Thomas Cook Deutschland Pleite – Zurich wird bezahlen müssen
 VWheute Sprint 

Es war absehbar und eine Frage von Stunden. Nach dem Insolvenzantrag des britischen Unternehmens Thomas Cook ist nun auch die deutsche Tochtergesellschaft zahlungsunfähig. Versichert ist die Deutschlandtochter bei der Zurich. Derzeit sind 140.000 Urlauber mit dem Unternehmen unterwegs.

Anders als in Großbritannien müssen hiesige Reiseanbieter eine Versicherung abschließen, die im Falle einer Insolvenz für die Rückkehr der Urlauber finanziell einsteht. Das bedeutet, dass der Reiseveranstalter die Kunden zurückholt, aber die Kosten an die Versicherung weitergibt.

Im Fall von Thomas Cook Deutschland ist das die Zurich Deutschland. Zu den betroffenen Unternehmen gehören Thomas Cook Signature, Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin. Im viel gelesenen Schlaglicht erklärte ein Sprecher der Zurich, dass die Haftung des eigenen Unternehmens auf 110 Millionen Euro gedeckelt ist. Vertraulich erklärte ein Experte gegenüber VWheute, dass er mit dem Erreichen dieser Summe rechnet.

Was kann ein Verbraucher tun?

Thomas Cook Deutschland will die Urlauber zurückholen.  „Wir sind derzeit im Austausch mit dem Auswärtigen Amt, dem Reiseinsolvenzversicherer und weiteren Partnern mit dem Ziel, eine geordnete Rückführung der Gäste zu ermöglichen“, schreibt das Unternehmen.

Auf der Webseite heißt es weiter: Betroffene Kunden können sich für Informationen zum weiteren Vorgehen an den von der Zurich Insurance plc Niederlassung für Deutschland beauftragten Dienstleister KAERA AG, www.kaera-ag .de wenden.

Was die Pleite der deutschen Tochter für die Kunden bedeutet, hat der Focus berichtet. Die Maßnahmen, die betroffene Kunden ergreifen können, hat unter anderem der Tagesspiegel aufgelistet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte eine bessere Absicherung für Urlauber gefordert.

5 Kommentare

  • War es heute noch im Handelsblatt zu lesen “ Es gibt keinen Sicherungsfall“ so ist mit der Insolvenz von Öger-Tours und Bucher Reisen der Sicherungsfall eingetreten. Jetzt müsste der Versicherer Farbe bekennen. Stehen für Öger Tours und Bucher Reisen lt. Versicherungsschein 110 Mio. Euro zur Verfügung. Hier sollte der Versicherer im Sinne der Verbraucher kurzfristig Stellung nehmen. Das würde viele Unsicherheiten wohl möglich beseitigen.

  • Die Insolvenz der Thomas Cook Deutschland war nur eine Frage der Zeit nach der Insolvenz der Mutter, sämtliche Verkäufe wurden gestoppt und in den App-Stores wurden die App´s entfernt, wenn man noch von einer „Rettung“ oder letzten Option ausgeht weshalb macht man dann sowas?

    Sämtliche Reiseleiter haben in den letzten Tagen in den Hotels nur eines gemacht, nämlich schnell Ihre Kontaktdaten entfernt!

    Ist schon gruselig wie mit den Verbrauchern in Deutschland umgegangen wird.
    In UK wurde im Gegenzug eine Riesenaktion gestartet, A380 fliegen Nonstop Briten aus und die Deutschen schauen Dumm in die Wäsche.

  • Ich bin sehr sauer über die Abwicklung von Thomas Cook mit Sitz in Oberursel. Die Geschäftsführung zieht sich aus ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Kunden heraus. Die jetzt ihre Pauschalreise gebucht haben und den Sicherungsschein besitzen besteht die Möglichkeit der Rückerstattung. Diese läuft sehr schleppend. Selbst man mit einer Kreditkarte die Reise bezahlt hat, sind diese auch nicht bereit, das Geld zu erstatten. Diese Branche hat einen ganz bitteren Beigeschmack erhalten. Eigentlich müsste man Thomas Cook anzeigen.

  • Hubert Gierhartz

    Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Deckungssumme für dieses Fiasko
    beziffert Zürich Versicherung auf 110 Mio EURO. Das heißt, das Öger Tours, Bucher Reisen, Neckermann und Air Marin in einem Sicherungsschein gebündelt wurden.
    z.B. Neckermann
    Reiseveranstalter : Thomas Cook Touristik GmbH
    Sicherungsschein Nr. 704.0004.145.760
    z.B. Öger Tours Bucher Reisen
    Reiseveranstalter: Öger Tours Bucher Reisen
    Sicherungsschein Nr.: 704.005.598.300
    Hier könnte doch der dumme Verbraucher glauben, das es sich hierbei
    um zwei Sicherungsscheine handelt. Ist auch logisch, was hat der Neckermann Reisende mit Öger Tours zu tun?
    Wären vier Sicherungsscheine eigenständig ausgestellt, dann würden 440 Mio. EUR zur Verfügung stehen.
    Ist das alles rechtens, und wer überwacht solche Geschäftspraktiken ?

  • Alsleben Christiane

    Ich bin sehr traurig darüber wie wir Urlauber behandelt werden.Da bucht man einmal einen Urlaub nach zehn Jahren und dann das.Für was besitzt man eigendlich eine Versicherung wenn wir dann um diesen Urlaub betrogen werden .Der Veranstalter verdient sich eine goldene Nase und der Urlauber verliert sein Sauerverdientes Geld und der Jahresurlaub ist auch noch weg.Die sollten sich schämen mit Menschen so umzugehen.Hier liegt sehr viel im argen und ich hoffe das die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

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