Amazon bietet Haftpflichtversicherung für Händler an

Logistiklager des Versandriesen Amazon. Quelle: Amazon

Der Versandriese Amazon bietet in den USA nun eine Haftpflichtversicherung für Händler an. Darüber sollen Kunden gegen Personen- und Sachschäden abgesichert werden, wenn diese durch fehlerhafte Produkte entstehen. Partner sind unter anderem Münchener Rückversicherer Munich Re und der Großmakler Marsh.

Dafür hat der Online-Versandhändler den Amazon Insurance Accelerator gegründet. Schäden bis 1.000 Dollar (851 Euro) übernimmt Amazon selbst, ohne dafür von den Händlern eine Rückerstattung zu verlangen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dafür müssen die Händler allerdings eine Haftpflichtversicherung abschließen, deren Bedingungen von Amazon im Detail vorgegeben werden. So müsse die Deckungssumme laut Bericht mindestens eine Million US-Dollar betragen. Zudem dürfe der Selbstbehalt der Händler nicht höher sein als 10.000 US-Dollar.

Schäden über 1.000 Dollar sollen die Versicherer der Händler selbst abwickeln, heißt es weiter. Zudem behalte sich Amazon vor, einen Schaden noch einmal zu überprüfen, wenn der Versicherer die Zahlung abgelehnt hat. Bislang werde das Angebot nur in den USA angeboten, allerdings soll das Angebot laut SZ weiter ausgeweitet werden.

Bereits im Juli 2020 ist Amazon in das indische Versicherungsgeschäft eingestiegen. Dabei gehe es vor allem um den Verkauf von Kfz-Versicherungen. Man will die Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen sowohl für standardisierte Kfz-Haftpflichtversicherungen von Drittanbietern als auch für Personenschäden anbieten. Wenig erfolgreich war hingegen das Gemeinschaftsprojekt mit Berkshire Hathaway. Der Anfang 2018 ins Leben gerufene Krankenversicherer namens Haven wurde Anfang dieses Jahres wieder eingestampft.

Autor: VW-Redaktion

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