Verdi und Talanx hauchen Nahles-Rente neues Leben ein

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Vor einer Woche spekulierten die Medien über ein Ende der Nahles-Rente, nun ist das Produkt der Zukunft zugewandt. Der Grund dafür ist, dass die Gewerkschaft Verdi sich mit der Talanx auf ein Modell geeinigt hat.

Die Lösung der beiden Schwergewichte sieht keinen garantierten Zins vor, sondern eine Zielrente mit der Aussicht auf höhere Erträge. An dem neuen Altersvorsorgemodell können die rund 12.000 Mitarbeiter der Talanx partizipieren. Es wird aber bereits in der Branche darüber spekuliert, dass der Abschluss eine Signalwirkung haben könnte. Es wäre an der Zeit, denn das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz trat bereits im Januar 2018 in Kraft, bisher wurden die Möglichkeiten aber verschmäht.

„Das Sozialpartnermodell lebt – allen Unkenrufen zum Trotz“, sagt Fabian von Löbbecke, bei Talanx Vorstand für betriebliche Altersversorgung (bAV) und zugleich mitverantwortlich für „Die Deutsche Betriebsrente“. „Rund zwei Jahre nach der Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) haben wir in ver.di einen wichtigen Partner gefunden, mit dem wir jetzt die Grundlage geschaffen haben, um das neue Altersvorsorgemodell unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugänglich zu machen“, ergänzt von Löbbecke.

Auch der Partner ist zufrieden. Martina Grundler, von Verdi: „Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kann das Sozialpartnermodell ein sinnvoller Baustein für finanzielle Sicherheit im Alter sein. Dass Talanx als erster Arbeitgeber in Deutschland dieses neue Vorsorgeinstrument nun gemeinsam mit uns plant einzuführen, ist gerade für Beschäftigte mit geringen Einkommen ein wichtiger Schritt bei der Absicherung gegen die Altersarmut und kann als Muster für andere Unternehmen dienen.“

Und was ist mit der Grundrente?

Bei der Diskussion über die Grundrente warnt der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke vor einem Scheitern. „Wenn CDU und CSU die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgesehenen 2,75 Millionen Berechtigten für eine Grundrente auf 150.000 reduzieren wollen, wird von dem großen Vorhaben nur noch Makulatur übrig bleiben“, erklärte Werneke. Mit der neuen Grundrente sollen Versicherte, die mindestens 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten – ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Autor: VW-Redaktion

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