrig geblieben. Die beiden letzteren seien nun in der finalen Auswahl.

Dabei soll die Zurich künftig die Lebens- und Sachversicherungen abdecken und die Talanx Restschuldversicherungen anbieten. Nach Angaben der SZ soll dem niedersächsischen Versicherer die Zusammenarbeit rund 110 Mio. Euro wert sein. Die Zurich will laut Bericht sogar rund 300 bis 350 Mio. Euro für eine Fortsetzung des bis 2022 geltenden Vertrages zahlen. Unterschrieben sei allerdings noch nicht. Auch den anderen Versicherern sei offiziell noch nicht abgesagt worden.

Beide Versicherer wollten sich auf Anfrage von VWheute nicht dazu äußern. „Zu möglichen laufenden Gesprächen nehmen wir grundsätzlich keine Stellung“, betonte ein Talanx-Sprecher. Ein Unternehmenssprecher der Zurich wies darauf hin, dass die „Zurich Marktgerüchte und laufende Gespräche mit Geschäftspartnern grundsätzlich nicht kommentiert und wir uns an Spekulationen nicht beteiligen“.

Bereits vor einigen Tagen wurde bereits öffentlich darüber spekuliert, dass die Allianz möglicherweise die Zurich als Versicherungspartner der Deutschen Bank ablösen könnte. Bei den Münchenern von der Allianz hätte ein Deal mit der Deutschen Bank gut ins Portfolio gepass, das Unternehmen hat bereits mit mehreren Banken Vertriebsvereinbarungen, beispielsweise mit der italienische UniCredit SpA und kürzlich mit der Banco Bilbao Vizcaya.

Ende Mai 2020 wurde bekannt, dass die HDI-Tochter Perseus künftig mit der Deutschen Bank zusammenarbeitet. Kunden von Deutschlands größtem Kreditinstitut sollen bei Abschluss eines mindestens einjährigen Vertrages mit Perseus die Gebühren für die ersten drei Monate erlassen bekommen.

Autor: VW-Redaktion

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