Barmenia übernimmt Mehrheit von Prisma Life

Konzernsitz der Barmenia in Wuppertal. Quelle: Barmenia

Die Barmenia erhöht ihren Anteil an Prisma Life um 50 Prozent. Damit halten die Wuppertaler nun die Mehrheit von insgesamt 75 Prozent. Bereits 2021 hatte sich der Versicherer mit 25 Prozent am liechtensteinischen Lebensversicherer beteiligt.

Laut einer Unternehmensmitteilung sehe Prisma Life in der Kooperation neben Unterstützungsleistungen seitens der Barmenia bei Zentralfunktionen auch Chancen, den Vertrieb der eigenen Produkte durch den Wuppertaler Versicherer weiterzuentwickeln. Ein Kaufpreis wurde allerdings nicht genannt. Die Übernahme der Anteile muss noch durch die Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

„In der Finanzwelt nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen immer größeren Stellenwert ein. Als verantwortungsvoll handelndes und am Prinzip nachhaltiger Handlungsziele orientiertes Unternehmen ist die Vertiefung der Partnerschaft mit der Barmenia für uns ein Gewinn. Denn die immer komplexer werdenden ESG-Regulierungen können wir gemeinsam effizienter analysieren und umsetzen“, kommentiert Holger Beitz, CEO der Prisma Life.

„Wir freuen uns, dass wir die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit weiter intensivieren und beide Unternehmen künftig von Synergieeffekten profitieren können. Die Kompetenzen der Prisma Life beim internationalen Angebot Fondsgebundener Lebensversicherungen machen uns langfristig schlagkräftiger“, ergänzt Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen.

Die Barmenia Versicherungsgruppe stieg 2020 bei Prisma Life ein und übernahm 25,1 Prozent der Anteile an dem liechtensteinischen Lebensversicherer. Seitdem wurde immer wieder über eine Übernahme des Versicherungsunternehmens durch die Wuppertaler spekuliert. Prisma Life hat im Geschäftsjahr 2022 bei den Beitragseinnahmen nach eigener Aussage weiter zugelegt. So stiegen die Prämien auf der Basis vorläufiger Geschäftszahlen auf mehr als 140 Mio. Euro. Das Neugeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent. Die Barmenia hatte im Geschäftsjahr 2021 ein deutliches Beitragsplus von 11,5 Prozent auf 244,0 Mio. Euro verbucht. Wachstumstreiber waren die Haftpflicht- sowie Hausrat- und Wohngebäudeversicherung und die Tierversicherung. Allerdings hat auch Sturmtief „Bernd“ seine Spuren hinterlassen.

Autor: VW-Redaktion

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