DVAG-Aussteiger Scheffner: „Ich empfinde es als Verpflichtung, derartiges Geschäftsgebaren öffentlich zu machen“

Ralf Scheffner, privat.

Die Erfolge sind ebenso unbestritten wie die Vertriebsmethoden umstritten. Die DVAG spaltet die Menschen in Gläubige und Kritiker. Der ehemalige Vertriebler Ralf Scheffner hat mit der Versicherungswirtschaft über das Modell DVAG aus seiner Sicht gesprochen. Das Unternehmen habe versucht, ihn „mit Prozessen mundtot zu machen“. Ein Auszug aus dem Interview.

Versicherungswirtschaft: Vor einigen Monaten berichteten Sie dem SPIEGEL kritisch vom Innenleben der DVAG aus Ihrer persönlichen Perspektive. Wie waren die Reaktionen darauf?

Ralf Scheffner: Echte Drohungen habe ich keine erhalten. Ganz am Rande habe ich einzelne kritische Stimmen in Internetforen vernommen. Davon dürften die meisten allerdings grundsätzlich reflexartig ablehnend auf jede Kritik an der DVAG reagieren. Nach den ganzen Jahren, in denen die DVAG mit diversen Prozessen versucht hat, mich mundtot zu machen, empfinde ich es geradezu als meine Verpflichtung, derartiges Geschäftsgebaren öffentlich zu machen.

Versicherungswirtschaft: Glauben Sie, dass sich die Bedingungen heute von den Jahren unterscheiden als Sie dort noch arbeiteten?

Ralf Scheffner: Davon gehe ich aus. Aufgrund der stärkeren staatlichen Reglementierung des Marktes für Finanzberater gibt es bei der DVAG wohl fast keine Nebenberufler mehr. Damit werden die Bedingungen, für DVAG-Berater strukturvertriebstypisch neue Berater anzuwerben und von deren Geschäft zu partizipieren, schwieriger. Wahrscheinlich können viele DVAGler nur noch überleben, weil sie ihren Kunden nun auch noch Gas- und Stromverträge verkaufen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass viele bei der DVAG in einer Blase leben und gar nicht wahrnehmen, dass die Bedingungen am Markt beispielsweise für freie Finanz- und Versicherungsmakler viel besser sind.

Versicherungswirtschaft Ob DVAG, MLP oder Swiss Life. Alle verdienen prächtig und deren Vermittlerzahl wächst. So schlimm können die Bedingungen nicht sein, oder?

Ralf Scheffner: Also ich würde bestreiten, dass diese drei Gesellschaften langfristig und nachhaltig aus sich selbst heraus wachsen.

Die Mitarbeiterzuwächse bei der DVAG gehen auf das Konto der Übernahme anderer Vertriebsgesellschaften. So hat die DVAG den Außendienst der AachenMünchener, der Badenia Bausparkasse und der Generali übernommen. MLP hatte bereits im Jahr 2000 mehr Berater als heute. Der ehemalige AWD, aus welchem Swiss Life Select hervorgegangen ist, hatte im Jahr 2002 mehr als 5.000 Vertriebler. Bei Swiss Life Select sind es heute weniger als 4.000.

Das komplette Interview mit weiteren Themen wie der Bildung von DVAG-Beratern, Vereinnahmung von Vertrieblern und Vertriebsvorgaben finden Sie in der neuen Oktober-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Anmerkung der Redaktion: Die DVAG wurde zum Sachverhalt angefragt, gab aber keine Stellungnahme ab.

Die Fragen stellte VW-Redakteur David Gorr.

21 Kommentare

  • Ich bin auch Aussteiger der DVAG (war ca. 2Jahre im Hauptberuf dort), jetzt seit ca. einem Jahr nicht mehr. Ich wäre mal bereit für einen Gegenkommentar, denn hier werden (meiner Meinung nach) einige Fakten verdreht

  • Bin seit über 5 Jahren im Nebenberuf bei der DVAG tätig. Ich kann mir meine Ziele selber stecken und bin keinem Druck seitens der DVAG ausgesetzt. „Mein Team“, mit dem ich zusammen arbeite, ist sehr offen und greift einen unter die Arme. Für mich persönlich ist es der beste Arbeitgeber den ich kennen lernen durfte. Wenn jemand etwas erreichen möchte, werden ihm hier keine Barrieren in den Weg gelegt, im Gegenteil.

  • Ich kann leider kein gutes Haar an der Dvag lassen. Dort bist du nur solange willkommen, wie Einheiten geschrieben werden. Und genau solange gehört man zu der sog. Familie, was eher sektenähnliche Strukturen hat, wenn man sich nicht der kompletten Gehirnwäsche unterzieht. So werden Feste gefeiert, Schulungsurlaube gemacht und viele haben dabei nur noch Leute von der Dvag um sich, keine anderen, ausser es sind Kunden oder sollen welche werden. Nein danke, nie wieder.

  • Diese sogenannten AUSSTEIGER sind die Leute die es nicht gebacken bekommen haben dort fuss zu fassen, und ich finde es eine Frechheit solche Äußerungen gegenüber einer “Firma“ soetwas zu unterstellen NUR um sie schlecht zu machen!

  • @Max: Nein, manchmal sind das auch Leute, die erkannt haben, dass das nicht richtig ist bzw. nicht in solch einer Abhängigkeit „selbständig“ arbeiten möchten. Man kann sich vieles schön reden…. Und wenn man Erfolg hat, wird man ja auch gefeiert ohne Ende und wenn nicht….

  • Ich bin seit über zehn Jahren bei der Allfinanz-DVAG und war davor über 20 Jahre leitender Angestellter bei einem Versicherungsunternehmen. Ich habe mich noch nie so wohl in einem Unternehmen gefühlt. Hier gibt es weder Vertriebsvorgaben noch Druck. Wer fleißig ist verdient gut, wenn nicht nicht. Das ist in jeder Firma im Vertrieb so wer erfolgreich ist steht besser da wie der der erfolgslos ist. Von daher gibt es immer Leute die Ihren Mißerfolg an der Gesellschaft fest machen anstatt darüber nachzudenken ib es an Ihnen liegt. Armselig. I love my Company 👍🏻

  • In welcher Firma wirst du denn gefeiert wenn du keinen Erfolg hast. Zieh nach Utopia oder hör auf zu jammern. Immer wieder spannend wie Wenige in der Lage sind für ihr eigenes Tun und Handeln oder auch Unterlassen die Verantwortung zu übernehmen. Immer sind andere schuld. Erbärmlich! Aber nicht mein Problem!

  • Ich bin 7 Jahre bei der DVAG gewesen und bin als Geschäftstellenleiter ausgetreten. Alles hat 2 Seiten im Leben. DVAG ist und bleibt eine gute Schule eine Top Ausbildung im Vertrieb. Der Markt bietet allerdings viel mehr sehr sehr viel mehr man muss nur bereit sein die Augen zu öffnen. Für gleiche Arbeit bis zur 3 fachen Bezahlung und dass am besten noch unabhängig, nicht gebunden an Die AM oder Generali. Aussteiger sind nicht unbedingt die die es nicht geschafft haben sondern mehr die, die sich über den Markt informiert haben.

  • Ich habe 4Jahre im Aussendienst der AachenMünchener und dann weitere 7Jahre für die Allfinanz DVAG gearbeitet. Leider habe ich mich ausgerechnet Ende 2007 zu diesem Schritt entschlossen, und so die volle Wucht der Wirtschaftskriese miterlebt. Da ich immer ein Sachversicherungsspezialist war und kaum die großen Provisionen der Lebens-renten- und Krankenversicherungen eingebracht habe, war meine Selbstständigkeit Letzt endlich zum Scheitern verurteilt. Allerdings muss ich sagen, dass die DVAG einem jede Menge Instrumente zur Verfügung stellt um Kunden sehr gut in allen Bereichen beraten zu können und ich heute noch Kunde aus Überzeugung von den sehr guten Produkten der AM bin. Auch ich kam mit dem System der Kundengewinnung nicht besonders gut klar, doch heißt das nicht das es kein guter Weg für Viele sein kann, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das eigentliche Problem sehe ich eher in der Selbstständigkeit mit seinen vielen Stolpersteine in die man gedrängt wird und die viele dann in einen verzweifelten Kreislauf des ständigen Zwangs des Mehrverdienens treibt.

  • Ich finde es problematisch MLP auf eine Stufe mit DVAG und SLS zu stellen.

    – Kundenkreis

    – Stellung der Berater

    – Vertriebssystem

    – flache Strukturen

    – Aus-& Weiterbildung

  • Keinen Plan, wie hier Leute nur ein gutes Haar an der DVAG lassen können. Das System ist als Hauptberufler eine Frechheit. Mit selbstständiger Arbeit hat das nichts zu tun. Wer keine Einheiten schreibt, fällt in der Provision und wird nach einer geraumen Zeit fallen gelassen. Dazu sind die Arbeitsverträge totale Knebelverträge. Sorry aber wenn alle Gesellschaften so arbeiten würden wie die, dann wäre unser Berufszweig am Ende.

  • Ich bin noch nicht lange bei der DVAG bin seit der Volksfürsorge bereits dabei und muss feststellen dass es ein guter Arbeitgeber ist man kann hier viel erreichen vor allem haben meine Kunden einen festen Ansprechpartner ich werde im Dezember 70 die Arbeit macht mir Spaß und ich habe fast jeden Monat Aufträge wo auch Gelder pünktlich für die Leistungen ausgezahlt werden und man hat eine gute Beschäftigung als Rentner der Arbeitgeber ist wie eine Familie wer arbeitet wird auch belobigt wer nichts tut hat Pech denn jede Firma will leben und unsere Kunden wollen und müssen gut betreut werden was mir Spaß macht ! Weiter so kann ich nur sagen weiter soh Andreas Pohl!🍀🍀🍀🍀🍀

  • Rolf Schneider

    Aussteiger Rolf
    War 20 Jahre bis 2011 tätig für die DVAG. Der Ausstieg und Wechsel wurde damals blockiert und juristisch erschwert. Der Neuanfang bei einem anderen Versicherungsunternehmen war überschattet von Verleumdungen ehemaliger DVAG’ler. Der alte Kundenbestand war quasi weg.
    Letztendlich bin ich nun glücklich als Angestellter in einer anderen Branche.

  • Ich bin letztes Jahr von der Generali zur Allfinanz AG DVAG gekommen. Nach über einem Jahr muss ich sagen, dass mir nichts besseres hätte passieren können. I love my Company, and I love my DVAG! Keine Fremdbestimmung! Ich gestalte meinen Tag selbst, ohne dass mir jemand reinredet. Hier kann ich sagen, dass ich Vermittler sein kann und kein Geschäftsplanerfüller, für mich das Paradies!

    Zu den Aussteigern: Es ist nicht schlimm, wenn es nicht geklappt hat. Vertrieb und Selbständigkeit ist nicht jedermanns Sache. Aber bitte: Sucht nicht die Schuld beim Unternehmen, denn die sitzen nicht beim Kunden, sondern Ihr! Jeder hat es selbst in der Hand. Jeder ist selbst erfolgreich und scheitert auch selbst. Und Behauptungen, die man immer mal liest, wie jeder Vermögensberater unterliegt einer Gehirnwäsche finde ich ganz weit her geholt. Bei mir hat es noch niemand versucht.

    Mein Fazit: Ich kann hier meinen Job machen, wenn ich Support benötige, bekomme ich ihn. Ich bin sowohl für meinen Erfolg, als auch für mein Scheitern selbst verantwortlich und kein anderer! Ich würde jedem, der in einer AO arbeiten möchte, die DVAG weiter empfehlen.

  • Der größte Witz ist, dass sich die DVAG-Strukkis frech „Vermögensberater“ schimpfen, obwohl Sie auschliesslich überteuerte Produkte der AachenMünchener Versicherungsgruppe verkaufen und im Vermittlerregister als Versicherungsvertreter eingetragen sind

  • Ich war 10 Jahre mit einem Vermögensberater verheiratet. Und bin jetzt- 20 Jahre später – froh, den Dunstkreis verlassen zu haben. Zugegeben, einige schaffen es, dort die versprochene Karriere zu machen. ABER Ich habe viele kommen und gehen sehen. Meistens finanziell ruiniert und psychisch am Boden. Angeworben werden oft sehr junge Leute, die ihren Weg noch nicht gefunden haben, oder Menschen , die die in einer Krise stecken und nach einem Neuanfang suchen. Bevorzugt mit wenig Selbstvertrauen und offen für die aufmunternden Worte des „Betreuers „. Sätze wie “ Hey, du lebst nur einmal, überleg mal, was du verdienen kannst (darauf folgt ein beeindruckendes Rechenbeispiel), oder „wenn es dir schlecht geht, musst DU was ändern… bla bla du hast es doch drauf“ usw usw. .. und die fühlen sich tatsächlich gut. Die ersten Erfolge kommen, Mann/ Frau fühlt sich supertoll, wird bei Meetings bejubelt und beklatscht, wem gefällt sowas nicht. Nur vergessen die meisten, dass man laufende monatliche Ausgaben hat und dazu dauerhaft zuverlässig verdienen sollte. Und das klappt bei den wenigsten. Ein Tipp: schaut euch die Schuhe an und die Hände, wenn ein Vermögensberater der DVAG bei euch sitzt und euch beraten will. 😉

  • Ich war erst hauptberuflich für die DVAG tätig und jetzt betreue ich noch nebenberuflich meine gut 200 Kunden . Ich bin dankbar über alles was ich lernen und erleben durfte in der Gemeinschaft und möchte keinen Tag missen ..wie man dort arbeiten möchte entscheidet das Herz …wichtig , zum Wohl des Kunden !!!

  • Der Name Dvag ist immer noch aktuell

    D ie
    V ermitteln
    A usschließlich
    G enerali

  • Langjähriger Kunde und Lebenspartner einer DVAG Beraterin

    Ich bin seit über 20 Jahren zufriedener Kunde bei der DVAG. Vor 1,5 Jahren hat meine Frau angefangen dort zu arbeiten.
    Als Quereinsteigerin wird sie geschult und gut betreut.
    Es ist NICHT so, dass Fachfremde Einsteiger blindlings auf Kunden losgelassen werden nur um Umsatz zu schreiben. Sie wird geschult und eng betreut. Auf Kundenterminen ist ihr Vorgesetzter dabei und die Fälle werden auch zusammen bearbeitet.

    Die Vorwürfe mancher Kommentar Schreiber sind wie leider immer öfter in der digitalen Welt hoffnungslos übertrieben und auch realitätsfern!

    Es ist wie in jedem anderen Beruf auch welchen man Selbstständig ausübt, man ist für sich, seine Leistung und damit auch sein Verdienst selbst veranwortlich!

    Wenn ich bei Claudia Walz lese dass Abbrecher „finanziell und psychisch am Boden“ sind, dann muss man sich schon fragen wo die wirklich gearbeitet haben!

    Wir bekommen soviel Unterstützung seitens der DVAG, Schulungen werden Familienfreundlich aufgebaut, Lebenspartner und auch Kinder werden voll in das Konzept mit integriert!
    Da sagen die einen natürlich das sei eine Form welche auch Sekten praktizieren! Das ist aber falsch, das ist einfach eine tolle Bildungsstruktur!
    Wenn jemand in die Selbstständigkeit wechselt, dann benötigt er die Rückendeckung des Lebenspartners oder Familie. Denn ein Risiko ist selbstverständlich vorhanden. Man kann auch bei der DVAG auf die Schnauze fallen, allerdings fallen nur die auf die Schnauze die gedacht haben „ach ich bin selbstständig und mache mir meine Arbeistzeiten selbst “ oder welche die einfach nicht für den Finanzsektor/Versicherungswesen geschaffen sind.
    Es gibt viele die es ausprobieren und dann aber merken dass es doch nicht das richtige für sie ist. Das ist aber kein Problem, eine Rückkehr ist jederzeit möglich.
    Diese Horrorgeschichten von manch einem Kommentarschreiber oder Schreiberin sind absolut falsch und lächerlich!

    Die DVAG ist einer von vielen Anbietern in diesem Sektor und ebenso sind auch die Angebote breit gefächert.. Jeder Anbieter hat seine Vor und auch Nachteile, so ein Quatsch wie von Claudia Walz oder Maya Kaufmann geschrieben, gehört gelöscht da diese Kommentare nichts mit der Realität zu tun haben.

    Ich vermute persönliche Probleme oder private Rachfeldzüge, schade dass man das so machen muss!

  • Kann ich bei der DVAG, Swiss Life usw. Geld verdienen – Jein.

    Macht es euch doch recht einfach – Nehmt den Jahresumsatz der DVAG (ca. 1,6 Milliarden), zieht davon den Gewinn ab (ca.210 Millionen), zieht davon den Verdienst des Direktionsleiters (ca. 350.000.-€ p.a. laut Recherche) ab, davon soll es ja über 1500 geben (also ca. 525 Millionen).

    Dann hat die DVAG ca. 17.000 Mitarbeiter, davon die ca. 1500 Direktionsleiter abziehen – sind noch 15.500 Mitarbeiter, jetzt könnten wir die auch noch nach Hierarchien unterteilen dann wird es noch interessanter, aber egal.

    Von diesem Verdienst muss sich der Versicherungsvertreter der DVAG, krankenversichern, rentenversichern, Steuerberater bezahlen und Steuern zahlen, eventuell noch Bürokosten, ein halbwegs repräsentatives Auto usw. usw.. Ach ja, wohnen und essen muss er auch noch, viel Spaß bei überleben.

    Dann kommt häufig noch die Empfehlung einen AZUBI einzustellen, nochmals eine zusätzliche Bindung und Belastung. OK, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Es ist auch bei der DVAG wie bei den meisten Strukturvertrieben, 20 % verdienen und 80% sorgen dafür das die 20% verdienen. Hat doch was, oder?? Das Prinzip Hoffnung bleibt, da auch jeder der hier mitmacht gerne zu den 20% zählen möchte.

    Das Ganze nennt sich Durchlauferhitzer und hält häufig nur deshalb noch zusammen, dass gerade bei der DVAG der Ausstieg des unzufriedenen Handelsvertreterverträge extrem erschwert wird!! Ein Kündigen ist mit nicht so schönen Nachteilen verbunden, so dass der Handelsvertreter sich dadurch gezwungen sieht zu bleiben und nebenher noch andere Dinge machen muss (Gas, Strom, Handy usw.) um zu überleben.

    Empfehlung: Der Klimmzug am Tellerrand kann hier schon mal helfen seine Sichtweise zu verändern, ist aber von den Vertrieben nicht unbedingt gewollt ;-).

    Nur am Rande, ich bin kein Abgehängter, oder erfolgloser Vertriebler der sich mal ne Runde auskotzen möchte.

  • Ich bin seit 20 Jahren für die DVAG tätig und kann die Ausführungen des Herrn Scheffner nachvollziehen und unterstreichen .
    Ich habe erlebt wie unbescholtene Kollegen, die weg wollten , finanziell ruiniert werden sollten.
    Aufgrund meines Alters ( über 60 ) wollte ich mich diesem Stress nicht mehr aussetzen. Sowieso habe ich festgestellt, dass viele ältere Kollegen enttäuscht sind über die Entwicklung der DVAG , kein Wachstum von innen heraus sondern nur durch Übernahme anderer Vertriebsorganisationen (Generali, AM,Central, Badenia ) . Auch sind die Produkte meist weit vom Markt entfernt und nur über Schachtelprodukte verkaufbar .
    Aufgrund der o.g. Zustände habe ich den Kontakt zu meiner Direktion vor 10 Jahren abgebrochen.
    Ich erhalte nun keine Schulungsaufenthalte mehr, obwohl ich ein Leistungsträger der Direktion bin . Dafür habe ich mich der Gehirnwäsche und Manipulation entzogen und mir geht es seit 10 Jahren persönlich und mental besser . Abgesehen von gelegentlichen Nötigungen meines Direktionsleiters habe ich meine Ruhe. Manchmal fehlt mir die Ansammlung dieses grösstenteils schlichten Menschenschlages . Die Parolen und Spüche meines Direktionsleiters und anderer Kollegen haben mich doch immer belustigt. Natürlich ist mir bekannt , dass das Provisionsniveau der DVAG sehr bescheiden ist und alle anderen Marktteilnehmer mehr erhalten.
    Wenn man , wie ich, genügend Nebeneinkünfte hat ( z.B. Ehefrau die arbeitet )kann man gerne bei der DVAG bleiben und sich als großer Unternehmer fühlen, obwohl man nur Handelsvertreter nach § 84 ist.

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