Indien forciert milliardenschweren Börsengang von staatlichem Lebensversicherer

Quelle: Pixabay

Um sein Staatsdefizit in den Griff zu bekommen, will Indien einen Teil des staatlichen Lebensversicherers Life Insurance Corporation of India an die Börse bringen. Experten prophezeien einen ähnliches IPO-Debüt wie bei Saudi Aramco, das 26,6 Mrd. Dollar eingenommen hat.

„Das wird das IPO des Jahrzehnts werden“, sagte ijay Bhushan, Präsident der Association of National Exchanges Members. Jedoch wird es noch mindestens ein Jahr dauern, viele Gesetzesänderungen müssten vorher auf den Weg gebracht werden, erklärte das indische Finanzministerium. Nach der Ankündigungen sind die Aktien privater Versicherer gefallen.

Nur etwa zehn Prozent des Lebensversicherers sollen an die Börse. Dennoch wird es wahrscheinlich das größte Unternehmen Indiens – gemessen an der Marktkapitalisierung – sein. Life Insurance Corporation hat im riesigen Land einen Marktanteil von 76.28 Prozent. SBI Life, ein Joint-Venture der staatlichen Bank Indiens und BNP Paribas, hat 2017 beim IPO etwa eine Mrd. Doller eingenommen.

Die indische Versicherungsbranche ist permanent im Wandel. Die 1999 gegründete Versicherungsaufsichtsbehörde Insurance Regulatory and Development Authority (IRDA) versucht die Branche zu liberalisieren. Als eine der ersten Amtshandlungen erlaubte sie privaten Unternehmen Versicherungen anzubieten und beendete somit die Monopolstellung der staatlichen Versicherer Life Insurance Corporation of India (LIC) und General Insurance Corporation of India (GIC). Auf dem Lebensversicherungsmarkt sind inzwischen einige große westliche Player vertreten, darunter Aviva, Generali, Aegon oder Metlife.

Autor. VW-Redaktion

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