Provinzial zeigt Interesse für Getsafe-Policen
Getsafe-CEO Christian Wiens (Bildquelle: Getsafe)
Christian Wiens verkündete im Juni, dass sein Unternehmen Getsafe die Bafin-Versicherungslizenz für das Schaden- und Unfallgeschäft zurückgibt. Die bestehenden Verträge sollten auf andere Versicherer übertragen werden. Nun scheint sich ein Kandidat herauszukristallisieren.
Die Provinzial soll zukünftig als Risikoträger für rund 400.000 Verträge der Getsafe Insurance AG fungieren. Diese Informationen hat der Gründer Christian Wiens dem Fachblatt procontra bestätigt. Dem Bericht nach läuft ein entsprechendes Verfahren beim Bundeskartellamt.
Getsafe hat seine Erfahrungen als Versicherer, Makler und Assekuradeur gemacht. Im Juni verkündete Christian Wiens, dass man das Geschäftsmodell vereinheitlichen will. Versicherungen in allen Sparten will das Start-up aus Heidelberg weiterhin anbieten – allerdings ohne eigene Versicherungslizenz. Im Kranken- und Lebengeschäft hatte das Start-up keine Versicherungslizenz, dafür in der Sparte Schaden- und Unfallversicherung seit Ende 2021. Ohnehin stammt der größere Teil des Umsatzes aus der Tätigkeit als Assekuradeur.
Es war geplant, dass die bestehenden Verträge auf andere Versicherer übertragen werden. Sie stammen aus unterschiedlichen Sparten. Dazu, um wie viele Verträge es sich dabei handelt, wer diese übernimmt und mit wie vielen Risikoträgern Getsafe zusammenarbeitet, machte das Unternehmen im Juni nach VWheute-Anfrage noch keine Angaben.
Der Provinzial-Konzern ist seit der Fusion der Provinzial Rheinland und der Provinzial NordWest im Jahr 2020 der zweitgrößte öffentliche Versicherer hierzulande nach der Versicherungskammer. Die Beitragseinnahmen lagen im Jahr 2024 bei 7,01 Mrd. Euro, 4,7 Mrd. Euro davon im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft.
Autor: VW-Redaktion
