Zurich steigt bei Carify ein

Alle wollen Auto fahren aber nicht kaufen. Bild: Ferrari 296 GTB, Quelle: Ferrari.

Die Auto-Mobilität verändert sich. Wo früher der Kauf dominierte, kann heute (online) geleast, gemietet oder geshared werden. Die Versicherungsbranche hat die neue Realität angenommen. Das aktuelle Beispiel ist die Zurich, die bei Carify Nägeln mit Köpfen macht, beziehungsweise sich vom Partner zum Investor aufschwingt.

“New mobility ist ein gewaltiges Thema für uns Versicherer, sagte der damalige Ergo- und jetzt Munich Re-Vorstand Achim Kassow. Die Branche sieht das übergreifend wie der Manager und baut fleißig an Partnerschaften rund ums Auto, in und außerhalb der Schweiz. Eine Kooperation haben beispielsweise HDI und Share Now gestartet, Baloise investiert in GoMore, die Allianz glaubte früh an Car2Go und später heycar, die Axa ist mittlerweile Partner von blablacar.

Wichtige Rolle spielen

Auch die Zurich hat den Trend erkannt. „Der Markt für Auto-Abos ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, sagt Juan Beer, CEO Zurich Schweiz. Nachdem bereits Anfang September eine Partnerschaft mit Clarify eingegangen worden ist, hat die Zurich sich nun eine Beteiligung erstanden, berichtet die Luzerner Zeitung. Über die Höhe des Investments wurde nichts bekannt. Alleine sind die Schweizer nicht, Toni Piëch, Sohn von Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch und die ACE & Company – u.a. Investor bei Tesla –  sind mit im Boot.

Man habe sich mehrere Anbieter angeschaut, das Geschäftsmodell und das Team von Carify passten am besten zu Zurich, sagt Beer. „Gemeinsam werden wir innovative Mobilitätslösungen für die Kundenbedürfnisse der Zukunft entwickeln.“ Das ist auch nötig, denn der Wettbewerb rund um die neue Mobilität in Europa ist groß, wie das Beispiel Schweiz zeigt.

Harter Markt

Das im Jahr 2019 von Sergio Studer und Raffael Fiechter gegründete Carify bezeichnet sich als „größte Auto-Abo-Plattform der Schweiz“. Doch es gibt viele Mitbewerber, unter anderem Carvolution, Flatdrive oder die Mietwagen-Firmen Hertz und Sixt. Die Axa hatte bereits im Jahr 2017 zusammen mit Swisscom das Angebot Upto gestartet. In wenigen Tagen kommt mit dem deutschen Anbieter ViveLaCar ein weiteres Angebot hinzu.

Das Beispiel Schweiz zeigt, die Versicherer sind sich der Bedeutung des neuen Automarktes bewusst und ringen europaweit um Einfluss.

Autor: VW-Redaktion

Alle wollen Auto fahren, aber nicht kaufen. Bild: Ferrari 296 GTB, Quelle: Ferrari.

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