Ehemaliger Versicherungsagent in 60-Millionen-Skandal angeklagt

Ohio State House_Bild und Quelle.

Unverhofft kommt oft: Larry Householder war 19 Jahre ein Versicherungs-Agent beim Branchenriesen State Farm, heute ist er republikanischer Sprecher für Haus House of Representatives in Ohio und wegen Bestechung angeklagt. Seine politischen Verbindungen und Macht soll er für dunkle Machenschaften genutzt haben.

Gemeinsam mit vier anderen im Bereich Politik tätigen Personen, dem ehemaligen Chairman der republikanischen Partei Ohios Matt Borges, dem langjährigen Householder Adviser Jeff Longstreth und den Lobbyisten Neil Clark and Juan Cespedes, soll Householder laut Anklage an einer Konspiration beteiligt sein. Mit Hilfe der eigens errichteten Briefkastenfirma Generation Now sollen die Beschuldigten 60 Mio. US-Dollar an Bestechungsgeldern gesammelt haben. Im Gegenzug sollen die Politiker dem Energieunternehmen FirstEnergy Solutions dabei geholfen haben, dass ein Gesetz, Bill 6, zunächst genehmigt und im Nachgang nicht mehr überstimmt wird, meldet insurancebusinessmag. Die Bill 6 ist ein „Milliarden-Beistand“, der dem Unternehmen zwei Nuklearkraftwerke sichert.

Es wird noch schmutziger

Das Unternehmen wurde von Longstret gegründet, doch die Ermittler sind sich sicher, dass es von Householder kontrolliert wurde. Die Briefkastenfirma habe in jedem Quartal 250.000 Dollar von mit FirstEnergy Solutions „verwandten“ Energieunternehmen überwiesen bekommen haben. Zudem sollen die (Tarn-)Unternehmen auch die Wahl von Householder in sein politisches Amt unterstützt haben und ihm beträchtliche private Zuwendungen zuteilwerden lassen. Insgesamt soll er zusätzlich 400.000 US-Dollar erhalten haben, die er für ein Haus in Florida, die Begleichung von Kreditkartenschulden und, ironischerweise, zur Beilegung eines privaten Rechtsstreites verwendet haben.  

Das unrechtmäßig erworbene Geld soll Generation Now unter anderem dafür verwendet haben, 21 republikanische Kandidaten bei verschiedenen lokalen Wahlen zu unterstützen. Über eine Million flossen in Schmier- und Verleumdungskampagnen, die gegnerische Kandidaten diskreditieren sollten.

So schön kann Politik sein.

Autor: Maximilian Volz

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