Davos: Allianz-CEO Bäte sucht beim Klima einen Mittelweg „zwischen Empörung und Optimismus“

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Wie erwartet dominiert das Klima dieser Tage das Weltwirtschaftsforum in Davos. Nachdem die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg Untätigkeit vorgeworfen hatte, kritisierte Allianz-Chef Oliver Bäte die Klimaschutz-Bemühungen der Politik.

„Es ist das erste Mal, dass die Wirtschaft den Ton angibt und die Regierungen hinterherhinken“, sagte er mit Blick auf die Reduktion von CO2-Emissionen. Zudem glaube er, dass die Regierungen unglücklicherweise den Anschluss verloren haben. „Ich kann nur für mein Heimatland sprechen: Wir diskutieren immer Pläne für den Kohleausstieg, aber wir diskutieren nur den Zeitpunkt und nicht die nötigen Schritte“.

Zudem plädierte er davor, einen Mittelweg „zwischen Empörung und Optimismus“ zu finden. „Wir müssen etwas tun, die Sachen praktisch anpacken“, so Bäte. „Worten müssen Taten folgen“, forderte der Vorstandschef der Allianz in Davos.

Bereits im September 2019 hatten sich die weltweit größten Pensionsfonds und Versicherer im Rahmen des neu gegründeten Bündnisses Net-Zero Asset Owner Alliance in New York dazu verpflichtet, ihre Anlageportfolios in Höhe von 2,4 Billionen US-Dollar bis 2050 klimaneutral zu stellen. Die Verpflichtung wurde auf dem Klimagipfel des UN-Generalsekretärs in New York vorgestellt. Mit dabei: Big Player wie Allianz, Swiss Re und Zurich.

Autor: VW-Redaktion

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