Services in der PKV: Online-Sprechstunden unerheblich, E-Rezepte wertvoll, Apps nutzlos

Quelle: Bild von Darko Stojanovic auf Pixabay

Wer mag was bei den Zusatzangeboten der privaten Krankenversicherer? Der Unterschied bei den Vorlieben zu den Gesundheitsservices ist zwischen Alten und Jungen groß, aber zwischen den Geschlechtern größer. Vereint sind die Kunden bei der Liebe zum elektronische Rezept, wenige  wollen die Online-Sprechstunde. Ihre Gesundheits-Apps können die Versicherer mangels Interesse eigentlich einstampfen.

Die Kunden sind an einer Vielzahl von Angeboten ihrer privaten Krankenversicherung interessiert, zeigt der zweite Teil einer Umfrage der Ratingagentur Assekurata – im ersten Abschnitt war die generelle Akzeptanz der Services das Thema gewesen. Am beliebtesten ist bei den Kunden das eRezept, gefolgt von der Unterstützung bei der Suche nach Leistungserbringern und einem Zweitmeinungsangebot. Die bei Versicherern so beliebten GesundheitsApps bzw. Online-Programme finden nur bei rund einem Drittel der Befragten Anklang. Ohne größere Akzeptanz bleiben auch Online-Videosprechstunden und die elektronischen Gesundheitsakten, obwohl erstere im Jahr 2020 einen “kräftigen Schub erfahren haben”.

Chroniker und Gesunde

Die Befragten mit einer chronischen Krankheit haben keine wesentlich anderen Präferenzen als Gesunde. Sie haben tendenziell ein etwas höheres Interesse an Zugang zu Informationen zu Erkrankungen und Behandlungsoptionen sowie an Services, die die ärztliche Therapie unterstützen. Das eRezept hingegen findet etwas weniger Anklang, ebenso ein Arzneimittelservice, d. h. Direktabrechnung und Online-Versandapotheke. Möglicherweise ist Letzteres mit einer “höheren Affinität” zu der Vor-Ort-Apotheke zu erklären.

Quelle: Assekurata

Geschlechterspezifische Präferenzen

Wie schon in der ersten Umfrage zeigt sich ein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern. Die Männer haben tendenziell eine höhere Affinität zu digitalen Serviceangeboten. Besonders deutlich wird dies bei der elektronischen Patientenakte, die die Hälfte der Männer, aber nur 36 Prozent der Frauen favorisieren. Hingegen präferieren Frauen mit 45 Prozent eine Unterstützung bei der Organisation von Reha-und Klinikaufenthalten, bei den Männern sind es 39 Prozent.

Der E-Rentner

Entgegen der gängig Meinung sind  ältere Menschen durchaus offen für digitale Serviceangebote. Die Gruppe der 60-69-Jährigen interessiert sich mit Abstand am stärksten für GesundheitsApps und die elektronische Patientenakte, die 30-39-Jährigen haben das höchste Interesse an einem Terminerinnerungsservice und dem elektronischen Rezept.

Quelle: Assekurata

Autor: VW-Redaktion

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