RMS: Flutkatastrophe kostet Versicherer bis zu 6,5 Mrd. Euro

Der GDV taxiert die Schäden durch Unwetter "Bernd" auf eine Summe von rund sieben Mrd. Euro. Quelle: R+V Versicherung

Der Katastrophenmodellierer RMS schätzt die versicherten Schäden durch die Flutkatastrophe in Westeuropa auf eine Summe zwischen fünf und 6,5 Mrd. Euro (etwa sechs bis 7,7 Mrd. US-Dollar). Etwa 70 Prozent des Gesamtschadens fällt dabei auf Deutschland und 25 Prozent auf Belgien.

Die Schadenschätzung umfasst versicherte Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden für Wohn-, Gewerbe-, Industrie-, Automobil- und Infrastrukturleitungen und berücksichtigt das Potenzial einer Verstärkung des Schadens nach dem Ereignis und einer längeren Betriebsunterbrechung. Zudem sei die Flutkatastrophe mit den Flutwellen in Mittel- und Osteuropa von 2002 und 2013 vergleichbar, betont Daniel Bernet, Produktmanager für Europe Flood Models bei RMS.

Dafür hat RMS die am stärksten betroffenen Regionen darunter West- und Süddeutschland, Ostbelgien, Ostfrankreich und Luxemburg untersucht. Ausgenommen seien die Schäden in den Niederlanden, die außerhalb der Modelldomäne liegen sowie Schäden in der Schweiz, Bayern und Sachsen in Deutschland und Österreich, die außerhalb des Zeitfensters der stärksten Niederschläge verursacht wurden.

Die deutschen Versicherer rechnen nach der Flutkatastrophe im Rheinland und in der Eifel mit Schäden von bis zu 5,7 Mrd. Euro. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der deutschen Finanzaufsicht Bafin hervor. Zudem rechnen die deutschen Rückversicherer schlimmstenfalls mit einer Nettobelastung von rund einer Milliarde Euro.

Tropensturm und heftige Regenfälle wüten in den USA

Im US-Bundesstaat Tennessee haben heftige Regenfälle am Sonntag zu heftigen Überschwemmungen geführt. Bislang seien mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, bis zu 30 weitere Personen würden noch vermisst.

Derweil hat der Tropensturm “Henri” im Nordosten der USA Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst, berichtet der Nachrichtensender ntv. Mehr als 100.000 Einwohner in den Bundesstaaten Rhode Island, Connecticut und Massachusetts waren laut Bericht ohne Strom, nachdem der Sturm mit schweren Regenfällen und heftigem Wind auf Land getroffen war.

Autor: VW-Redaktion

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