Assekurata will von Lebensversichern erneut mehr Transparenz

Transapraenz ist auch in der Lebensversicherung nützlich, leider fehlt sie oft. Bild von lpittman auf Pixabay

Sie wollen es einfach nicht besser machen. Erneut hat Assekurata den Lebensversicherern mangelnde Transparenz vorgeworfen, ob es diesmal etwas hilft?

Mittlerweile ist es fast schon ein Brauch, dass die Kölner Ratingagentur mit der Informationspolitik der LV-Branche unzufrieden ist – Beispiele finden Sie HIER oder HIER.

Zum Jahreswechsel informieren die Unternehmen Kunden und Öffentlichkeit darüber, wie hoch ihre laufende Verzinsung der privaten Rentenversicherung für das nächste Jahr ausfällt. Analog dazu veröffentlichen viele Branchenbeobachter unternehmensindividuelle Daten. Im Ergebnis erhalten Interessenten dadurch eine umfassende Übersicht über die laufende Verzinsung der einzelnen Gesellschaften und können sehen, in welche Richtung sich der Markt bewegt. Doch solche Übersichten wären immer schwieriger zu erstellen.

Assekurata bemängelt, dass die Unternehmen mit der Herausgabe von unternehmenspezifischen Daten geizen. So hat das Unternehmen bei Befragungen wie der jährlichen Studie zu Überschussbeteiligungen und Garantien seit dem Jahr 2002 eine „abnehmende Teilnahmebereitschaft“ festgestellt.

Hatten 2011 noch 72 Unternehmen mit einem Marktanteil von 93 Prozent die entsprechenden Fragebogen beantwortet und somit an der Studie teilgenommen, waren es im diesjährigen Prozess nur noch 79 Prozent. Über die Gründe dieser zunehmenden unternehmensseitigen Zurückhaltung lasse sich „trefflich spekulieren“.

Unklare Formulierungen

Bei Studien würden zudem inakkurate Bezeichnungen die Arbeit der Ratingagenturen erschweren. Es gäbe beispielsweise keine Legaldefinition für die Bezeichnungen Klassik oder gar neue Klassik in der Lebensversicherung. Dass der Vorwurf zutrifft, konnte auch auf der GDV-Jah­res­me­dien­kon­fe­renz festgestellt werden, die Begriffe werden verwendet aber nicht erklärt.

Assekurata bemängelt, dass einige Versicherer Transparenz walten lassen und „dezidiert aufführen“, auf welches Produkt sich der jeweilige Deklarationssatz bezieht, andere würden darauf verzichten. Eine trennscharfe Zuordnung sei „daher nicht möglich“.

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