Rekordstrafe für Wells-Fargo-Manager auch für D&O bedeutend

Mio.-Strafe für Manager. Bild von kalhh auf Pixabay

Diese Meldung, die das Gerechtigkeitsempfinden vieler bedienen und den D&O-Versicherern den Schweiß auf die Stirn treiben wird: Der frühere Vorstandschef der US-Bank Wells Fargo, John Stumpf, muss wegen eines Skandals um illegale Verkaufspraktiken 17,5 Mio. Dollar Strafe zahlen.

Neben der Millionenstrafe akzeptierte Stumpf auch ein lebenslanges Arbeitsverbot im Bankensektor, wie die US-Bankenaufsichtsbehörde OCC erklärte. Allerdings ist Stumpf 66 Jahre alt, sodass dieser Punkt nicht allzu schwer ins Gewicht fallen sollte.

Fünf weitere frühere Wells-Fargo-Manager müssen insgesamt 37,5 Mio. Dollar an Strafe bezahlen. Es ist laut Handelsblatt das erste Mal, dass die Behörde Einzelpersonen für die rechtswidrigen Geschäftspraktiken der Bank zur Rechenschaft gezogen hat.

Viel Schein

Die Bank Wells Fargo hatte Mitarbeiter angehalten, Millionen Scheinkonten zu eröffnen, um unrealistische Verkaufszahlen zu erreichen. Für diese kreative Art des Geschäftemachens musste die Bank als Institution bereits Millionensummen an Strafen und Gebühren zahlen.

Die Behörde hat das frühere Management direkt für die Geschäftspraktiken verantwortlich gemacht und versuchte, gegen alle beschuldigten Wells-Manager Arbeitsverbote im Bankensektor zu erwirken.

Inwieweit die D&O-Versicherung der Manager einspringen wird und muss, ist derzeit unklar. Zwar ist vorsätzliches Handeln bei Betrug vom Schutz ausgeschlossen, doch oftmals verschwimmen die Grenzen, sodass lange und teure Prozesse die Folge sind. Die Allianz-Tochter AGCS warnt bereits vor Klagewellen gegen Top-Manager.

Autor: VW-Redaktion

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